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Radioschaltuhr mit eingebautem Schaltwerk Gegenstand der Erfindung
ist eine Weckeruhr mit normalem (36- oder d.8-) Stundenwerk, die sich von den jetzt
im Handel befindlichen Svstemen dadurch unterscheidet, daß an Stelle des Weckers
ein Mechanismus tritt, der das Radiogerät selbsttätig ein- und ausschaltet. Die
Zeit ist .dabei von 3 Minuten bis zu fast 12 Stunden einstellbar. Die Rad ioschaltuhr
ist außerdem gleichzeitig der Hauptschalter des Röhrengerätes und verhin-. fiert
durch bekannte Konstruktion der Steckschalter in unbefugtes Benutzen des Rundfunkempfängers.
Schließlich ist sie noch so konstruiert, daß sie in Radiogeräte eingebaut «-erden
kann, .da die Bedienung der Uhr von der Vorderseite aus getätigt wird.
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Die nach .dem fertigen Modell im Maßtab 1 : i gezeichneten Figuren
zeigen .in Fig. i die Vorderansicht, in Fig. 2 den Steckschalter und Steckschlüssel
im Ouerschnitt und in Fig. 3 (unter Weglassung des eigentlichen Uhrwerks) den inneren
Schaltmechanismus der Rad ouhr mit den, am unteren Teil der Rückwand befindlichen
Anschlußbuchsen.
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Fig. i zeigt die Vorderseite der Rad.ioschaltuhr. Das Zifferblatt
ist durch eine Glastür e verschlossen. Aufgezogen wird die Uhr bei a (wie üblich).
Durch den Zeiger d wird die Zeit eingestellt, zu welcher die Uhr ein- oder ausschalten
soll.
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Die Schaltung erfolgt durch den Hebel c, der um die Achse f beweglich
ist. Durch Nicd.erdrücken kommt der durch die Öff-
nung k nach der Vorderseite
abgebogene Hebel c auf die Felder i zu liegen. In dieser Stellung wird er von der
Stahlschliene j mit Ansatz l festgehalten. Die Verbindung der Stahlschiene j mit
dem Weckerzeiger d ist bekannt, da sie in allen besseren Weckeruhren angewandt wird.
Zu der durch den Weckerzeiger d eingestellten Zeit ,geht die Stahlschiene j zurück,
unid der Hebel' c wird durch eine um die Achse f gelegte und auf den Schenkel des
Hebels c wirkende Feder an die Kontaktfeder h gelegt. Die Federn.h und i sind auf
einem Stück Isoliermaterial g und dieses an .dem Uhrgehäuse befestigt. Die Buchsen
ic und v, die Kontaktfedern h und i,
der Hebel c und die Stecksch.alterfedernrm
und it sind untereinander durch die Litzen r verbunden, und zwar: Buchse, u (H)
mit Messingschiene und -feder, m, Buchse v (z. A.) mit Schalterfeder n2 und Hebel
c, Kontaktfeder h mit Feder .t-, Feder i mit Feder n'. Hebel c ist im Gegensatz-
zu den Federn h und i nicht isoliert befestigt. Es wird so bei Schaltuhren, die
in Radiogeräte :eingebaut werden, eine Beeinflussung der Radioapparatur vermieden,
weil die Metallmasse der Uhr geerdet bzw. an den Minuspol der Batterien gelegt ist.
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Hinter den in .der vorderen. Hol,zw.andp befindlichen Buchsen b ist
eine Leiste q mit den Stiften o angebracht. Die Stifte o reichen zwischen die Federn
m und n hinein. Die Uhr und somit auch der Rundfunkapparat kann also nur durch einen
am unteren
Ende au.sgehöhlten Steckschlüssel in Tätigkeit gesetzt
werden, da mit einem vollen Metallstab (oder Bananenstecker usw.) eine Kontaktgehu
g zwischen den Federn: m, und ia unmöglich ist. Fig.2 zeigt den dazu notwendigen
Schlüssel, der aus dem unten ausgehöhlten Metallteil s und ,dem .aus Isoliermaterial
gefertigten Kopf t besteht.
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Die Arbeitsweise und Bedienung der Radiosch,altuhr ist folgende: Mit
den Buchsen u (H - Heizung) und v
(z. A. - zum Apparat) wird die Uhr- in ,die
mit dem Minuspol .der Anodenbatterie verbun,derne Heizleitung (meistenteils, die
Minus-Heizleitung) eingeschaltet; also: Minuspol ;der Anod@enbattenie und Minus-oder
Plus-)Pol des Akkumulators zur Buchse ac; von der Buchse v zur entsprechenden Buchse
am Empfangsgerät.
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Der Heizstrom fließt von der Buchse u über Litze r zur Feder
m. Hier ist der Stromweg unterbrochen. Der Rundfunkapparat ist ausgeschaltet,
kann nur vorn Besitzer des .Steckschlüssels in. Betrieb gesetzt werden. Zu diesem
Zweck wird der Steckschlüssel in die Buchse H (- Hauptschalter) eingeführt. Das
Uhrwerk wird dadurch vollkommen umgangen, und der Heizstrom fließt über den Steckschlüssel,
Feder ya2, Litze und Buchse v zum Apparat (Eingeschaltet).
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Die Uhr soll einschalten: Der Zeiger d wird auf die gewünschte Zeit
eingestellt, Hebel c niedergedrückt und der Steckschlüs,sel in Buch.sie E (- Einschalten)
eingeführt. Der Stromweg ist dann: Buchsec, Litze, Feder na, Steckschlüssel, Feder
0 zur
Feder h. Zur eingestellten Zeit geht Hebel c von der Feder
i zur Feder lt über. Der Strom geht nun weiter über Hebel c, Litze,
Buchse v zum Apparat.
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Die Uhr soll ausschalten: Der Zeiger d wird auf die gewünschte Zeit
eingestellt, Hebel c niedergedrückt und, der Steckschlüssel in die Buchse A (==
Aus!schalten)eingeführt. Der Stromweg ist .dann: Buchse 2c, Litze, Feder in, Steckschlüssel,
Feder 7z3, Litze, Feder i, Hebel c, Litze, Buchse v zum Apparat. Zur
eingestellten Zeit wird dieser Stromweg durch Übergehen des Hebelsc von Federi
zu ta unterbrochen, der Radioapparat somit ausgeschaltet.
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Die im Handel befindlichen Schaltapparate für Rundfunkgeräte sind
keine Uhren, lassen sich für nur verhältnismäßig kurze Zeit (meist nur bis zu 6o
Minuten) einstellen und können nur ein- oder ausschalten. Gegenüber diesen Fabrikaten
hat die Radlioschaltuhr folgende Vorzüge und Verbesserungen: i. Sie verbindet die
Annehmlichkeiten einer normalen Zeituhr mit denen eines Schaltapparates für Radiogeräte,
2. ersetzt den Hauptschalter am Radiogerät, 3. sichert das Gerät gegen unbefugte
Benutzung, d.. ist bis zu fast 12 Stunden einstellbar und kann den Rundfunkempfänger
selbsttätig ein- und ausschalten.