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Renntotalisator Bei einer bekannten Gattung von Renntotalisatoren
mit Maschinen zum Drucken und Ausgeben von Wettkarten wird die Ausgabe der Karten
registriert und an einer von der Kartenausgabe entfernt gelegenen Stelle dem Publikum
angezeigt. Dies geschieht vermittels einer elektromagnetischen Vorrichtung, welche
mit den Kartenausgabestellen elektrisch verbunden ist. Da jede Kartenmaschine zur
Kartenausgabe für jedes Pferd (oder ein anderes Wettobjekt) eingerichtet ist und
damit bei zwei oder mehreren Ausgabestellen zu gleicher Zeit Karten für ein und
dasselbe Pferd entnommen werden können, sind Hilfsmittel vorgesehen, durch welche
die elektrischen Impulse von mehreren Ausgabestellen bei der Registrierung voneinander
getrennt, einzeln aufgenommenundaddiertwerden. Die Summen werden dann den Anzeigevorrichtungen
übermittelt und dem Publikum sichtbar gemacht, so daß sich dieses fortlaufend über
den Stand der Wetten unterrichten kann, solange die Kartenmaschinen in Tätigkeit
sind. Die Summierung der Impulse seitens der Kartenmaschinen wird mit Hilfe von
Planetengetriebesätzen bewirkt, indem eine jede Kartenausgabestelle mit einer elektromagnetischen
Vorrichtung verbunden ist, die ein Rad eines solchen Getriebes überwacht, d. h.
die schrittweise erfolgende Drehung dieses Rades regelt. Bis vor kurzem, bevor eine
später zu beschreibende Verbesserung erfunden wurde, war es notwendig, für jede
Kartenausgabemaschine in dem System ein besonderes Rad in jedem Planetengetriebesatz
vorzusehen. Da die bei einem Planetengetriebesatz verwendbare Anzahl von Rädern
notwendigerweise aus mechanischen. Gründen beschränkt ist, konnte daher gleichfalls
nur eine beschränkte Anzahl von Kartenmaschinen dem betreffenden Planetengetriebesatz
zugeordnet werden, so daß demzufolge auch die Anzahl von Wetten, welche innerhalb
der beschränkten, dem Totalisator zur Verfügung stehenden Zeit registriert werden
konnte, gleichfalls begrenzt war.
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Eine derartige Anordnung genügt zwar für eine Totalisatoreinrichtung
kleineren Umfanges, sie ist jedoch völlig ungenügend gegenüber den Anforderungen,
wie sie bei großstädtischen Pferderennen an den Totalisator gestellt werden.
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Die bekannte Verbesserung, welche eine wesentliche Vermehrung der
Kartenausgabemaschinen ermöglichte, die in Verbindung mit irgendeinem Planetengetriebesatz
verwendet werden konnten, besteht darin, daß man eine Anzahl von Kartenmaschinen
in Gruppen anordnete, derart, da.ß die von all diesen Maschinen ausgehenden Impulse
einer solchen Gruppe auf ein Rad des Planetengetriebesatzes wirkten. Demgemäß wurde
ein Planetengetrieberad verwendet, um nacheinander die Impulse einer jeden Maschine
von einer Gruppe von Kartenmaschinen
zu empfangen. Diese Gruppierung
kam dadurch zustande, daß die elektrischen Verbindungen von den Kartenmaschinen
zum Planetenrad über einen Kommutator führten, welcher die Kartenmaschinen einer
Gruppe, nacheinander in den Stromkreis schaltete,- in welchem der Elektromagnet
eingeschaltet war, durch dessen Ankerhemmung jenes Planetengetrieberad überwacht
wird. Der Kommutator wurde in rasche Umdrehungen versetzt und verteilte die von
den Kartenmaschinen kommenden Impulse, indem der Stromkreis einer jeden Kartenmaschine
zeitweilig geschlossen wurde, bis die Übertragung des Impulses von jener Maschine
auf das Planetenrad stattgefunden hatte. Auf diese Art wurden die Impulse der Kärtenausgabemaschinen
verteilt, so daß es möglich war, sieben oder noch mehr Maschinen einem jeden Elektromagneten
des Planetengetriebesatzes zuzuordnen. Die Leistungsfähigkeit des Systems wurde
also durch Hinzufügung der Kommutatorvorrichtung um das Siebenfache und noch mehr
erhöht.
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Ferner wurde ein mechanischer Sammler zwischen die Endspindeln der
Planetengetriebesätze und die Anzeigevorrichtungen eingeschaltet. Letztere bestanden
gewöhnlich aus Trommein von großem Umfange, auf deren Peripherie die Zahlen angebracht
waren. Der Sammler bestand im wesentlichen aus einer Gewindewalze mit Wandermutter,
welche von der Endspindel des Planetengetriebesatzes angetrieben wurde, sowie aus
einer Federtrommel. Die Feder wurde nun durch eine gleitende Antriebsvorrichtung
aufgezogen, so daß sie ständig gespannt war. Die Wandermutter überwachte einen Anschlag,
welcher die Umdrehung der Federtrommel ermöglichte, durch welche die Anzeigevorrichtung
angetrieben wurde, und zwar mit begrenzter und gleichförmiger Geschwindigkeit, entsprechend
der Anzahl von Impulsen, die in unregelmäßigen Zeitabständen von den Kartenmaschinen
zum Planetengetriebesatz übermittelt wurden. Hierdurch war es möglich, ein Anzeigesystem
mit rotierenden Trommeln zu verwenden, ohne daß der Mechanismus durch zu rasche
Änderung der Trommelbewegung überansprucht wurde; auch wurde dadurch ein plötzliches
Anlaufen und Anhalten von Elementen vermieden, welche beträchtliche Trägheitsmomente
und -kräfte aufweisen.
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Selbst bei diesen Vorrichtungen zeigte es sich als unpraktisch und
nutzlos, die Registrierungen mechanisch auf alle Indikatortrommeln zu übertragen
und sich darauf zu verlassen, daß diese Trommeln nach Art der Geschwindigkeitsmesser
aufeinander im Sinne des Dezimalsystems einwirkten.
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Bei lebhaftem Wettbetriebe würde sich die Einer-Trommel mit solcher
Geschwindigkeit drehen, daß die darauf befindlichen Zahlen nicht mehr abgelesen
werden könnten. Ihre Umdrehungsgeschwindigkeit würde so groß sein, daß es unpraktisch
wäre, mit Hilfe einer der wohlbekannten Dezimaladdiervorrichtungen eineDezimalübertragung
auf die Zehner-Trommel und sogar von derZehner-Trommel auf die Hunderter-Trommel
vorzunehmen. Die Umdrehung der letzteren würde an Renntagen einei Großstadt, bei
welchen lebhafter Betrieb herrscht, so rasch erfolgen, daß ihre Ablesung auch nur
mit einigermaßen hinreichender Genauigkeit außerordentlich schwierig wäre.
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Es wurde daher ein Mechanismus vorgesehen, durch welchen die Summierungen
direkt auf die Zehner- und die Hunderter-Trommel übertragen werden, während die
Einer-Trommel nicht automatisch angetrieben wird, sondern in Ruhe bleibt. Die Registrierung
der Einer wird auf einer kleinen Scheibe vorgenommen, nach Schluß der Wetten abgelesen
und nunmehr die Einer-Trommel derAnzeigevorrichtung von Hand eingestellt. Auf diese
Art ist es für das Publikum möglich, die Summen mit Leichtigkeit bis auf die Einer
abzulesen, die erst zum Schluß oder etwa dann, wenn es nach Ansicht des Überwachungsbeamten
notwendig ist, zur Vervollständigung der Summe zugefügt werden. Wenn z. B. sehr
wenig Wetten auf ein besonderes Pferd gesetzt wurden, und es daher wünschenswert
war, dem Publikum mitzuteilen, daß auf dieses Pferd keine weiteren Wetten eingegangen
waren, konnte der Überwachungsbeamte zu irgendeiner Zeit von der Einer-Scheibe die
Wettsumme für jenes Pferd ablesen und dementsprechend die Einer-Trommel einstellen,
so daß die Zahl dem Publikum sichtbar wurde. Trotz all dieser Verbesserungen, welche
auf eine Erhöhung der Leistung des Totalisators gerichtet waren, stellte es sich
heraus, daß für Einrichtungen von besonders großem Ausmaße weitere Vorkehrungen
getroffen werden mußten, um eine wirksame und unmittelbare Registrierung und Anzeige
der Einzel- und Gesamtwettsummen zu ermöglichen, besonders dann, wenn der Andrang
so groß ist, da.ß einige hundert Kartenausgabemaschinen aufgestellt werden müssen,
um der Nachfrage zu genügen. Bisher bestand eine mechanische Grenze für die Anzahl
von Kartenausgabemaschinen, welche in Verbindung mit einem Registrier- und Anzeigeapparat
verwendet werden können.
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Vorliegende Erfindung bezweckt die Verwendung einer beliebig großen
Anzahl von Kartenmaschinen; wie sie gerade für die betreffende Nachfrage erforderlich
ist, und welche so rasch bedient werden können, als es dem Überwachungspersonal
überhaupt möglich ist. Eine derartige Erhöhung der Leistungsfähigkeit des Systems
wird durch eine besondere Gruppierung und Verbindung eines Systems von Planetengetriebesätzen
erzielt, die mit der Registrier
- und Anzeigevorrichtung gekuppelt
sind. Insbesondere sind Hilfsmittel vorgesehen, durch welche die Summierungen von
Bewegungen gewisser Planetengetriebesätze anderen derartigen Sätzen übermittelt
werden und von letzteren entweder direkt oder indirekt auf die Registriervorrichtung
und von dieser auf die öffentliche Anzeigevorrichtung. Um diese Kombination und
Anordnung des Mechanismus und den Bau des besonderen Verbindungsmechanismus, die
für obige Zwecke vorgesehen sind, zu erklären, sollen die Zeichnungen dienen.
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Diese Zeichnungen sind schematisch gehalten und geben ein Bild des
Summier-, Registrier-und Anzeigemechanismus für die Bedienung von mehr als Zoo Kartenausgabemaschinen,
deren jede zur Ausgabe von Karten für jedes einzelne Pferd eingerichtet ist, wobei
darauf hingewiesen sei, daß durch eine Vergrößerung dieser Anordnung, wie sie in
den Zeichnungen dargestellt ist, die Leistung des Systems vervielfacht werden kann,
so daß dieses, falls notwendig, zur Benutzung von 400 und selbst 5oo Kartenmaschinen
mit nur einer einzigen Summier-, Registrier- und Anzeigevorrichtung verwendet werden
kann. Bei der in den Zeichnungen veranschaulichten Anordnung sind 5 Planetengetriebesätze
vorgesehen, welche für Einheitskarten (z. B. 5-Frank-Karten) bestimmt sind. Diese
Getriebesätze weisen je 6 Sperräder auf, mit deren elektromagnetisch gesteuerten
Ankerhemmungen je 7 Kartenausgabemaschinen über einen siebenfachen Kommutator verbunden
sind. Diese 5 Planetengetriebesätze sind also imstande, die. Impulse von 2io Kartenmaschinen
aufzunehmen. Es ist klar, daß eine derartige vollständige Verbundausstattung für
jedes einzelne Pferd vorgesehen werden muß, und daß die Kontakte, welche den einzelnen
Pferden entsprechen, bei jeder Kartenausgabemaschine mit irgendeiner der Ankerhemmungen
in jener Ausstattung durch einen geeigneten Kommutator verbunden sein müssen. Außer
den 5 Planetengetriebesätzen für die Einheitskarten umfaßt die in den Zeichnungen
gezeigte Verbundeinrichtung einen Planetengetriebesatz für Wettbeträge von io Einheiten
(d. h. 5o Frank), einen anderen Satz für ioo Einheiten (5oo Frank), einen solchen
für iooo Einheiten (500o Frank) usw., falls noch höhere Einheitswerte erwünscht
sind. In den Zeichnungen sind fernerhin gewisse Übertragungsvorrichtungen dargestellt.
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Abb. i zeigt schematisch den Aufbau und mechanischen Zusammenhang
der Einrichtung. Abb. 2 stellt eine perspektivische Ansicht des Planetengetriebes
dar, durch welches jene Wettbeträge registriert werden, welche den tausendfachen
Einheitsbeträgen entsprechen, und durch welches auch die Summierung der einfachen
(5 Frank), zehnfachen (5o Frank) und hundertfachen Einheitsbeträge (5oo Frank) auf
jenen Mechanismus übertragen wird, von welchem die summierten Bewegungen der Anzeigevorrichtung
übermittelt werden.
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Abb. 3 stellt einen Querschnitt durch Abb. 4 dar. Abb. 4 zeigt von
oben gesehen teilweise im Schnitt einen Planetengetriebesatz mit 6 Sperrrädern und
6 Elektromagneten, welche die entsprechenden Sperradhemmungen steuern; ein solcher
Getriebesatz entspricht einem der in Abb. i rechts oben gezeichneten Einheitssätze.
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Abb. 5 zeigt einen waagerechten Schnitt durch den Sammler, welcher
sich an den Getriebesatz von Abb.4 anschließt, die resultierenden Bewegungen dieses
Satzes aufnimmt und sie gleichmäßig auf die nachfolgenden Teile des Systems überträgt.
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Der Aufbau und die Wirksamkeit des Planetengetriebes (Abb.4) und des
Sammlers (Abb.5) sind im wesentlichen bekannt, z. B. aus der deutschen Patentschrift
386 173.
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Der in Abb. 2 gezeigte Mechanismus stellt ein zweirädriges Planetengetriebe
dar, dessen eines Sonnenrad durch eine elektromagnetische und dessen anderes Sonnenrad
durch eine mechanische Sperradhemmung überwacht wird, wobei letztere ihre Bewegungen
von den vorhergehenden Mechanismen erhält, wenn diese einen vollständigen Umlauf
vollendet haben, wenn also eine Dezimalübertragung von dem einen dieser Mechanismen
auf den anderen notwendig ist.
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Ein jeder der 5 Einheitssätze 2o bis 24 enthält 6 Sperräder 25. Die
Endspindeln 26 bis 3o dieser Sätze sind mit den Sammlern 31 bis 35 direkt verbunden.
Die Sammler 31, 32 sind durch Zahnradübersetzungen mit den Sonnenrädern 37 und 36
eines Planetengetriebes in Eingriff, dessen Rotor 38 auf seiner Achse festgekeilt
ist. Diese Achse trägt an ihrem Ende ein Kegelrad 39, welches seine Drehung auf
das Kegelrad 40 überträgt (Übersetzungsverhältnis i : a). Letzteres ist mit dem
Sonnenrad 41 eines anderen Planetengetriebes fest verbunden, dessen Rotor 6o das
Stirnrad 59 trägt. Die Planetenräder des Rotors 6o greifen im Verhältnis 8 : 6 an
einer Spindel 42 an, und zwar vermittels des Stirnrades 59x. Diese Zahnradübertragung
im Verhältnis 8 : 6 soll später erläutert werden. Das andere Sonnenrad 43 des Planetengetriebes
41, 43 ist auf einer Welle 44 festgekeilt. Letztere wird durch den Rotor 45 eines
Planetengetriebes gedreht, dessen eines Sonnenrad 46 vermittels der Kegelräder 47,
48 mit dem Rotor 49 eines Planetengetriebes verbunden ist, welches die Drehbewegungen
der beiden Sammler 33 und 34 summiert. Die Drehungen des Sammlers 35 werden durch
eine Zahnradübersetzung 5o auf das Sonnenrad 51 des Planetengetriebes 45, 46, 51
übertragen und durch dieses auf die Welle 44. Die Übertragung auf das Sonnenrad
51 geschieht durch das Kegelrad 54 im Verhältnis i : 2. Die Reduktion der Drehbewegung
des Sammlers 35
durch die Kegelräder 54 ist darum notwendig, als
es sich hier um einen direkten Antrieb durch den Sammler 35 handelt, während in.
den Fällen der Sammler 31, 32, 33 und 34 der Antrieb aufgeteilt ist, so daß in diesen
letzteren Fällen das Übersetzungsverhältnis = : = beträgt. Der Rotor 6o wird also
mit einer Geschwindigkeit umlaufen, entsprechend der Summe der Umdrehungen der verschiedenen
Sammler 31 bis 35. Der Antrieb zum Aufziehen der Sammlerfedern geschieht durch Treibriemen,
welche auf den Riemenscheiben ioo mit etwas Gleitung laufen. Die Sperräder gestatten
eine schrittweise Bewegung der Planetengetriebesätze, während die gleitenden Treibriemen
die Umdrehung übermitteln, sobald die Sperräder von den Hemmungen freigegeben werden.
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55 stellt ein Zackenrad dar, welches auf die Welle 42 aufgekeilt ist.
Dieses Rad trägt einen Trommelflansch und ist in 6 Sektoren eingeteilt. In jedem
Sektor des Trommelflansches sind die Zahlen o bis g eingeschrieben. Ein Zeiger =o7
ist in einer bestimmten Stellung befestigt, um die Ablesung der jeweiligen Zahl
auf dem Flansch zu ermöglichen. In dem Maße, wie das Rad 55 sich dreht, kommen seine
6 Zacken 56 mit einem Anschlag 57 auf der Schwingwelle 58 in Berührung. Letztere
empfängt somit bei jeder Umdrehung des Rades 55 sechsmal einen Bewegungsantrieb,
nämlich immer dann, wenn eine der Zakken 56 auf den Anschlag57 auftrifft. Der Rotor
6o des Planetengetriebes 41, 6o, 43 vollführt eine 1/$o Bewegung bei jedem vom Sperrad
25 freigegebenen Schritt irgendeines der Planetengetriebe 2o bis 24. Um diese Schrittbewegung
in einem Maße zu verändern, daß die mechanische Übertragung in den späteren Elementen
des Apparates ermöglicht wird, ist die Welle 44 im Verhältnis 8 : 6 durch die Zahnradübersetzung
59-59x mit der Welle 42 verbunden, welche das Zackenrad 55 trägt. Letzteres macht
demgemäß eine 1/so Bewegung für jede ausgegebene Karte von Einheitswert. Bei Ausgabe
von je =o Karten treibt der Zacken 56 den Anschlag 57. Es sei darauf hingewiesen,
daß das Übersetzungsverhältnis 6 : 8 zwischen dem Rotor 6o und der Welle 42 sich
notwendig ergibt aus dem vorhergehenden Übersetzungsverhältnis, und daß es nur in
Übereinstimmung mit letzterem geändert werden darf.
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Die auf die Welle 58 übertragenen Drehbewegungen werden durch den
Lenker 61 auf die Schwingwelle 62 der mechanischen Sperradhemmung 63 übertragen.
Letztere stellt eine einfache mechanische Sperradhemmung dar, wie sie in Abb. 2
vorn gezeichnet ist. Die hieraus folgenden Bewegungen werden durch die Spindel 64
auf den Sammler 65 übertragen. Letzterer macht mithin eine schrittweise Bewegung
bei jedem Hinundhergang der Schwingwelle 58, entsprechend je =o Karten des Einheitswertes,
welche auf ein bestimmtes Pferd ausgegeben wurden, dem der Verbundmechanismus zugeordnet
ist. Die Drehungen des Sammlers 65 werden durch das Zahnrad 66 auf das Sonnenrad
67 eines Planetengetriebes` übertragen, dessen anderes Sonnenrad 68 mit dem Sammler
69 in Zahnradverbindung steht. Der Sammler 69 empfängt seine Bewegung von
dem Planetengetriebesatz 7o. Letzterer ist mit jenen Kartenmaschinen verbunden,
welche die zehnfachen Einheitskarten ausgeben. Der Getriebesatz weist, ähnlich wie
die Sätze 2o bis 24, 6 elektromagnetische Sperradhemmungen auf, welche mit je 7
Kartenausgabestellen über Kommutatoren elektrisch verbunden sind (vgl. Abb. 4).
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Die Summierung der Einheitswertregistrierungen, welche der Sammler
65 empfängt, und die direkte Registrierung, welche der Sammler 69 von jenen Kartenmaschinen
empfängt, welche die zehnfachen Einheitskarten ausgeben, werden durch den Rotor
71 des Planetengetriebes auf die Spindel 72 übertragen. Eine Welle 73 ist mit der
Welle 72 durch Kegelräder verbunden und diese vermittels eines Zahnrädergetriebes
74 mit der Zehner-Trommel 75 der Anzeigevorrichtung. Die Spindel 72 ist auch
durch das Zahnrädergetriebe 76 mit einem Zackenrad 77 verbunden, welches auf einen
Anschlag 78 der Schwingwelle 79 wirkt. Letztere ist durch den Lenker 8o mit
der Schwingwelle 62' des Planetengetriebes 81 (Abb.2) verbunden. Das eine Sonnenrad
82 des letzteren wird durch einen Elektromagneten 83 überwacht, der mit einigen
(höchstens 7) Kartenmaschinen, gegebenenfalls über einen Kommutator (falls mehr
als eine Maschine angeschlossen werden soll), verbunden ist, wobei diese Maschinen
für die Ausgabe von Karten eingerichtet sind, welche dem hundertfachen Einheitswert
entsprechen. Das Planetgetriebe 81 ist also den hundertfachen Einheitssätzen (50o
Frank) zugeordnet. Da die Schwingwelle 79 bei je =o Bewegungen, welche von dem Planetengetriebe
67,68,71 übermittelt werden, nur einen Antrieb erfährt, wird das Planetengetriebe
81: in entsprechender. Zeitfolge angetrieben, und seine Bewegungen werden über die
Endwelle 84 auf den zugeordneten Sammler 85 übermittelt. Von letzterem werden die
Bewegungen weiter durch die Zacken 86 auf die Schwingwelle 87 übertragen und von
hier vermittels des Lenkers 88 auf das Planetengetriebe 89. Dieses ist von
ähnlicher Bauart wie das Planetengetriebe 81, jedoch jenen Kartenmaschinen zugeordnet,
bei welchen die Ausgabe der tausendfachen Einheitskarten (5ooo Frank) erfolgt. Jede
Ausgabe einer Tausend-Einheitskarte und jede Bewegung, welche der Lenker 88 vermittelt,
wird durch die Welle 9o auf den Sammler g= übertragen und von letzterem über das
Zahnrädergetriebe 92, 93 auf die Tausender-Trommel 94 der Anzeigevorrichtung. Die
Umdrehungen
des Sammlers 85 werden gleichzeitig durch das Zahnrädergetriebe
96, 97 auf die Hunderter-Trommel 98 übertragen.
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Die für das Publikum bestimmte Anzeigevorrichtung (in der Zeichnung
nicht dargestellt), welche an einem entfernteren Orte aufgestellt ist, besteht aus
einer Trommelanordnung, ähnlich jener der Anzeigevorrichtung 75, 98, 94
......
Die Zehner- und Hunderter-Trommeln und gewünschtenfalls auch die Tausender-Trommel
der öffentlichen Anzeigevorrichtung (es können zwei oder mehrere gleichzeitig in
dieselben Stromkreise eingeschaltet sein) empfangen ihre Bewegungen von einem unabhängig
umlaufenden Antrieb, und zwar vermittels elektromagnetischer Sperradhemmungen.DieZehner-Schaltung
oberhalb derHunderter-Trommel (oder gegebenenfalls oberhalb der Tausender-Trommel)
wird durch irgendeine der üblichen Übertragungsvorrichtungen bewirkt, wie sie z.
B. bei Zyklometern verwendet werden. Dies ist aus dem Grunde möglich, weil die Umdrehungsgeschwindigkeit
jener Trommeln unter allen Umständen so klein ist, daß eine derartige Übertragungsvorrichtung
noch zufriedenstellend arbeitet.
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Die Einer-Trommel der öffentlichen Anzeigevorrichtung wird von Hand
eingestellt, sobald die Ausgabe der Karten beendet ist. Die einzustellende Zahl
wird auf dem bezifferten Flansch der Zackentrommel 55 durch den Zeiger io7 angegeben.
Die Übertragung der Registrierungen auf die entfernt liegenden Trommeln der öffentlichen
Anzeigevorrichtung von den Indikatortrommeln 75, 98, 94 usw. geschieht auf elektromagnetischem
Wege. 105 stellen Quecksilberbehälter dar, in welche Metallkolben eintauchen, die
durch Kurbeln mit den verschiedenen Scheiben io8 verbunden sind. Bei jeder vollständigen
Umdrehung dieser Scheiben oder anderer geeigneter Teile der Getriebe erfolgt eine
einmalige Schließung und Öffnung der entsprechenden Stromkreise. Die öffentliche
Anzeigevorrichtung wird auf diese Art synchron mit den entsprechenden Indikatortrommeln
75, 98, 94 bewegt. Letztere werden gewöhnlich in einem Gebäude aufgestellt und überwacht,
in welchem ebenfalls einige oder alle Kartenmaschinen untergebracht werden können.
An Stelle der Quecksilberunterbrecher können solche mit Schleifkontakten verwendet
werden, wobei durch Parallelschaltung eines Widerstandes die Funkenbildung an den
Kontakten verhütet wird.