DE498333C - Verfahren und Vorrichtung zum Heben von Fluessigkeiten aus unbegrenzten Tiefen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Heben von Fluessigkeiten aus unbegrenzten Tiefen

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DE498333C
DE498333C DEB139337D DEB0139337D DE498333C DE 498333 C DE498333 C DE 498333C DE B139337 D DEB139337 D DE B139337D DE B0139337 D DEB0139337 D DE B0139337D DE 498333 C DE498333 C DE 498333C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
    • F04FPUMPING OF FLUID BY DIRECT CONTACT OF ANOTHER FLUID OR BY USING INERTIA OF FLUID TO BE PUMPED; SIPHONS
    • F04F7/00Pumps displacing fluids by using inertia thereof, e.g. by generating vibrations therein

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Reciprocating Pumps (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Heben von Flüssigkeiten aus unbegrenzten Tiefen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Heben von Flüssigkeiten aus unbegrenzter Tiefe. Nach einem früheren Vorschlag - Patent 498 332 -geschieht das Heben von Flüssigkeiten dadurch, daß in der die Hebeleitung ausfüllenden Flüssigkeitssäule durch Stoßimpulse in zweckmäßig gleichbleibenden Zeitabständen Druckwellen erzeugt werden, und zwar wird die Taktzahl der Stoßimpulse zur Höhe der Flüssigkeitssäule so gewählt, daß in der letzteren eine stehende Druckwelle gebildet wird. Die Flüssigkeitssäule steht hierbei mit ihrem oberen Ende dauernd mit der Außenluft in. Verbindung. Die Entstehung von Druckwellen in der Flüssigkeitssäule als Folge der Stoßimpulse gründet sich auf die Zusammendrückbarkeit der Flüssigkeit, die im allgemeinen vernachlässigt wird, jedoch eine für den vorliegenden Zweck ausreichende Größe besitzt; beispielsweise ergibt sich für Wasser unter einer Druckerhöhung von i kg/cm2 eine Raumverbindung von 44 X 1o-6 . Die für die Stoßimpulse aufgewendete Arbeit wird vermittels der Druckwellen in Förderarbeit umgesetzt. Während des Ausströmens von Flüssigkeit aus dem offenen oberen Ende der Hebeleitung findet eine Verschiabung der Flüssigkeitssäule um ein der ausgeflossenen Menge entsprechendes Maß statt, wobei das untere Ende der Säule gleichsam als Kolben wirksam ist und die jeweilige AusfluBmenge in die Hebeleitung einsaugt. Bei dem Verfahren nach der vorliegender Erfindung wird ebenfalls von der Eräeugung von Druckwellen, und zwar vorzugsweise stehender Druckwellen in der Flüssigkeitssäule Gebrauch gemacht, jedoch unterscheidet sich das neue Verfahren von dem bereits vorgeschlagenen dadurch, daß das obere Ende der Flüssigkeitssäule etwa für die Dauer eines jeden Stoßimpulses nach außen hin abgeschlossen und am Ende des Stoßimpulses plötzlich freigegeben wird. Es hat sich gezeigt, daß auf diese Weise unter gleichzeitiger Erhöhung des Wirkungsgrades mit der ,gleichen Anlage eine größere Flüssigkeitsmenge gehoben werden kann, als es mit Hilfe des obenerwähnten Verfahrens möglich ist. Der Grund hierfür liegt offenbar darin, daß durch die Stoßimpulse Wellen von größerem Druck und entsprechend geringerer Menge erzeugt werden können als bei dem früheren Verfahren, und daß diese Wellen durch das plötzliche Freigeben der Flüssigkeitssäule in Wellen von sehr geringem Druck und großer Menge umgewandelt werden. Das Verhalten der Flüssigkeitssäule kann mit einer Schraubenfeder verglichen werden, die, auf einer Unterlage abgestützt, belastet und dann plötzlich entlastet wird, wobei sie sich mit einem Sprung von der Unterlage abhebt.
  • Zur Ausführung des neuen Verfahrens kann eine Vorrichtung verwendet werden, die teilweise den gleichen Aufbau besitzt wie die zur -Ausführung des Verfahrens nach Patent 498 332 vorgeschlagene Vorrichtung. Letztere besteht aus einer am unteren Ende durch ein Rückschlagventil verschlossenen Hebeleitung, die mit ihrem ins Freie mündenden oberen Ende an den Zylinder .einer Kolbenarbeitsmaschine angeschlossen ist, die zur Erzeugung der Stoßimpulse in der die Hebeleitung ausfüllenden Flüssigkeitssäule dient. Diese Vorrichtung ist nach der Erfindung dahingehend abgeändert, daß in dem Auslaß des Zylinders der Kolbenarbeitsmaschine ein von der Antriebsvorrichtung für den Kolben gesteuertes Ventil angeordnet ist, welches bei Beginn des Vorwärtshubes des Kolbens zwangsläufig geschlossen und bei Beendigung wieder geöffnet wird. Zum Inbetriebsetzen dieser Vorrichtung wird zunächst der Kolben unter gleichzeitigem öffnen des Ventils in seine ,äußerste Stellung zurückgezogen und dann die Hebeleitung vollständig mit Flüsgigkeit gefüllt, wobei dafür Sorge getragen werden muß, daß keine Luft in der Hebeleitung verbleibt. Bei Beginn des Vorwärtshubes des Maschinenkolbens schließt sich zwangsläufig das Ventil, so daß die Flüssigkeit in der Hebeleitung allseitig eingeschlossen ist und durch den Kolben zusammengedrückt wird. Der Kolbenhub muß im Verhältnis zu den übrigen Abmessungen der Vorrichtung so bemessen werden, daß diese den sich durch die, Zusammendrückung der Flüssigkeitssäule ergebenden Druck aushält.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung ist in der Zeichnung in senkrechtem Längsschnitt schematisch erläutert.
  • Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer Kolbenarbeitsmaschine a, deren Zyänder a1 mit einer durch ein Ventilb gesteuerten Auslaßöffnung versehen ist und mit der beispielsweise eine in etinen Brunnenschacht ,ä hineinragende Hebeleitung c verbunden ist. Letztere ist am unteren Ende mit einem Rückschlagventile versehen. Das Ventil b wird mittels nicht dargestellter übertragungsglieder von dem Antrieb des Kolbens a2, beispielsweise von der Kurhelwe lle f, derart gesteuert, , daß es die Auslaßöffnung des Zylinders a1 ,etwa bei Beginn des Vorwärtshubes des Kolbens a schließt und bei Beendigung wieder öffnet, so daß durch den Vorwärtshub des Kolbens die in der Hebeleitung c und in dem Zylinder a1 eingeschlossene Flüssigkeit zusammengedrückt wird, und zwar pflanzt sich diese Zusammendrückung in. Form einer Druckwelle längs der Hebeleitung c nach deren unterem Ende fort, wird dort reflektiert und gelangt wieder in den Zylinder a1 der Kolbenmaschine zurück. Die Taktzahl des Yolb:ensa2 wird zweckmäßig so gewählt im Verhältnis zur Länge der Hebeleitung, daß die letztere gleich einer Viertellänge der durch die Kolbenbewegung erzeugten Druckwelle oder einem Vielfachen davon ist. Dadurch entsteht in der Hebeleitung eine stehende Druckwelle, welche in dem Zylinder a1 einen Wellenbauch und am unteren Ende der Hebeleitung c einen Wellenbauch oder einen Wellenknoten besitzt, je nachdem, ob die Länge der Hebeleitung ein gerades oder ein ungerades Vielfaches der Viertellänge der Druckwelle beträgt. Am Ende des Vorwärtshubes des Kolbens a2 wird das Ventil b zwangsläufig geöffnet, wodurch die in der Hebeleitung erzeugte Druckwelle von hohem Druck und geringer Menge in eine Welle von geringem Druck und großer iMenge umgewandelt wird.
  • Das am unteren Ende der Hebeleitung vorgesehene Rückschlagventil e hat die Aufgabe, eine Bewegung der Flüssigkeit in der Hebeleitung nur m einer Richtung, nämlich nach loben, zuzulassen. Ferner hat dieses Rückschlagventil den Zweck, zum Einleiten des Betriebes .ein Füllen der Hebeleitung c und des Zylinders a1 der Kolbenmaschine zu ermöglichen.
  • Diese Vorrichtung ermöglicht das Heben von Flüssigkeiten aus jeder beliebigen Tiefe. Die bei jedem Hub der Kolbenmaschine gehobene Flüssigkeitsmenge ist um so größer, je hoher der Druck ist, der durch die Kolbenmaschine erzeugt wird. In jedem. Falle kann die gehobene Flüssigkeitsmenge um ein Vielfaches größer sein als das Hubvolumen der Kolbenmaschine.
  • Im nachstehenden wird eine Vorrichtung zahlenmäßig beschrieben, mit der bei praktischen Versuchen gute Ergebnisse erzielt wurden. Die Hebeleitung hat bei einem Innendurchmesser von 2 5 mm eine Länge von 2o m, gemessen bis zum Spiegel der zu hebenden Flüssigkeit. Am unteren Ende der Hebeleitung ist in einer entsprechenden Erweiterung eine Ventilkugel von 35 mm Durchmesser beweglich gelagert, deren Sitz einen freien Durchlaßquerschnitt von 3o mm Durchmesser hat. Der begrenzte Hub der Ventilkugel beträgt 2omm Das obere Ende der Hebeleitung ist mit einem Zylinder von etwa 5o mm Innendurchmesser verbunden, worin ein Kolben gelagert ist, welcher einen Hub von etwa 3o mm Länge ausführt. Die Geschwindigkeit des Kolbens beträgt etwa i8o Doppelhübe in der Minute. Der Zylinder besitzt eine durch ein Ventil gesteuerte Auslaßöffnung von etwa 3o mm Durchmesser. Der Ventillaub beträgt etwa 5 bis 7 mm. Der Kolben wird von einem Elektromotor angetrieben. Das von der Antriebswelle des Kolbens gesteuerte Ventil öffnet sich gegen Ende des Vorwärtshuhes des Kolbens und wird etwa am Ende des Rückwärtshubes geschlossen. Mit dieser Vorrichtung kann eine Flüssigkeitsmenge von 400o bis 5ooo 1 in der Stunde gefördert werden. Diese Menge ist, wie sich leicht ausrechnen läßt, um ein Vielfaches größer als das stündliche Hubvolumen des Kolbens.
  • Anstatt einer Kolbenarbeitsmaschine kann auch jede andere Vorrichtung verwendet werden, die geeignet ist, in der Flüssigkeitssäule Druckschwankungen zu erzeugen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Heben von Flüssigkeiten aus unbegrenzter Tiefe, bei dem in der die Hebeleitung ausfüllenden Flüssigkeitssäule durch Stoßimpulse auf das obere Ende der Flüssigkeitssäule Druckwellen erzeugt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeitssäule am oberen Ende etwa für die Dauer .eines jeden Stoßimpulses nach außen hin abgeschlossen. und danach zwangsläufig freigegeben wird.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, bei der die Stoßimpulse mittels einer an die Hebeleitung angeschlossenen Kolbenarbeitsmaschine hervorgerufen werden, dadurch gekennzeichnet, daß ein an sich bekanntes, in dem Auslaß des Zylinders (a1) der Kolbenmaschine (a) angeordnetes Ventil (b) mittels der Antriebsvorrichtung für den Kolben (a2) bei Beginn des Vorwärtshubes des Kolbens-(a2) zwangsläufig geschlossen und bei Beendigung geöffnet wird.
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