DE479266C - UEberstromschutzschaltung fuer Dreiphasenanlagen - Google Patents

UEberstromschutzschaltung fuer Dreiphasenanlagen

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DE479266C
DE479266C DEA41667D DEA0041667D DE479266C DE 479266 C DE479266 C DE 479266C DE A41667 D DEA41667 D DE A41667D DE A0041667 D DEA0041667 D DE A0041667D DE 479266 C DE479266 C DE 479266C
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DE
Germany
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circuit
relay
overcurrent protection
current
protection circuit
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DEA41667D
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BBC BROWN BOVERI and CIE
BBC Brown Boveri AG Germany
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BBC BROWN BOVERI and CIE
Brown Boveri und Cie AG Germany
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H3/00Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
    • H02H3/08Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to excess current
    • H02H3/083Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to excess current for three-phase systems

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  • Emergency Protection Circuit Devices (AREA)

Description

  • Überstromschutzschaltung für Dreiphasenanlagen Bei überstromschutzsehaltungen für Dreiphasenanlagen muß man darauf bedacht sein, daß@dieRelais bei jedemLTb,erstrom ansprehen, gleichgültig, ob dieser überstrom in allen drei Phasen auftritt oder ob irgendeine der drei Phasen von ihm unberührt bleibt. Man hat bisher, um dies zu erreichen, entweder Stromwandler in allen drei Phasen verwendet und jeden Stromwandler auf einen besonderen Relaisstromkreis arbeiten lassen (vollständige Dreiphasenschaltung), oder man hat nur zwei Stromwandler verwendet und deren Sekundärwicklungen, kreuzweise parallel geschaltet, auf einen gemeinsamen Relaisstromkreis arbeiten lassen (6o°-Schaltung). Die erstgenannte Schaltung hat den Nachteil, daß an jeder Stelle des Leitungsnetzes, die mit dem überstromschutz versehen werden soll, drei Relais benötigt werden: Die 6o°-Schaltung benötigt zwar statt dieser drei Relais jeweils nur eine, hat aber dafür den Nachteil, daß sie auf einphasige überströme in den verschiedenen Phasen nicht in gleicher Weise anspricht und daß in einzelnen, wenn auch seltenen Fällen die Möglichkeit des Nichtansprechens besteht.
  • Man hat schließlich auch noch einen Mittelweg eingeschlagen, indem man. zwei getrennte Relais verwendet hat, von denen eines an die über Kreuz parallel geschalteten Stromwandler zweier Phasen, das andere an einen einzelnen Stromwandler in der dritten Phase angeschlossen ist. Es wird hiermit zwar erreicht, daß man mit nur zwei Relais ein Ansprechen auf jede Art des Kurzschlusses erzielen kann, jedoch .sind diejenigen überströme, auf die die Relais gerade noch ansprechen, sehr verschieden, je nachdem, zwischen welchen Phasen der Kurzschluß auftritt.
  • Die Erfindung besteht in einer Anordnung, bei der mit nur einem Relais ein Ansprechen auf denselben oder annähernd denselben Überstrom erreicht wird, gleichgültig, zwischen welchen Phasen der Kurzschluß auftritt. Das elektromagnetische System besteht dazu aus zwei Teilen mit je mindestens einem Polpaar, die entweder elektrisch zusammenwirken, z. B. indem sie auf eine gemeinsame Ferrarisscheibe oder Trommel einwirken"ader mechanisch, indem sie etwa zwei getrennte und nur mechanisch gekuppelte Ferrarisscheiben beeinflussen.
  • In der Abbildung ist eine derartige Anordnung beispielsweise dargestellt. Es bedeutet a ein dreiphasiges Sammelschienensystem, von dem die zu schützende dreiphasige Leitung b abzweigt. cl, e2, c3 sind die Primärwicklungen der drei Stromwandler, dl, d2, d3 die Sekundärwicklungen. derselben. Die Sekundärwicklungen dl und d2 sind kreuzweise parallel geschaltet und arbeiten gemeinsam auf die Relaiswicklung e, Die Sekundärwicklung d3 dagegen arbeitet für sich allein auf einen besonderen Stromkreis, nämlich die Relaiswicklung e2. Die Stromwandler cl/dl und c2/d2 bilden zusammen mit der Relaiswicklung ei eine 6o°-Schaltung. Die Schaltung nach der Erfindung unterscheidet sich also von der bekannten 6o°-Schaltung durch den neu hinzugekommenen Stromkreis, der aus dem Stromwandler c3/d3 und der Relaiswicklung e2 gebildet wird.
  • Die Wirkung dieser Schaltung ergibt sich aus folgendem: Wenn z. B. an die Leitung b irgendeine Abzweigleitung über einen Transformator in Sterndreieckschaltung angeschlossen ist, dann wird bei einem einphasigen Kurzschluß in dieser Abzweigleitung in der- Leitung b ein Überstrom fließen, der eine der drei Phasen in. voller Stärke, die beiden anderen Phasen dagegen in halber Stärke und in der entgegengesetzten Richtung durchfließt. Wenn nun dieser Kurzschlußstrom in der in der Zeichnung eingetragenen Weise verteilt ist, dann würde das Relais bei der bloßen 6o°-Schaltung allein nicht ansprechen können, weil die den gleichgerichtetexl und gleich großen Strömen J, und J2 entsprechenden Sekundärströme nur den aus den Sekundärwicklungen dl und d2 gebildeten Stromkreis durchfließen würden, nicht aber die Relaiswicklung e1. Ist dagegen auch der Stromwandler c3/d3 und die Wicklung e2 vorhanden, so wird « diese von dem vollen Kurzscblußstrom J3 = Ji + J2 durchflossen; das Relais spricht also kräftig an. Um mit der in vorstehendem gekennzeichneten überstromschutzschaltung zu erreichen, daß das Ansprechen des Relais unabhängig davon ist, in welcher Phase ein Überstrom auftritt, kann man erfindungsgemäß die Übersetzungsverhältnisse der Stromwandler ungleich machen, und zwar so, daß die Stromstärken in den beiden Relaisstromkreisen bei symmetrischer Belastung der geschützten Leitung gleich groß sind. Bei der in der Abbildung gezeichneten Schaltung gießt im Stromkreise des Relais e1 die geometrische Differenz der Sekundärströme J1 und J2. Ist die Leitung symmetrisch belastet und bedeutet J den Strom in einer Phase derselben (Primärstrom der Stromwandler), so ist der Strom in. der Wicklung e1 =V3 # J # ul, wo ui das übersetzungsverhältnis der Stromwandler cl/dl und c2/d2 bedeutet. In der Wicklung e2 fließt dagegen der Strom J # u2, wo u2 das übersetzungsverh;ältnis des Stromwandlers c3/d3 bedeutet. Sollen die beiden Relaisströme gleich groß sein, so muß hiernach werden. Die gleiche Wirkung wird natürlich erzielt, wenn u2 = ui gewählt wird und die beiden Relaiswicklungen so gewählt werden, daß in e2 der gleiche Strom die -fache elektromagnetische Wirkung erzeugt wie in e1. Daß in diesen Fällen das Ansprechen des Relais unabhängig davon ist, in welcher Phase der Leitung ein Kurzschluß auftritt, zeigt folgende Überlegung: Das Drehmoment der gebräuchlichen Wechselstromrelais (z. B. Ferrarisrelais) ist dem Quadrat des sie durchfließenden Stromes proportional. Werden also die beiden Teile e1 und -e2 des Relaissystems auf derselben Achse angeordnet, so daß ihre Drehmomente sich addieren, so ist das Gesamtdrehmoment, wenn Jl, 1" J3 die Ströme in den drei Leitungen sind, proportional dem Ausdruck (u1 J1 - u1 J2)2 + (u2 J3)2.
  • Die in der Klammer stehende Differenz ist als geometrische Differenz aufzufassen. Da nun so ist das Drehmoment auch proportional dem Ausdruck (J,- J3)2 + 3 J32. Bei einem einphasigen Kurzschluß zwischen den Phasen i und 2 sind die Ströme in diesen beiden Phasen gleich und. entgegengesetzt gerichtet, also f1 - J. = 2 # Jl, (J1, = Kurzschlußstrom) und 1, = O. Das Drehmoment entspricht dem Wert ¢ J1,2. Bei einem ,einphasigen Kurzschluß zwischen den Phasen i und 3 ist dagegen J2 = O und J1 = J3 = Jk. Das Drehmoment entspricht dann ebenfalls dem Wert q. Jk2. Das gleiche gilt auch für einen Kurzschluß zwischen den Phasen z und 3.
  • Dieselben oder älmliche Verhältnisse ergeben sich, wenn. die beiden elektromotorischen Teilsysteme nicht mechanisch, sondern elektrisch zusammenwirken, z. B. bei einem Ferrarisrelais mit mehr als einem Polpaar, wobei je ein Teil der Pole von einem der beiden Stromkreise erregt wird.
  • Die angegebene Schutzschaltung ist natürlich unabhängig davon, ob als Schutzein, richtungen eigentliche Relais, also einstufige Apparate, verwendet werden, welche den. Auslösestromkreis eines Schalters steuern, oder Regler, also mehrstufige Apparate, welche je nach der Größe des KurzschluBstromes beispielsweise mehr oder weniger Widerstand in irgendeinem Stromkreis; etwa in dem Erregerstromkreis eines das Netz speisenden Generators, einschalten, oder auch irgendwelche andere Schutzeinrichtungen. Nur der Einfachheit halber ist im vorstehenden nul von Relais und Relaisstromkreisen gesprochen worden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. _ überstromschutzschaltung für Dreiphasenanlagen mit Stromwandlern in allen drei Phasen und kreuzweise parallel :geschalteten Sekundärspulen zweier dieser Stromwandler, dadurch gekennzeichnet, daß die kreuzweise parallel geschalteten Sekundärspulen auf einen Teil eines elektromotorischen Systems eines mit mehr als einem Polpaar versehenen Relais arbeiten, während die Sekundärspule des dritten Stromwandlers auf einen anderen Teil dieses elektromotorischen Systems arbeitet, so daß je ein Teil der Pole von einem Relaiskreis erregt wird.
  2. 2. Überstromschutzschaltung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß. die Übersetzungsverhältnisse der Stromwandler oder die Wicklungen der beiden elektromotorischen Teilsysteme ungleich und so gewählt sind, daß die Wirkung der Ströme in beiden Teilsystemen bei symmetrischer Belastung der geschützten Leitung gleich groß ist.-
DEA41667D 1924-02-24 1924-02-24 UEberstromschutzschaltung fuer Dreiphasenanlagen Expired DE479266C (de)

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