DE508474C - Selbsttaetige Presse zum nacheinander erfolgenden Hervorbringen von parallelen Schnitt- oder Lochreihen in unzerschnittenen Werkstofftafeln - Google Patents
Selbsttaetige Presse zum nacheinander erfolgenden Hervorbringen von parallelen Schnitt- oder Lochreihen in unzerschnittenen WerkstofftafelnInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21D28/00—Shaping by press-cutting; Perforating
- B21D28/02—Punching blanks or articles with or without obtaining scrap; Notching
- B21D28/06—Making more than one part out of the same blank; Scrapless working
- B21D28/08—Zig-zag sequence working
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)
Description
Sofern die Herstellung von Massenerzeugnissen zwecks möglichst vollkommener Ausnutzung
des Materials durch Hervorbringen paralleler, gegeneinander versetzter oder nicht
versetzter Schnitt- oder Lochreihen aus ganzen, d. h. zuvor nicht in Streifen zerlegten
Werkstofftafeln und dabei mittels nur eines Werkzeuges erfolgen soll, wird'die Bearbeitung
bislang auf den sogenannten .Zickzack-pressen vorgenommen, die dem Werkzeug jeweils eine Werkstofftafel entweder halbautomatisch
oder vollkommen selbsttätig derart zuführen, daß die jeweils eingespannte Tafel
zunächst schrittweise.in einer Richtung λόγ-geschoben,
nach Ausführung des letzten Schnittes oder Loches in der ersten Reihe um einen Reihenabstand quer zu der vorhergegangenen Bewegungsrichtung bewegt und
nunmehr — zur Hervorbringung der zweiten Schnitt- oder Lochreihe — entgegengesetzt
zu der zuerst erwähnten Vorschubrichtung schrittweise verschoben wird. Es .wird also
j L'.weils nur eine Tafel, diese aber unter mehrfacher
Änderung der Vorschubrichtung be- oder verarbeitet, und eine neue Tafel gelangt erst dann zur Verarbeitung, wenn die vorhergehende
den letzten Schnitt in der letzten Schnittreihe empfangen hat. Hierbei sind
Schlitten erforderlich, die mit Rücksicht auf eine genaue Führung stabil und schwer ausgeführt
und jeweils nach beendeter Verarbeitung einer Werkstofftafel unter Stillsetzen der
Presse in ihre Anfangsstellung zurückgeführt werden müssen. Ferner erfordern die sogenannten
Zickzackpressen für die verschiedenen Schnittbilder umständliche und umfangreiche,
daher kostspielige Getriebe und besondere Teilelemente, wie Teilstangen, Teilschienen
oder Teilscheiben. Dadurch ergeben sich fürdieZickzackpressensehrhoheHerstellungskosten.
Die Leistung der bekannten Zickzackpressen wird nun nicht allein durch die
zum jeweiligen Zurückbringen des Schlittens in die Anfangsstellung erforderliche Stillstandszeit
der Presse beeinträchtigt, sondern auch dadurch begrenzt, daß bei jedem Vorschubschritt
große Massen in Bewegung gesetzt, also beschleunigt und dabei noch in sehr kurzen Zeitabständen wiederholten Umkehrungen
der Bewegungsrichtung unterworfen werden müssen und daß fernerhin eine fortlaufende
selbsttätige Zuführung neuer Werkstofftafeln mittels Saugern oder Greifern entweder
überhaupt nicht oder doch nur unter Überladung der Presse mit komplizierten Übertragungsmitteln möglich ist. Aus allen
diesen Gründen kann man die minutliche Hubzahl der sogenannten Zickzackpressen
über eine verhältnismäßig niedrig liegende Grenze hinaus nicht erhöhen.
Einige der vorstehend aufgeführten Nach- teile
der Zickzackpressen sind zwar bei den sogenannten Streifenpressen vermieden, indessen
erfordern diese Streifenpressen ein vorhergehendes Zerschneiden der Werkstofftafeln
in eine der Anzahl der Schnitt- oder
Lochreihen entsprechende Anzahl von schmalen Streifen, deren jeder dann nur eine Reihe
von Schnitten oder Löchern erfährt. Bei der Herstellung runder Erzeugnisse ergibt das
Zerschneiden der Tafeln in schmale Streifen mit geradlinigen Schnittkanten aber einen so
großen Abfall, daß eine wirtschaftliche Herstellung der betreffenden Erzeugnisse nicht
mehr möglich ist. Man hat deshalb für runde ίο Werkstücke die Zerlegung der Tafeln nach
wellenförmig verlaufenden bzw. mehrfach gebrochenen Linien vorgeschlagen, indessen sind
die hierfür erforderlichen Messer sehr teuer und außerdem einem schnellen Verschleiß
1.5 unterworfen. Ferner erfordert diese Schnittführung eine Überschreitung des sonst üblichen
Reihenabstandes und führt somit auch wieder zu einer Materialvergeudung. Nachteilig
ist dieses Verfahren aber auch noch deshalb,
weil für jede Werkstüdcform. und auch
für jede Werkstückgröße ein besonderes Messer benötigt wird.
Es ist nun allerdings vorgeschlagen worden, die zuvor nicht in Streifen zerlegten
Werkstofftafeln mit ihrer einen, parallel zur Vorschubrichtung verlaufenden Längskante
gegen eine Anschlagleiste zu stützen, von Hand schrittweise vorzuschieben und durch
Abschneiden des bei der Herstellung der ersten Schnitt- oder Lochreihe entstandenen
Abfalls in einer dem Reihenabstand entsprechenden Entfernung von der vorherigen
Längskante mit einer neuen Stützkante zu versehen, mit der die Tafeln alsdann gegen
die Anschlagleiste angedrückt und zwecks Herstellung der folgenden Schnittreihe wiederum
von Hand, schrittweise verschoben werden sollen. Bei diesem ausschließlich für
Hand-vorschub gedachten bekannten Verfahren,
das übrigens niemals praktisch angewendet wurde, muß nun aber jede Tafel vor ihrer
Verarbeitung besonders zugerichtet, nämlich an ihrer Vorderkante in einem besonderen
Arbeitsgang, auf einer besonderen Maschine und mittels eines komplizierten und kostspieligen
Messers mit einer Verzahnung versehen werden, um bei dem von Hand erfolgenden
Vorschub die Versetzung der Reihen gegeneinander wenigstens bis zu einem gewissen
Grade zu sichern. Da jede Änderung in der Zuschnittsgröße auch eine Änderung in der
gegenseitigen Versetzung der Schnittreihen erfordert, so ergibt sich, daß bei diesem
druckschriftlich bekannt gewordenen Verfahren für verschiedene Zuschnittsgrößen ebenso
viele verschiedene Messer zur Herstellung der Verzahnung an der vorderen Tafelkante erforderlich
sind,. so daß erhebliche Kapitalien für die Beschaffung zahlreicher kostspieliger
Messer aufgewendet werden müssen. Das ausdrücklich einen Vorschub von Hand vorschreibende
und somit nur eine sehr geringe Pressenleistung zulassende Verfahren besitzt also im Wesentlichen dieselben Nachteile wie
die weiter oben erwähnten Streifenpressen.
Mit der Erfindung werden nun nicht nur die den Zickzackpressen anhaftenden, sondern
auch die vorstehend hinsichtlich der sogenannten Streifenpressen aufgeführten Nachteile
und Übelstände, ferner aber auch noch die Mangel abgestellt und beseitigt, die die
praktische Anwendung ties zuletzt erwähnten, bekannten Verfahrens bisher unmöglich
machten. Die Erfindung, die das bekannte Verfahren erst praktisch nutzbar macht, besteht
in der Vereinigung einer ohne Transportschlitten arbeitenden Presse, bei der die
Werkstofftafeln in an sich bekannter Weise unter Anlegen oder Andrücken ihrer einen
parallel zur Vorschuibrichtung verlaufenden 8c Längskante gegen eine Änschlagleiste zunächst
mit .der ersten Schnittreihe versehen, dann vollkommen aus dem Bereich der Presse
entfernt und zur Erzeugung der zweiten und der folgenden Schnittreihen nach je einer
Verschiebung in der Tafelquerrichtung dem Werkzeug erneut und stets in derselben Vorschubrichtung
zugeführt werden, mit einer selbsttätigen Walzen- oder Greifervorschubvorrichtung
und einem oder mehreren von der Presse selbst gesteuerten Anschlägen, wobei die Vorschubvorrichtung nur einfach
ausgeführt zu sein braucht und stets nur das Vorschieben der vollen oder schon teilweise
verarbeiteten Tafeln in derselben Richtung zu bewirken hat. Der Reihenabstand zum
Hervorbringen der zweiten, dritten und folgenden Schnittreihen kann dabei entweder
durch Verstellung der zum Anlegen der einen Tafellängskante dienenden Anschlagleiste
oder, bei fester Anordnung dieser Anschlagleiste, in an sich bekannter Weise dadurch
gewonnen werden, daß der bei dem Ausstanzen oder Ausschneiden jeder Reihe entstehende
oder entstandene Abfall in einer dem Reihenabstand entsprechenden Entfernung
von der ursprünglichen bzw. der vorherigen Längskante abgeschnitten wird. Zur
besonders genauen Einstellung kann hierbei außer dem festen Anschlag noch ein rechen- no
artig ausgebildeter, einerseits drehbarer und anderseits parallel zur Vorschubrichtung verschiebbarer
Anschlag vorgesehen sein, wobei die Scheitellinie der zuvor ausgestanzten Schnitt- oder Lochreihe sich auf die Zinken
des Anschlagrechens stützen.
In allen Fällen können die Tafeln ohne weiteres durch Sauger ader Greifer selbsttätig
zugeführt werden. Die selbsttätige Walzen- oder Greifervorschubvorrichtung, die dann die Tafeln schrittweise zwischen
dem Werkzeug hindurchzuschieben hat, kann,
wie schon erwähnt wurde, sehr einfach gehalten sein, wobei die bei den Zickzackpressen
erforderlichen Schlitten, Längs- und Querteilungselemente und auch die bisher stets benötigten
umfangreichen und kostspieligen Getriebe fortfallen und die !Möglichkeit gegegeben
ist, die Zahl der Stößelhübe weit über das bislang zulässige Höchstmaß zu steigern, die stündliche Leistung der Presse
ίο also wesentlich zu erhöhen.
Gegenüber den Streifenpressen bietet der Gegenstand der Erfindung den erheblichen
Vorteil, daß ein Zerlegen der Tafeln in Streifen nicht mehr in Betracht kommt, daß also
dieser Arbeitsgang und damit die großen Ausgaben für die zahlreichen und komplizierten
Messer erspart werden, daß aber fernerhin die Schnittreihen wesentlich näher, als
es bei Verwendung von Streifenpressen angängig ist, aneinandergelegt werden können.
Dem an dritter Stelle besprochenen, bekannten und ausdrücklich für Hand vor schub
bestimmten Verfahren ist der Erfindungsgegenstand dadurch wesentlich überlegen, daß
das bei dem bekannten Verfahren unbedingt erforderliche Zurichten der vorderen Tafelkante,
d. h. das vor der eigentlichen Verarbeitung jeder Tafel vorzunehmende Ausschneiden
der Verzahnung an der Taf elvorderkante erübrigt wird, wodurch der betreffende
Arbeitsgang in Fortfall kommt und fernerhin die Ausgaben für die Beschaffung
einer besonderen Maschine und mehrerer kostspieliger Messer eingespart werden.
Die Zeichnungen veranschaulichen den Gegenstand der Erfindung in einigen Ausführungsbeispielen.
Die Zeichnungen veranschaulichen den Gegenstand der Erfindung in einigen Ausführungsbeispielen.
Abb. ι und 2 stellen in Vorderansicht und in Draufsicht das eine Ausführungsbeispiel
dar, bei dem der Reihenabstand durch Abschneiden des Abfalls der soeben hervorgebrachten
Schnitt- oder Lochreihe gewonnen wird.
Abb. 3 läßt ein Beispiel für den bei der Ausführung der Presse nach Abb. 1 und 2
stattfindenden Arbeitsvorgang erkennen.
Abb. 4 zeigt eine weitere Ausbildung der in Abb. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform.
Abb. S veranschaulicht ein weiteres AusführungSibeispiel,
und
Abb. 6 endlich läßt ein Beispiel für den Arbeitsvorgang
der Presse nach Abb. 5 erkennen.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 und 2 ist ι der Körper, 2 der Tisch, 3 der
Stößel und 4 das Schwungrad einer liegenden Presse, bei der also die Werkstofftafeln 5 in
senkrechter bzw. annähernd senkrechter Lage zur Verarbeitung gelangen sollen. Die Werkstofftafeln
5 werden mit ihrer einen, parallel zur Vorschubrichtung verlaufenden Längskante
in der aus Abb. 1 ersichtlichen Weise gegen einen als Leiste o. dgl. ausgebildeten
Anschlag 6 gestützt und gelangen alsdann zwischen zwei A'orschubwalzenpaare 7 und 8,
die in an sich bekannter Art schrittweise gedreht werden und dadurch die Tafeln zur
Ausführung der in den einzelnen Reihen aufeinanderfolgenden Schnitte oder Löcher dem
im Pressenstößel 3 befestigten Werkzeug 9 zuführen.
Jede Tafel erhält also zunächst nur die Schnitte oder Löcher in der einen, nämlich
dem Anschlag 6 benachbarten Reihe und gelangt alsdann durch zwei weitere'Walzenpaare
10 und 11 zu einem gleichzeitig mit dem Pressenstößel 3 bewegten Abschneider
T2, der den beim Ausstanzen oder Ausschneiden der ersten Schnitt- ader Lochreihe ent-
standenen Abfall parallel zu und in einem derartigen Abstande von der Mittellinie der
soeben ausgestanzten Lochreihe abschneidet, daß sich beim Anlegen oder Andrücken der
durch das Abschneiden des Abfalls gewonnenen Kante gegen den Anschlag G der
Reihenabstand von selbst ergibt.
Die in vorstehend beschriebener Weise mit zunächst einer Schnitt- oder Lochreihe versehene
und unmittelbar darauf durch das besondere Abschneiden des Abfalls mit einer
neuen Anlegekante versehene Tafel gelangt alsdann zwischen zwei endlose Bänder 13
und 14, von denen das Band 13 um .die Trommeln
15 und 16 und gegebenenfalls noch um zwei Spannwalzen 17 und 18 läuft, während
das andere Band 14 auch zum Teil um die Trommeln bzw. Walzen 1.5 und 16, dann aber
noch um Führungsrollen 19, 19 läuft, in der
Weise, daß die Werkstofftafeln nach dem Ausschneiden jeder Schnittreihe zwischen
den beiden Bändern 13 und 14 wieder nach
derjenigen Seite der Presse befördert werden, auf der sich der Anschlag 6 und die beiden
ersten Zuführungswalzenpaare 7 und 8 befinden.
Die in vorstehend angegebener Weise mit der einen Schnittreihe versehene und unmittelbar
danach von dem Abfall der ersten Schnittreihe befreite Werkstoff taf el gelangt nun entweder infolge ihres Eigengewichts
oder aber unter Zuhilfenahme irgendwelcher mechanischer Mittel mit der durch das Abschneiden
des Abfalls gewonnenen neuen Kante gegen den Anschlag 6, wobei die Materialtafel
bei der nunmehr wieder durch die Walzenpaare 7 und 8 erfolgenden Weiterbeförderung
zum Werkzeug 9 derart unter letzteres gerät, daß die nunmehr zweite
Schnittreihe im richtigen Abstand von der lao ersten Schnittreihe ausgestanzt wird, worauf
sich das Spiel wiederholt.
Man kann die neue Presse entweder so einrichten und benutzen, daß fortlaufend eine
große Anzahl von Tafeln nur mit der ersten Schnittreihe versehen und 'dann, nach erfolgtem
Abschneiden, durch geeignete Mittel abgenommen werden, um erst nach Ausstanzen
oder Ausschneiden der ersten Reihe in der letzten Tafel erneut nacheinander in die
Presse zu gelangen, oder man kann unter Benutzung der weiter oben beschriebenen Bandtransporteinrichtung
den Arbeitsvorgang in der aus Abb. 3 ersichtlichen Weise gestalten,
wobei also beispielsweise die eine Tafel bereits mehrere, nämlich η Schnittreihen, die
folgende Tafel η — ι Schnittreihen und die dritte Tafel η — 2 Schnittreihen empfangen
hat, wenn eine weitere Tafel die erste
Schnittreihe erhält.
Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß sowohl bei der ersten als auch bei der zweiten
Benutzungsweise ein selbsttätiges Aufgeben der ganzen Werkzeugtafeln mittels Saugern
oder Greifern möglich ist, ohne daß hiermit eine Überladung der Presse mit umständliehen
Übertragungsmitteln verbunden wäre. Um nun die aufeinanderfolgenden Tafeln jeweils in einem solchen Abstände voneinander
zu halten, daß der am Anfang oder Ende einer Schnittreihe befindliche, nicht zur
Hervorbringung eines vollständigen Erzeugnisses ausreichende Materialteil unzerschnitten
bleibt, die Reihenfolge der Schnitt- oder Lochreihen aber entsprechend dem gesamten
Schnittbild gewahrt wird, kann ein Steuerrad 20 mit Zähnen und Nocken 21 verwendet
werden, das die Momentkupplung des Schwungrades, ferner einen Anschlagstift 22
und schließlich auch eine Vorrichtung zum Einlegen neuer Tafeln steuert. Dadurch wird
der Stößel beim Reihenende zeitweilig stillgesetzt und der Anschlagstift 22 aus dem
Wege der Tafeln entfernt, so daß die bereitliegende Tafel im richtigen Augenblick zwischen
das erste Walzenpaar gelangt. Nach jeder vollen Umdrehung des Steuerrades 20
wird mittels einer an sich bekannten, mit Saugluft oder Greifern arbeitenden Vorrichtung
eine neue Tafel eingelegt, was beispielsweise durch Auf treffen des Nockens 21° auf
einen Hebel 216 veranlaßt werden kann. Das
Steuerrad muß dabei so viel Zähne aufweisen, wie die Presse Hübe ausführen muß, um,
einschließlich der an den Reihenenden erforderlichen
Leerhübe, eine volle Tafel zu verarbeiten. Zwischen je zwei zum Stillsetzen
des Pressestößels dienenden Auslösellocken zi
ist ein Zahn mehr erforderlich, als die Reihe Schnittlöcher umfaßt. Ermöglicht also beispielsweise
die Tafelgröße das Ausstanzen von vier Reihen zu je sechs Schnitten und ist in jeder Reihe ein Leerhub (Stillsetzen des
Stößels) für das betreffende Schnittbild erforderlich, so muß das Steuerrad insgesamt
4 X (6 -f- 1), also 28 Zähne aufweisen.
Bei der Ausführung nach Abb. 4 ist die Maßnahme vorgesehen, daß der Abfall der
ersten Schnitt- oder Lochreihe nicht unmittelbar nach dem Hervorbringen dieser Schnittoder
Lochreihe, sondern erst nach Ausstanzen der zweiten Reihe von Löchern abgeschnitten
wird und bei dem erneuten Vorschub der Tafeln in der vorhergegangenen Richtung die
Scheitellinien der gerade vorhergehenden Schnittreihe dazu benutzt werden, eine
genaue Einstellung auf den Reihenabstand zu gewährleisten. Zu diesem Zweck ist bei dem
Ausführungsbeispiel nach Abb. 4 außer dem festen Anschlag 6 noch ein mit entsprechenden
Zinken 23 versehener Rechen 24 in geeigneten Lagern 25 drehbar und verschiebbar angeordnet, wobei die Rechenzinken 23 mit
den Scheiteln bzw. Scheitellinien der Löcher der zuvor gestanzten Schnitt- oder Lochreihe
in der aus Abb. 4 selbst ersichtlichen Weise zusammenarbeiten. Dadurch wird eine vollkommene
Genauigkeit im Reihenabstand herbeigeführt, da die Rechenzinken 23, die vor jedem Vorschubschritt der dem ersten Walzenpaar
7 zuzuführenden Tafel in die Löcher der zuletzt hervorgebrachten Schnitt- oder go
Lochreihe eingreifen und in diesen bis zur Beendigung des Vorschubseihrittes verbleiben,
um danach aus diesen Löchern herausgehoben und wieder in ihre Anfangsstellung zurückgebracht
zu wenden, in der sie dann bei Ruhen der Tafel wiederum zum Eingriff gelangen.
Anstatt den Reihenabstand durch Abschneiden des Abfalls einer vorhergegangenen
Schnitt- oder Lochreihe zu gewinnen, kann die Gewinnung des Reihenabstandes gemäß
Abb. 5 auch dadurch erfolgen, daß der Anschlag, gegen den sich die Tafeln mit ihrer
einen, parallel zur Vorschubricthtung verlaufenden
Längskante anlegen sollen, nicht fest, sondern verschiebbar angeordnet ist. Bei dem
Ausführungsbeispiel nach Abb. 5 ist also statt des festen Anschlags 6 der Ausführung
nach Abb. r, 2 und 4 ein verschiebbarer Anschlag
26 vorgesehen, der von zwei in geeigneten Lagern 0. dgl. 27 geführten Stangen
28, 28 getragen wind und über einen Hebel 29 und eine geeignete Verbindung der Einwirkung
des Steuerrades 20 (vgl. Abb. 2) unterstellt ist.
Wie sich unter Berücksichtigung der Abb. 6 der Zeichnung ergibt und wie auch aus
Abb. 5 selbst zu erkennen ist, erfährt der Anschlag 26 jeweils dann, wenn in der vorhergehenden
Tafel eine Schnittreihe hervorge- 12c bracht wird, eine Verschiebung, so daß die
demnächst zwischen die Walzenpaare 7 und 8
gelaugende Tafel um einen Reihenabstand
höher als die gerade in der \rerarbeitung befindliche
Tafel zu liegen kommt.
Andererseits könnte man natürlich auch ■ 5 bei dieser Ausführung der Presse zunächst
fortlaufend eine große Anzahl von Tafeln nur mit der ersten Schnittreihe versehen und
die Verstellung des Anschlages 26 erst nach dem Hervorbringen der ersten Schnittreihe
in der letzten Tafel des Stapels vornehmen.
Es sei noch erwähnt, daß statt der in der
Zeichnung veranschaulichten Walzenpaare 7, 8, 10 und 11 auch ohne weiteres geeignete
Greifer Verwendung finden könnten.
Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß die Presse ganz erheblich schneller arbeiten kann
als die bislang gebräuchlichen Zickzackpressen und daß die Leistung der neuen
Presse auch gegenüber den sogenannten Streifenpressen größer ist, da das besondere
Zerlegen der Tafeln in Streifen fortfällt. Im übrigen erzielt der Erfindungsgegenstand
gegenüber den Zickzackpressen und auch gegenüber den Streifenpressen die weiter
oben erwähnten, ohne weiteres ersichtlichen Vorteile.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Selbsttätige Presse zum nacheinander erfolgenden Hervorbringen von parallelen Schnitt- oder Lochreihen in unzerschnittenen Werkstofftafeln, gekennzeichnet durch eine ohne Transportschütten arbeitende Presse, bei der die Werkstofftafeln unter Anlegen oder Andrücken ihrer einen, parallel zur Vorschubrichtung verlaufenden Längskante - gegen eine Anschlagleiste zunächst mit:o der ersten Schnittreihe versehen, dann vollkommen aus dem Bereich der Presse bzw. des Werkzeugs entfernt und zur Erzeugung der zweiten, dritten und der folgenden Schnittreihen je nach einer A'erschiebung quer zum Vorschub dem Werkzeug erneut und dabei stets in derselben Vorschubrichtung zugeführt werden, in Verbindung mit einer selbsttätigen Walzen- oder Greifervorschubvorrichtung und einem oder mehreren von der Presse j selbst gesteuerten Anschlägen, wobei die nur einfach auszugestaltende Vorschubvorrichtung das Vorschieben der vollen 0der schon teilweise verarbeiteten Tafeln zu bewirken hat und der Reihenabstand entweder durch Abstellen der zur Stützung der Tafellängskante dienenden Anschlagleiste oder — bei fester Anordnung dieser Anschlagleiste — dadurch gewonnen werden kann, daß der bei dem Ausstanzen oder Ausschneiden jeder Reihe entstehende oder entstandene Abfall in einer dem Reihenabstand entsprechenden Entfernung von der ursprünglichen bzw. der vorherigen Längs- und Stützkante der Tafel abgeschnitten wird.
- 2. Ausführungsform der Presse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß außer einem festen Anschlag (6) zum Anlegen der ursprünglichen oder neu gewonnenen Tafellängskante noch ein beweglicher Anschlag (23, 24) vorgesehen ist, der mit der Scheitellinie der Löcher der zuvor hervorgebrachten Schnitt- oderLochreihe zusammenarbeitet und für eine genaue Einstellung des Reihenabstandes sorgt, wobei das Abschneiden des Abfalles einer Schnittreihe erst nach Hervorbringen der nächstfolgenden Schnittreihe erfolgen und der bewegliche Anschlag aus einem mit Zinken (23) \-ersehenen, drehbaren und verschiebbaren Rechen (24) bestehen kann.
- 3. Ausführungsform der Presse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag, gegen den sich die Tafeln mit ihrer einen, parallel zur Vorschubrichtung verlaufenden Längskante anzulegen haben, aus einer entweder von einem Steuerrad oder auf andere Weise verschieb- bzw. verstellbaren Anschlagleiste (26) besteht, wobei die Verstellung dieser Anschlagleiste (26) zur Gewinnung des Reihenabstandes entweder jeweils während der Hervorbringung einer Schnittreihe in der vorhergehenden Tafel oder erst bei Ausführung derselben Schnittreihe in der letzten von mehreren Tafeln erfolgen kann.Hierzu 1 Blatt ZeichnungenRERUN. nEllltUCKT IN UKII
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST45765D DE508474C (de) | 1929-04-20 | 1929-04-20 | Selbsttaetige Presse zum nacheinander erfolgenden Hervorbringen von parallelen Schnitt- oder Lochreihen in unzerschnittenen Werkstofftafeln |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST45765D DE508474C (de) | 1929-04-20 | 1929-04-20 | Selbsttaetige Presse zum nacheinander erfolgenden Hervorbringen von parallelen Schnitt- oder Lochreihen in unzerschnittenen Werkstofftafeln |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE508474C true DE508474C (de) | 1930-09-27 |
Family
ID=7464973
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEST45765D Expired DE508474C (de) | 1929-04-20 | 1929-04-20 | Selbsttaetige Presse zum nacheinander erfolgenden Hervorbringen von parallelen Schnitt- oder Lochreihen in unzerschnittenen Werkstofftafeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE508474C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1994008740A1 (en) * | 1992-10-12 | 1994-04-28 | Sjoeberg Anders | Method and machine for producing details from a sheet of metal |
| US6079308A (en) * | 1996-05-03 | 2000-06-27 | Gebruder Leonhardt Im-Und Export Gmbh & Co. Kg | Apparatus for sheet-metal plate processing to be employed at inclined C-frame presses |
| WO2000066290A1 (de) * | 1999-05-03 | 2000-11-09 | Gebrüder Leonhardt GmbH & Co. KG | Verfahren zum streifenförmigen verarbeiten von tafelförmigen werkstücken und einrichtung hierzu |
-
1929
- 1929-04-20 DE DEST45765D patent/DE508474C/de not_active Expired
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1994008740A1 (en) * | 1992-10-12 | 1994-04-28 | Sjoeberg Anders | Method and machine for producing details from a sheet of metal |
| US5622068A (en) * | 1992-10-12 | 1997-04-22 | Sjoeberg; Anders | Method and machine for producing details from a sheet of metal |
| US6079308A (en) * | 1996-05-03 | 2000-06-27 | Gebruder Leonhardt Im-Und Export Gmbh & Co. Kg | Apparatus for sheet-metal plate processing to be employed at inclined C-frame presses |
| WO2000066290A1 (de) * | 1999-05-03 | 2000-11-09 | Gebrüder Leonhardt GmbH & Co. KG | Verfahren zum streifenförmigen verarbeiten von tafelförmigen werkstücken und einrichtung hierzu |
| DE19920241A1 (de) * | 1999-05-03 | 2000-11-16 | Leonhardt Gmbh & Co Kg Geb | Verfahren zum streifenförmigen Verarbeiten von tafelförmigen Werkstücken und Einrichtung hierzu |
| DE19920241B4 (de) * | 1999-05-03 | 2006-07-20 | Gebrüder Leonhardt GmbH & Co. KG | Verfahren zum streifenförmigen Verarbeiten von tafelförmigen Werkstücken |
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