DE509141C - Verfahren zum Hauen von unterschnittenen Feilenzaehnen mit einem zweiballigen Meissel - Google Patents

Verfahren zum Hauen von unterschnittenen Feilenzaehnen mit einem zweiballigen Meissel

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DE509141C
DE509141C DEK109997D DEK0109997D DE509141C DE 509141 C DE509141 C DE 509141C DE K109997 D DEK109997 D DE K109997D DE K0109997 D DEK0109997 D DE K0109997D DE 509141 C DE509141 C DE 509141C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23DPLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23D73/00Making files or rasps

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Dental Tools And Instruments Or Auxiliary Dental Instruments (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AH 4. OKTOBER 1930
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVl 509141 KLASSE 49f GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Juni 1928 ab
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Hauen von Feilen, insbesondere mit einem zweiballigen Meißel. Feilen mit positivem Brustwinkel können mittels eines einballigen bzw. annähernd einballigen Meißels in der Weise gehauen werden, daß die Vorderseite der Vorderballen des Meißels im entsprechenden Winkel zur Feilenoberfläche eindringt und so den nötigen unterschnittenen Brustwinkel des nächsten zu hauenden Zahnes erzeugt. Dieses Verfahren bewährt sich in der Praxis nicht, da das Fehlen des Brustballens die Meißelschneide schwächt und diese daher leicht ausbricht. Infolgedessen hat man in der Praxis Feilen mit unterschnittenem Brustwinkel, das heißt mit auf Schnitt stehenden Zähnen, bisher nur durch Fräsen herstellen können.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird es ermöglicht, Feilen durch Hauen herzustellen, deren Zähne unterschnitten sind.
Unter diesem Brustwinkel versteht man dabei die in Abb. 2 dargestellten Winkel « und ß, und zwar ist dieser bei dem Zahn
links ein negativer, nämlich minus α, bei dem Zahn rechts daneben ein positiver, nämlich plus ß, und zwar an der wirksamen Spitze des Zahnes. Der Anschliffwinkel γ des Meißels (Abb. ι) wird durch den Brustballen χ und den Rückenballen y gebildet.
Das Verfahren beruht im Prinzip darauf, daß, während eine Lücke gehauen wird, der Brustballen des Meißels nahezu senkrecht zur Feilenoberfläche steht und die Spitze des in der Haurichtung nächsten Zahnes bildet bzw. aufwirft, während der Rückenballen den soeben geschlagenen Zahn derart in der Schnittrichtung umbiegt, daß dieser Zahn in der Schnittrichtung ganz oder teilweise abgedrückt wird. Der Meißel schlägt mit seinem Brustballen annähernd senkrecht zur Feilenfläche, damit die Brustfläche des in der Haurichtung nächsten Zahnes einerseits nicht zu weit entgegen der Schnittrichtung gebildet bzw. aufgeworfen wird und im entgegengesetzten Fall nicht in einem zu geringen Winkel zur Schlagrichtung steht, damit der Meißel nicht wie bei dem in der Einleitung erwähnten einballigen Meißel zu sehr geschwächt wird.
Es erfolgt demnach das Überbiegen der Zahnbrust durch Herunterdrücken des während des Hauens aufgeworfenen Sattels infolge des geringeren Widerstandes des unter dem Rückenballen befindlichen Werkstoffes, der unter dem Meißeldruck nachgibt.
Das Verfahren gemäß der Erfindung ist auf der Zeichnung in zwei Abbildungen dargestellt.
Abb. ι zeigt eine Einrichtung, vermittels der die richtige Zahnform durch ein einziges ungeteiltes Werkzeug erzeugt wird;
Abb. 2 zeigt ein verbessertes verstellbares Werkzeug nach Abb. 1.
Das Verfahren besteht darin, daß das Hauen des Zahnes und die Bildung der unter-
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schnittenen Zahnbrust eines vorhergehenden Zahnes in einem einzigen Arbeitsgang erfolgt. Wenn das Verfahren mit dem Werkzeug gemäß Abb. ι ausgeführt wird, bildet der Brustballen des Meißels, während eine Lücke gehauen wird, die Spitze des in der Haurichtung nächsten Zahnes, während der Rückenballen den soeben geschlagenen Zahn derart umbiegt, daß dieser Zahn in der Schnittrichtung ganz oder teilweise abgedrückt wird.
Das Werkzeug nach Abb. 2 unterscheidet sich von dem nach Abb. 1 dadurch, daß der Rückenballen y von zwei Flächen y' und y" gebildet wird", die in einem vorbestimmten Winkel derart zueinander angeordnet sind, daß die Flächen y' und χ den normalen Zahn schlagen, während die Fläche y" die Spitze des vorher geschlagenen Zahnes umbiegt.
Da die Fläche}/ sich bei dieser Ausführungsform schwer herstellen läßt, ist der Meißel hier aus zwei Teilen 2', 2" zusammengesetzt, die dann auf beliebige Weise untereinander verbunden werden können. Zweckmäßig wird man dem Teil 2' gegenüber dem Teil 2" eine gewisse Bewegbarkeit erteilen, indem man die beiden Teile unter Zwischenschaltung einer Feder verbindet. Die Stärke der Feder wird zweckmäßig regelbar sein, so daß das Umbiegen der Zahnspitze je nach Werkstoff und Hiebart in größerem oder kleinerem Maße erfolgen kann.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Hauen von unterschnittenen Feilenzähnen mit einem zweiballigen Meißel, dadurch gekennzeichnet, daß der Meißel so gegen die Feile bewegt wird, daß der die Zahnbrust formende Brustballen (.v) des Meißels nahezu senkrecht zur Feilenoberfläche steht und beim Hauen einer Zahnlücke die Zahnspitze des nächsten Zahnes aufwirft, während der Rückenballen (y) die nahezu senkrechte Zahnbrust des vorhergehenden Zahnes so nach vorn überbiegt, daß eine unterschnittene Zahnbrust entsteht.
2. Meißel für ein Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß er aus zwei Teilen zusammengesetzt ist, deren Rückenballen (y', y") in stumpfem Winkel zueinander angeordnet sind, die entsprechend dem Feilenhieb und dem zu bearbeitenden Stoff zueinander einstellbar sind.
3. Meißel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß seine beiden Teile unter Zwischenschaltung einer Feder miteinander verbunden sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
GEDBUCKT IN DEK
DEK109997D 1928-06-26 1928-06-26 Verfahren zum Hauen von unterschnittenen Feilenzaehnen mit einem zweiballigen Meissel Expired DE509141C (de)

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