DE4890C - Rettungsboot - Google Patents

Rettungsboot

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DE4890C
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Germany
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DENDAT4890D
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English (en)
Original Assignee
D. G. HASKINS in Boston
Publication of DE4890C publication Critical patent/DE4890C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63CLAUNCHING, HAULING-OUT, OR DRY-DOCKING OF VESSELS; LIFE-SAVING IN WATER; EQUIPMENT FOR DWELLING OR WORKING UNDER WATER; MEANS FOR SALVAGING OR SEARCHING FOR UNDERWATER OBJECTS
    • B63C9/00Life-saving in water
    • B63C9/06Floatable closed containers with accommodation for one or more persons inside

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

1878.
DAVID GREENE HASKINS in BOSTON. Rettungsboot.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. August 1878 ab.
Die nachstehend beschriebene Erfindung soll ein- ausreichendes Mittel zur Verhütung von Verlusten an Menschenleben und bezw. Eigenthum bei Schiffbrüchen gewähren.
Das Rettungsboot besteht der Hauptsache nach aus einer schwimmenden, ballonförmigen Boje, in deren Mitte sich eine Welle befindet, die durch den Boden hindurch 6 m und mehr ins Wasser reicht und auch nach oben durch die Decke entsprechend verlängert ist. Diese Welle rotirt vermöge der an ihrem unteren Theil angebrachten Schaufeln, welche bei dem durch den Wellenschlag bewirkten Heben und Senken der Boje sich bewegen und zwar wegen ihrer eigenthümlichen Construction immer nach derselben Richtung rotiren. Im unteren Raum der Boje trägt die Welle zwei konische Zahnräder, von denen das eine öder das andere nach Bedarf mittelst einer Ausrückvorrichtung mit einem dritten Zahnrad in Eingriff gebracht werden kann, so dafs die Rotationsbewegung in dem einen oder dem andern Sinne auf eine horizontale Welle übertragen wird, die seitwärts durch die Bojenwand ins Wasser reicht und an ihrem äufseren Ende zur Bewegung des ganzen Bootes einen Propeller trägt.
An den Boden der Boje ist zur Umhüllung der verticalen Welle ein an beiden Enden offener Cylinder befestigt, weit genug, um die freie Rotation der Schaufeln nicht zu beeinträchtigen. Derselbe reicht bis in die Tiefe des Meeres hinab, wo das Wasser stets ruhig bleibt, er ist also selbst bei starkem Wogengang immer bis zu einer gewissen Höhe mit einer unbewegten Wassersäule angefüllt, welche gleichsam als Pumpenkolben dient, indem sie beim Heben der Boje durch die oberen Oeffnungen Wasser in den Cylinder saugt und dasselbe beim Senken wieder durch dieselben hinausdrückt. Bei diesem fortwährenden Auf- und Niederströmen im Cylinder giebt das Wasser seine lebendige Kraft an die Schaufeln ab, es bringt die verticale Welle und durch diese wieder den Propeller in Rotation und bewegt so den ' ganzen Apparat vorwärts oder rückwärts. Der obere Theil der AVelle, welcher über die Boje hinausragt, hat, ähnlich wie der untere, Flügel, die vom Winde getrieben werden und so auch zur Drehung der Welle und Bewegung der Boje beitragen.
Auf beiliegender Zeichnung ist Fig. 1 eine perspectivische Ansicht dieses neuen Rettungsapparates und Fig. 2 ein Verticalschnitt desselben. A, Fig. i, bezeichnet die eigentliche Boje; sie ist aus Blechplatten oder gut gefügtem Holz hergestellt. B ist der an den Boden befestigte Cylinder, welcher am oberen Ende mit Oeffnungen versehen und unten ganz offen ist. Er trägt ein Gewicht G, Fig. 2, zur Balancirung der Boje und enthält das Fufslager E der verticalen Welle C nebst mehreren Steglagern E\ welche dieselbe in verticaler Stellung erhalten. An dem im Cylinder befindlichen Theil der Welle sitzen in Serien D über einander die Triebschaufeln d\ deren perspectivische Ansicht Fig. 3 darstellt, und zwar sind dieselben in einem mit der Welle verbundenen Ringe um Stangen c beweglich, so dafs das Wasser, von unten oder von oben gegen dieselben drückend, sie stets nach der gleichen Richtung umtreiben mufs. Die Platte D1Z)', welche quer unter dem Boden der Boje hinläuft, dient als Kiel, um ein Steuern des Apparates zu ermöglichen, und bildet zugleich eine Versteifung des Cylinders. Die Steuerung wird durch das Ruder H bewirkt, das mittelst eines Steuerrades im Innern der Boje bewegt werden kann, /ist ein Schwungrad, welches die Unregelmäfsigkeiten in der Bewegung der Welle C ausgleicht. Es ist direct über dem Boden innerhalb der Boje auf der Welle befestigt und gleich darüber sitzen die Zahnräder KK, welche die Rotationsbewegung auf die Propellerwelle M übertragen, sobald sie mit dem Rade L in Eingriff gebracht werden, und zwar wird allemal der Propeller N die Boje vorwärts bewegen, wenn das untere Rad K mit L zusammen arbeitet und rückwärts, wenn das obere mit L in Eingriff gebracht wird.
O ist die Kajüte der Boje. Sie ist als der gewöhnliche Aufenthaltsort der Mannschaft rings mit Ruhebänken P versehen und erhält ihr Licht durch wohlgeschützte Fenster RR. Aus der Kajüte gelangt man nach unten in den Vorrathsraum Q, nach oben mittelst der Treppe T in die sogenannte obere Kajüte S. Dieselbe gewährt durch die Luke χ den Austritt auf die mit Geländer versehene Galerie U, die, wie aus Fig. ι ersichtlich, aufsen rings um die Boje läuft. Von der Galerie führt eine Strickleiter ν bis ins Wasser, welche den Zugang zur Boje
sowohl der Mannschaft als auch etwaigen Schiffbrüchigen ermöglicht.
Der oberste Theil der Boje bildet eine mit der Welle rotirende Laterne, welche durch einen elektrischen Apparat zur Nachtzeit ein intensives Licht verbreitet. Zu dem elektrischen Apparat gehörig, jedoch von demselben mittelst einer durchbrochenen Blech wand getrennt, ist ein Kasten angebracht, worin Wärme erzeugt wird, um die Luft gut und trocken für die Function der Elektricität zu erhalten. Diese Wärme wird durch Reibung erzielt, indem eine von der Hauptwelle getriebene kleine, verticale, mit metallenen Stäben besetzte Welle schnell in dem mit Metallstücken oder anderem passenden Material angefüllten Kasten rotirt.
WW... sind die Flügel an dem oberen Theil der Welle, welche die Kraft des Windes aufnehmen und so zur Bewegung der Boje beitragen sollen.
Zur Ventilation der Boje kann ein rotirendes Gebläse dienen, doch zieht Erfinder vor, zur Lufterneuerung Röhren anzuwenden, die auf der Aufsenseite der Boje befestigt sind und mit einem Ende an der Spitze derselben einmünden, während das andere, mit Luftlöchern versehene Ende ins. Wasser reicht, so dafs beim Wogengang abwechselnd Luft ein- und ausgetrieben wird.
Endlich kann man noch eine rotirende Pumpe anordnen, die etwa in den Vorrathsraum eingedrungenes Wasser entfernt, und bei starkem Nebelwetter dient eine Glocke als Warnungssignal, welche von der Hauptwelle aus durch einen zweckentsprechenden Mechanismus selbsttätig geläutet wird.
Fig. 4 stellt eine Modification des Apparates dar. Der Cylinder und die Schaufeln sind hier fortgelassen, und die Boje wird nur durch den Wind mittelst mehrerer mit Flügeln W W... versehener verticaler Wellen CCC bewegt. Der Apparat kann also leicht über Untiefen und anderen gefährlichen Stellen der Küste postirt werden. Das Gewicht G hängt an einer Kette unter der Boje und kann mittelst einer Winde bis oberhalb des Wasserspiegels in einer Röhre heraufgezogen, oder wenn die Umstände es erheischen, ganz und gar abgeworfen werden.
In Fig. 5 sind die Triebschaufeln nicht in einen Cylinder eingeschlossen, sondern jede Serie derselben rotirt in der engsten Oeffnung einer doppeltkonischen Röhre Z, welche an den von der Boje nach unten gehenden vier Stangen r r befestigt sind. Durch diese Anordnung soll dem Wasser eine gröfsere Kraft entnommen werden, als bei der früheren.
Fig. 6 ist eine modificirte Anordnung der Schaufeln. Dieselben sind hier mit ι ι ... bezeichnet und nicht in einem Ring, sondern in zwei Ringen 2 und 4 angebracht und an den Querleisten 5 mittelst Scharnieren 3 3 ... beweglich. Der innere Ring 4 ist verzahnt und kann, wenn ein Maximum an Kraft auf die verticale Welle übertragen werden soll, mit kleineren Zahnrädern 8 8 in Eingriff gebracht werden, die ebenfalls durch scharnierartig befestigte Schaufeln getrieben werden.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Boje A, welche durch einen Propeller bewegt wird, indem beim Heben und Senken der Wellen das Wasser auf bewegliche Schaufeln einwirkt und eine verticale Welle zum Rotiren bringt, · deren Bewegung auf die Propellerwelle übertragen wird. .
2. In Combination mit der Boje A- die verticale Welle C, deren unterer, mit Schaufeln versehener Theil von einem Cylinder B umschlossen ist.
3. In Combination mit der Welle C die' beweglichen Schaufeln d', welche in einem oder in zwei Ringen scharnierartig angebracht sind und immer nach derselben Richtung] rotiren.
4. In Combination mit der Boje A die Welle C, die an ihrem in die Luft ragenden Theil die Windflügel W W trägt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT4890D Rettungsboot Active DE4890C (de)

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