DE508258C - Herstellung einer fuer die Konservierung von Wirtschaftsduenger geeigneten Substanz - Google Patents

Herstellung einer fuer die Konservierung von Wirtschaftsduenger geeigneten Substanz

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DE508258C
DE508258C DEE39478D DEE0039478D DE508258C DE 508258 C DE508258 C DE 508258C DE E39478 D DEE39478 D DE E39478D DE E0039478 D DEE0039478 D DE E0039478D DE 508258 C DE508258 C DE 508258C
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    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F11/00Other organic fertilisers
    • C05F11/02Other organic fertilisers from peat, brown coal, and similar vegetable deposits

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Herstellung einer für die Konservierung von Wirtschaftsdünger geeigneten Substanz Es ist bekannt, daß der Stickstoff in den tierischen Auswurfstoffen zum größten Teil in leicht flüchtiger Form enthalten ist. Es gehen der heimischen Landwirtschaft aus dem in der eigenen Wirtschaft anfallenden Stalldünger durch Ammoniakverdunstungen j;ihrlich ungeheure Werte verloren.
  • Die praktischen Erfahrungen haben in L`bereinstimniung finit den wissenschaftlichen Voraussagen v. S o x h 1 e t s erwiesen, daß bei der Aufbewahrung von jauche unter Luftabschluß weder im Stalle noch in der jauchengrube Verluste an wertvollem Stickstoff stattfinden. Indessen so vollkommen der mechanische Luftabschluß bei der Aufbewahrung auch gehandhabt werden mag, so ist damit noch keinesfalls eine völlige Klärung der möglichst verlustlosen Verwendung der jauche auf dem Felde geschaffen. Der verlustlosen Anwendung in der Praxis stellen sich eine Reihe von meist wirtschaftlichen \\"idei-st<indeii entgegen, die zum großen Teil beseitigt werden können, wenn vorher die Frage der chemischen Konservierung der jauche gelöst worden ist. Denn beim Ausbringen der gehaltvollen jauche, die etwa 8q "r" ihres Stickstoffgehaltes als flüchtigen Ammoniakstickstoff enthält, tritt das ein, was inan im Stalle und in der jauchengrube bisher zu vermeiden gewußt hat, nämlich eine unerwünschte Berührung mit Luft. Sie ist infolgedessen großen Ainmoniakverlusten ausgesetzt, was zweifellos ihre Wirkung ganz beträchtlich herabsetzt. Man hat vielleicht versucht, die Amrnoniakverluste durch Bindung des flüchtigen Ammoniaks durch Zusatz von verschiedenen Mitteln zu verhindern bzw. zu mildern. Die Verwendung starker Mineralsäuren, wie Schwefelsäure, Salzsäure, ist im praktischen Betriebe mit großen Schwierigkeiten verbunden; ihre unvorsichtige Anwendung kann mehr Schaden als Nutzen anrichten. Außerdem wird das Bakterienleben, auf dessen Pflege der Landwirt sein Augenmerk richten muß, stark geschädigt. Dasselbe gilt von der Anwendung von anorganischen Salzen. jedenfalls kann von einer befriedigenden Lösung der Konservierung von jauche und Stalldünger bisher noch nicht die Rede sein. Am zweckmäßigsten ist es zweifellos, solche Stoffe zu verwenden, die als Düngemittel Wert haben.
  • Versuche haben ergeben, daß sich günstig wirkende Konservierungsmittel aus organischen Stoffen, wie rezenten und fossilen Pflanzenkörpern, herstellen lassen. Wird z. B. Torf oder Braunkohle in Gegenwart von Ammoniak in bekannter Weise einer Druckoxvdation unterzogen, so entstehen hochwertige, düngend wirkende organische Substanzen, welche einen hohen Ammoniakgehalt haben. Durch Erhitzen der Masse wird das Ammoniak ausgetrieben, und es bleibt eine organische Substanz, welche sich in kaltem Ainmoniakwasser leicht löst und die beim Erhitzen freigewordene :Menge an Ammoniak s l); iiter wieder aufnimmt und chemisch bindet. Das bei der Fabrikation abgetriebene Ammoniak wird wiedergewonnen und verwendet.
  • Die Druckoxydation des Gemisches von fossilen Pflanzen und Ammoniakwasser erfolgt in Druckautoklaven, z. B. in rotierenden Druckzylindern, Blasautoklaven u. dgl., mit Ozon, Sauerstoff, Luft oder andern sauerstoffhaltigen Gasen. Die Angliederung von Sauerstoff erfolgt zweckmäßig unter einem Druck von etwa 4o Atm. und bei Temperaturen, welche unter der Entzündungstemperatur der fossilen Pflanzen liegen, etwa bei aoo°. Durch die Druckoxydation werden die Pflanzenkörper in organische Säuren umgewandelt, welche das angewandte Ammoniak chemisch binden. Die so erhaltene stickstoffhaltige, organische Masse wird dann getrocknet und erhitzt, wobei das gebundene NHs entweicht und zurückgewonnen wird.
  • Nach der Austreibung des Ammoniaks ist das Konservierungmittel fertig und kann z. B. in Pulverform in Ställen, Jauchengruben, Dunggruben u. dgl. dem Wirtschaftsdünger zugegeben werden. Es hat nun die Eigenschaft, die ausgetriebene Ammoniakmenge wieder zu binden und nimmt also das durch Ammoniakverdunstung entstehende NH, des Wirtschaftsdüngers auf.
  • Das so gewonnene Konservierungsmittel ist humusbildend und bietet den im organischen Dünger enthaltenen Kleinlebewesen günstige Lebensbedingungen in chemischer und physikalischer Hinsicht.
  • Bei Konservierung von flüssigem Harn, der etwa 1,5 °/o Stickstoff enthält, ist ein Zusatz. von etwa io bis 15 Gewichtsteilen des Konservierungsmittels auf ioo Gewichtsteile Jauche erforderlich; bei festen tierischen Auswurfstoffen, welche o,54 °/a Stickstoff enthalten, genügt ein Zusatz von 3 bis 5 °%o. Bei Anwendung des Konservierungsmittels wird der Landwirt also in der Lage sein, den Stickstoffgehalt seines Wirtschaftsdüngers um das Fünffache zu steigern und gleichzeitig die organische Substanz zu vermehren.

Claims (1)

  1. PATRNTANspRL dir,; i. Herstellung einer für die Konservierung von Wirtschaftsdünger geeigneten Substanz, dadurch gekennzeichnet, daü rezente und fossile Pflanzenkörper in Gegenwart von Ammoniak in bekannter Weise einer Druckoxydation unterzogen werden und aus den so erhaltenen organischen Stickstoffverbindungen das Ammoniak wieder ausgetrieben wird. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das ausgetriebene Ammoniak wieder zurückgewonnen wird.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750333C (de) * 1937-11-12 1945-01-16 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung eines Humusduengemittels
DE934593C (de) * 1951-11-06 1955-10-27 Yrjoe Kauko Verfahren zur Verhinderung von Stickstoffverlusten aus Jauche

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750333C (de) * 1937-11-12 1945-01-16 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zur Herstellung eines Humusduengemittels
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