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Fördereinrichtung zur Verbindung; Von Teilherstellungsmaschinen elektrischer
Glühlampen Das Aufbringen des tlb.erzugstoffies (Getters) auf die Leuchtkörper elektrischer
Glühlampen erfolgt bisher an besonderer Arbeitsstätte entweder durch Eintauchen
der bespannten Traggestelle in eine Aufschlämmung des überzugstoffes oder Bespritzen
der letzteren mit überzugstoff, sofern nicht der Leuchtkörper vor dem Befestigen
am Traggestell mit dem überzugstoff durch Eintauchen oder Bespritzen versehen wurde.
Auch in letzterem Falle muß dabei naturgemäß eine besonders zu bedienende Hilfseinrichtung
vorgesehen werden.
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Die Erfindung .bezweckt, das Aufbringen dieses überzugstoffes in den
fortlaufenden Herstellungsprozeß so einzureihen, daß besondere Bedienungspersonen
für diese Arbeitsmaßnahme in Fortfall kommen. Zu diesem Zwecke wird in bekannter
Weise von einer Fördereinrichtung zur Verbindung von Teilherstellungsmaschinen elektrischer
Glühlampen Gebrauch gemacht, und zwar wird in neuartiger Weise mit der zwischen
einer Haltereinsetzmaschine und einer Traggestelleinschmelzmaschine umlaufenden
Fördereinrichtung für die Traggestelle eine Vorrichtung zum Aufbringen des überzugstöffes
(Getters) auf die Leuchtkörper zum Eingriff gebracht. Dies kann durch zwangläufig
bewirktes Eintauchen der von der Fördereinrichtung bewegten Traggestellte meine
Aufschlämmung des überzugstoffes oder auch durch Hindurchführen der Traggestelle
durch den Spritzbereich einer fortlaufend überzugstoff verspritzenden Düse erfolgen.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Fördereinrichtung
in Abb. r im Grundriß dargestellt.
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Abb. a zeigt einen Teil der Fördereinrichtung in schaubildlicher Darstellung
und Abb. 3 ein bespanntes Leuchtkörpertraggestell in drei verschiedenen Stellungen.
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Die dargestellte Fördereinrichtung ist in bekannter Weise zwischen
einer Haltereinsetzmaschine A und einer Trag gestelleinschmelzmaschine E angeordnet.
Sie besteht in ebenfalls bekannter Weise .aus zwei wagerecht umlaufenden Förderketten
¢ und 7, von. .denen die untere in eine Tischplatte 3 und die obere in einen Tischaufsatz
r i versenkt eingebettet ist. Die Tischplatte 3 ist in einige Arbeitsplätze für
Bespannerinn#en eingeteilt, die die an der Haltereinsetzmaschine A auf die untere
Förderkette q. aufgesetzten Traggestelle nach bewirktem Bespannen mit einem Leuchtkörper
auf die obere Förderkette 7 aufsetzen, die die bespannten Traggestelle der Einschmelzmaschine
E zuführt. Am hinteren rechten Ende der Förderketten, und zwar zwischen dem Arbeitsplatz
D der letzten Bespannerin
und der Einschmelzmaschine
E, ist erfindungsgemäß eine =mit den Förderketten 4, 7 in Eingriff stehende
Vorrichtung zum Aufbringen von überzugstoff (Getter) auf die bespannten Leuchtkörpertraggestelle
vorgesehen. Diese Vorrichtung besteht im dargestellten Beispiel aus einem Trog 13,
der mit einer geeigneten Aufschlämmung, etwa Phosphoraufschlämmung, angefüllt ist,
sowie aus drei Paar Trokkenluftdüsen 14, die an seinem gabelartigen Rohrträger 15
angebracht sind. Die Aufschlämmung wird während des Betriebs der Fördereinrichtung
durch eine in den Trog 13 einmündende Druckluftleitung 16 in ständiger Wallung
erhalten, damit kein Absetzen der Aufschlämmung eintreten. kaum.
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Die Gelenkbolzen beider Förderketten 4 und 7 sind als Halterorgane
für die Traggestelle ausgenutzt. Während jedoch die urbespannten Traggestelle an
den Gelenkbolzen der unteren Förderkette 4 unmittelbar durch Einsetzen in entsprechende
Bolzenbohrungen befestigt sind, erfolgt die Befestigung der bespannten Traggestelle
an der oberem. Förderkette 7 unter Vermittlung von an den Gelenkbolzen 5 dieser
Kette angebrachten Scharnieren. Jedes Scharnier besteht aus einem am Gelenkbolzen
starr befestigten wagerechten Hebelarm 17 und einem für gewöhnlich auf diesen herabgeklappten
zweiarmigen Hebel 18.
An dem längeren Schenkel des Hebels 18 ist eine Hülse
z9 zum Einschieben des bespannten Traggestells 8 und am kürzeren Schenkel eine Anschlagrolle
2o befestigt, die für gewöhnlich senkrecht oberhalb der S:charnierachse 2 i steht.
Durch eine am Hebel 18 noch angebrachte Blattfeder 22 wird das Traggestell
8 sicher in der Hülse 19 festgehalten, so daß es auch bei Umklappung des
Scharnierteils 18 nicht aus der Hülse r9 herausgleiten kann. Im Bereiche der Getteraufbringvorrichtung
13, 14 ist parallel zu den Förderketten 4,7 eine zur Steuerung des Arbeitsganges
dienende Kurvenschiene 23 angebracht (Abt. i), über die bei Bewegung der Förderketten
die Rollen 2o der von der oberen Kette getragenen Scharniere hinweglaufen.
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Der Arbeitsgang ist der folgende: Am linken Ende der Fördereinrichtung
werden durch die Bedienungsperson an der Haltereinsetzmaschine A die unhespannten
Traggestelle in die Gelenkbolzen der unterem. Kette 4 reingesetzt und durch die
Bewegung der Kette an den verschiedenen für das Bespannen vorgesehenen Arbeitsstätten
vorbeigeführt. Die Bespannerinnen nehmen die urbespannten Traggestelle von der unteren
Kette 4 ab und setzen sie nach dem Befestigen des üblichen, also keinen überzugstoff
aufweisenden Leuchtkörpers in die Hülsen 19 der oberem. Förderkette 7. Hinter
dem für die Bespannerinnen. vorgesehenen letzten Arbeitsplatz D läuft die Rolle
2o jedies Scharniers in einen Schlitz 24 der Schiene 23 !ein, der in Richtung auf
die Einschmelzmaschine E so gebogen ist, daß der Scharnierteil 18
samt aufgestecktem Traggestell 8 um mehr als 9o° nach außen gekippt wird. Durch
Auflaufen der Rolle 2o auf die gerade Vorderkante z5 der Schiene 23 wird die weitere
Abwärtskippung des Traggestells auf einer dann folgenden kurzen Weglänge verhindert.
Sobald das herumgekippte Traggestell 8- jedoch in den Bereich :des die Getteraufschlämmung
enthaltenden Troges 13 gelangt, wird es zufolge des Einlaufens der Rolle
2o in eine Einbuchtung 26 vollständig umgekippt bzw. abwärts geklappt, so daß das
bespannte Traggestell 8, wie in Abb. 2 und 3 dargestellt, in die Getteraufschlämmung
des Troges-i3 eintaucht. Bei der weiteren Vorbewegung der Kette 7 wird durch erneutes
Auflaufen der Rolle 2o auf einen geraden Kantenteil 27 der Schiene 23 das Traggestell
aus dem Trog 13 herausgehoben und in schräg abwärts gerichteter Stellung gehalten.
In dieser Lage wandert das Traggestell dann durch die drei Düsenpaare 14 hindurch,
die dazu dienen, vom Leuchtkörper und den benachbarten Traggestellteilen überflüssigen
überzugstoff abzublasen und letzteren auch gleichzeitig zu trocknen. Durch einen
sich an den geraden Kantenteil -27 anschließenden gebogenen Kantenteil 28
wird endlich das nüedergekdappte Traggestell wieder in die Anfangslage zurückgeklappt
und dann in dieser ;Stellung der Einschmelzmaschine E zugeführt.
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Der gegenseitige Eingriff zwischen der Fördereinrichtung und der Vorrichtung
zum Aufbringen von überzugstoff kann. statt durch Eintauchen der Traggestelle in
eine Aufschlämmung des LUberzugstoffes auch mittels einer fortlaufend überzugstoff
ausspritzenden Düse erfolgen, die derart in Nähe der Fördereinrichtung aufgestellt
und ausgerichtet ist, daß die von der Fördereinrichtung bewegten Traggestelle durch
den Spritzbereich der Düse hindurchwandern müssen. Hinter der Fördereinrichtung
wird hierbei zweckmäßig eine Auffangwand für den nicht zur Verwendung kommenden,
überflüssig verspritzten überzugstoff vorgesehen. Von einer Klappbarkeit der Traggestelle
kann in diesem Falle natürlich abgesehen werden.
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Die Umklappung der Traggestelle kann auch in mannigfach anderer Weise
erfolgen. Beispielsweise könnten die Traggestelle im Bereiche des Troges 13 und
der Düsen 14 auch durch Hebeleinwirkung oder Stößer umgeklappt werden, wobei das
Maß der Umklappung durch entsprechende Anschläge begrenzt sein könnte. Auch könnte
an Stelle der Steuerungsschiene 23 ein Rohr mit längs durchlaufendem
Kurvenschlitz
treten. Die Festlegung der Traggestelle an den Scharnieren könnte ebenfalls in anderer
Weise erfolgen. Beispielsweise könnten die klappbaren. Scharnierteile an Stelle
der Hülsen i g dünne Stifte aufweisen, auf welche die Traggestelle bzw. die Pumpröhrchen
derselben ,aufgeschoben werden.