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Sicherung von Tresoren gegen Einbruch Erfahrungen aus letzter Zeit
haben gezeigt, daß die bisherigen Sicherungen für Tresorräumc u. dgl. nicht genügen.
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Den besten Schutz bietet es, den Tresor derart anzuordnen, daß er
von allen Seiten bei entsprechend häufigen Kontrollgängen besichtigt werden kann.
Diese Forderung stößt aber besonders bei solchen Anlagen auf große Schwierigkeiten.
die erst nachträglich in für andere Zwecke errichteten Baulichkeiten eingerich.tet
worden sind oder werden. Bei solchen Anlagen besteht meist keine Möglichkeit mehr,
um den Tresor herum Gänge für den Bewachungsdienst vorzusehen, oder .gar den Boden
des Tresorraumes von unten her der Besichtigung zugänglich zu machen. Selbst wenn
aber bei einzelnen Anlagen Kontrollgänge vorgesehen sind, besteht immer die Gefahr,
daß der Wächter in den engen Gängen überfallen wird.
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Die Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, daß ein .de zu sichernde
Fläche ungeteilt oder in Abständen deckendes Kontrollglied durch eine Fördereinrichtung
zu einer Kontrollstelle förderbar ist. Diese Kontrollstelle kann an einem sicheren
Ort, z. B. in den über dem Tresor liegenden Arbeitsräumen der Bank oder an einem
von der Straße her gut sichtbaren Platze, angeordnet werden.
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Die Sicherung kann beispielsweise so vorgenommen werden, daß der zu
schützenden Fläche eines unterirdischen Tresors ein diese Fläche vollständig deckendes
Blech i-orgelagert oder in die Tresorwand eingelagert ist. Dieses Blech kann beliebig
oft, z. B. alle drei Stunden, durch eine Fördervorrichtung von Hand oder motorisch
zu einer Kontrollstelle gefördert, z. B. hochgewunden «=erden. Zeigt das Blech dann
keinerlei Spuren eines Einbruchsversuches, etwa in Form von Löchern, Verbiegungen
o. dgl., so ist dies ein Zeichen dafür, daß kein Einbruchsversuch im Gange ist.
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Selbstverständlich können. dabei Si.cUerungen gegen Ablenkungen des
Bleches getroffen werden.
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In vielen Fällen wird man statt eines solchen Bleches o. dgl. eine
größere Anzahl getrennter Kontrollglieder vorsehen, die den Tresorraum in so engen
Abständen umziehen, daß auch, der schmächtigste Mensch nicht zwischen zwei solchen
Kontrollgliedern hindurch in den Tresorraum schlüpfen kann. Solche einzelnen Kontrollglieder
können z. B. als um den Tresorraum herumgeführte Kettentriebe, Drahttriebe oder
Schnurtriebe ausgebildet sein, die. zu einer Kontrolltrommel geführt sind. Kommen
bestimmte gekennzeichnete Punkte der unversehrten Kontrollglieder, z. B. die Verbindungsstreifen
der :einzelnen Triebglieder, regelmäßig b7-,v. gleichzeitig zur Erscheinung, so
ist dies e ;in Anzeichen dafür, daß kein Einbruchsversuch im Gange ist.
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In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
schematisch. dargestellt, und zwar zeigt: Abb. i einen senkrechten Querschnitt durch
einen
Tresorraum mit sogenannter Transmissionssicherung, Abb. a eine Seitenansicht zu
Abb. i, Abb.3 einen senkrechten Schnitt durch einen Tresorraum mit Plattensicherung
für eine Fläche, Abb. ,1 eine Seitenansicht zu Abb. 3. und Abb. 5 einen senkrechten
Schnitt durch eine Plattensicherung nach dem Transmissionsprinzip.
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Der Tresorraum a ist beispielsweise ein würfelförmiger Körper von
beliebiger, üblicher Bauart. Um denselben herum führen nach Abb. i und 2 in entsprechend
engen Abständen Rohre oder Kanäle b. Durch diese sind Drähte, Ketten, Schnüre o.
dgl. c geführt, die auch eine am Kontrollplatz gelagerte Trommel d umgreifen, welche
etwa durch eine Kurbel/ drehbar ist. Die Trommel kann natürlich auch motorisch angetrieben
sein. In den Kanälen b können die Kontrollglieder z. F3. über Flanschrollen g laufen.
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An den einzelnen Kontrollgliedern c, die auch poliert sein können,
um Eingriffe besser kenntlich zu machen, sind einzelne Punkte lt, z. B. die Zusammenfügungspunkte
der transmissionsartigen Kontrollglieder, besonders gekennzeichnet. Kommen beim
Drehen der Trommel d diese Punkte h gleichzeitig bzw. in bestimmter Reihenfolge
zur Sicht, so. ist dies ein Anzeichen dafür, daß kein Einbruchsversuch im Gange
ist.
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Dadurch:, daß man gegebenenfalls die Trommel d. dauernd laufen läßt,
kann man jede unbefugte Hantierung an den Kontrollgliedern c weiterhin erschweren
bzw. unmöglich machen.
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Bei. Neuanlagen können die Kontrollglieder c in hierzu von vornherein
innerhalb der Tresorwand vorgesehenen Kanälen untergebracht werden.
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Bei der Ausführung nach Abb. 3 und q. ist der gefährdeten Wand h des
Tresors eine in einem engen Kanalschlitz i geführte Platte k vorgelagert, die durch
das Förderwalzenpaar d' zwecks Kontrolle nach oben gefördert werden kann.
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Nach Abb. 5 ist zur Sicherung eine relativ dünne, biegsame Platte
k' vorgesehen, die transmissionsartig über die Walzen d" läuft.
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Eine solche dünne Platt. kann ungeteilt. natürlich aber auch gemäß
Abb. i und a streifenförmig geteilt Verwendung finden.
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Selbstverständlich könnte man auf gleiche Art auch noch die Wertfächer
im Tresor sichern, indem man z. B. durch die an den Türen derselben angebrachten
Griffringe oder besondere Führungen nach Gesch,äftsschluß ein bewegliches Kontrollglied
obiger Art führt und zur außerhalb befindlichen Kontrollstelle leitet.