DE488609C - Verfahren zur Gewinnung von Theobromin aus theobrominhaltigen pflanzlichen Naturprodukten - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Theobromin aus theobrominhaltigen pflanzlichen Naturprodukten

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DE488609C
DE488609C DEB133327D DEB0133327D DE488609C DE 488609 C DE488609 C DE 488609C DE B133327 D DEB133327 D DE B133327D DE B0133327 D DEB0133327 D DE B0133327D DE 488609 C DE488609 C DE 488609C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D473/00Heterocyclic compounds containing purine ring systems
    • C07D473/02Heterocyclic compounds containing purine ring systems with oxygen, sulphur, or nitrogen atoms directly attached in positions 2 and 6
    • C07D473/04Heterocyclic compounds containing purine ring systems with oxygen, sulphur, or nitrogen atoms directly attached in positions 2 and 6 two oxygen atoms
    • C07D473/06Heterocyclic compounds containing purine ring systems with oxygen, sulphur, or nitrogen atoms directly attached in positions 2 and 6 two oxygen atoms with radicals containing only hydrogen and carbon atoms, attached in position 1 or 3
    • C07D473/10Heterocyclic compounds containing purine ring systems with oxygen, sulphur, or nitrogen atoms directly attached in positions 2 and 6 two oxygen atoms with radicals containing only hydrogen and carbon atoms, attached in position 1 or 3 with methyl radicals in positions 3 and 7, e.g. theobromine

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Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Theobromin aus theobrominhaltigen pflanzlichen Naturprodukten Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von Theobromin aus theobrominhaltigen pflanzlichen Produkten, wie Kakao und Kakaoabfällen, z. B. Kakaoschalen. Es ist bereits bekannt, daß man Theobromin aus Kakao und Kakaoabfällen durch Kochen mit Wasser extrahieren kann. Aus derartigen Extrakten scheidet sich aber das Theobromin erst nach langem, mitunter wochenlangem Stehen und in weitgehend verunreinigtem, zumeist braungefärbtem Zustande ab.
  • Wie gefunden wurde, lassen sich wäßrige Auszüge, welche neben Theobromin noch störende Verunreinigungen, wie Farbstoffe, Schleimstoffe u. dgl., enthalten, in ausgezeichneter Weise dadurch verarbeiten, daß man die Lösung zweckmäßig unter Erwärmen mit Erdalkalihydroxyd behandelt, z. B. derart, daß der Auszug mit geringen Mengen von Erdalkalihydroxyd, z. B. z bis 2 °;'o Calciumhydroxyd, unter Umrühren erhitzt wird. Hierbei geht das von den Ballaststoffen in wäßriger Lösung gehaltene Theobromin in Theobrominerdalkalisalz über, während die Ballaststoffe ausgefällt und z. B. durch Filtration abgeschieden werden können. Aus dem Filtrat kann man dann das Theobromin nach üblichen Methoden, z. B. durch Zugabe von Säuren, welche befähigt sind, wasserlösliche Calciumsalze zu bilden, mit guten Ausbeuten und in vorzüglichen Reinheitsgraden abscheiden. -Die Extraktion der theobrominhaltigen Ausgangsstoffe, z. B. zerkleinerter oder unzerkleinerter, gegebenenfalls vorher entfetteter Kakaoschalen, mit Wasser wird vorteilhaft in der Hitze, gegebenenfalls unter Druck vorgenommen. Es hat sich dabei als vorteilhaft erwiesen, die Ausgangsstoffe vor dem Extraktionsvorgang z. B. durch Behandeln mit Wasser anzuquellen. Die Extraktion wird vorteilhaft nach dem Gegenstromprinzip, z. B. in zu Batterien zusammengestellten Diffuseuren, gegebenenfalls unter Druck, durchgeführt, wodurch, wie gefunden wurde, Auszüge mit Höchstgehalt an Theobromin erhalten werden.
  • Es hat sich herausgestellt, daß bei Durchführung des vorstehend beschriebenen Verfahrens überraschenderweise mehr Theobromin in Lösung geht, als der Löslichkeit des Theobromins in Wasser bei der betreffenden Temperatur entspricht. Vermutlich wirken gewisse Begleitstoffe lösungsvermittelnd ein. Beispiel Zoo kg grob zerkleinerte Kakaoschalen läßt man mit 8oo 1 Wasser quellen, worauf unter Zusatz von weiteren zooo 1 Wasser zum Kochen erhitzt wird. Der abfiltrierte Extrakt wird bei etwa 9o° C mit r °j, Calciumhydroxyd 15 bis 2o Minuten gerührt und sodann heiß filtriert. Das Filtrat wird mit so viel Salzsäure versetzt, daß die Lösung eben noch alkalisch reagiert, wobei das Theobromin in reiner Form ausfällt.
  • Das Verfahren liefert Theobromin in guter Ausbeute bei vorzüglicher Reinheit. Da die extrahierten Rückstände frei sind von störeden Verunreinigungen, sind sie leicht verwertbar. Sie können z. B. ohne weiteres zu Düngezwecken Verwendung finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜcfTE: z. Verfahren zur Gewinnung von Theobromin aus theobrominhaltigen pflanzlichen Naturprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß man durch Auslaugen der Ausgangsstoffe erhältliche wäßrige Auszüge mit Erdalkalihydroxyd zweckmäßig unter Erwärmen behandelt und nach Trennung von den hierbei ausgeschiedenen Verunreinigungenin üblicher Weise, wie durch Behandeln mit wasserlösliche Calciumsalze bildenden Säuren, auf Theobromin verarbeitet. z. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß man die zweckmäßig vorher angequellten Ausgangsstoffe mit Wasser bei erhöhter Temperatur, gegebenenfalls unter Druck, zweckmäßig unter Verwendung von nach dem Gegenstromprinzip arbeitenden Diffusionsbatterien extrahiert und die Auszüge mit Erdalkalihydroxyd wie vorstehend weiter behandelt.
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