DE488458C - Schnellschalter mit Halteelektromagnet - Google Patents

Schnellschalter mit Halteelektromagnet

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DE488458C
DE488458C DES89402D DES0089402D DE488458C DE 488458 C DE488458 C DE 488458C DE S89402 D DES89402 D DE S89402D DE S0089402 D DES0089402 D DE S0089402D DE 488458 C DE488458 C DE 488458C
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Siemens Schuckertwerke AG
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
    • H01H71/10Operating or release mechanisms
    • H01H71/12Automatic release mechanisms with or without manual release
    • H01H71/24Electromagnetic mechanisms
    • H01H71/26Electromagnetic mechanisms with windings acting in opposition

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Description

  • Schnellschalter mit Halteelektromagnet Es sind Schnellschalter für Gleichstrom bekannt, bei denen der Anker des Magnetsystems in angezogenem Zustand den Schalter geschlossen hält. Zum Festhalten des Ankers dient eine konstant erregte Gleichstromwicklung. Übersteigt der Strom ein gewisses Maß, so wird durch die Hauptstromwicklung der Kraftfluß im Magneten so geschwächt, daß der Anker seine Haltekraft verliert und den Schalter öffnet. Solche Schnellschalter haben sich in hohem Maß bewährt. Man hat versucht, diese Schalter auch für Wechselstromkreise anzuwenden. Dies ist aber praktisch nicht gelungen, da man genötigt war, Gleichrichter zu verwenden, welche die ganze Anordnung verwickelt machen und die erforderliche Auslösegeschwindigkeit nicht zu erreichen gestatten. Man hat die Magnetsysteme mit eigenartigen magnetischen Kreisen versehen, um das an sich bekannte Auslöseprinzip auf Wechselstrom anzuwenden. Aber auch diese Anordnungen waren zu verwickelt und haben nicht zu praktisch brauchbaren Ergebnissen geführt.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Schnellschalter, der ebenfalls auf dem Prinzip des Halteelektromagneten beruht. Da bei ihm polarisierte Magneten nicht verwendet werden, so kann der Schnellschalter in gleicher Weise für Gleich- und Wechselstrom verwendet werden. Die Auslösung findet sowohl bei Überstrom wie bei Stromumkehrung statt.
  • Nach der Erfindung ist der Halteelektromagnet des Schnellschalters als dreischenkliger Magnet ausgebildet, auf dessen Mittelschenkel eine konstant erregte Spannungswicklung liegt und bei dem die Hauptstromwicklung in zwei gleiche parallele Zweige gespalten ist, die symmetrisch zum Mittelschenkel zu dessen beiden Seiten angeordnet sind. Erfindungsgemäß wird der Anker durch die Magnetisierung der Spannungswicklung gesättigt. Durch den Strom in dem einen der beiden parallelen Zweige der Hauptstromwicklung wird die Magnetisierung der Spannungsspule unterstützt, durch den Strom im andern Zweig dagegen geschwächt.
  • In den Abbildungen ist die Anordnung nach der Erfindung dargestellt.
  • Die Abb. z und 2 zeigen in Ansicht von der Seite und von oben das dreischenklige Magnetsystem des Schnellschalters mit Stromwicklung. Aus Abb. r ist außerdem auch die Spannungs- oder Haltewicklung ersichtlich. In Abb. 3 ist der Kraftlinienverlauf im Magnetsystem dargestellt.
  • Das Magnetsystem des Schnellschalters besteht aus dem dreischenkligen Magneten mit den beiden Außenschenkeln 12 und 14 und dem Mittelschenkel 13. Der Anker 26 ruht in angezogenem Zustand auf dem Mittelschenkel 13 auf. An dem Mittelschenkel sind zwei Ansätze 15 angeordnet. Zwischen diesen und den Außenschenkeln befindet sich ein schmaler Luftspalt. Die Spannungs- oder Haltespule 24 des Elektromagneten, die auf dem Mittelschenkel angeordnet ist, wird von einer konstanten Stromquelle, z. B. einer Batterie 25, gespeist.
  • Der Anker 26 steht unter dem Einfluß einer kräftigen Abreißfeder 27. Er ist auf einem um die feste Achse 28 drehbaren Hebel 29 befestigt.
  • In dem dargestellten Beispiel ist der zu überwachende Stromkreis ein Wechselstromkreis 22, ih welchem der Schalter 21 liegt. Die Schaltbrücke des Schalters 21 kann unmittelbar durch ein Gestänge mit dem Hebel o-9 verbunden sein, so daß beim Abreißen des Ankers 26 der Schalter unmittelbar geöffnet wird, oder es kann eine Verklinkung zwischen dem Hebel 29 und dem Schaltergestänge angeordnet sein. In diesem Fall muß der Schalter mit einer besonderen Auslösefeder versehen sein.
  • Die Hauptstromwicklung 16 des Elektromagneten kann unmittelbar im Stromkreis 22 liegen, oder sie kann mit ihm, wie in Abb. i und 2 dargestellt, über einen Transformator 2o verbunden sein. Wesentlich ist für diese Wicklung, daß sie in zwei gleiche parallele Zweige 17 und 18 gespalten ist, die symmetrisch zum Mittelschenkel 13 liegen. Diese Zweige können, wie dies in den Abbildungen dargestellt ist, aus zwei kräftigen Leitern bestehen, die durch den Zwischenraum zwischen dem Anker 26 und den Ansätzen 15 des Mittelschenkels 13 hindurchgeführt sind.
  • Zur Erläuterung der Wirkungsweise des Schnellschalters sind in Abb. 3 die Kraftflüsse eingezeichnet, die von den Wicklungen 24 und 17 bzw. 18 erzeugt werden. Von der Spannungswicklung 24 wird ein Kraftfluß erzeugt, der, wie die gestrichelten Linien 31 und 32 zeigen, im Mittelschenkel 13 aufwärts, in den beiden Außenschenkeln 12 und 14 abwärts gerichtet ist. Die Magnetisierung durch die Haltespule 24 ist so bemessen, daß der Anker 26 gesättigt ist. In den Leitungen 17 und 18 sind die Ströme gleichgerichtet, wie durch die Fiederung in Abb.3 angedeutet ist. Der durch die Leitungen 17 und 18 erzeugte Kraftfluß ist durch die Pfeile 33 und 34 dargestellt. Beide Pfeile sind im Uhrzeigersinn gerichtet.
  • Die Ansätze 15 am Mittelschenkel 13 bilden einen Teil eines magnetischen Kreises, der die Stäbe 17 und 18 umkreist und den Kraftfluß im Sinne der Pfeile 33 und 34 verstärkt.
  • Die Anordnung wirkt in folgender Weise: Wenn der Stromkreis der Haltewicklung 24 geschlossen ist, so wird der Anker 26 entgegen dem Zug der Abreißfeder 27 festgehalten. Entsprechend dem Strom im Hauptstromkreis 22 fließen gleiche und gleichgerichtete Ströme in den beiden Leitern 17 und 18. Der Kraftfluß 33 des Leiters 17 ist dem von der Haltewicklung'-24 erzeugten Kraftfluß 31 entgegengesetzt. Der Kraftfluß auf der linken Seite des Ankers wird also vermindert. Andererseits ist der vom Leiter 18 erzeugte Kraftfluß 34 dem Kraftfluß 32 der Haltespule gleichgerichtet, was aber in bezug auf die Haltekraft des Ankers auf der rechten Seite wirkungslos ist, weil das Eisen des Ankers 26 bereits gesättigt ist.
  • Überschreitet bei unzulässiger Stromsteigerung in der Hauptleitung 22 die Entmagnetisierung des Ankers durch den Leiter 17 ein gewisses Maß, so wird der Anker durch die Feder 27 abgerissen und der Schalter 21 geöffnet.
  • In gleicher Weise wird der Schalter 21 geöffnet, wenn eine Umkehrung des Stromes in der Leitung 22 eintritt. Dann unterstützt der Kraftfluß 33 des Leiters 17 den Kraftfluß 31 der Haltespule 24, was wegen der Sättigung des Ankereisens wirkungslos bleibt. Andererseits wird durch den Leiter 18 das Ankereisen entmagnetisiert, bis der Anker 26 abreißt und der Schalter 21 geöffnet wird.
  • Die beschriebene Anordnung wirkt in ganz derselben Weise, wenn es sich um Gleichstromkreise handelt. Die parallelen Zweige 17 und 18 liegen dann unmittelbar im Hauptstromkreis 22, und sie rufen wie bei der beschriebenen Anordnung gleichsinnig gerichtete Kraftflüsse im Magnetsystem hervor.

Claims (5)

  1. PATCNTANSPRÜCIIE: i. Schnellschalter mit Halteelektromagnet, gekennzeichnet durch ein dreischenkliges Magnetsystem, auf dessen Mittelschenkel eine konstant erregte Spannungswicklung liegt und bei welchem die Hauptstromwicklung in zwei gleiche parallele Zweige gespalten ist, die zu beiden Seiten des Mittelschenkels angeordnet sind.
  2. 2. Schnellschalter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Magnetisierung der Spannungswicklung der Anker magnetisch gesättigt ist, und daß der Strom in dem einen der beiden parallelen Zweige der Hauptstromwicklung die Magnetisierung der Spannungsspule unterstützt, der Strom im anderen Zweig ihr entgegenwirkt.
  3. 3. Schnellschalter nach Anspruch i für Wechselstrom, dadurch gekennzeichnet, daß die Hauptstromwicklung des Magnetsystems über einen Transformator (2o) an die zu überwachende Leitung angeschlossen ist. q..
  4. Schnellschalter nach Anspruch r, gekennzeichnet durch eine Verklinkung zwischen dem Schalter (2i) und dem Anker (26) des Halteelektromagneten.
  5. 5. Schnellschalter nach Anspruch z, gekennzeichnet durch seitliche Ansätze (i5) am Mittelschenkel (r3), die einen Nebenweg für den Kraftfluß bilden.
DES89402D 1928-01-19 1929-01-13 Schnellschalter mit Halteelektromagnet Expired DE488458C (de)

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