DE489538C - Spinnvorrichtung fuer durch Luftstrom zugefuehrte Fasern - Google Patents

Spinnvorrichtung fuer durch Luftstrom zugefuehrte Fasern

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DE489538C
DE489538C DEG68633D DEG0068633D DE489538C DE 489538 C DE489538 C DE 489538C DE G68633 D DEG68633 D DE G68633D DE G0068633 D DEG0068633 D DE G0068633D DE 489538 C DE489538 C DE 489538C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H4/00Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques
    • D01H4/04Open-end spinning machines or arrangements for imparting twist to independently moving fibres separated from slivers; Piecing arrangements therefor; Covering endless core threads with fibres by open-end spinning techniques imparting twist by contact of fibres with a running surface
    • D01H4/08Rotor spinning, i.e. the running surface being provided by a rotor

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

  • Spinnvorrichtung für durch Luftstrom zugeführte Fasern Die Erfindung betrifft eine Verbesserung der Spinnvorrichtung nach Patent 455 $50, die darin besteht, daß mit einer noch weitaus höheren Umlaufzahl gesponnen werden kann als mit der genannten Vorrichtung, wodurch eine wesentlich erhöhte Leistung erzielt wird, Die Schwierigkeit, mit einer höheren Umlaufzahl zu arbeiten, liegt darin, dem aufgelösten Fasergut die hohe Umlaufzahl des Spinnkörpers zu. geben, d. h. dafür zu sorgen, daB er von diesem mit einer ihm gleichen Geschwindigkeit einwandfrei mitgenommen wird.
  • Bisher wird den Fasern die zum Zusammenhalt im-Garn nötige Drehung dadurch gegeben, daß entweder das Vorgarn oder das fertige Garn gedreht wird: Damit nun die umlaufenden Massen nicht zu groß «-erden, kann aber stets nur eine beschränkte Garnlänge in ein und demselben Arbeitsgang gesponnen werden. Bei Ringspinnmaschinen begrenzt außerdem der durch den sich bildenden Fadenballen entstehende Fadenzug die Spinngeschwindigkeit, sodaß eine Drehzahl der Spindeln von io-i:2 ooo nicht über-. schritten werden kann.
  • Bei der Vorrichtung nach dem Hauptpatent nun werden die zu verspinnenden Fasern dem Spinnkörper nicht als Band zugeführt, sondern so weitgehend in Einzelfasern aufgelöst, daß ein Zusammenhalt derselben nicht mehr vorhanden ist. Die Fasern werden zu diesem Zweck fein verteilt durch einen Luftstrom in einen sich rasch drehenden, trichterförmigen, hohlen Spinnkörper eingeblasen, wo sie sich an den Wänden zu einem Vlies verdichtet niederschlagen. Dieses wird durch eine öffnung im Boden des Trichters ausgezogen und fortlaufend zu einem Faden zusammengedreht. Dazu ist einmal eine einwandfreie Auflösung des Rohstoffes bis zur Einzelfaser notwendig, ferner ein geeigneter Transport des aufgelösten Spinngutes zum Spinnkörper sowie das Ansammeln desselben in dem umlaufenden Spinnkörper mit anschließendem Abziehen und Aufwickeln des entsprechenden. Fadens.
  • Die vorliegende Erfindung ist vor allem auf das rasche Ansammeln und Verdichten des Spinngutes in dein trichterförmigen Spinnkörper gerichtet, das durch Einhalten möglichst gleicher Umlaufgeschwindigkeiten von Fasergut und Spinnkörper erzielt wird-Nach der Erfindung ist zu diesem Zweck in dein Spinnkörper ein Mitnehmer frei beweglich angeordnet, der beim Umlaufen des Spinnkörpers .das Spinngut ständig rileichmäßig mitnimmt und dieses als verdichtetes Vlies auf die Innenwand des Spinnkiirpers drückt.
  • Ein weiteres Mittel, um finit einer ungleich höheren Drehgeschwindigkeit arbeiten zu können, besteht darin, daß dem Fasergut nicht innerhalb des Spinnkörpers die volle Drehung gegeben wird, sondern erst nach und nach durch verschieden hohe Drehgeschwindigkeiten. mit denen die vom Faden durchlaufenen einzelnen Teile der Spinnvorrichtung umlaufen. So kann beispielsweise bei einer zweiteiligen Spinnvorrichtung, deren oberer den Spinnkörper bildender Teil sehr schnell, etwa mit 2o ooo Umdr.jmin., umlaufen, während der untere als Rohr ausgebildete Teil langsamer, etwa mit io ooo Umdr./min., umläuft. Auf diese Weise findet ein schonenderes und damit wieder gleichmäßigeres Abziehen des Garnes statt, wodurch auch ein gleichmäßig starkes Garn ohne Verdickungen o. dgl. entsteht.
  • Im Unterteil wird sodann das lose gedrehte Garn etwas gebremst und somit gestreckt, beispielsweise mittels einer in dem Rohr befindlichen federnden Fadenklemme. Erst beim Austritt aus dem Unterteil erhält der Faden die ganze Drehung. Durch den sehr kurz gehaltenen Abstand der Klemmpunkte der Abzugswalzen sowie der Fadenbremse im Unterteil voneinander werden außerdem auch dicke und dünne Stellen im Faden vermieden.
  • Eine Ausführung der Vorrichtung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt. Es zeigen Abb. i die Spinnvorrichtung in Seitenansicht geschnitten, Abb.2 und 3 zwei verschiedene Mitnehniereinrichtungen - im Innern des Spinnkörpers.
  • Das Vorgarn a wird in dem Streckwert: b verzogen, aus dem die Fasern breit verteilt auslaufen und alsdann von dem Luftstrom erfaßt und durch ein Röhrchen c in die Düse geblasen werden, die aus einem trichterförmigen Spinnkörper d und einem rohrförmigen Unterteile besteht. Jeder Teil wird für sich gedreht, und zwar der Oberteil mit etwa 2o ooo Umdr./min. und der Unterteil mit etwa io ooo.
  • Die Fasern werden, sobald sie in den Luftwirbel des Spinnkörpers d kommen, an dessen Innenwand als Vlies niedergeschlagen, wobei die Luft durch Löcher f in der Wand des . Spinnkörpers durch die obere Öffnung entweicht. Im unteren Teil des Spinnkörpers d beginnt die Drehung der Fasern und deren Loslösung von der Wand, so daß sich die Fasern lose zusanuuendrelic ii und der Belag des Spinnkörpers d entsprechend der oben fortlaufend stattfindenden N-euhildunä unten beständig abgezogen wird.
  • Die Fasern gelangen nun in den unteren Teil e der Düse, der als Rohr ausgebildet ist. Beim Durchgang durch dieses Rohr e «-erden s s ie mittels einer im Innern desselben befindlichen federnden Fadenklemme leicht gegen die Wandung angepreßt. Diese Klemmung verhindert vor allem eine Fortpflanzung des von unten in das Garn kommenden Drahtes nach dem Spinnkörper hin. Etwa auftretende dickere Stellen, die noch wenig Drehung erhalten haben, «-erden zudem durch die stärkere Reibung beim Durchgang durch das Rohr e verzogen, so daß das Garn durchweg gleichmäßig ausfällt.
  • Beim Austritt des Garnes aus dein Rohr e unterhalb der Klemmstelle und vor dem Eintritt in das Abzugswalzenpaar h gelangt der Rest des Drahtes, der durch die Drehgeschwindigkeit des Düsenunterteils e noch zurückgehalten wurde, vollends in das Garn, das nun zur Aufwickelvorrichtung i geführt wird. Die Geschwindigkeit der Abzugswalzen h und die Umlaufgeschwindigkeit des Spinnkörpers d bestimmen den Draht.
  • Um nun ein besseres Anpressen der Fasern an die Innenwand des trichterförmigen Spinnkörpers d zu erzielen, ist in diesem ein frei beweglicher Mitnehmer angeordnet, der bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Form einer Kugel k hat. Diese rollt beim Umlaufen des Spinnkörpers d auf dessen Innenwand, gegen die sie auf diese Weise die Fasern ausdrückt, so daß diese zwangläufig mitgenommen werden.
  • Die. Mitnehmer können auch die Form von Rillen l haben, die nach der Austrittsöffnung des Düsentrichters d hin verlaufen und dadurch gleichzeitig auch die Abzugsbe-,vegung des Vlieses gegen diese Öffnung fördern.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Spinnvorrichtung für durch Luftstrom zugeführte Fasern nach Patent 455 850, dadurch gekennzeichnet, daß sich in dem rasch umlaufenden, trichterförmigen, hohlen Spinnkörper @d) der Spinnvorrichtung (d, e) ein Bitnehmer (k) zum Andrücken der Fasern an die Innenwand des Spinnkörpers (d) befindet.
  2. 2. Spinnvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der «iitnehmer (k) die Form einer Kugel hat, die frei beweglich in dem Spinnkörper (d) liegt.
  3. 3. Spinnvorrichtung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwand des Spinnkörpers (d) mit Rillen (l) versehen ist, die nach dessen Austrittsöffnung hin verlaufen.
  4. 4. Spinnvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich an den trichterförmigen, hohlen Oberteil (d) ein besonderer Unterteil (e) anschließt, und daß diese beiden Teile (d und e) zwecks absatzweiser Drahtgebung mit verschiedenen Geschwindigkeiten umlaufen.
  5. 5. Spinnvorrichtung nach den Ansprüchen i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß diese von dem rasch umlaufenden, trichterförmigen, hohlen Oberteil (d) sowie einem langsamer umlaufenden, aus einem Rohr bestehenden Unterteil (e) gebildet wird.
  6. 6. Spinnvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Unterteil (e) eine federnde Fadenklemme (g) angeordnet ist.
  7. 7. Spinnvorrichtung nach den Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand des Spinnkörpers (d) gelocht ist.
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Cited By (9)

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