DE499447C - Induktionsmotor fuer betriebsmaessigen Lauf mit der einem der Staenderoberfelder zugeordneten Drehzahl (Schleichdrehzahl) - Google Patents
Induktionsmotor fuer betriebsmaessigen Lauf mit der einem der Staenderoberfelder zugeordneten Drehzahl (Schleichdrehzahl)Info
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K17/00—Asynchronous induction motors; Asynchronous induction generators
- H02K17/02—Asynchronous induction motors
- H02K17/16—Asynchronous induction motors having rotors with internally short-circuited windings, e.g. cage rotors
- H02K17/20—Asynchronous induction motors having rotors with internally short-circuited windings, e.g. cage rotors having deep-bar rotors
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
7. JUNI 1930
7. JUNI 1930
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 d2 GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Mai 1926 ab
Da die Herstellung von sehr langsam laufenden
Asynchronmotoren meist zu teuer wird, ist bereits vorgeschlagen worden, zur Erzielung
einer kleinen Drehzahl die bekannte, häufig störend auftretende Schleicher scheinung der
Kurzschlußläufermotoren zu benutzen. Das Schleichen kommt dadurch zustande, daß das
Hauptfeld des Primärteils jedesmal dort geschwächt wird, wo eine Nut ist, und dort ver-
jo stärkt wird, wo sich ein magnetisch gut leitender
Zahn befindet. Hierdurch entstehen Oberfelder mit wesentlich mehr Polen und wesentlich kleinerer Polteilung als das
Hauptfeld. Hauptfeld und Oberfeld wirken gleichzeitig auf den Läufer ein und erzeugen
ein zusammengesetztes Drehmoment, das aus mehreren EinzieQmomenten verschiedener
Synchrondrehzahl und mit verschiedenen Kippwerten besteht.
Das Schleichen tritt ein, wenn das Moment des Oberfeldes größer wird als das des Hauptfeldes,
vermindert um Reibungs- und Lastmoment. Der Motor läuft dann mit einer Drehzahl, die erheblich unter der synchronen
Drehzahl des Hauptfeldes liegt. Er verhält sich bezüglich der Drehzahl wie ein Motor
mit einer wesentlich größeren Polzahl, als dem Hauptfeld entspricht. Die Aufrechterhaltung
der Schleichdrehzahl wird durch das Hauptfeld erschwert, das ein beschleunigendes
Moment erzeugt und die Drehzahl zu steigern sucht. Schädlich ist dabei auch der hohe Strom im Ständer und Läufer, der dadurch
entsteht, daß der Läufer stark hinter dem Drehfeld zurückbleibt und entsprechend
stark induziert wird. Der Motor wird dadurch unzulässig stark erwärmt.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Wirkungen des Hauptfeldes bei mit einer
Schleichdrehzahl zu betreibenden Asynchronmotoren so weit zu verringern, daß sie nicht
mehr störend sind. Erfindungsgemäß erhält die Selcundärwicklung eine Polteilung, die
kleiner ist als die Polteilung des Hauptfeldes der Primärwicklung, und zwar wird die Sekundärwicklung
aus einzelnen Kurzschlußringen zusammengesetzt, deren tangentiale Breite ungefähr der einfachen Polüeälung eines Oberfeldes
des Prirnärteöls. 'entspricht, oder aus Käfigen, deren Breite in der Umfangsrichtung
ungefähr der doppelten Polteilung des primären Oberfeldes entspricht. Durch diese
Maßnahme wird der Einfluß des Hauptfeldes geschwächt, während das Oberfeld voll zur
Wirkung kommt.
Bei dieser Ausführung erzielt man folgende Vorteile: Die störenden Drehmomente,
die den Motor aus der Schleichdrelizahl zu
') Von dem Patentsucher ist als der]Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Jng. Eberhard Fischer in Barcelona.
bringen suchen, werden vermindert, insbesondere das Drehmoment des Hauptfeldss
Der hohe Kurzschlußstrom., der bei Sohleichdrehzahlen in normal gebauten Käfigläufern
auftritt, wird verkleinert. Dadurch werdten die Stromverluste vermindert und der Wirkungsgrad
gesteigert. Eine unzulässige Erwärmung des Motors wird verhütet und dadurch ein Dauerbetrieb mit der Schleichdrehzahl
ermöglicht.
In der Zeichnung sind einige Ausführungen des Sekundärteils beispielsweise dargestellt.
In die Läufernuten ι (Abb. ι und 2) sind U-förmige Kurzschlußbügel 2 eingeschoben
und nach dem Einschieben bei 3 durch Schweißung o. dgl. zu Ringen geschlossen.
Die Polteilung ρ eines Ringes ist wesentlich kleiner als die Poltieilung des Hauptfeldes
der Primärwicklung und entspricht der Polteilung irgendieines Oberfeldes dieser
Wicklung. Das Drehmoment D des Motors ist in Abhängigkeit von der Drehzahl η
in Abb. 3 durch die Kurve 4 dargestellt. Der Punkt ο entspricht der Drehzahl o, der Punkt 5
der dem Hauptfeld der Primärwicklung entsprechenden Synchrondrehzahl. Der Punkt 6,
bei dem die Kurve 4 die Nullinie schneidet, entspricht der synchronen Schleichdrehzahl.
Nach, einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann das Drehmoment dadurch vergrößert
werden, daß man dem Drehmoment der Schleichdrehzahl ein dem Hauptfeld entsprechendes
kleines Drehmoment überlagert. Die Kurve 7 stellt das Drehmoment des Hauptfeldes eines normalen Induktionsmo-·
tors in Abhängigkeit von der Drehzahl dar, und zwar bei kurzgeschlossener oder nahezu
kurzgeschlossener Sekundärwicklung. Es ist bekannt, daß der Scheitel 8 dieser Kurve
durch Einschalten von Widerstand in die Selnmdärwicklung mehr und. mehr nach links
gerückt werden kann, bis über den Punkt ο hinaus. Der Sekundärwiderstand kann nun
so stark erhöht werden, daß die Kurve 7 in die Kurve 9 übergeht. Überlagert nun die
Kurve 9 die Kurve 4, so erhält man die strichpunktierte Kurve ι o, deren Scheitel wert 11
wesentlich höher liegt. Man erhält auf diese Weise ein größeres Drehmoment im Bereiche
der Schleichdrehzahl.
Diese Überlagerung läßt sich in einfacher Weise durch' Verbindung der Kurzschlußringe
2 durch Leiter höheren Widerstandes, z.B. durch die Widerstandsbänder 12, die an
die Köpfe der Ringe angeschweißt werdien, verwirklichen. Dadurch werden die Ringe
zu einem zusammenhängenden Käfig höheren Widerstandes verbunden. Der Widerstand der
Verbindungsleiter 12 wird zweckmäßig so gewählt, daß der untere Ast 13 der Kurve des
resultierenden Drehmomeiues 10 die Nullinie
berührt oder nur wenig* oberhalb oder unterhalb der Nullinie liegt. Auf diese Weise
erhält man auch ein brauchbares Anzugsmoment. Ö5
Die Abb. 4 und 5 zeigen eine andere Ausbildung des Käfigs, dessen Stirnringe 14 etwa
entsprechend der doppelten Polteilung ρ des Oberfeldes in bestimmten Abständen mit Kerben
15 versehen sind. Die geschwächten Stellen
16, die auch durch Material höheren Widerstandes ersetzt werden können, entsprechen
dem Verbindungsleiüer 12 der Abb. 1 und 2.
In manchen Eällen, z. B. beim Antrieb von Papierkalandern, ist es notwendig, die Arbeitsmaschine
einmal mit kleiner, einmal mit hoher Geschwindigkeit anzutreiben, und zwar mit hohem Anzugsmoment. Bei den bekannten
Einrichtungen ist der Antriebsmotor durch So ein Getriebe mit umschaltbarer Übersetzung
mit der Arbeitsmaschine verbunden, oder es sind zwei Motoren mit entsprechenden Übersetzungen,
Kupplungen und Drehzahlen mit der Maschine verbunden, die abwechselnd ein- und ausgeschaltet werden.
Nach der Erfindung kommt man mit einem einzigen Motor aus, der durch ein Getriebe
mit unveränderlicher Übersetzung mit der Antriebsmaschine gekuppelt ist, wenn man go
in die Nuten des Sekuindlärteils außer den
Kurzschlußringen oder einer entsprechenden Phasenwicklung mit der kleineren Polteilung
noch eine offene Phasemvicklung einlegt, deren Polteilung gleich der des Hauptfeldes oder
eines der anderen Oberfeldier der Primärwicklung ist. Bei offener Phasen wicklung
läuft der Motor mit der kleinen Schleichdrekzahl, bei geschlossener Phasemvicklung beispielsweise
mit der dem Hauptfeld entsprechenden Drehzahl. Zur Erzielung eines hohen Anzugsmomentes wird die offene Phasenwicklung
an einen regelbaren Anlasser angeschlossen. Soll der Motor mit der Hauptdrehzahl
laufen, so wird er wie ein normaler Asynchronmotor durch allmähliches Kurzschließen des Anlaßwiderstandes angelassen,
soll er mit der Schleichdrehzahl laufen, so wird der Anlasser zunächst wie vorher
bedient, kurz vor der Erreichung der Schleichdrehzahl wird aber der Stromkreis der Phasenwicklung geöffnet. Fehlen die Verbindungsleiter
12 (Abb. 1 und 2), die die Kurzschlußringe 2 zu einem Käfig vereinigen,
so kann nach Erreichung der Schleichdrehzahl die Phasenwicklung eingeschaltet bleiben, der
Anlaßwiderstand wird dann auf einen solchen Wert eingestellt, daß das vom Hauptfeld erzeugte
Drehmoment dem Verlauf der Kurve 9 (Abb. 3) entspricht.
Soll der Motor auf mehr als zwei verschiedene Drehzahlen eingestellt werden köa-
nen, so kann man im Primärteil eine auf verschiedene Polzahlen umschaltbare Wicklung
anbringen, man kann aber auch den Sekundärteil mit mehreren offenen oder auf verschiedene
Polzahlen umschaltbaren Phasenwicklunaren versehen.
Claims (4)
1. Induktionsmotor für betriebsmäßigen
Lauf mit der einem der Ständeroberfelder zugeordneten Drehzahl (Schleichdrehzahl),
dadurch gekennzeichnet, daß die Kurzschlußwickluing des induzierten Teiles aus
Ringen (2, Abb. 1), die je einen Zahn, oder aus Käfigen (14, Abb. 4), die zwei
Zähne umschließen, zusammengesetzt ist.
2. Induktionsmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurzschlußringe
(2, Abb. 1) oder Käfige (14, Abb. 2) durch Verbindungsleiter (12 bzw. 16;
höheren Widerstandes zu 'einem über den Läuferumfang geschlossenen Käfig vereinigt
sind.
3. Induktionsmotor nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen solchen
Widerstand der Verbindungsleiter (12, Abb. i, oder 16, Abb. 2), daß die
Kurve des resultierenden Drehmomentes (10, Abb. 3) bei der gewünschten Schleichdrehzahl
mit ihrem unteren Ast (13) die Nullinie (0-5) berührt oder nur wenig
oberhalb oder unterhalb dieser Nullinie liegt.
4. Induktionsmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sekundärteil
noch eine Phasenwicklung trägt, deren Polteilung gleich der Polteilung des
Hauptfeldes oder eines anderen Oberfeldes der Primärwicklung ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES74446D DE499447C (de) | 1926-05-08 | 1926-05-08 | Induktionsmotor fuer betriebsmaessigen Lauf mit der einem der Staenderoberfelder zugeordneten Drehzahl (Schleichdrehzahl) |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
| DE499447C true DE499447C (de) | 1930-06-07 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES74446D Expired DE499447C (de) | 1926-05-08 | 1926-05-08 | Induktionsmotor fuer betriebsmaessigen Lauf mit der einem der Staenderoberfelder zugeordneten Drehzahl (Schleichdrehzahl) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE499447C (de) |
-
1926
- 1926-05-08 DE DES74446D patent/DE499447C/de not_active Expired
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