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Lineal Die Erfindung bezieht sich auf ein mit einem Neigungsmesser
und mit einer Winkelskala versehenes Lineal. Bei derartigen bekannten Linealen liegen
die Schnittpunkte der Winkellinien _ außerhalb der Linealflächen. Im Lineal selbst'
ist ein sich über die ganze Länge desselben erstreckender, rechteckiger Ausschnitt
vorgesehen, durch welchen die Winkellinien an vier Stellen in bezug auf einen schon
vorhandenen Winkelschenkel, an dem der andere anzutragen ist, eine Kontrolle auf
richtiges Anlegen ermöglichen. Bei diesen bekannten Linealen werden indessen die
Winkellinien etwa zwischen 165 bis =8o° von dem Ausschnitt nicht mehr getroffen.
Außerdem verschwinden die Winkellinien immer kleiner werdend, in den Ecken des Lineals,
so daß die letzten Winkel mit genügender Genauigkeit durch das Lineal überhaupt
nicht angetragen werden können. Durch den großen Ausschnitt wird das Lineal außerordentlich
geschwächt.
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Die Nachteile der bekannten Winkellineale werden erfindungsgemäß dadurch
vermieden, daß die Schnittlinien sämtlicher Winkellinien sich auf einem Punkte der
in Längsrichtung verlaufenden Symmetrieachse des Lineals kreuzen und um den Schnittpunkt
ein kreisrunder Ausschnitt angeordnet ist. Durch diesen Umstand kommen sämtliche
Winkellinien klar und deutlich in Erscheinung. In den kleinen runden Ausschnitt,
der nur eine unbeachtliche Schwächung des Lineals im Gefolge haben kann, münden
sämtliche Winkellinien radial. Sie zeichnen sich also hier in dem Ausschnitt mit
großer Deutlichkeit ab. Die Kontrolle für richtiges Anlegen des Winkels ist hier
für alle Winkellinien in gleich guter Weise gegeben. Bei der Bestimmung eines Winkels
bzw. mehrerer Winkel von einem gemeinsamen Punkte aus, ist es beim Gebrauch des
Lineals nur notwendig, dasselbe auf der Stelle zu drehen, während bei den bekannten
Einrichtungen eine Verschiebung des Lineals notwendig ist. Dadurch wird das Suchen
und Antragen wesentlich umständlicher und zeitraubender wie beim Erfindungsgegenstande.
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Mit dem Lineal ist noch ein Neigungsmesser mit frei pendelndem Zeiger
verbunden.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt.
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Abb. r zeigt eine Teilansicht des Lineals mit den Winkellinien.
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Abb. a zeigt das gesamte Lineal mit dem Neigungsmesser.
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Abb.3 zeigt einen Querschnitt durch den Neigungsmesser und das Lineal.
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Das Lineal a besteht aus Holz oder Metall und ist mit abgeschrägten
Längskanten b versehen. An einem Ende des Lineals sind in Bezug auf eine neutrale
Nullinie, Winkellinien der gebräuchlichsten Winkel eingetragen. Die Schnittstelle
der Winkellinien liegt auf der in Längsrichtung verlaufenden Mittellinie h des Lineals
und ist kreisrund ausgespart. Die Winkellinien sind mit den entsprechenden Winkelzahlen
bezeichnet.
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Um beispielsweise einen Winkel von xo ° an eine Gerade anzutragen,
ist weiter nichts erforderlich,
als das Lineal mit dem Winkelstrich
von io° an die Gerade, beispielsweise eine Wagerechte, anzulegen, dann kann ohne
weiteres der andere Winkelschenkel an der Ziehkante des Lineals gezogen werden.
Es ergibt sich eine sehr genaue Kontrolle dadurch, daß infolge der Aussparung c
der Schenkel des Winkels, an welchem der andere Schenkel angetragen werden soll,
viermal sichtbar wird und demgemäß genau verglichen werden kann, ob der Schenkel
genau mit der' Winkellinie zusammenfällt.
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In der Abb. 2 wird gezeigt, wie ein Winkel von 6o° angelegt wird.
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In das Lineal ist ein Neigungsmesser d versenkt eingelassen, wie Abb.
3 zeigt. Der Neigungsmesser d hat am Rande eine 36o°-Einteilung, die indessen jeweils
nur bis go° zwischen gegenüberliegenden Nullbezeichnungen bezeichnet ist. In dem
Neigungsmesser befindet sich ein lose aufgehängter Zeiger e, der an einem Ende mit
einem Gewicht f versehen ist, so daß er stets das Bestreben hat sich senkrecht einzustellen.
Der Neigungsmesser d ermöglicht es, an senkrechten Wänden o. dgl. Linien bestimmter
Neigung zu ziehen oder Winkelschenkel an bereits vorhandene Schenkel anzutragen.
Ist schon der Schenkel eines Winkels vorhanden, so geschieht das Antragen des zweiten
Schenkels in der oben geschilderten Weise und wie es Abb. 2 zeigt. Wenn aber ein
Schenkel g, wie in Abb. 2, nicht vorhanden ist, so kann auch unter Zuhilfenahme
des Neigungsmessers die erforderliche Neigung des Lineals genau bestimmt werden.
Es wird das Lineal dann einfach flach auf die Wand gelegt und so lange verschoben,
bis der Zeiger e des Neigungsmessers den gewünschten Winkelgrad anzeigt. Das Lineal
mit dem Neigungsmesser d vertritt auch vollständig die Stelle einer Wasserwaage
zum Messen von Neigungen. Dabei wird das Lineal mit der Längskante hochkant auf
die zu messende Fläche gelegt, und an dem Neigungsmesser kann sofort der Grad einer
etwa vorhandenen Neigung festgestellt werden.