DE50280A - Kochherd, welcher gleichzeitig als Grudeofen benutzt werden kann - Google Patents

Kochherd, welcher gleichzeitig als Grudeofen benutzt werden kann

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DE50280A
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Pending
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English (en)
Original Assignee
R. GERKEN in Rübeland im Harz

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Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 36: Heizungsanlagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. August 1889 ab.
In Fig. ι der beiliegenden Zeichnung ist ein gewöhnlicher Kochofen dargestellt, α ist die Feuerthür, während die Thüren b und c die von den Heizgasen umspülten Räume zum Kochen verschliefsen.
Die Feuerung selbst ist in der Zeichnung nicht dargestellt, da sie beliebig angebracht werden kann.
Um diesen Ofen zugleich als Grude verwendbar zu machen, ist in Fig. 2 bis 6 ein Mittelstück C eingeschaltet, auf welches der Obertheil B aufgesetzt wird. Für die Ausnutzung der Heizgase ist es von Vortheil, den Obertheil, wie in Fig. 3 geschehen, so aufzusetzen, dafs das Rauchrohr von links nach rechts zu stehen kommt. Die Construction dieses Mittelstückes ist aus Fig. 3 ersichtlich; dasselbe hat bei d eine verschliefsbare Oeffnung, durch welche die Feuergase entweichen, indem sie nach wie vor die beiden Kochräume D und E umspülen.
Soll nun der Ofen, Fig. 3, nur als Grude benutzt werden, so verschliefst man die Oeffnung d durch eine Platte d1, Fig. 5, nimmt die zweitheilige Platte e, durch die Thür c hindurchlangend, heraus, indem man die Platte f nebst der Platte g um ein Geringes anhebt, und setzt hierauf die verticale Scheideplatte h und hierauf den Rost e1 ein. Endlich öffnet man den Drehschieber i und kann nunmehr die Räume E und E1 als Grude benutzen, wobei die Gase durch die Oeffnung bei i in* den Rauchkanal entweichen.
Soll der ganze Obertheil als Grude benutzt werden, was besonders im Sommer häufig vorkommen wird, so entfernt man die Platte g, welche ebenfalls zweitheilig ist, Fig. 3, sowie die Platten e und f durch die Thür c, verschliefst die Oeffnung d durch die Platte dl und setzt den zweitheiligen Rost e", Fig. 6, ein, welcher, wiederum zum Aufstellen der Kochtöpfe dient.
Sehr häufig wird endlich der Fall eintreten, dafs man den Herd in kurzen Zeiträumen abwechselnd -als Grude und als Ofen benutzen will. Zu diesem Zwecke empfiehlt es sich, den Obertheil B, wie in Fig. 4, mit dem Rauchrohr nach links aufzustellen. Dieses vorausgesetzt, hat man die Platte e, Fig. 3, durch den Rost e1, Fig. 4, zu ersetzen, nachdem die Platte h eingeschaltet ist. Nunmehr kann abwechselnd der Raum D als Ofen Und der Raum E als Grude dienen; auch kann der letztere Raum zum Kochen verwendet werden.
Denselben Erfolg kann man erzielen, wenn in der Abänderung Fig. 5 bei d" eine verschliefsbare Oeffnung angebracht wird, doch ist alsdann die Ausnutzung der Feuergase für den Ofen weniger günstig.
Die Stützung der herausnehmbaren Platten durch Falze an den Stirnwänden des Ofens ist aus den verschiedenen Figuren ersichtlich, kann aber natürlich auf beliebige Weise erreicht
werden. Zur leichteren Handhabung werden die herausnehmbaren Platten auf den Innenseiten am besten mit Handgriffen versehen, wennschon dies nicht unbedingt erforderlich ist. Hervorzuheben ist endlich noch, dafs ein Ofen, Fig. ι, durch Einschaltung des Mittelstückes C wesentlich an Heizfläche gewinnt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei Kochöfen die Einschaltung eines Mittelstückes C in Verbindung mit herausnehmbaren Platten efg für den oberen Kochraum, um den letzteren beliebig zum Kochen (Fig. 3) oder als Grude (Fig. 4, 5 und 6) benutzen zu können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.

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