DE48533C - Heizofen zum Erhitzen von Nagelwerkstücken - Google Patents
Heizofen zum Erhitzen von NagelwerkstückenInfo
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- DE48533C DE48533C DENDAT48533D DE48533DA DE48533C DE 48533 C DE48533 C DE 48533C DE NDAT48533 D DENDAT48533 D DE NDAT48533D DE 48533D A DE48533D A DE 48533DA DE 48533 C DE48533 C DE 48533C
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
- B21G—MAKING NEEDLES, PINS OR NAILS OF METAL
- B21G3/00—Making pins, nails, or the like
- B21G3/18—Making pins, nails, or the like by operations not restricted to one of the groups B21G3/12 - B21G3/16
- B21G3/28—Making pins, nails, or the like by operations not restricted to one of the groups B21G3/12 - B21G3/16 by forging or pressing
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Tunnel Furnaces (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Dieser Heizofen ist namentlich für solche Nagelmaschinen bestimmt, bei welchen die
Nägel aus dünnen Platten geschnitten und geschmiedet werden. Solche Maschinen wurden
bisher in der Weise gespeist, dafs die kleinen Werkstücke mittelst einer Zange vom Arbeiter
aus dem Feuer genommen und einzeln in die Maschine befördert werden. Dadurch geht nicht
allein viel Wärme verloren, weil das Feuer offen ist, sondern es sind auch die Arbeitskosten sehr bedeutend. Um diese Uebelstände
zu vermeiden, werden bei dem vorliegenden Heizofen die Werkstücke ununterbrochen erhitzt
und nach der Nagelmaschine selbsttätig vorgeschoben, und zwar ist die Einrichtung
derart getroffen, dafs die auf einander gestapelten Werkstücke vermöge ihres Eigengewichtes
oder durch Vermittlung einer Ge-' wichts- oder Federkraft den Ofen bezw. einen
mit ihm verbundenen Feuerkanal passiren, aus welchem sie in erhitztem Zustande nach einander
der Nagelmaschine zugeführt werden.
Fig. ι der Zeichnung zeigt einen senkrechten Schnitt des Heizofens, Fig. 2 theils einen zum
Schnitt in Fig. 1 senkrechten Schnitt und theils eine Ansicht, Fig. 3 einen Horizontalschnitt,
Fig. 4 einen Grundrifs des Ofens und in Punktirung einen Theil der Nagelmaschine.
Der Ofen A wird am besten auf ein Fufsgestell
gestellt und ist wie gewöhnlich mit Rost und Füllöffnung versehen, während für die
Verbrennungsproducte bezw. die Flamme an der Seite des Ofens ein besonderer Feuerkanal B
vorgesehen ist, welcher mit dem Feuerkasten durch die Oeffnungen α und mit dem Schornstein
durch Kanal b in Verbindung ist (Fig. 3).
Die auf einander gestapelten Werkstücke χ passiren den Kanal B in der Richtung nach
aufwärts und entgegengesetzt der Richtung des Feuers und erhitzen sich dabei allmälig, indem
der Feuerkanal, wie dargestellt, so construirt ist, dafs die Flammen die Werkstücke χ an
allen vier Seiten umspülen.
Die Werkstücke χ treten unten in den Kanal B hinein, der eine solche Breite hat, dafs zwei
Reihen Werkstücke hindurchgehen. Zum ununterbrochenen Vorrücken derselben ist der
Heizofen mit selbstthätigen Vorschubvorrichtungen versehen.
Um die beiden Werkstückreihen von einander ünabhäng aufwärts zu schieben, sind
zwei von einander unabhängige, sonst aber gleiche Vorschubvorrichtungen vorgesehen,
welche in verschiedenen Stellungen dargestellt sind. Die in Fig. 1 vorn und in. Fig. 2 links
liegende Vorschubvorrichtung ist in der Stellung gezeichnet, bei welcher unten neue Werkstücke
eingelegt werden, während die andere Vorrichtung in gehobener Stellung dargestellt ist.
Die Vorschubvorrichtung enthält eine als Träger für die Werkstücke dienende Plattform
G, die auf der oberen Gabel einer durch ein Querstück des Fufsgestelles gehenden Führungsstange
c sitzt. Mittelst des Gewichtshebels D, dessen Ende unter einer in der Gabel der Führungsstange c drehbaren Rollet
liegt, wird die Plattform C beständig hochgedrückt. Die Werkstücke werden beim Hochbewegen
mittelst einer Führungsleiste E seitlich gestützt, die sich vom oberen Ende des Feuerkanales
B abwärts erstreckt und sowohl oben wie unten mittelst Stellschrauben e, Fig. 1, nach
der Gröfse der Werkstücke verstellen läfst. Die Führungsleiste E ist unten gabelförmig, so dafs
der Hebel jD in der dadurch gebildeten Spalte sich bewegen kann.
Meist werden nun die Werkstücke nicht direct auf der Plattform C aufgestapelt, sondern
zunächst auf einem zur Aufnahme derselben durch seitliche Leisten/ und Ansatz/1, Fig.'i,
geeigneten Auflegearm F. Dieser schwingt dann nach Pfeilrichtung hoch, bis die Werkstücke
sich über der Plattform C befinden, und . wird dann mittelst Armes F1 in senkrechter
Stellung gesperrt, um den Werkstücken · als Führung zu dienen. Wird nun der inzwischen
mittelst Handgriffes D1 oder dergleichen am
Hochgange gehinderte Gewichtshebel D ausgelöst, so werden die Werkstücke in dem Heizkanal
B emporgehoben. Wenn die unterste Platte der Reihe an den Kanten der Federn G
vorbeigegangen ist, springen diese unter die Reihe sofort vor, und während diese auf den
Federn ruht, wird der Hebel D mit der Plattform C wieder gesenkt, der Auflegearm F heruntergeklappt
und mittelst desselben werden dann wieder neue Werkstücke auf die Plattform C gebracht. Ist der Kanal B bis oben
gefüllt, und sind die Werkstücke genügend erhitzt, so wird eines nach dem anderen mittelst
einer selbsttätigen Transportvorrichtung nach der Maschine befördert.
Von beiden Seiten der Deckplatte des Ofens A führt nach den Mundstücken m der Nagelmaschine
M eine bogenförmige Rinne H, Fig. 4, ab, welche sich in der Deckplatte als zwei enge
Schlitze h1 für den Durchtritt der unten zu Haken ausgebildeten Zähne i des in Kehrdrehung
versetzten Transportarmes I fortsetzt, welcher jedesmal das oberste Werkstück nach
der Maschine mit sich fortnimmt, das an die Deckplatte des Ofens emporgeschoben ist.
Die beiden Zähne i können über das an den Kanten gehaltene obere Werkstück durch die
Schlitze h1 hinweggleiten, wenn der Transportarm
/, der an der Achse K um den Bolzen k vertical drehbar ist, von der Maschine aus mittelst
Hebels L dieser Achse oder in anderer Weise eine Drehung gegen den Ofen A hin
ausführt. Um das Rückwärtsgehen des Transportarmes / zu erleichtern, ist an demselben
ein kleines Winkelstück m befestigt, das über die Feder Z, Fig. 4, gleitet, wodurch der Arm
gehoben wird, während bei Vorwärtsdrehung des Armes das Stück m unter die Feder Z tritt.
In dem Mafse, wie die Werkstücke bei Zurückdrehung der Achse K von oben fortgenommen
werden, rückt der Stapel nach aufwärts nach, und hört dann der Arbeiter das Hervorspringen der Federn G (was durch Verbindung
mit einer Glocke hörbarer gemacht werden kann), so schlägt er den Auflegearm F
zurück und legt einen neuen Stapel von Platten auf denselben, während die Vorschubvorrichtung
ruhig weiter arbeitet. Ist dann der Arm F zum Hochklappen wieder bereit, so wird der
Zeitpunkt abgewartet, in welchem der Transportarm / eben ein Werkstück erfafst hat, um
dann· sofort den Hebel D1 herunterzuschlagen, wobei der Plattenträger C mitfolgt, während
•die im Ofen befindlichen Platten nur bis an die Federn G mitsinken.' Der Auflegearm F
wird dann gehoben und gesperrt, der Gewichtshebel D ausgelöst, und dies wiederholt sich, wie
schon beschrieben. Da das Hinunterziehen des Hebels D und Hochschlagen des Auflegeafmes
F nicht mehr Zeit erfordert, als die Nagelmaschine nöthig hat, um das Abschmieden
eines Werkstückes zu besorgen, so kann wegen Neueinlegung von Werkstücken ein Leerlauf
der Maschine nicht eintreten.
Der dargestellte Ofen ist zur Bedienung zweier'Maschinen construirt, doch können von
einem Ofen auch mehr Maschinen gespeist werden, wenn nur an mehreren Seiten desselben
die entsprechenden Heizkanäle angeordnet werden.
Leicht ersichtlich ist auch, dafs die Construction des Ofens ebenso wie der Vorschubvorrichtungen
verschiedene Ausführungen erhalten können. Die Werkstücke können, statt aufwärts, sich von oben nach unten bewegen,
sie sinken dann durch ihr. Eigengewicht und machen die Anordnung eines besonderen Gewichtshebels
unnöthig. Auch kann der Heizkanal B horizontal und die Rinne H vertical
liegen, und den Transportarm / könnte man durch einen Schiebermechanismus ersetzen. Damit
die Werkstücke bei unvorsichtiger Feuerung nicht zusammengeschweifst werden, empfiehlt
es sich, sie vor dem Einlegen in mit Kohlenstaub oder dergleichen gemischtes Wasser zu
tauchen.
Um diesen Kohlenstaubüberzug besser aufbringen zu können, kann man zuerst die Werkstücke
nafs machen und sie dann in einer in Schüttel- oder Drehbewegung zu versetzenden
Trommel mit dem Kohlenstaub in Berührung bringen.
Claims (2)
- Pate nt-An sp rüche:ι . Ein Heizofen für Nagelmaschinen mit einem mit dem Ofen in Verbindung stehenden Feuerkanal (B), der für das Einführen und Herausholen der zu erhitzenden Platten oder sonstigen Werkstücke je eine Oeffnung an beiden Enden hat, und welchen die Werkstücke reihenweise entweder durch den Einflufs von Gewichts- oder Federkraft bezw. durch ihr Eigengewicht passiren, um ein continuirliches Erhitzen bei selbstthätigem Verschieben der Werkstücke nach den Nagelmaschinen zu ermöglichen.
- 2. Bei dem zu i. bezeichneten Heizofen für Nagelmaschinen:a) die Anordnung des Hebels (D) mit Stange (c) und dem Werkstückträger (C) an der unteren Einführungsöffnung des Kanales (B) in Verbindung mit dem Auflegehebel (F) und den Federn (G), die den oberen Werk.stückstapel tragen, wenn vom Auflegehebel (F) neue Werkstücke auf (D) übergeführt werden;b) die Anordnung des in Kehrdrehung versetzten und an Achse (K) drehbaren-. Transportarmes (I) mit in .der bogenförmigen Rinnefiif) und den Schlitzenf/j 1J der Ofendeckplatte beweglichen Zähnen (i), welche das unter die Deckplatte des Ofens gehobene oberste Werkstück des Stapels erfassen und selbstthätig nach der Maschine überführen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE48533C true DE48533C (de) |
Family
ID=323510
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT48533D Expired - Lifetime DE48533C (de) | Heizofen zum Erhitzen von Nagelwerkstücken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE48533C (de) |
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