DE506478C - Ausziehrohr, Stativfuss o. dgl. - Google Patents
Ausziehrohr, Stativfuss o. dgl.Info
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Description
Es ist bekannt, ausziehbare Stativfüße an den oberen Enden der Abschnitte kegelförmig
erweitert, an den unteren Enden kegelförmig verjüngt auszubilden, so daß der Schluß beim
Ausziehen des Stativs von Hand durch Reibung und Keilwirkung zwischen einander entsprechenden Kegelstumpfflächen herbeigeführt
wird. Die bekannten Stative dieser Art vermögen aber nur verhältnismäßig geringe
ίο Belastung aufzunehmen, da sie ziemlich große
Kegel winkel haben. Diesem Mangel kann dadurch abgeholfen werden, daß man den Kegelwinkel
der Erweiterungen bzw. Verengungen an den Rohrenden ziemlich klein wählt. Die
eigentlichen Tragflächen werden dann verhältnismäßig lang und erzeugen eine feste Verbindung,
die eine recht schwere Belastung aufzunehmen vermag. Vor allem aber bezweckt" die Erfindung, den Aufbau solcher Stative so
zu gestalten, daß die Rohrabschnitte beim Aufstellen des Stativs frei gegeneinander zu
fallen vermögen, um durch den plötzlichen Stoß beim Fallen einen so festen Keilschluß
durch Reibung zwischen den kegelförmigen Flächen hervorzurufen, daß der Fuß befähigt
wird, auch zum Tragen von Filmaufnahmeapparaten zu dienen.
Dies wird gemäß der Erfindung vor allem dadurch erreicht, daß der kleinste Innendurchmesser
des verjüngten Teils jedes Außenrohrs ausreichend größer ist als der größte Außendurchmesser des wesentlich geraden
rohrförmigen Teils des nächst angrenzenden Innenrohrs und daß der größte Außendurchmesser
des aufgeweiteten Teils jedes Innenrohrs genügend kleiner ist, als der geringste
Innendurchmesser des nächst angrenzenden Außenrohres ist.
Das weitere betrifft die Erfindungen, Einrichtungen und Ausbildungen an solchen Ausziehröhren,
die zum Erzielen der beabsichtigten Wirkung beitragen.
Die Zeichnung zeigt den Gegenstand der Erfindung an Ausführungsbeispielen, und zwar:
Abb. ι eine Seitenansicht des Stativs;
Abb. 2 einen Längsschnitt durch die miteinander verbundenen Enden, zweier Abschnitte
eines ausgezogenen Schenkels, bei dem die nach innen gerichtete Abbiegung des einen Abschnittendes und die nach außen gerichtete
Abbiegung des andern Abschnittendes der Deutlichkeit halber übertrieben
groß dargestellt sind;
Abb. 3 einen der Abb. 2 entsprechenden Schnitt, bei dem die beiden konischen Reibungsflächen
von einander getrennt sind;
Abb. 4 einen Längsschnitt eines abgeänderten, nach außen erweiterten Endes eines
Schenkelabschnitts in der zum Bilden des Abschnitts benutzten Gesenkform;
Abb. 5 eine Ansicht von der linken Seite der Abb. 4;
Abb. 6 einen Längsschnitt des nach innen abgebogenen Endteils entsprechend Abb. 4 in
der zugehörigen Form;
Abb. 7 einen Schnitt nach der Linie 4-4 der Abb. 6;
ίο 'Abb. 8 einen Längsschnitt bei ausgezogenem
Schenkel durch die Endteile zweier Abschnitte, die keilartig ineinandergeschoben,
durch Reibung verbunden sind, wobei gezeigt ist, in welcher Weise Aluminiumoxyd und
andre Fremdkörper von den Reibungsflächen entfernt werden;
Abb. 9 eine Abänderung der Bauart nach Abb. 8;
Abb. 10 eine weitere Abänderung zu Abb. 8 und
Abb. 11 eine Ansicht, teilweise geschnitten, des zusammengeschobenen Stativschenkels.
In Abb. ι ist der Stativkopf mit 1 bezeichnet,
an ihn sind wie üblich drei Stativfüße 2 angelenkt. Jeder Stativfuß besteht aus einer
Anzahl von zusammenschiebbaren Rohrstücken 10, 12, 14, 16, 18 und 20. Das obere
Ende des äußeren Rohrstücks ist mit einem zweckmäßig aufgeschraubten Kopfstück 22
versehen, das gemäß Abb. 11 eine stufenförmige
Bohrung mit einer Anzahl von Ansätzen 23 hat, um den einen oder andern der Schenkelabschnitte beim Zusammenschieben
anhalten zu können. Ein Fußstück 24, dessen obere Fläche zweckmäßig konisch (Abb. 11)
gestaltet ist, ist am unteren Ende des innersten Rohrteiles befestigt, um die verschiedenen
Rohrabschnitte im Außenrohr zu zentrieren, sie sicher in getrennter Lage zu halten
und so ein Klappern der Teile beim Zusammenschieben zu verhindern. Die Rohre werden durch Reibung in zusammengeschobener
Lage gehalten, etwa durch eine (J-förmige Feder 26 (Abb. II), die an dem
Kopf 22 befestigt ist.
Jeder Abschnitt des Stativfußes besteht aus einem Rohr, welches einen der Hauptsache
nach zylindrischen Teil 4 hat. Das obere Ende 5 jedes Abschnittes, mit Ausnahme des
oberen oder äußeren Abschnitts 20, ist nach auswärts um einen sehr kleinen Winkel erweitert,
wie Abb. 11 zeigt, und das untere Ende 6 jedes Abschnitts, mit Ausnahme des
innersten Abschnitts, ist um einen sehr kleinen Winkel nach innen gebogen. Die Außenflächen
der nach außen erweiterten oberen Enden sind in demselben Maße umgebogen,
wie die Innenflächen der einwärts gerichteten Enden der Abschnitte, so daß, wenn beim
Ausziehen des Stativs die äußere Fläche des nach auswärts erweiterten Endes eines Abschnitts
mit der inneren Fläche des nach einwärts umgebogenen Endes des nächstfolgenden äußeren Abschnitts in Berührung gebracht
wird, diese Flächen eine keilartige Reibungsverbindung ergeben und so eine starre, feste
Vereinigung zwischen den angrenzenden Abschnitten bilden. Es ist wichtig, eine sehr
kleine Verjüngung und eine verhältnismäßig lange Tragfläche zu benutzen. Es hat sich ergeben,
daß, wenn sich die Tragflächen um einen eingeschlossenen Winkel von z. B. 1Z2 Grad
verjüngen, und wenn eine genügende Länge der Enden der Abschnitte für die Bildung
der Tragflächen vorgesehen wird, so daß man Tragflächen von etwa 38 bis 64 mm wirksamer
Länge an den Enden von Abschnitten erhält, die einen Durchmesser von ungefähr
25 mm haben, sehr günstige Ergebnisse erzielt werden. Es ist vorzuziehen, die Länge
der innen angreifenden Berührungsflächen, welche die Verbindung zwischen den anliegenden
Abschnitten größeren Durchmessers bilden, langer zu machen als die Berührungsflächen,
welche die Verbindung zwischen den anliegenden Abschnitten von kleinerem Durchmesser -bilden, um bei jeder Verbindung
zwischen angrenzenden Schenkelabschnitten im wesentlichen das gleiche Verhältnis
zwischen der Länge der innen angreifenden Flächen und dem Durchmesser jener
Flächen und denselben Winkel an allen Schenkelabschnitten aufrechtzuerhalten. Ein Verhältnis
von ungefähr 2 : 1 von Länge zum Durchmesser ist zu bevorzugen. Dies ist
wichtig, denn die Verbindungen zwischen benachbarten Abschnitten wurden sich scnst
durch seitliche Beanspruchungen bald lockern, und die Schenkel könnten sich zusammenschieben,
wenn die Länge der aufeinander :oo wirkenden Flächen, welche die Verbindungen bilden, ungefähr dieselbe oder kleiner wäre
als der Durchmesser jener Flächen. Der zusammengeschobene Schenkel wird einfach dadurch
auseinandergezogen, daß man ihn in aufrechter Lage hält und die einzelnen Abschnitte
durch ihr eigenes Gewicht nach unten fallen läßt. Der Schenkel ist so gebaut, daß die Abschnitte zueinander frei fallen
können, um das nach auswärts erweiterte obere Ende jedes Abschnitts in Eingriff mit
dem nach innen verjüngten unteren Ende des nächst angrenzenden äußeren Abschnitts zu
bringen. Der plötzliche Stoß, der durch das Fallen der Abschnitte hervorgebracht wird,
wenn der auswärts erweiterte Teil jedes Rohrs in den nach innen gerichteten Teil des
nächst angrenzenden äußeren Abschnitts eingreift, erzeugt eine so starre, keilartige Reibungsverbindung,
daß die drei Schenkel des Stativs eine Last bis zu 100 kg zu tragen vermögen
und mit einiger Leichtigkeit nur dann
zusammengeschoben werden können, wenn man die ausgezogenen Schenkel einem plötzlichen
Stoß in axialer Richtung aussetzt.
Wenn die Schenkelabschnitte mit Gewalt auseinandergezogen werden, so' hat dies eine
ganz andere Wirkung, als wenn sie durch die Schwerkraft nach unten fallen. Beim. Auseinanderziehen
mit Gewalt, was immer in einer verhältnismäßig langsamen Weise vor sich
ίο geht, erfolgt die Keilwirkung auf alle Schenkelverbindungen
gleichzeitig.
Beim einfachen Herabfallen erfolgt die Keilwirkung nacheinander auf die einzelnen
Schenkelverbindungen.
Den ersten Stoß nimmt die erste Verbindung auf, den zweiten Stoß die zweite Verbindung
usf.
Eine Sicherheit, daß die Abschnitte zueinander frei fallen können, wird erfindungsgemäß
dadurch erreicht, daß der größte äußere Durchmesser A (siehe Abb. 2) des nach außen erweiterten oberen Endes jedes
Abschnitts genügend kleiner ist als der innere Durchmesser B des zylindrischen Teils des
nächsten nach außen folgenden Abschnitts und der kleinste innere Durchmesser D des
nach innen gerichteten unteren Endes jedes Abschnitts genügend größer ist als der äußere
Durchmesser C des zylindrischen Teils des nächsten nach innen folgenden Abschnitts.
Auf diese Weise wird jede Reibung zwischen den fallenden Schenkelabschnitten ausgeschaltet.
Die Teile E und F (Abb. 2) der konischen Flächen einandergrenzender Abschnitte
liegen daher frei, wenn der Schenkel ausgezogen ist. Um ferner jede Saugwirkung aufzuheben, die erzeugt werden könnte, während
die Schenkelabschnitte in ihre ausgezogene Lage hineinfallen, sind ein oder mehrere
Luftöffnungen 2.J (siehe Abb. 11) im Kopf des Schenkels 22 vorgesehen. Die
Größe dieser Öffnungen muß ausreichen, um der Luft einen schnellen Eintritt in die Abschnitte
zu erlauben, damit die schnelle FaIlbewegung der Schenkelabschnitte in keiner
Weise beeinträchtigt wird.
Während die oberen Enden der innersten Abschnitte 10 von dem Druck der Federn 26
befreit werden, indem man die Fußteile 24 jedes Schenkels mit der Hand ergreift und
die innersten Schenkelabschnitte 10 von den Federn 26 abzieht, empfiehlt es sich, gleichzeitig
alle inneren Schenkelabschnitte des Stativs auszulösen, indem man die äußeren Schenkelabschnitte ergreift, die Schenkel parallel
nach unten zeigend hält, sie dann schnell um etwa 30 cm nach abwärts bewegt und sie
in der Luft mit einem plötzlichen Ruck anhält, so daß die Schwerkraft aller inneren
Abschnitte jedes Schenkels ausreicht, um die innersten Abschnitte jedes Schenkels von der
Reibungsverbindung mit der Feder 26, welche am Kopfstück 22 befestigt ist, zu befreien.
Auf diese Weise können die drei Stativschenkel gleichzeitig fallen und gelangen im Bruchteil
einer Sekunde in ihre starre, völlig ausgezogene Lage; es ist dann nur noch nötig,
die drei Stativfüße auseinanderzuspreizen, um das Stativ aufzustellen.
Damit sich das Ausziehen durch freien Fall auch praktisch ausführen läßt, ist es wichtig,
der Feder 26 die richtige Spannung zu geben. Sie muß stark genug sein, um alle inneren
Schenkelabschnitte daran zu hindern, jedesmal von selbst nach unten zu fallen, wenn das
zusammengeschobene Stativ in senkrechter Lage gehalten wird, und sie darf anderseits
nicht zu stark sein, denn dann würde auch die schnelle Abwärtsbewegung des zusammengeschobenen
Stativs nicht genügen, um die Reibungsverbindung zwischen den Federn 26
und den innersten Abschnitten 10 aufzuheben.
LTm das erforderliche genaue Passen der zusammenwirkenden konischen Reibungsflächen der Enden der Abschnitte zu gewähr- %§
leisten, ist es nötig, diese Flächen genau zu bearbeiten. Wie bereits erwähnt, wirken in
der in den Abb. 2 und 3 gezeigten Bauart die Teile E und F der konischen Fläche nicht
bei der Bildung der Verbindung zweier benachbarter Abschnitte mit. LTm nun die genaue
Bearbeitung dieser nicht wirksamen Teile E, F der konischen Flächen zu sparen,
kann die in den Abb. 4 und 6 gezeigte abgeänderte Ausführung angewendet werden. Bei
dieser Abänderung in der Herstellung der Schenkelabschnitte wird das Rohr bei 31
(Abb. 4) auf einer kurzen Strecke in einem verhältnismäßig großen Winkel b zwischen
den zylindrischen Teilen 27 und dem nur tOo
leicht erweiterten oberen Ende 29 aufgeweitet. Auch wird das Außenrohr (Abb. 6) bei 33 nach einwärts für eine kurze Strecke
in einem verhältnismäßig· großen Winkel zwischen dem zylindrischen Teil 27 und dem nur
wenig konischen Endteil 35 verjüngt. Auf diese Weise wird der nötige Spielraum zwischen
dem breitesten Teil des nach außen erweiterten Endes jedes Rohrs und der inneren
Wand des zylindrischen Teils 27 des nächsten außen anliegenden Abschnitts erzielt, ohne
daß es nötig ist, eine erheblich größere konische Fläche zu bearbeiten, als bei der Bildung
der Reibungsverbindung zwischen den benachbarten Abschnitten wirksam ist.
Heiß behandelte und getemperte Aluminium- oder Magnesiumlegierungen stellen den
besten Stoff zur Herstellung der Rohrabschnitte 27 dar. Diese Legierungen sind leicht im Gewicht und haben die nötigen
Eigenschaften zur Herstellung einer sehr festen Verbindung für zusammenschiebbare
Schenkel der beschriebenen Art. Wenn diese Legierungen der Luft ausgesetzt werden,
oxydieren sie schnell, indem sich eine sehr dünne Haut von Aluminium- oder Magnesiumoxyd
bildet. Das an den verjüngten Teilen der Schenkelabschnitte gebildete Oxyd wirkt ähnlich wie Graphit als ein trocknes
Schmiermittel, das dem aufgeweiteten Ende 29 des inneren Abschnitts ermöglicht, sich
selbst tiefer in den nach einwärts konisch gemachten Teil 35 des nächsten nach außen folgenden
Abschnitts einzukeilen. Diese Oxydschicht hat jedoch auch eine nachteilige Wirkung,
denn nachdem der Schenkel mehrere Male ausgezogen worden ist, bildet die angehäufte
Oxydmenge, die von den konischen, sich berührenden Flächen abgerieben wird, kleine Kugeln und Rollen, die bei j edem Ausziehen
des Schenkels an Größe und Zahl zunehmen, da dabei jedesmal eine neugebildete
Oxydschicht von den in Berührung kommenden Flächen abgerieben wird, wenn auch diese Kugeln und Rollen zunächst in Gestalt
eines dichten Pulvers auftreten, so werden sie doch hart, wenn sie dem hohen Druck unterworfen
werden, der zwischen zwei sich verkeilenden konischen Flächen auftritt, wenn die Keilverbindung durch Stoß erfolgt. Die
Kugel aus Oxydpulver verhindern einen genauen Sitz zwischen den Schenkelabschnitten
und verschrammen, die konischen Flächen.
Um diese Schwierigkeit zu überwinden, ist es empfehlenswert, eine Anzahl von flachen,
ringförmigen Rillen 36 (die in Abb. 8 in vergrößertem Maßstabe gezeigt sind), in die
äußere Fläche des erweiterten Teils 29 einzuschneiden. Die scharfen Kanten der beim
Einschneiden dieser Rillen erzeugten Rücken kratzen die Oxydschicht von der inneren
Fläche des Teils 35 ab und ermöglichen dem Oxyd, sich in den Rillen 36 zu sammeln, wo
es die Wirkung der konischen Flächen nicht beeinträchtigt.
Anstatt die kreisförmigen Rillen in die Teile 29 einzuschneiden, können diese auch in
die konischen Teile 35 eingeschnitten werden.
Die Oberfläche des erweiterten Teils 29 wird
dann glattgeschliffen.
Ein weiteres Verfahren zum Verhindern, daß das Oxyd die Wände der konischen Keilflächen
beschädige, ist in Abb. 9 veranschaulicht; es besteht darin, daß spiralförmige Rillen
38 in den konisch gemachten Teil 35 jedes Rohrs und eine ähnliche spiralförmige Rille 40
in den erweiterten Teil 29 eingeschnitten werden. Diese spiralförmigen Rillen werden in
entgegengesetzten Richtungen eingeschnitten, so daß die Berührungsflächen rhombusartige
Gestalt erhalten und die Rohre nicht ineinander geklemmt werden, sondern die gewünschte
starre Verbindung durch die keilartige Reibungsberührung zwischen diesen rhombusartigen Flächen bilden.
Im Beispiel der Abb. 10 sind zum selben Zweck ringförmige Rillen 42 in den konischen
Teil 35 des Rohrs eingeschnitten und der erweiterte Teil 29 des Rohrs mit in der Längsrichtung
verlaufenden Riefen 43 versehen. Die Rinnen 43 in den Teilen 29 lassen es zu, daß das Oxyd aus den Rillen 42 herausfällt.
Claims (11)
- Patentansprüche:i. Ausziehrohr, Stativfuß o. dgl., dessen in der ausgezogenen Stellung ineinandergreifende Flächen kegelförmig so ausgebildet sind, daß der Schluß zwischen den Abschnitten durch Reibung und Keilwirkung herbeigeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der kleinste Innendurchmesser (D, Abb. 2) des verjüngten Teils jedes Außenrohres (6) ausreichend größer ist als der größte Außendurchmesser (C) des wesentlich geraden rohrförmigen Teils (4) des nächst angrenzenden Innenrohres, und daß der größte Außendurchmesser (A) des aufgeweiteten Teils (5) jedes Innenrohrs genügend kleiner ist, als der geringste Innendurchmesser (B) des nächst angrenzenden Außenrohres (6) ist, so daß die Rohrabschnitte frei gegeneinander fallen können (Abb. 3), um vermöge des durch die Schwerkraft erzeugten Stoßes einen festen Keilschluß durch Reibung zwischen dem verjüngten Teil (6) jedes Außenrohres und dem erweiterten Teil (5) des nächstfolgenden Innenrohres herzustellen.
- 2. Ausziehrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Röhrenteile aus einer bei Zimmertemperatur leicht oxydierenden Legierung, etwa des Aluminiums oder des Magnesiums, bestehen, damit so die ineinandergreifenden Flächen eine gewisse Schmierwirkung erfahren, und die Keilwirkung zur Herstellung des festen Schlusses unterstützt wird.
- 3. Ausziehrohr nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß je eine der Reibflächen (5, 6 oder 29, 35) jeder Verbindungsstelle oder auch beide Flächen mit zweckmäßig ring- oder schraubenförmigen Nuten (36, 38, 42 oder 43, Abb. 8 bis 10), versehen sind, in denen sich frei werdendes Oxyd oder Schmutz sammeln kann.
- 4. Stativfuß nach Ansprüchen 1 bis 3 mit einer oben auf dem äußersten Rohre befestigten Kopfplatte und einem unten am innersten Rohre befestigten Fußstück, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere obere Kante (44, Abb. 10) jedes Rohrabschnitts mit Ausnahme des äußersten Rohrs (20, Abb. 11) und die innere un-tere Kante (46) jedes Rohrabs^haitts mit Ausnahme des innersten (10) ausgespart sind, damit die Bildung von Graten auf den zusammenwirkenden Reibflächen beim stoßweisen Auftreffen der Abschnittenden auf die Kopfplatte (22) und das Fußstück (24) verhindert wird.
- 5. Stativfuß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Ende (31, 29, Abb. 4) jedes Zwischenrohres (12, 14, 16, 18, Abb. 11) und des innersten Rohres (10) zunächst auf ein kleines Stück unter einem verhältnismäßig großen Winkel (b, Abb. 4 und 6) und dann unter einem verhältnisrnäßig kleinen Winkel (α) aufgeweitet ist und daß das untere Ende (33, 35) jedes Zwischenrohres (12, 14, 16, 18) und des äußersten Rohres (20) zunächst auf ein kleines Stück unter einem verhältnismäßig großen Winkel (b) und dann unter einem verhältnismäßig kleinen Winkel (a) verjüngt sind.
- 6. Stativfuß nach einem der vorausgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das am oberen Ende des äußersten Rohres (20) befindliche Kopfstück (22j mit einem oder mehreren Luftlöchern (27, Abb. 11) versehen ist, damit Luft rasch eintreten kann und die einzelnen Rohrabschnitte frei fallen können, um zwischen den sich berührenden Kegelflächen (29, 35) einen festen Keilschluß zu erzielen.
- 7. Stativfuß nach Anspruch 1 bis 7 mit Ringwulst, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringwulst (173, Abb. 1) in solcher Höhe am Außenrohr (2) angebracht ist, daß sich die Rohrteile der verschiedenen Stativfüße oder ihre Fußstücke (24) beim Aufstellen oder Zusammenschieben der Stativfüße nicht stören.
- 8. Schenkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der ineinandergreifenden, kegelförmigen Teile (Abb. 4 und 6) größer als ihr Durchmesser ist.
- 9. Stativfuß nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß diejenigen ineinandergreifenden Flächen (35, Abb. 8 und 9), welche den Schluß zwischen Abschnit- so ten größeren Durchmessers herstellen, langer sind als diejenigen ineinandergreifenden Flächen (29), welche den Schluß zwischen Abschnitten kleineren Durchmessers herstellen, und daß das Verhältnis zwischen Länge und Durchmesser der ineinandergreifenden Flächen bei jeder Verbindung zwischen benachbarten zusammenschiebbaren Abschnitten etwa gleich ist.
- 10. Stativfuß nach. Ansprüchen 5 bis 9 mit einer Feder, welche den innersten Schenkelabschnitt in Reibberührung mit dem Kopfstück hält, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (26) eine solche Stärke hat, daß sie den inneren Abschnitt noch freigibt, wenn man den zusammengeschobenen Schenkel beim Abwärtsbewegen rasch still hält.
- 11. Schenkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandstärke jedes inneren Rohrabschnitts (4, 5) größer ist als die Wandstärke des anstoßenden äußeren Rohres (6).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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