DE50434C - Sattelbock mit federnden trachten - Google Patents
Sattelbock mit federnden trachtenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B68—SADDLERY; UPHOLSTERY
- B68C—SADDLES; STIRRUPS
- B68C1/00—Saddling equipment for riding- or pack-animals
- B68C1/02—Saddles
- B68C1/025—Saddle-trees
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Purses, Travelling Bags, Baskets, Or Suitcases (AREA)
- Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Wegen der verschiedenen Gestaltungen der Pferderücken, die ja mehr oder weniger dachartig
beiderseits abgeschrägt oder flach und dazu mehr oder weniger durchgebogen oder
gerade gestreckt sind, müssen die Gestelle in den Sätteln, d. h. die Sattelbäume oder Sattelböcke,
in sehr verschiedenen Formen angefertigt werden. Trotz grofsen Sattelvorrathes kann man
namentlich bei der Kavallerie in die Verlegenheit kommen, für verschiedene Pferde keine
passenden Sättel. zu haben. Einen Bocksattel zu haben, der auf jedem Pferderücken passend
angelegt werden kann, wird deshalb als ein Bedürfnifs angesehen.
Im Nachstehenden ist nun der Bock eines Sattels beschrieben und auf der Zeichnung veranschaulicht,
der so hergestellt ist, dafs er in den Trachten zwischen den Vorder- und Hinterzwiesel
und auch im Kopf des Vorderzwiesels federnd nachgiebig ist. Ein Sattel, in dem ein
solcher Bock sich befindet, kann deshalb mit dem Leibgurt jedem Pferde so aufgeschnallt
und festgezogen werden, dafs die Sattelpolsterflächen an den verschiedenen Rückenstellen gehörig
aufliegen. Die federnden Stellen im Zwieselkopf und in den Trachtenflächen entsprechen
so gewissermafsen Universalgelenken, die ein richtiges Anliegen der Auflageflächen
des Sattels an den Auflageflächen der Pferderücken zulassen, mögen letztere auch verschieden
gestaltet sein. Es ist hier die Federungsfähigkeit der an sich fest mit einander im Zusammenhang
stehenden Sattelgerippetheile eines Bocksattels gemeint.
Eine genügende Verdünnung der hölzernen Trachtenwandung würde zur Erlangung einer
gewissen Durchbiegbarkeit hinreichen, doch würde dies der Forderung gehöriger Festigkeit
nicht entsprechen. Deshalb ist hier, wie in Fig. 2 erkennbar, unter die dünn ausgeführte
Trachtenwandung α eine ganz dicht an diese anliegende und über deren ganze Breite sich
erstreckende Stahlfeder c angelegt. Ueber dem Holz und unter der Stahlfeder sind dann dicke
Lederlagen e e aufgebracht, welche wegen ihrer Biegbarkeit einer durch Federung entstehenden
Bewegung der Bocktheile nicht hinderlich sind. Der aus Holz und Stahl verbundenen Feder
wird durch die Lederauflagen die Dicke der sonst steifen Holztrachtenwand verliehen. Das
Holz der Feder, das mit dem Holz der vorderen und hinteren Trachtentheile aus einem
Stück geschnitten ist, hält den Bock gegen Beanspruchung auf Zug in der Längsrichtung
zusammen, die Stahlfeder leistet genügenden Widerstand gegen Zerknickung. Damit ferner
an den Stellen, an denen die Trachtenwandung in die Verdünnung abgesetzt ist und die Stahlfeder
endigt, ein Zerbrechen möglichst vermieden wird, sind hier oben und unten Blechlaschen d dl und b b1, Fig. 2, aufgelegt und
durch Niete mit einander verbunden. Die Niete gehen durch die Federn und deren Lederbezug
einerseits und durch das volle Trachtenholz andererseits hindurch.
Der Hinterzwiesel ist wie gewöhnlich durch festen Eisenbeschlag/ in sich versteift, während
unter dem Bogen des Vorderzwiesels das Holz durch eine lange, kräftige Stahlfeder g, Fig. 4,
versteift ist. Die Feder g liegt längs von Ort zu Ort unter dem Vorderzwiesel und ist in
Fig. ι punktirt gezeichnet angedeutet. Das
Holz im Kopf ist für schwache Biegungen, die hier nur gefordert werden, nachgiebig genug.
Ein so federnd eingerichteter Sattel kann lange auf einem Pferd mit durchgebogenem
Rücken benutzt sein, und soll sich trotzdem jedesmal beim Losen vom Pferderücken gerade
strecken; er soll jederzeit also auch auf Pferden mit geraden Rücken benutzt werden können.
Während sonst an Sätteln der Sattelgurt und die Steigbügelösen beiderseits angenietet werden,
ist bei vorliegender Einrichtung ein Anschrauben dieser Theile mit flachköpfigen Schrauben und
ebensolchen den Haltebolzen bildenden Muttern, Fig. 5, vorgesehen. Einmal lassen sich so bei
Ausbesserungen die Theile ohne jede Beschädigung abnehmen und wieder ansetzen, und
dann wäre sonst zu befürchten, dafs beim Nieten ein im Schaft sich verdickender Niet
in einem der in Fig. ι zu erkennenden Löcher die beschriebene Verbundfeder beschädigen,
namentlich die Feder an den Löchern zum Aufreifsen veranlassen könnte.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Sattelbock, dessen Trachten zwischen Vorder- und Hinterzwiesel in ganzer Breite und gröfserer Länge stark verdünnt und durch eine die verschwächte Stelle α ganz bedeckende Stahlfederplatte c sowie beiderseits durch Lederauflagen e e wieder verstärkt und durch Laschen bb1 und dd1 gesichert sind, so dafs vermöge der in den Trachten so erzeugten Verbundfedern bei federnder Nachgiebigkeit im Kopf des Vorderzwiesels durch Festziehen des Sattels mit dem Leibgurt alle Auflageflächen auf jedem Pferderücken gehörig zur Anlage kommen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE50434T | 1889-08-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE50434C true DE50434C (de) | 1890-01-18 |
Family
ID=325283
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188950434D Expired DE50434C (de) | 1889-08-10 | 1889-08-10 | Sattelbock mit federnden trachten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE50434C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2850371A1 (fr) * | 2003-01-23 | 2004-07-30 | Eric Gauthier | Arcon de selle en duralumin pour la monte des equides et la pratique de la voltige a cheval |
| DE102014017363A1 (de) | 2014-11-24 | 2016-05-25 | Thomas Loeffler | Sich dynamisch anpassender Sattelbaum für einen Reit-oder Tragesattel |
| WO2016166351A1 (de) | 2015-04-17 | 2016-10-20 | Thomas Loeffler | Lastverteilungsstruktur, insbesondere für den einsatz als sattelbaum in einen reitsattel, basierend auf extrem vorgeformten und nachgiebigen biegeträgern |
-
1889
- 1889-08-10 DE DE188950434D patent/DE50434C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2850371A1 (fr) * | 2003-01-23 | 2004-07-30 | Eric Gauthier | Arcon de selle en duralumin pour la monte des equides et la pratique de la voltige a cheval |
| DE102014017363A1 (de) | 2014-11-24 | 2016-05-25 | Thomas Loeffler | Sich dynamisch anpassender Sattelbaum für einen Reit-oder Tragesattel |
| WO2016083105A1 (de) | 2014-11-24 | 2016-06-02 | Meitinger, Thomas Heinz | Sich dynamisch anpassender sattelbaum für einen reit- oder tragesattel |
| WO2016166351A1 (de) | 2015-04-17 | 2016-10-20 | Thomas Loeffler | Lastverteilungsstruktur, insbesondere für den einsatz als sattelbaum in einen reitsattel, basierend auf extrem vorgeformten und nachgiebigen biegeträgern |
| DE102015004942A1 (de) | 2015-04-17 | 2016-10-20 | Thomas Loeffler | Lastverteilungsstruktur, insbesondere für den Einsatz als Sattelbaum in einen Reitsattel, basierend auf extrem vorgeformten und nachgiebigen Biegeträgern |
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