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Strichziehpinsel Die Erfindung betrifft einen Strichziehpinsel, d.
h. einen Pinsel, mit dem gleichzeitig mehrere gleich oder verschieden breite, gleich
oder verschieden farbige Striche gezogen werden können.
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Bekannt sind Bandpinsel, die eine feste Einteilung der Borsten besitzen,
also stets nur für eine bestimmte Anordnung der Striche zu verwenden sind. Nachteilig
ist bei diesen Pinseln ferner, daß die Borsten nur sehr kurz gehalten werden können,
da sonst die Gleichmäßigkeit der Striche leiden würde. Mit solchen fest eingeteilten
Linienziehpinseln können längere Striche, z. B. bei Wandbemalung, nur sehr schwierig
hergestellt werden, da bei den kurzen Borsten ein öfteres Absetzen und Eintauchen
das Pinsels in den Farbtopf erforderlich ist. Ferner können solche Pinsel nur mit
einer Farbe arbeiten.
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Es sind auch bereits verstellbare Strichziehpinsel bekannt geworden,
mittels welcher Linien in beliebiger Anordnung gezogen werden können. Es handelt
sich aber hierbei um äußerst komplizierte Einrichtungen, bei welchen die einzelnen
Pinsel in einen -besonderen Pinselkasten eingeschoben werden und wobei die jeweils
erforderlichen Zwischenräume durch Einsetzen entsprechender Klötzchen gebildet werden.
Das Ganze wird dann durch ein mittels Schraube verstellbares Gleitstück zusammengepreßt.
Auch diese Art von Pinseln kann jeweils nur mit einer Farbe arbeiten.
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Das gleiche gilt für diejenigen Einrichtungen, bei welchen ein in
einer Kapsel angeordneter Bandpinsel durch einen Kamm eingeteilt wird und bei welchen
es möglich ist, durch Auswechselung eines Kammes mit anderer Zahnung die Strichbreite
beliebig zu ändern und auch den Zwischenraum zwischen den einzelnen Linien oder
Strichen veränderlich zu machen.
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Um das gleichzeitige Arbeiten mit mehreren Farben zu ermöglichen,
hat man bereits mehrere Pinsel für sich eingekapselt, mit besonderer,-durch eine
Blechbüchse erfolgender Farbaufnahme versehen und auf einem Rahmen gegeneinander
verschieblich angeordnet. Die Nachteile dieser Einrichtung sind hohe Herstellungskosten
und Umständlichkeit der Bedienung.
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Der Gegenstand der Erfindung benutzt ebenfalls den Pinsel umschließende
auswechselbare Kapseln, kennzeichnet sich aber den bekannten Einrichtungen gegenüber
dadurch, daß beide Breitseiten der Kapsel mit am vorderen Rand derselben beginnenden
dreieckigen Ausschnitten versehen sind, welche an der Einbandvorderseite spitz auslaufen;
und daß an den Rändern der Einschnitte d,sr einen Seite im rechten Wink-1 zu diesen
hochstehende Blechstreifen angebracht sind, zwischen welche sich das eingeschnittene
Blech der andern Seite schlüssig einlegt. Hierbei sind die Breitseiten der Kapsel
auf dem der Länge der eingefaßten Borsten entsprechenden Teil in an sich bekannter
Weise zur Farbaufnahme mit siebartigen Öffnungen versehen. Auf diese Weise wird
ein einziger Bandpinsel der Teilung der Kapsel entsprechend in vom Einband aus scharf
voneinander geschiedene Teile getrennt, derart, daß die Farbaufnahme
in
den einzelnen so gebildeten. Teilpinseln getrennt wird und eine Vermischung der
Farben nicht eintreten kann. Dadurch wird erreicht, daß der Pinsel gleichzeitig
mit verschiedenen Farben arbeiten kann.
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Da zu jedem Pinsel eine beliebige Anzahl verschieden eingeteilter
Kapseln vorgesehen ist, ermöglicht es die Erfindung, in äußerst einfacher Weise
mit ein und demselben Pinsel mehrere Striche oder Bänder in beliebiger Breitenanordnung
und Farbenzusammenstellung zu ziehen.
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Um eine bequeme und sichere Linealanlegung zu gewährleisten, sind
die Kanten der Kapseln rechtwinklig ausgebildet.
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In der Zeichnung ist die Erfindung dargestellt. Abb. i ist eine Ansicht
des Bandpinsels ohne Kapsel.
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Abb. a zeigt die Kapsel aufgeklappt in. Ansicht von innen, Abb.3 die
Kapsel zusammengeklappt im Seitenriß und Abb. q. einen eingekapselten Pinsel in
Ansicht. Abb.5 ist ein Farbbehälter im Grundriß. Zur Verwendung gelangt ein Bandpinsel
a, dessen Borsten b durch den Einband e, dessen Kanten d rechtwinklig sind, zusammengehalten
werden (Abb. i). Die Kapsel wird im wesentlichen aus einem Blechstreifen hergestellt
und besitzt in der Mitte ein rechteckiges Loch e zur Aufnahme des Pinselstieles
f . Die beiden Seitenteile g und h erhalten dreieckförmige Ausschnitte i, die am
Rande beginnen und nach innen in einer der Einbandvorderkante k (Abb, i) entsprechenden
Höhe spitz auslaufen. An die Ränder der Einschnitte der einen Seite g sind im rechten
Winkel zu diesen Blechstreifen l angelötet, deren Höhe etwa der Pinseldicke entspricht.
m und ml sind ebenfalls hochstehende Blechstreifen, welche die seitliche Begrenzung
der Kapsel bilden. Beide Breitseiten der Kapsel sind mit siebartigen Öffnungen q
versehen, welche die Aufnahme der Farbe erleichtern.
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Bei Gebrauch wird der Pinsel durch das Loch e der Kapsel hindurchgesteckt,
dann der eine Teil 7a so weit gebogen, bis die Pinselborsten sich zwischen die hochstehenden
Bleche 1
sowie m und ml einlegen. Auf diese Weise werden die Borsten des Pinsels
in drei Teilpinsel o1, o2 und o3 gegliedert, welche scharf voneinander getrennt
werden. Um die Kapsel in dieser gebogenen Stellung festzuhalten, sind Klammern P
vorgesehen, die seitlich aufgeschoben werden und mit ihren - der besseren Federung
halber - aufgebogenen Enden PI in den Rasten Y der Kapsel Halt finden.
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Zu jedem Pinsel sind eine größere Anzahl Kapseln mit verschiedener
Einteilung vorgesehen, die nach Bedarf benutzt werden. Durch Aufsetzen einer ungeteilten
Kapsel stcllt man einen sauber arbeitenden, breiten Bandpinsel her.
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Zwecks Aufnahme von Farbe wird ein rechteckiger Behälter s benutzt,
in welche der Pinseleinteilung entsprechend ebenfalls rechteckige Einsatzfarbkästen
e, t2, t3 eingesetzt werden und die mit gleichen oder verschiedenen Farben. gefüllt
werden. Die Handhabung geschieht in der Weise, daß der Pinsel mit seinen Teilen
o1, 02 und o3 in die entsprechenden Kästen t', t2 und 13 eingebracht wird, wobei
die Pinselteile vermittels der Schlitze i an den Seitenwänden u der Kästen
t Führung finden. Die Klammer v sichert die Kästen in ihrer Lage gegen ein
etwaiges Herausheben durch den Pinsel.