DE506795C - Vorrichtung zum Anzeigen des Vorhandenseins schaedlicher Gase in der Atmosphaere - Google Patents
Vorrichtung zum Anzeigen des Vorhandenseins schaedlicher Gase in der AtmosphaereInfo
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Description
- Vorrichtung zum Anzeigen des Vorhandenseins schädlicher Gase in der Atmosphäre Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum anzeigen des Vorhandenseins schädlicher Gase in der Atmosphäre, insbesondere Leuchtgas, Wassergas und Kohlenoxyd o. dgl., mitHilfe einesBiinetallbiigels, der m-it seinem freien Ende einen Alarinstromkr.eis schließt, sobald er durch einseitige oder stellenweise Erwärmung mit Hilfe katalytischer, bei Anwesenheit von verbrennlichen Gasen wärmeabgebender Massen erhitzt wird.
- An sich bekannt ist es, drahtförmige Katalysatoren für solche Zwecke entweder unmittelbar oder durch Bestrahlung mittels eines Heizorgans warmzulialten, Drahtförmige Katalysatoren besitzen aber eine äußerst geringe Betriebssicherheit und Empfindlichkeit und sind außerdem auch sehr teuer.
- Gemäß der Erfindung ist eine Kontaktmasse, die vorteilhafterweise aus Platinasbest besteht, in einen Hohlraum zu dem gebogenen Birnetallbügel und einem unmittelbar ohne Zwischenschaltung eines Transformators an das Netz angeschlossenen Silundkörper eingelagert, so daß bei Verunreinigung der atmosphärischen Luft durch bereits geringe Mengen Leuchtgas o. dgl. eine Oxydation stattfindet, wobei die dabei auftretende Wärme den Bimetallbfigel bis zum Schließen des Alarmstromkreises aufbiegt.
- Vorteilhaft ist es .dabei, den Bügel durch ein mit Handhabe versehenes Schnappschloß in der Alarmstellung abgefangen zu halten, damit eine einmal vorhandene schwache Leuchtgasw.elle die Veranlassung geben muß, den Raum nach Schäden an der L euchtgasanlage genau zu prüfen.
- Durch die Beheizung einer voluminösen, formlosen Kontaktmasse, die in dem Hohlraum zwischen einemBimetallbfigel und einem Silundkörper liegt, ergibt sich die Möglichkeit, mit sehr widerstandsfähigen und mit Sicherheit dauernd arbeitsfähigen Teilen die an sich bekannte Aufgabe zu lösen. Wichtig ist es dabei, für die Beheizung Silund zu verwenden, da Silund die Benutzung der normalen Spannungen der Lichtnetze infolge seines hohen Widerstandes gestattet, um die für die Beheizung der Kontaktmasse erforderlichen kleinen Wärinem,ngen dauernd zu erzeugen. Bei anderen Heizwiderständen ist die V orschaltung eines zusätzlichen Transformators erforderlich, der die Vorrichtung nicht nur verteuert, sondern auch einen im Verhältnis hohen eigenen Strnmverbrauch besitzt.
- Die "Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel.
- In der Abbildung ist i ein U-förmiger Bügel aus Bimetall, d. h. aus zwei aufeinanderliegenden Schichten von :\letall verschiedener Wärmedehnung. Der Bügel i ist mit dein einen Ende durch einen Winkele ortsfest gemacht und mit dem freien Ende 3 gegenüber einem elektrischen Kontakt 4 einstellbar. Bügel solcher Art haben die Eigentümlichkeit, daß sie bei einer geringen Erwärmung sich stark zu strecken bestrebt sind, so daß bei einer Erwärmung innerhalb des von dem Bügel i tunschlossenen Hohlraumes der Kontakt 4. geschlossen wird.
- Zur Erzeugung dieser Erwärmung ini Hohlraum des Bügels i dient eine Kontaktmasse 5, die aus Platinasbest besteht. Sobald in dem Raum Spuren eines verunreinigenden Gases, z. B. Leuchtgas, auftreten, oxydiert dieses infolge des anwesenden atmosphärischen Sauerstoffes, wobei sich Wärme entwickelt, die auf den Bimetallbügel einwirkt und dessen freies Ende nach außen biegt.
- Da die Oxydation, insbesondere bei Vorhandensein von nur kleinen Gasmengen, nur bei einer bestimmten Temperatur eintreten kann, so wird,die Kontaktmasse 5 durch eine elektrische Heizung erwärmt, die aus einem U-förmig gebogenen Heizelementstab 6 besteht. Als geeignet hat sich hier besonders das für Heizzwecke benutzte Silund erwiesen. Das Heizelement 6 ist über eine Leitung ; an den Pluspol und über. die Leitung 8 an den Minuspol eines Netzes gelegt, z. B. an das Lichtnetz. Infolge des geringen Wärmebedarfs der Vorrichtung ist der Stromverbrauch des Heizelementes außerordentlich gering. Um das Heizelement 6 liegt eine Glimmerschicht g, die zum Aufstauen der Wärme dient. An den Pluspol des Netzes ist ferner die Leitung io angelegt, die über den Bügel i fährt, während der Kontakt q. durch die Leitung i z über eine Alarmvorrichtung 12 mit dem Minuspol verbunden ist.
- Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Inder Bereitschaftsstellung geht ein Strom vom Pluspol über die Leitung 7 durch den Silundkörper 6 und die Leitung 8 nach. dein Minuspol. Infolgedessen wird der Hohlraum des Bügels i schwach erwärmt. Mit Hilfe der Kontaktschraube 13 wird der Kontakt q. nun so eingestellt, daß ;bei der Wärmeausstrahlung infolge der elektrischen Beheizung der Kontakt 3 keine Berührung mit der Schraube 13 besitzt. Infolge dieser Beheizung wird die Masse 5 genügend erwärmt, und zwar derart, daß beim Auftreten von Spuren eines verunreinigenden Gases dieses sich infolge des Sauerstoffes der Luft rasch oxydiert. Bei der Oxydation entstehtWärine, und infolge dieser z us. ätzlichen Erwärmung b wird nunmehr der Bügel i so weit aufgebogen, daß der Kontakt 3 mit dem Kontakt .4 in Berührung kommt. Es fließt nun ein Strom vom Pluspol über die Leitung io durch den Bügel i, Kontakt 3, Kontaktschraube 13, Kontakt 4., die Leitung i i .durch die Alar inv orrichtung 12 nach dem Minuspol und zeigt infolgedessen nach außen an, daß gasige Verunreinigungen in der Atmosphäre vorhanden sind. 14. ist ein Schnappschloß, das den Bügel in der aufgeboglInen Stellung festhält, so daß derselbe bei auftretenden Gaswellen nicht wieder in die Ruhestellung zurückkehren kann, sondern so lange Alarm gibt, bis mit Hilfe einer Handhabe 15 das Schnappschloß i¢ geöffnet und der Bügel i freigegeben ist. 16 ist eine Fahne aus gut wärmeleitendem Stoff, z. B. Kupfer, die an dem Bügel i angesetzt ist und diesen vor Überhitzung bzw. vor starken Temperaturschwankungen schützen soll.
Claims (1)
- PATR1\TTANSPRUCI3: Vorrichtung zum Anzeigen des Vorhandenseins schädlicher Gase in der Atmosphäre, insbesondere Leuchtgas, Wassergas und Kohlenoxyd o. dgl., finit Hilfe einesBimetallbügels, der mit seinem freien Ende einen Alarmstromkreis schließt, sobald er durch einseitige oder stellenweise Erwärmung mit Hilfe katalytischer, bei Anwesenheit von verbrennlichen Gasen wärmeabgebender Massen erhitzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine aus Platinasbest bestehende Kontaktmasse in einem Hohlraum zwischen dein gebogenen Bimetallbügel und einem unmittelbar an das Netz angeschlossenen Silundkörper eingelagert ist, so daß beim Durchstreichen von geringen Mengen Leuchtgas oder ähnlichen gasigen Verunreinigungen eine rasche Oxydation eintritt und die dabei auftretende Wärme den Bimetallbiigel bis zum Schließen des Alarmstromkreises aufbiegt.
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1929
- 1929-04-25 DE DEF68263D patent/DE506795C/de not_active Expired
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