DE479028C - Mit einem durch die Blasegase beheizten Fixierer arbeitende Kohlenwassergasanlage - Google Patents
Mit einem durch die Blasegase beheizten Fixierer arbeitende KohlenwassergasanlageInfo
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- DE479028C DE479028C DEB123144D DEB0123144D DE479028C DE 479028 C DE479028 C DE 479028C DE B123144 D DEB123144 D DE B123144D DE B0123144 D DEB0123144 D DE B0123144D DE 479028 C DE479028 C DE 479028C
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Classifications
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- C10J—PRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
- C10J3/00—Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels
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Description
- Mit einem durch die Blasegase beheizten Fixierer arbeitende Kohlenwassergasanlage Die Umwandlung von Kohle in Kohlenwassergas, d. h. in ein Gemisch von Schwelgas und Wassergas durch sogenannte restlose Vergasung, erfolgt in bekannter Weise unter Zuhilfenahme des Wassergasprozesses in einem Schachtgaserzeuger, in dessen Unterteil aus der entgasten Kohle Wassergas erzeugt wird. Die Entgasung der Kohle erfolgt hierbei in einem über dem Wassergaserzeuger angeordneten Schwelschacht, und zwar durch das durchziehende heiße Wassergas. Die Anordnung des Schwelschachtes über dem Wassergaserzeuger bedingt, daß das Wassergas von unten nach oben die Brennstoffsäule durchdringt.
- Da das Heißblasen der Kokssäule im Wassergaserzeuger ebenfalls von unten nach oben, also in der gleichen Richtung, geschieht, so ist dieFolge dieser ständig einseitigen Gase- und Blaserichtung die, daß sich die Wärme an der Trennungsstelle zwischen dem Schwelschacht und Wassergaserzeuger anhäuft. Dies bringt den großen Nachteil mit sich, daß die abziehenden Blasegase des Wassergaserzeugers mit sehr hoher Temperatur in den Karburator gelangen, so daß hierin eine Temperaturregelung bis herunter zu 7oo° C nicht möglich ist. Der Karburator, der zur Fixierung der Teernebel dient, darf aber keinesfalls wesentlich über 7oo ° C heiß werden, da sonst die lichtgebenden Bestandteile des Gases zerstört werden. Es ist zwar schon vorgeschlagen worden, an der Trennungsstelle zwischen Wassergaserzeuger und Schwelschacht Wasserdampf einzuführen. Dieser drückt je doch die Wärme von dieser Stelle in den Generator hinab, und es wird mithin während einer Periode in umgekehrter Richtung reines Wassergas erzeugt. Diese Methode hat den großen Nachteil, daß während der Gasung von oben nach unten der Schwelschacht nicht beheizt wird, da kein heißes Wassergas hindurchströmt.
- Gemäß der vorliegenden Erfindung werden diese Übelstände dadurch beseitigt, daß an der Trennungsstelle zwischen Wassergaserzeuger und Schwelschacht ein Kühlgas eingeführt wird, welches die Wärmeverdichtung an dieser Stelle dadurch vermindert, daß es einen großenTeil der im Brennstoff aufgespeicherten Wärmemenge aufnimmt und höher in den Schwelschacht hineinträgt, so daß die Temperatur des Brennstoffes an der Trennungsstelle herabgesetzt wird. Da also gemäß der Erfindung das Kühlgas zusammen mit dem Wassergas durch den Schwelschacht hindurchgedrückt wird, so wird der Übelstand der Wärmeverdichtung beseitigt.
- Eine Anlage gemäß der Erfindung ist auf der Zeichnung schematisch dargestellt. Hierin bedeutet a das Schachtunterteil, welches die entgaste Kohle enthält, b das Oberteil mit der zu schwelenden Rohkohle, c eine Fixierkammer für die vom Mischgas reichlich mitgeführten Kohlenwasserstoffdämpfe, d einen Kühler, c ein Absperrorgan zwischen Erzeuger und Fixierer, f die Zuführungsleitung für Kühlgas, g ein Gebläse zur Förderung des Kühlgases in den Erzeuger, h einen Ringkanal im Gaserzeuger an der Trennungsstelle zwischen Schwelschacht und Wassergaserzeuger.
- Die Leitung i mit Absperrventil dient zur Zuführung des Heißblasewindes, die Leitung k mit Absperrventil zur Zuführung des Wasserdampfes.
- Durch die Leitung L mit Absperrorgan steht das Schwelschachtoberteil mit der Fixierkammer c in Verbindung. Durch die Leitung m mit Absperrorgan wird das fertig fixierte Kohlenmisghgas zur Verwendungsstelle oder zu weiteren Wärmeaustausch- oder Kühlapparaten geleitet.
- Die Arbeitsweise der Anlage ist folgende Beim Heißblasen der entgasten Kohle im Schacht a vermittels der Windleitung i verlassen die Heißblasegase den Erzeuger bei h, durchströmen das Absperrorgan e und gelangen zur Fixierkammer c. Von hier aus werden die Blasegase entweder durch einen Kamin ins Freie geführt oder einem Abhitzedampfkessel d zugeführt. DanachwirdinüblicherWeiseina Wassergas erzeugt, indem durch die Leitung k mit Absperrventil Dampf in den Gaserzeuger eingeführtwird. Es bildet sich Wassergas. Dieses dringt bei geschlossenem Schieber e durch die obere Kohlensäule des Schwelschachtes und gelangt von hier aus durch Ventil und Leitung .l zur Fixierkammer c und im weiteren Verlauf durch Absperrvorrichtung und Leitung m zur Verbrauchsstelle. Durch das erstbeschriebene Heißblasen und durch das die Kokssäule bei b verlassende heiße Wassergas wird die Temperatur an dieser Stelle äußerst hoch, so daß, wie schon vorgesagt, die Temperatur in der Fixierkammer c weit über 7oo° C liegt, und zwar ohne daß Zweitluft zur Verbrennung des in dem Blasegase enthaltenen Kohlenoxyds zugesetzt wird. Um eine Verminderung der Temperatur an derTrennungsstelle zu bewirken, wird jetzt beim Gasen durch Leitung f und Gebläse g Kühlgas bei h eingeführt. Dieses Kühlgas entzieht dem in der Nähe liegenden Brennstoff Wärme, wodurch die Temperatur gemildert wird. Es können daher beim näcJistmaligen Heißblasen die Blasegase nicht mit übermäßig hohen Temperaturen in die Fixierkammer c eintreten.
- Außerdem wird noch der weitere Vorteil erzielt, daß durch das Kühlgas, das einer beliebigen Quelle entnommen werden kann, die angehäufte Wärme höher in den Schwelschacht hineingetragen wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Mit einem durch die Blasegase beheizten Fixierer arbeitende Kohlenwassergasanlage mit zusammenhängender Brennstoffsäule zur restlosen Vergasung, dadurch gekennzeichnet, daß an der Übergangsstelle zwischen dem von unten mit Dampf beschickten Vergasungsraum und dem darüber befindlichen Schwelraum ein Kühlgas eingeführt wird, welches zusammen mit dem gleichzeitig erzeugten heißen Wassergas die zu schwelende Rohkohle durchstreicht.
Priority Applications (1)
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| DEB123144D DE479028C (de) | 1925-12-02 | 1925-12-02 | Mit einem durch die Blasegase beheizten Fixierer arbeitende Kohlenwassergasanlage |
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| DE479028C true DE479028C (de) | 1929-07-06 |
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1925
- 1925-12-02 DE DEB123144D patent/DE479028C/de not_active Expired
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