DE480992C - Verfahren zur Benutzung von Hebern zum Transport schmelzbarer, bei Normaltemperatur fester Substanzen - Google Patents

Verfahren zur Benutzung von Hebern zum Transport schmelzbarer, bei Normaltemperatur fester Substanzen

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DE480992C
DE480992C DER76425D DER0076425D DE480992C DE 480992 C DE480992 C DE 480992C DE R76425 D DER76425 D DE R76425D DE R0076425 D DER0076425 D DE R0076425D DE 480992 C DE480992 C DE 480992C
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siphon
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transport
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C3/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C2/00Hot-dipping or immersion processes for applying the coating material in the molten state without affecting the shape; Apparatus therefor
    • C23C2/325Processes or devices for cleaning the bath

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Description

  • Verfahren zur Benutzung von Hebern zum Transport schmelzbarer, bei Normaltemperatur fester Substanzen In Verzinnherden reichern sich die Bäder während des Betriebes mit allen möglichen Verunreinigungen an, so daß es wünschenswert erscheint, das Metall möglichst oft abzulassen und zu raffinieren.
  • Das bisher übliche Verfahren zur Entleerung eines Herdes besteht in einfachem Ausschöpfen des Bades, was naturgemäß sehr zeitraubend und außerdem mit Verlusten verbunden ist, da stets ein gewisser Teil des Metalls durch Einwirkung der Luft oxydiert wird, so daß ein häufigeres Raffinieren kaum durchführbar ist. Vom Anbringen eines Abstichs am Verzinnherd sieht man ab, da bei Benutzung eines solchen die zu unterst abgelagerten Verunreinigungen erst recht mit dem ganzen Bade durcheinändergewirbelt werden.
  • Ein ideales Werkzeug zum Abfüllen des Metalles würde ein ganz gewöhnlicher Heber sein, da durch das gleichmäßige Abfließen das Bad nicht beunruhigt und außerdem der schädliche Einfluß der Luft ausgeschaltet sein würde. Heber zum Absaugen von Flüssigkeiten sind seit langem in den verschiedensten Ausführungen bekannt. Die Anwendung derselben für Substanzen, deren Erstarrungspunkt wesentlich über der normalen Zimmertemperatur liegt, bereitet zunächst insofern Schwierigkeiten, als die Substanz im Heber zum Erstarren kommt. Immerhin kann dieser Übelstand durch geeignete Beheizung des Hebers beseitigt werden. Eine «eitere Schwierigkeit besteht in der Inbetriebsetzung des Hebers. Alle bisher üblichen Verfahren beruhen auf der Anwendung von Druck oder Vakuum. Von dieser Methode wird man auch bei Schmelzen in vielen Fällen Gebrauch machen können, nämlich dann, wenn es sich um spezifisch nicht allzuschwere Körper handelt, etwa um Paraffin oder Fette. Zum Ansaugen von Zinn dagegen würde ein sehr hohes Vakuum erforderlich sein, eine teuere Anlage wäre also nicht zu umgehen. Eine billigere Lösung des Problems wäre in einem -Heber zu suchen, der mit drei Verschlüssen versehen ist, nach dem in Abb. i gegebenen Schema. An den Schenkelenden befinden sich die beiden Verschlüsse a und b, während am Knie des Hebers eine Einfüllöffnung angebracht ist, die mit dem Verschluß c geschlossen werden kann. Dieser Heber müßte zunächst bei geschlossenen Hähnen a und b durch den Trichter bei c mit flüssigem Metall gefüllt werden. Sobald das Metall den Heber restlos erfüllt, würde e geschlossen, und die Inbetriebsetzung könnte nunmehr erfolgen, indem man a und b öffnet. Eine Beheizung ist natürlich auch hier unerläßlich. Ferner müßte die Möglichkeit vorhanden sein, den Verschluß a unter der Schmelze zu betätigen. Der große Nachteil der ganzen Anordnung besteht aber in der Möglichkeit des Versagens der Verschlüsse, was durch erkaltete Teile der Schmelze nur allzuleicht verursacht werden kann.
  • Eine wesentliche Vereinfachung den bisher betrachteten Anordnungen gegenüber bedeutet daher -das im folgenden beschriebene Verfahren, das ohne jeglichen Verschluß, ohne Druck oder Vakuum, einzig und allein mit Heizung arbeitet.
  • Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß der Heber vor Gebrauch mit dem geschmolzenen Körper gefüllt und nach Erstarren desselben in der Weise betätigt wird, daß die den Heber vollständig erfüllende, erstarrte Masse durch geeignete Beheizung wieder zum Schmelzen gebracht wird. Bevor der Schmelzpunkt erreicht wird, müssen natürlich beide Enden des Hebers verschlossen sein, um das Eindringen von Luftblasen zu vermeiden. Das kurze Schenkelende taucht sowieso in die zu transportierende Schmelze ein, ist also bereits luftdicht verschlossen. Ein weiteres Kennzeichen des vorliegenden Verfahrens ist nun, daß auch das lange Ende des Hebers mit einer Art Flüssigkeitsverschluß versehen ist, gebildet durch die geschmolzene oder noch schmelzende Substanz. Man taucht nämlich das lange Schenkelende entweder in einen Löffel mit geschmolzener Substanz, wie es in Abb.2 dargestellt ist, oder man bildet das Ende siphonartig nach Abb. 3 aus und versieht es ebenfalls mit Heizung.
  • Zur Füllung des Hebers können natürlich auch andere Substanzen benutzt werden als die zu transportierende Masse, sofern dieselben nur ein hinreichendes spezifisches Gewicht haben. Auch ist nicht unbedingt erforderlich, daß die gesamte Füllung des Hebers vor der Inbetriebsetzung erstarrt ist, sondern es genügt vollkommen, wenn die Füllung gerade nur in den Schenkelenden fest geworden ist, was sehr rasches Arbeiten ermöglicht.
  • Die Vorteile des Verfahrens sind: i. größtmögliche Arbeitsgeschwindigkeit, da der absolut zuverlässige Abschluß stärkste Querschnitte gestattet, 2. vollkommener Abschluß der transportierten Substanzen gegen Luft, also keine Oxydation (sowohl in dem zu entleerenden als auch in dem zu füllenden Gefäß kann das Bad mit einer Decke aus spezifisch leichterem Material - etwa Fett oder Schlacke - versehen werden), 3. größte Betriebssicherheit, da keine mechanisch arbeitenden Verschlüsse- vorhanden sind, die Störungen herbeiführen könnten, q.. bequeme Handhabung, da der Heber beim Einsetzen kalt ist.
  • Als Beispiel für das Verfahren soll das Entleeren eines Verzinnherdes zum Zwecke der Raffination seines Inhaltes erläutert werden (s. Abb. 2).
  • Der kurze Schenkel des Hebers 1a taucht in das Zinnbad z des Zinnherdes a ein, während der lange "Schenkel in den Raffinierkessel b hineinragt. Das Zinnbad trägt zum Schutze gegen Oxydation eine Decke aus geschmolzenem Palmfett p', zum gleichen Zwecke befindet sich im Raffimerkessel.b ebenfalls eine hinreichende Menge Palmfett p2, die das Metall nach dem Beginn des überströmens sofort bedeckt. Beim Einhängen ist der Heber restlos mit erkaltetem Zinn gefüllt. Die Beheizung geschieht in vorliegendem Fall elektrisch. Gegen das flüssige Metall ist die mit Glimmer isolierte Heizwicklung w durch einen dicht verschweißten Blechmantel geschützt. Sobald der Schmelzpunkt des Metalls erreicht wird - was bereits nach wenigen Minuten der Fall ist -, beginnt das Überströmen des Bades, das so, lange anhält, als der kurze Schenkel noch ins Bad eintaucht. Eine eventuell nötige vorzeitige Unterbrechung des Metallstromes kann durch einfaches Hochheben des Hebers bewerkstelligt werden. Vor Weiterbenutzung muß der Heber natürlich erneut mit flüssigem Metall gefüllt und bis zum Erkalten stehengelassen werden, was aber ebenfalls nur kurze Zeit in Anspruch nimmt. Um ein bequemes Füllen des Hebers zu ermöglichen, sind beide Schenkelenden trichterförmig ausgebildet. Die Abb. 2 zeigt die Arbeitsweise mit untergehaltenem Löffel e, bequemer arbeitet man natürlich, wenn man einen Heber anwendet, der mit der oben beschriebenen siphonartigen Ausbildung des langen Schenkelendes versehen ist (Abb. 3).

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Benutzung von Hebern zum Transport schmelzbarer, bei Normaltemperatur fester Substanzen, dadurch gekennzeichnet, daß der Heber vor dem Gebrauch mit der geschmolzenen Substanz gefüllt und nach dem völligen oder teilweisen Erstarren derselben in der Weise betätigt wird, daß die den Heber vollständig erfüllende, ganz oder teilweise erstarrte Masse durch geeignete Beheizung wieder zum Schmelzen gebracht wird, wobei das Eindringen von Luft durch Eintauchen des langen Schenkels in ein mit der geschmolzenen Masse angefülltes Gefäß vermieden wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß als Heberfüllung irgendeine andere schmelzbare Masse von hinreichendem spezifischen Gewicht benutzt wird.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß ein gewöhnlicher Heber am langen Schenkelende siphonartig nach Abb. 3 ausgebildet und außerdem mit geeigneter Beheizung versehen wird.
DER76425D 1928-11-28 1928-11-28 Verfahren zur Benutzung von Hebern zum Transport schmelzbarer, bei Normaltemperatur fester Substanzen Expired DE480992C (de)

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