DE47799C - Wirkmaschine für Links- und Links-Waare - Google Patents
Wirkmaschine für Links- und Links-WaareInfo
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- DE47799C DE47799C DENDAT47799D DE47799DA DE47799C DE 47799 C DE47799 C DE 47799C DE NDAT47799 D DENDAT47799 D DE NDAT47799D DE 47799D A DE47799D A DE 47799DA DE 47799 C DE47799 C DE 47799C
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- DE
- Germany
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- needles
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- needle
- stitches
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- Expired - Lifetime
Links
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B9/00—Circular knitting machines with independently-movable needles
- D04B9/10—Circular knitting machines with independently-movable needles with two needle cylinders for purl work or for Links-Links loop formation
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Knitting Machines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Links- und Links-Waare besteht aus je
einer rechts und einer links abgeschlagenen Maschenreihe, welche regelmäfsig mit einander
abwechseln. Die Fig. 1 und 5 zeigen in den Maschen 1 die rechts und bei 2 die links abgeschlagenen
Maschen. Zur Herstellung dieser Waare sind zwei Reihen von Nadeln erforderlich",
die mit den Haken gegen einander gerichtet liegen, und es mufs abwechselnd eine
Maschenreihe auf der einen und die nächste auf der gegenüberliegenden Nadelreihe hergestellt
werden; dazu aber gehört ferner, dafs man die Waare abwechselnd von einer .Nadelreihe
auf die andere überträgt. ;
Um sowohl die Maschenbildung als auch die eben erwähnte Uebertragung von der Wirkmaschine
selbstthätig ausführen zu lassen, sind deren Nadeln,, wie Fig. 1, 4 bis 13 und 14
zeigen, aus je zwei Theilen η und W1 bezw.
m und m~y hergestellt, von denen die eigentliche
Nadel η (m) den steifen Haken 3 (3 J enthält
und gegen ihre Tragschiene (α7 aw, Fig. 2)
einzeln beweglich ist, sich also in einer Nuth derselben verschiebt. Auf dem Schaft dieser
Nadel, welcher die Rinne 4, 4, Fig. 1, enthält, verschiebt sich wiederum selbstthätig der Schieber
oder Decker H1 (1Tn1), welcher vorn in eine
Spitze ausläuft und hinten unter einer Decke 5 der Nadel n, übrigens aber mit dieser in einer
gemeinsamen Führungsnuth der Tragschiene αΊ a10 liegt und sich bewegt.
Diese Nadeln . und Decker liegen in einem Rundstuhl auf zwei concentrischen Ringen αΊ a10,
Fig. 2, von denen a10 der gewöhnlichen Nadelscheibe
entspricht, welche um die Achse α sich dreht und die Abschlagplatinen ρ trägt., wäh-
rend a7 auf Rollen 6 liegt, von Rollen 7 centrirt
und durch Räder as O1 gleichmäfsig mit
O10 von der Triebwelle b urngedreht wird. Man
kann diesen äufseren Ring (a7 mit Zubehör)
die Links- und Links-Maschine zu dem gewöhnlichen glatten Rundstuhl (a10 bis a) nennen:
Diese Maschine (a1 mit Zubehör) wird getragen
durch a4 a3 von der fest an der Achse α sitzenden
Scheibe CL1 .
Auch die Maschinennadelreihe hat Abschlagplatinen q. Ueber den beweglichen Nadelkränzen
η m, Fig. 2, liegen die von C2 und O1 a2
festgehaltenen Ringe c C1, in deren Nuthen (Fig. 3) sowohl die Nadeln η und m als auch
ihre Decker M1 M1 sich führen, so dafs sie bei
ihrer Umdrehung sich in ihrer Längsrichtung verschieben.
Die Fig. 4 bis 13 zeigen die Theile in ihren einzelnen Stellungen während der Bildung
zweier Reihen.
In Fig. 4 halten die äufseren oder Maschinennadeln η die Waare w eingeschlossen, d. Ji.
sie sind mit ihren .Deckern M1 nach rechts Mm
in die Maschen hineingeschoben und die Waare ist durch Streicheisen χ (Fig. 4 und 3 rechtsseitig)
zurückgehalten oder geschoben worden. Ein Fadenführer f legt den Faden in die
Haken 3. Nun geht jede Nadel η einzeln nach links .zurück, ihr Decker K1 bleibt liegen
(Fig. 5). und überdeckt schliefslich den Nadelhaken 3, und die Platinen q schieben, von
Dreiecken e, an denen sie vorbeigehen, getrieben, die Waare w von den Nadeln η Tt1 ab,
bilden also eine Maschenreihe, indem sie die Waare nach rechts hin abschlagen.
beginnt das .Uebertragen der Waare aut
^e Stuhlnadeln m Wi1, welche bisher ruhig,
■"alb nach aufsen geschoben, in a10 gelegen
aben; es gehen deshalb von Fig. 5 ab die Nadeln η nach rechts, dann wird die Waare n>
durch Streich eisen X1,. Fig. 6 und 3, zurückgedrängt und die Decker K1 kommen vorwärts,
drängen sich also mit ihren Spitzen in die Maschen der Waare. Beide Nadeln η und m
gehen gemeinsam nach links (Fig. 6 bis 7), die Decker H1 bleiben liegen und die Platinen q
schieben die Waare von W1 nach rechts ab,
so dafs die Maschen über die Haken 3 und 3j hinweggetragen werden und in die Haken ^i
hineinfallen, worauf die Waare an der Stuhlnadelreihe m hängt (Fig. 8). Dort wird sie
durch Streicheisen X2, Fig. 9 und 3, zurückgedrängt,
während die Nadeln m und Decker JOt1
nach links vorgehen, so dafs w auf den Deckern hängt. Hat der neue Fadenführer J1 den Faden
in Haken 3j gelegt, so gehen diese Haken 31
zurück bis unter die Spitze des Deckers Tn1 und die Platinen ρ schlagen die alten Maschen
von m nach links hin ab (Fig. 1 o); es entsteht
also die neue Maschenreihe durch Abschlagen nach links.
Hierauf folgt das Uebertragen von m zurück auf n. Die Nadeln m gehen nach links, das
Streicheisen X3 drängt die Waare zurück auf die Decker Yn1 (Fig. 10 und 11). Beide Nadeln m
und η gehen nach rechts bis unter die liegenbleibenden Decker Tn1 , und die Platinen ρ
schieben die Waare n> nach links (Fig. 12), so
dafs die Maschen über ^1 und 3 hinweggeschoben
werden und endlich in die Haken 3 hineinfallen. Die Waare hängt nun wieder an den Maschinennadeln η und die Arbeit wiederholt
sich wie in Fig. 5.
Die Systeme der Maschenbildung oder Schlösser in den Ringen c C1 können, wie Fig. 3 zeigt,
unmittelbar auf einander folgen. Sollen mehrere Reihen, nach derselben Seite hin abgeschlagen,
auf einander folgen, so liegen mehrere Systeme c oder C1 unmittelbar hinter einander; es entsteht
dann nicht 1 und 1-, sondern 2 und 2-, oder ι und 2- u. s. f. Links- und Links-Waare. Die
Nasen e e1 u. s. w. und Streicheisen χ X1 u. s. w.
sind an den festliegenden Ringen C1 c befestigt (Fig. 2) und reichen da, wo die Nadeln zurückgezogen
liegen, abwärts. Bei flachen Wirkmaschinen liegen die Nadeln η Ti1 τη Tn1 in zwei
geradlinigen Reihen parallel neben einander (Fig. 14, 15 und 16) und die Schlofsdreiecke
μ M1 H1 werden geradlinig über ihnen hin- und
hergeschoben.
Damit das Uebertragen beim Schub rückwärts an rechter Stelle, d. h. nach der Maschenbildung
erfolgt, so sind die Dreiecke H1, Fig. 16,
verstellbar (wie punktirt) und die Hebel ν stofsen am Ende eines jeden Hubes an den Riegel der
Maschine, wodurch sie t und ^1 verschieben.
Es fehlen hierbei die Abschlagplatinen, die Nadeln ziehen also ihre Haken bis hinter die
Abschlagkante o, welche an den geeigneten Stellen bis herab auf die Decker reicht. Die
Nadelform ist dieselbe wie in runden Stühlen, nur ist, wie Fig. 14 zeigt, der Haken nicht
tiefer zu legen wie die Unterkante des Nadelschaftes, damit die Nadeln in die Führungen
der Platten oder Nadelbetten an a10 hineingezogen
werden können, und die Dreiecke u U1, (
Fig. 16, welche dieses Einziehen beim Abschlagen der Maschen bewirken, sind verstellbar
für das Arbeiten fester oder lockerer Waare.
Es können übrigens auch die Rundstühle ohne Abschlagplatinen und die flachen Stühle
mit Abschlagplatinen eingerichtet, also die eben erklärten zwei Anordnungen mit einander vertauscht
werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Wirkmaschine, welche Links- und Liriks-Waare in der Weise herstellt, dafs sie unter Anwendung zweier symmetrisch gegen einander liegenden Reihen einzeln, beweglicher Nadeln die Waare selbstthätig abwechselnd von einer Reihe auf die andere überträgt und neue Maschenreihen abwechselnd auf einer und der anderen Nadelreihe bildet, zu welchem Zwecke die Maschine aufser den eigentlichen Nadeln (n m) mit steifen Haken noch für jede derselben einen spitzen Schieber oder Decker (Ti1 Tn1) enthält, der in einer Rinne (4) und unter einer Decke (5) der Nadel so verschoben wird, dafs er die Masche erfafst und über den Nadelhaken hinwegführt, entweder zum »Abschlagen« bei Bildung neuer Maschen oder zum »Uebertragen« auf die Nadel der Gegenreihe.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE47799C true DE47799C (de) |
Family
ID=322815
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT47799D Expired - Lifetime DE47799C (de) | Wirkmaschine für Links- und Links-Waare |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE47799C (de) |
-
0
- DE DENDAT47799D patent/DE47799C/de not_active Expired - Lifetime
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