DE487516C - Verfahren zum UEberziehen von Papier, Karton o. dgl. mit einer Kautschukschicht - Google Patents

Verfahren zum UEberziehen von Papier, Karton o. dgl. mit einer Kautschukschicht

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DE487516C
DE487516C DEB124915D DEB0124915D DE487516C DE 487516 C DE487516 C DE 487516C DE B124915 D DEB124915 D DE B124915D DE B0124915 D DEB0124915 D DE B0124915D DE 487516 C DE487516 C DE 487516C
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    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21HPULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D21H19/00Coated paper; Coating material
    • D21H19/36Coatings with pigments
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    • D21H19/54Starch
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Description

  • Verfahren zum Überziehen von Papier, Karton o. dgl. mit einer Kautschukschicht Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Überziehen von Papier, Karton o. dgl. mit einer Kautschukschicht. Das gemäß der Erfindung behandelte Papier ist in hohem Grade widerstandsfähig gegen Wasseraufnahme, die Biegsamkeit und die mögliche Zahl der Falzungen wird erhöht, das Papier hat einen glatten, gleichmäßigen Glanz nach Art der Kunstdruck-, Chromo- und Glacepapiere. Beim Bedrucken des Papiers gemäß der Erfindung wird der Verbrauch. an Druckfarben herabgesetzt, während eine genügende Dichtigkeit des Drucks erhalten wird. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß zum überziehen von Papier, Karton o. dgl. eine Emulsion aus Kautschuk und kolloidalem Ton benutzt wird. Der Kautschuk wird in Form von Latex oder koaguliertem Kautschuk angewendet. Zusatz einer geringen Menge Ammoniak ist bisweilen erwünscht, um den Kautschuk während der Behandlung in beweglichem Zustande zu erhalten und ihn zu konservieren.
  • Es ist bekannt, beim Überziehen von Papier mit Kautschuk, auch in Form von Latex, Füllmittel verschiedener Art zuzusetzen. Der kolloidale Ton ist aber kein bloßes Füllmittel im üblichen Sinne, also ein Zusatzmittel irgendwelcher Art, sondern dient zur Herstellung einer innigen Mischung von Kautschuk und kolloidalem Ton in emulgiertem Zustande.
  • Außer kolloidalem Ton, vorzugsweise in Form von Kaolin, können -beliebige Farb-, leim- und Füllstoffe je nach Art der gewünschten Oberfläche zur Herstellung der Aufstrichmasse verwendet werden. Es sind dies beispielsweise Blanc Fixe, Satinweiß, Baryt, Talkum, Schlämmkreide, Zinkoxyd o. dgl:, die einzeln oder in Mischungen zu zweien oder mehreren benutzt werden können. Für Tönungen und Färbungen werden die üblichen Tongebungs- und Farbstoffe in den erforderlichen Mengen zugesetzt. Leimstoffe können gleichfalls mit dem Kautschuk außer einem oder mehreren der Aufstrichstoffe gemeinsam benutzt werden. Als derartige Leimstoffe können beispielsweise Kasein in einen alkalischen Lösungsmittel, tierischer Leim, Stärke, Gummi und Harze benutzt werden. Diese Materialien können in die Pigmente und Aufstrichmaterialien vor dem Zusatz der oben angegebenen Gummilösung eisgeführt werden. Farb-, Leim- und Aufstrichstoffe können mit dem Latex gemischt werden, wobei ihre Mengen sich je nach der Dicke und der Art des gewünschten Überzuges richten; der für Karton erforderliche überzug ist gewöhnlich dichter und dicker als der für glatte, dünne Papiere. Die fertiggestellte Mischung von Kautschuk mit den Farb-, Aufstrich- und Leimstoffen wird bei dem Papier nach Herstellung des Papierblattes verwendet und wird nicht in den Papierstoff eingeführt, bevor er durch die Papiermaschine geht.
  • Wenn mit Latex gearbeitet wird, wird die für die Aufstrichbehandlung erforderliche Flüssigkeit oder der Schleim durch innige Mischung des Latex mit den gewünschten Farb-, Leim- und Aufstrichstoffen hergestellt, und der fertige Schleim wird dann auf das Papier mittels einer mechanischen Papierstreichmaschine aufgebracht, die einen Trog und Gummiwalzen oder Bürsten besitzt, welche die kautschukhaltige Masse auf das Papier oder den Karton in Form eines Häutchens aufbringen und dort ausbreiten. Die so behandelten Papier-, Kartonblätter o. dgl. werden dann unmittelbar der Luft ausgesetzt, um zu trocknen und abzubinden und werden schließlich durch den Kalander geschickt. Nach dieser Behandlung: und -dein Austrocknen können die Papier- oder Kartonbahnen oder -blätter einer Kaltvulkanisation durch Einbringen in eine Schwefelatmosphäre bei geeigneter Temperatur unterworfenwer den.
  • Wenn mit koaguliertem Rohkautschuk gearbeitet wird, wird zuerst ein kittartiges Produkt dadurch erhalten, daß man den Kautschuk einer fortgesetzten Durcharbeitung in Wasser unterwirft, bis er eine große Menge von Wasser aufgenommen hat. Dieser Kautschuk wird dann in einen Mischapparat eingebracht und mit Kaolin oder einem ähnlichen kolloidalen Ton (gewöhnlich auf zwei Gewichtsteile trockenen Kautschuk einen Gewichtsteil Ton) verarbeitet und emulgiert, wobei Wasser in kleinen Portionen nach und nach zugesetzt wird in dem Maße, wie die Mischung fortschreitet. Wenn der Kautschuk in den Emulsionszustand übergeht, was gewöhnlich innerhalb von zwei Stunden geschieht, kann Wasser zugesetzt werden, um die Mischung zu verdünnen und sie auf die gewünschte Konsistenz zu bringen. Nun werden die Leim-, Farb- und Aufstrichstoffe zugesetzt und in die Emulsion eingearbeitet. Beispiel -In gewöhnlichen Fällen, wo die Oberfläche des zu behandelnden Papiers nicht eine besonders große Absorptionsfähigkeit hat, ist die folgende Mischung zur Ausführung der Erfindung sehr brauchbar: 2,271 Kautschukläsung, 454 kg Kaolin (Super), 9,o8 kg Blanc Fixe, 2,z7 kg Satinweiß, 0,78 kg Kasein, o_,23 kg Talk, 2,27 kg gefällter kohlensaurer Kalk.
  • Ein zweckmäßiges Verfahren, um den Kautschuk in emulgiertem Zustand zu erhalten, wird in der Weise ausgeführt, daß der Kautschuk zuerst mit einem der bekannten Lösungsmittel behandelt wird und daß die entstandene Aufquellung oder Flüssigkeit in - einen Mischapparat zusammen mit dem kolloidalen Ton gebracht wird. Die weitere Verarbeitung geschieht dann wie zuvor beschrieben.
  • Die kautschukhaltige, schleimige oder flüssige Masse, die in der oben beschriebenlen Weise gewonnen ist, wird mit Wasser verdünnt, bevor sie auf das Papier mit Hilfe der Bürsten oder Walzen als dünner Überzug aufgebracht wird. Diese- Verdünnung kann erfolgen, unmittelbar nachdem der Kautschuk und die übrigen Bestandteile miteinander gemischt sind. Es ist nicht nötig, das gestrichene Papier nach dem Trocknen zu bürsten oder zu glätten, um eine schöne Oberfläche zu bekommen. Eine wirksame Aufstrichmischung der beschriebenen Art enthält z. B. 4 bis 5 % Kautschuk (als Trockenkautschuk berechnet).
  • Das behandelte Papier ist nicht schwer und dick, wie es die meisten mit Aufstrich versehenen Papiere des Handels sind, und es ist widerstandsfähig gegen schnellen Zerfall und Zerstörung. Das erhaltene Papier zeigt keine Neigung, sich. zu rollen, aufzurauhen oder Falten zu werfen. Das Papier zeigt keine schädliche Fleckung oder Sprenklung, es fasert nicht aus und blättert nicht ab, es ist heller als die- meisten im Handel befindlichen Papiere, insbesondere diejenigen für Vielfarbendruck. Die Eigarnis an Druckfarben ist sehr erheblich und beträgt bis zu 30 % oder noch: mehr gegenüber den besten Kunstdruck- oder Chromopäpieren des Handels. -

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Überziehen von Papier, Karton o. dgl. mit einer Kautschukschicht, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Emu ;sinn aus Kautsch* und kolloidalem Ton.
DEB124915D 1925-06-04 1926-04-10 Verfahren zum UEberziehen von Papier, Karton o. dgl. mit einer Kautschukschicht Expired DE487516C (de)

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US3230867A (en) * 1961-12-04 1966-01-25 Benjamin J H Nelson Paper finishing mechanism
US5339957A (en) * 1993-03-08 1994-08-23 Key Tech Corporation High friction package retainer

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FR618185A (fr) 1927-03-04
BE333433A (de) 1900-01-01
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