DE487664C - Anordnung zum Messen des Zeitintegrals veraenderlicher schwacher Gleichstroeme, besonders in der Roentgendosimetrie - Google Patents

Anordnung zum Messen des Zeitintegrals veraenderlicher schwacher Gleichstroeme, besonders in der Roentgendosimetrie

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DE487664C DEB116539D DEB0116539D DE487664C DE 487664 C DE487664 C DE 487664C DE B116539 D DEB116539 D DE B116539D DE B0116539 D DEB0116539 D DE B0116539D DE 487664 C DE487664 C DE 487664C
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    • G01T1/185Measuring radiation intensity with ionisation chamber arrangements

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Description

  • Anordnung zum messen des Zeitintegrals veränderlicher schwacher Gleichströme, besonders in der Röntgendosimetrie In der neueren und neuesten - Zeit hat sowohl bei Laboratoriumsarbeiten als auch in der praktischen Technik, besonders auch in der Röntgendosimetrie, sehr oft die Aufgabe vorgelegen, das Zeitintegral= außerordentlich schwächer, veränderlicher Ströme, worunter Ströme der Größenordnung ro-lo Amp. und darunter zu verstehen sind, mit sehr großer Genauigkeit zu messen.
  • Dafür ist es bereits bekannt, bei Röntgendosimetern, die auf der Bestimmung des Ionisationsstromes einer bestrahlten Ionisationskammer beruhen, den Ionisationsstrom durch Drei-Elektroden-Röhren zu verstärken, Zählwerke vorzusehen und den verstärkten Strom mittels eines Gleichstrominstrumentes zu messen.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung zur Ausführung solcher Messungen. Die Anordnung nach der Erfindung besteht aus einem großen Ohmschen Widerstand, in welchem der Strom, dessen Zeitintegral gemessen werden soll, einen Spannungsfall erzeugt, der ein Röhrenvoltmeter= in Kompensationsschaltung beeinflußt, dessen Kompensationsspannung oder eine hiermit proportionale Spannung einen Gleichstromzähler beeinflußt, so daß dieser eine mit dem gesuchten Zeitintegral proportionale Größe registriert. Unter einem Röhrenvoltmeter versteht man eine Anordnung, die aus einer Drei- und Mehr-Elektroden-Röhre, in deren Gitterkreis die unbekannte Spannung in Serie mit einem zu ihrer Kompensierung dienenden Potentiometer geschaltet wird, und einem in den Anodenkreis geschalteten, bei der Kompiensierung als Nullinstrument dienenden Galvanometer besteht.
  • Auf der Zeichnung zeigt: Abb. t ein Schema für das an sich bekannte R@öhrenvöltmeter mit Kompensationsschaltung, Abb. z ein Schema für eine besonders in der Röntgendosimetrie .anwendbare Ausführungsform der vorliegenden Anordnung.
  • In Abb. z bezeichnet L, L eine Leitung, in welcher der schwache Strom i fließt, der gemessen werden soll, und in welchem ein Ohmscher Widerstand R eingeschaltet ist, in welchem der Strom i einen Spannungsfall erzeugt, der mittels des Röhrenvoltmeüers kompensiert werden soll. Dieses letztere besteht aus einer Drei- und Mehr-Elektroden-Röhre, in deren Gitterkreis zwischen den Klemmen a und b der Widerstand I? in Serie mit einem Teil !( der Potentiometerschaltung geschaltet ist, die aus einem Widerstand P mit Gleitkontakt besteht und an eine Batterie angeschlossen ist. Die Kompensationsspan-, nung kann an einem zwischen den Klemmen b und c des Potentiometerwiderstandes eingeschalteten Voltmeter V abgelesen werden. Zeigt das Voltmeter die Spannung E, wenn die Kompensation erreicht ist, d. h. wenn der Spannungsunterschied zwischen den Punkten a und b Null ist, so ist E=Ri, so daß man i finden kann, wenn R bekannt ist.
  • Die Klemmen a und b sind mit je einer Klemme x bzw: y verbunden, die wieder mit dem Glühdraht i bzw. dem Gitter a in der Röhre, deren Anode mit 3 bezeichnet ist, verbunden sind. Von der Anode geht der Anodenstrom durch ein Galvanometer G mit veränderlichem Nebenschlußwiderstand S und eine Batterie q. zurück zum Glühdraht i, dessen Heizbatterie nicht dargestellt ist. In den Gitterkreis ist eine Spannungsquelle e geschaltet, die dem Gitter eine negative Vorspannung gibt, so daß das Gitter während der Messung soweit wie möglich stromlos ist. Die Kompensation selbst geht in folgender Weise vor sich: Man bringt die Punkte x und y auf das gleiche Potential, z. B. dadurch, daß man sie mittels eines zwischen ihnen eingeschalteten Schalters A kurzschließt und am Galvanometer Q abliest. Mittels des veränderlichen Nebenschlußwiderstandes kann man den Ausschlag auf einen bestimmten, evtl. besonders gekennzeichnetes. Teilstrich einstellen. Man unterbricht nun den Kurzschluß bei A und verschiebt den Potentiometerkontakt, bis das Galvanometer wieder den gleichen Ausschlag wie vorher zeigt. Der Spannungsunterschied zwischen x und y ist dann Null, und die Kompensation ist erreicht. An Stelle einer einzelnen Röhre kann das Röhrenvoltmeter zur Erreichung größerer Empfindlichkeit zwei oder mehrere Röhren in Kaskade enthalten, indem in den Anodenstrom der ersten Röhre ein Ohmscher Widerstand geschaltet ist und der Spannungsfall an diesem Widerstand die Gitterspannung in der nächsten Röhre beeinflußt usw.
  • Zum Messen des Zeitintegrals des Stroms i werden die Klemmen b und C des Potentiometerwiderstandes mit einem geeigneten Gleichstromzähler verbunden, so daß dieser eine mit Edt proportionale Größe registriert, welche unter der Voraussetzung, daß die Kompensation ständig aufrechterhalten wird, also auch mit dem gesuchten Integral idt proportional ist.
  • Eine besondere Form der Anordnung zum Gebrauch in der Röntgentherapie zum Messen der erteilten Dosis ist schematisch in Abb. z gezeigt.
  • In dieser Abbildung ist J eine Ionisationskammer aus leitendem, von den Röntgenstrahlen leicht durchdringbareni Material, z. B. dünnem Aluminium. Die Ionisationskammer, welche mit Luft oder mit anderen Gasen gefüllt ist, wird von der Röntgenröhre 7 bestrahlt. Die innere Platte der Ionisationskammer, zu welcher eine isolierte Leitung durch die ;äußere Wandung führt, wird durch eine Batterie 5 auf einer konstante. Spannung gegen die ,äußere Wandung gehalten., so daß, wenn der Luftinhalt der Kammer mehr oder .minder unter der Beeinflussung der Röntgenstrahlen ionisiert ist, ein Ionisationsstrom i entsteht, der den Widerstand R durchströmt, der in gleicher Weise, wie in Abb. r gezeigt, zu dem Gitterkreis des Röhrenvoltmeters gehört.
  • An die Kompensationsspannung ist der Gleichstromzähler M angeschlossen, indem er einerseits über einen der Widerstände r1, r2, r3 oder r4 mit der Klemme e, anderseits ummittelbar mit der Klemme b verbunden ist. Wird einer der Widerstände, z. B. r2, fest eingeschaltet gehalten, so wird die Angabe des Zählers sowohl mit der Kompensationsspannung, und dadurch mit dem Ionisationsstrom i, als auch mit der Zeit proportional sein; die Angabe des Zählers ist daher proportional mit Strahlenintensität mal Zeit, also mit der Röntgendosis, unter der Voraussetzung, daß der Ionisationsstrom und die Strahlenintensität proportional sind, welches annähernd erreicht werden kann. Da die Strahlenintensität sich meistens während der in der Röntgentherapie'angewendeten, recht langwierigen Bestralilungen ändert, da ferner der Härtegrad der Röntgenröhre sowie die zum Betrieb der Röntgenröhre ,angewendete Spannung sich ändern können, muß man während der Bestrahlung ständig am Kontakt des Potentiometerwiderstandes stellen, damit das Galvanometer ständig Kompensation zeigt. Der Zähler M wird dann beim Abschluß. der Bestrahlung die gesamte erteilte Dosis angeben. Weiter kann man mittels bekannter Hilfsmittel den Zähler M periodisch nach Durchgang einer gewissen Elektrizitätsmenge (bei Motorzählern nach einer gewissen Anzahl Ankerdrehungen) ein optisches oder aku-. stisches Signal auslösen oder eine elektrische Kontaktanordnung beeinflussen lassen, welch letztere wiederum ein Signal auslöst, die angeben, daß eine gewisse Dosis D erteilt worden ist. Schaltet man nun den Widerstand r3 in den Zählerkreislauf an Stelle r2 und ist r3 so viel größer als r2, daß der Zähler M bei der gleichen Kompensationsspannung nur halb so schnell wie vorher geht, so wird das Signal erst ausgelöst werden, nachdem die Dosis z D erteilt ist. An dem Rheostaten mit den Widerständen r1, r2 usw. kann man also bei einer derartigen Einrichtung am Anfang der Behandlung die gewünschte Dosis einstellen. Der Zähler M wird dann ein Signal auslösen, wenn diese Dosis erteilt ist.
  • An Stelle der Auslösung eines Signals kann man den Zähler M die Stromzufuhr zur Röntgenröhre unterbrechen lassen, wenn die gewünschte Dosis gegeben ist, so daß eine Überdosierung auf Grund von Irrtümern in größtmöglichem Grade ausgeschlossen ist. Die veränderliche Geschwindigkeit des Zählers M kann außer durch Einschaltung von Serienwiderständen ri, -r2 ganz oder teilweise auch durch Nebenschluß.widerstände erreicht werden.
  • Anstatt dem Zähler verschiedene Geschwindigkeiten mittels veränderlicher Widerstände zu geben, kann man die Zählergeschwindigkeit für eine gegebene Kompensationsspannung konstant halten und die Auslösung eines Signals oder eines Relaisstromes nach der gewünschten Dosis durch mechanische Einstellung des Auslösemechanismus im Zähler auf beliebige, bekannte Weise erreichen, beispielsweise dadurch, daß ein vom Zähler bewegter Kontakt erst einen Lokalstromkreis nach Zurücklegung einer gewissen einstellbaren Weglänge schließt.
  • Der Vollständigkeit halber wird bemerkt, daß die den Zähler durch einen Widerstand beeinflussende Spannung nicht die Kompensationsspannung selbst zu sein braucht, sondern eine andere hiermit proportionale Spannung sein kann.
  • Eine sehr wesentliche Eigentümlichkeit bei der vorliegenden Anordnung besteht darin, daß der Widerstand R, im Gegensatz zu den bisher bekannten Meßanordnungen mit Röhrenvoltmeter, fest in den Gitterkreis eingeschaltet ist, so daß er auch bei Bestimmung der Anfangsstellung des Anodengalvanometers zum Gitterkreis gehört, in diesem Falle natürlich jedoch ohne den Strom, der gemessen werden soll, zu führen. Hierdurch wird es möglich, den Einfluß zu eliminieren, den der Gitterstrom der Röhre und gewisse Ableitungsströme auf das Meßresultat haben können, so daß es möglich wird, selbst außerordentlich schwache Ströme korrekt zu messen, d. h. ohne das Resultat des genannten Einflusses korrigieren zu müssen.
  • Die nähere Erklärung dieses Verhaltens geht aus folgender Beschreibung des Verfahrens beim Messen mit der in Abb. z gezeigten Anordnung hervor.
  • Vor Bestrahlung der Ionisierungskammer wird der bewegliche Kontakt des Spannungsteilers auf die Spannung Null (in der Abbildung ganz links) eingestellt, so daß der Spannungsteiler keine Spannung in den Gitterkreis einführt. Im Widerstand R tritt dann ein Spannungsfall auf, der in erster Linie von dem Gitterstrom der Röhre herrührt. Dieser Spannungsabfall ist bei dieser Schaltung im allgemeinen nicht unbedeutend, selbst wenn das Gitter mittels der konstanten Spannung e negativ gehalten wird, da der Widerstand R so groß gewählt werden muß, daß der schwache Ionisierungsstromeinen erkennbaren Spannungsfall darin hervorrufen kann, so daß also auch der schwache Gitterstrom im allgemeinen einen :erkennbaren Spannungsfall an R hervorrufen wird. In zweiter Linie werden gegebenenfalls auch Strömei, die von Isolationsfehlern in -der Anordnung herrühren, einen gewissen Spannungsfall an R erzeugen. Unter diesen Verhältnissen wird das Anodengalvanometer G einen gewissen Ausschlag zeigen, den man mit Vorteil bei Regelung an dem veränderlichen Nebenschluß S so ändert, daß- der Zeiger des Galvanometers auf einen besonders markierten Teilstrich zeigt, so daß die Anfangsstellung des Galvanometers leicht erkennbar ist. Wird nun die Ionisationskammer bestrahlt, so ruft der Ionisationsstrom einen weiteren Spannungsfall an R hervor, so daß die Gitterspannung und damit der Anodenstrom sieh ändert. Mittels des Spannungsteilers führt man nun eine solche Zusatzspannung (Kompensationsspannung) in den Gitterkreis ein, daß: das Anodengalvanometer wieder seine Anfangsstellung .einnimmt. Dann muß die Gitterspannung (gegenüber der Kathode) und daher auch der Gitterstrom derselbe sein wie vor der Bestrahlung; die zugeführte Kompensationsspannung ist also gerade gleich mit dem Teil dies Spannungsfalles in R, der allein durch den Ionisationsstrom erzeugt ist. Der Ausschlag am Voltmeter V, der die - Kompensationsspannluig angibt, ist daher genau proportional mit dem Ionisationsstrom, und dieses Instrument kann daher mit Skalenteilungen entsprechend den Einheiten des Ionisationsstromes versehen werden, da die Abhängigkeit des Instrumentausschlages vom Ionisationsstrom durch die Größe des Widerstandes R vollständig bestimmt ist und von der Charakteristik, dem Gitterstrom und den übrigen Eigenschaften der verwendeten Röhre unabhängig ist.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCFIE: i. Anordnung zum Messen des Zeitintegrals veränderlicher schwacher Gleichströme, besonders in der Röntgendosimetrie, dadurch gekennzeichnet, daß in den Stromkreis des zu messenden Stromes ein Ohmscher Widerstand (R) und mit diesem in Reihe der seine Teil (l0) eines in Potentialschaltung an eine Batterie angeschlossenen Widerstandes (P) so geschaltet ist, daß der Spannungsabfall am Widerstand (R) durch die Spannung am Widerstand (I@) kompensiert werden kann, daß ferner die Widerstände (R und I0) weiter in. Reihe in dem Gitterkreis einer Drei- und- Mehr-Elcktroden-Röhre mit einem die Kompensation anzeigenden Galvanometer im Anodenkreis liegen, und da.ß bei dieser an sich bekannten Meßanordnung an den die kompensierende Spannung liefernden Teil (I() des Potentiometerwidexstandes über einen Widerstand ein Gleichstromzähler angeschlossen ist, der somit eine mit dem gesuchten Zeitintegral proportionale Größe anzeigt.
  2. 2. Anordnung zur Eichung der Meßanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß, auch bei der Eichung der in diesem Falle keinen Meßstrom führende Widerstand (R) in den Gitterkreis der Röhre geschaltet ist.
DEB116539D 1924-10-17 1924-11-12 Anordnung zum Messen des Zeitintegrals veraenderlicher schwacher Gleichstroeme, besonders in der Roentgendosimetrie Expired DE487664C (de)

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