DE475992C - Verfahren zur Herstellung und zum Zerlegen von aus mehreren Rohrlagen bestehenden Voll- oder Hohlkoerpern fuer hohen Aussen- oder Innendruck - Google Patents

Verfahren zur Herstellung und zum Zerlegen von aus mehreren Rohrlagen bestehenden Voll- oder Hohlkoerpern fuer hohen Aussen- oder Innendruck

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DE475992C
DE475992C DER71164D DER0071164D DE475992C DE 475992 C DE475992 C DE 475992C DE R71164 D DER71164 D DE R71164D DE R0071164 D DER0071164 D DE R0071164D DE 475992 C DE475992 C DE 475992C
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Expired
Application number
DER71164D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Walter Reinecken
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Rheinische Metallwaaren and Maschinenfabrik AG
Original Assignee
Rheinische Metallwaaren and Maschinenfabrik AG
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A21/00Barrels; Gun tubes; Muzzle attachments; Barrel mounting means
    • F41A21/02Composite barrels, i.e. barrels having multiple layers, e.g. of different materials

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Other Surface Treatments For Metallic Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung und zum Zerlegen vön aus mehreren Rohrlagen bestehenden Voll- oder Hohlkörpern für hohen Außen- oder Innendruck Meist tritt an Maschinenteilen eine Abnutzung und ein Unbrauchbarwerden nur in einer im Verhältnis zum Gesamtstück dünnen Zone ein. Man ist deswegen gezwungen, Maschinenteile, die aus einem Stück hergestellt sind, nach einer bestimmten Abnutzung einzelner Stellen entweder als Ganzes auszuscheiden oder sie-durch Anbringen neuer Einsatzstücke an den schadhaft gewordenen Stellen in zeitraubender und kostspieliger Arbeit wieder auszubessern. Solches ist bei Hohlzylindern für hohen Innendruck, z. B. bei Geschützrohren, Hochdruckzylindern, wie auch sonstigen, irgendwelchen Beanspruchungen auf Druck, Verschleiß und Korrosion besonders stark unterliegenden Teilen der Fall.
  • Deshalb werden z. B. Geschützrohre aus mehreren ineinandergeschachtelten Rohrlagen, z. B. einem Mantelrohr und darin lösbar eingebrachtem Futterrohr, hergestellt, das bei Abnutzung ausgewechselt wird. Hierbei ist entweder ein zylindrisches Futterrohr mit einem geringen freien Spielraum ringsum oder ein leicht konisches Futterrohr passend in ein dazugehöriges Mantelrohr eingesetzt. Jedoch hat sich das Futterrohr schon nach. wenigen Schüssen im Mantel derart festgeschossen, daß es nur durch Ausbohren aus dem Mantel wieder herausgebracht werden kann. Geschützrohre mit einer hochgespannten Flüssigkeits- oder Gasschicht zwischen den einzelnen Rohrlagen sind sehr empfindlich und .erfordern, wenn die Rohrlagen leicht lösbar voneinander sein sollen, verwickelte Dichtungsvorrichtungen zwischen diesen.
  • Die Erfindung erzielt auf eigenartigem Wege eine leichte und schnelle Auswechselbarkeit schadhaft gewordener Teile von aus mehreren Rohrlagen bestehenden Voll- oder Hohlkörpern. für hohen Außen- oder Innenaruck, indem die Körper einmal. nach einem besonderen Verfahren hergestellt, zum andern bei Erfordernis in eigenartiger Weise wieder zerlegt werden. Danach werden zunächst beim Zusammenbau die einzelnen Rohrlagen mit freiem Spielraum ringsum aufeinander aufgebracht" und der Zwischenraum zwischen ihnen wird durch Einbringen einer kraftübertragenden Zwischenschicht aus festem Stoff ausgefüllt. Zum nachherigen Trennen der einzelnen Rohrlagen voneinander zwecks Auswechselns einer schadhaft gewordenen wird diese Füllschicht durch geeignete Mittel ganz oder teilweise in den zäh- oder dünnflüssigen Zustand übergeführt, dadurch leicht entfernbar gemacht, so daB die einzelnen Rohrlagen voneinander abgezogen werden können.
  • Damit ist auch einer Überbeanspruchung des den hohen Betriebsdrücken zumeist ausgesetzten Rohrteils, z. B. des Futterrohrs von Geschützrohren, gesteuert, indem. nunmehr sofort beim Einsetzen :einer Beanspruchung die Kräfte von der zunächst belasteten Schicht (Innenschicht) durch die Füllschicht auf die nächste Rohrlage übertragen und von dieser mit aufgenommen werden, ohne daß, wie bisher, bei den mit geringem freien Spielraum ineinanderliegenden Rohrlagen die äußere Schicht erst verhältnismäßig spät mit zur wirksamen Kräfteaufnahme herangezogen wir4, nachdem die innere durch überbeanspruchung schon eine bleibende Formänderung erfahren hatte.
  • Die Zeichnung veranschaulicht beispielsweise ein mit dem Verfahren nach der Erfindung hergestelltes Geschützrohr im Längsschnitt.
  • Das Geschützrohr besteht aus einem Mantelrohr a, in das mit freiem Spielraum ringsum ein das Patronenlager und die Rohrzüge enthaltendes Futterrohr b eingelegt ist. Mantelrohra und Futterrohrb sind in bekannter Weise durch einen Bund bi am Hintereride des Futterrohrs b, einen Stift c und das auf das Mantelrohr a aufgeschraubte Bodenstück d gegen Verdrehung und Längsverschiebung gegeneinander gesichert. Der Zwischenraum zwischen den beiden Rohrlagen a und b ist durch eine Füllschicht.e -aus festem Stoff ausgefüllt. Am vorteilhaftesten für die Füllschichte erweist sich ein Material, das die nachstehend aufgeführte.. Eigenschaften hat: i. gute Wärmeleitfähigkeit ' zur Ableitung der beim Schuß entstehenden .Wärme vom Futterrohr auf das Mantelrohr; 2. geringe Zusammendrückbarkeit, damit eine hinreichende Kräfteübertragung gesichert ist; 3. .es muß sich in den Spalt zwischen Mantelrohr und Futterrohr einbringen und auch wieder entfernen lassen, ohne die Eigenschaften der Rohrlagen zu verändern; 4. muß eine gute Raumausfüllung gewährleistet sein.
  • Zu Punkt i (gute Wärmeleitfähigkeit) sind Metalle am geeignetsten, wobei zur gleichzeitigen Erfüllung von Punkt 2 -(geringe Zusammendrückbarkeit) z. B. schon Blei, wie Versuche ergeben haben, in dünnen Lagen hinreichend ist. Zu Punkt 3 eignet sich ein Metall oder eine Legierung mit seinem Schmelzpunkt unterhalb 5oo°, der jedoch vorteilhaft auch nicht unter der beim, Schießen in ihr auftretenden M,axinialteMeratur von :etwa 200 bis 25o° liegen darf, um ein Schmelzen der Füllschicht,- beim Schießen zu vermeiden. In diesem Falle braucht der die Füllschicht zwischen den Rohrlagen aufnehmende Zwischenraum nach außen nicht hermetisch abgeschlossen zu sein. Zu Punkt 4 (gute Raumausfüllung) wird zweckmäßig eine Legierung verwendet, die Wismut als Bestandteil enthält, .da dieses Metall bekanntlich einen sehr geringen Ausdehnungskoeffizienten besitzt und bei der Erstarrung sich sogar ausdehnt.
  • Je nach der Art und der Bestimmung des in Frage stehenden Maschinenteils und der Beschaffenheit seiner einzelnsn Rohrlagen wird für die Füllschicht zwischen diesen ein Material zu nehmen sein, das in Hinblick auf die nachherigen Betriebsverhältnisse die eine oder die andere der unter den obigen Punkten i bis 4 aufgeführten Eigenschaften in besonderem Maße besitzt.
  • Das Einbringen der Füllschicht zwischen die Rohrlagein kann z. B. bei denn in der Zeichnung dargestellten Geschützrohr in verschiedener Weise erfolgen. Entweder gießt man den Spalt-zwischen. deal beiden übereinandergesteckten Rohren a und b mit dem geschmolzenen Füllmaterial aus, und das Ganze wird der Abkühlung bis zum Erstarren der Füilsehicht überlassen, oder das, Füllmaterial ist schon vor dem Zusammenstecken der Rohrlagen auf eine von diesen aufgebracht und wird nach dem Aufbringen der Rohre aufeinander durch Erwärmen des ganzen Geschützrohrs zur guten und allseitigen Raumausfüllung zum Schmelzen gebracht, worauf gegebenenfalls nach Nachfüllen weiteren Zwischenmaterials di_e Füllschicht zum Erstarren gebracht wird.
  • Zum nachherigen Trennen der Rohrlagen a und b voneinander zwecks Auswechselas :des abgenutzten Futterrohrs b wird durch Erwärmen. des Rohrs mittels irgendeiner Heizquelle die Füllschicht e ganz :oder teilweise zum Schmelzen gebracht. Das Futterrohr b kann dann nach Abnehmen. des Bodenstücks d leicht aus dem Manteli ohr a herausgezogen werden. Das Einsetzen eines neuen Futterrohrs .erfolgt weiterhin in der vorbeschriehenen Weise.
  • Die Füllschichte kann auch aus :eirein in Wasser, Alkohol oder anderer Flüssigkeit löslichen. Stoff, z. B. einem :Salz, bestehen, das in gelöstem Zustand in den freien Spielrauen zwischen, den Rohrlagen eingebracht und hernach durch Verdampfen der Flüssigkeit zuni Erstarren gebracht wird. Ganzes oder teilweises Lösen der Füllschicht durch nachheriges Zubringen von Flüssigkeit macht die einzelnen Rohrlagen wieder leicht lösbar vonein# anaer.
  • Zweckmäßig wird den den Ringraum für die Füllschicht begremenden Mantelflächen der einzelnen Rohrlagen zur besseren Haftung der Füllschicht und Verbindung der Rohrlagen durch diese eine rauhe Oberfläche gegeben, die entweder durch Befassung der Flächen im rohbearbeiteten Zustande oder durch besondere Vorbearbeitung erzielt werden kann.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Zerlegen von aus mehreren Rohrlagen bestehenden Voll-oder Hohlkörpern für hohen Außen- oder Innendruck, insbesondere von Hochdruckzylindern und Geschützrohren, mit einer oruckübertragenden Füllschicht aus festem Stoff zwischen den ineinandergeschachtelten Rohrlagen, dadurch gekennzeichnet, daß diese Füllschicht zum Trennen der Rohrlagen voneinander teilweise oder vollständig in den zähflüssigen oder dünnflüssigen Zustand gebracht wird.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von Voll-oder Hohlkörpern aus mehreren Rohrlagen, die nach Anspruch i zerlegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllschicht in flüssigem oder gelöstem Zustand in den oder die freien Räume zwischen den ineinandergeschachtelten Rohrlagen - eingebracht und danach zum Erstarren gebracht wixd.
  3. 3. Mit den Verfahren nach Anspruch i und 2 zerlegbarer Voll- oder Hohlkörper, gekennzeichnet durch eine Füllschicht zwischen , den einzelnen Rohrlagen aus in Wasser, Alkohol oder anderer Flüssigkeit löslichem Stoff. q.. Mit den. Verfahren nach Anspruch i bis 3 herstellbarer und zerlegbarer Voll-oder Hohlkörper, gek ennzeiclniet durch eine Füllschicht zwischen den einzelnen Rohrlagen aus einem Stoff, z. B. Metall, dessen übergang in den zum leichten Einbringen zwischen die Rohrlagen oder Entfernen aus diesen erforderlichen Zustand durch Erwärmung auf Temperaturen vor sich geht, die die Güteeigenschaften, auch solche durch Kalt- oder Warmbearbeitung oder Vergüten verbesserte, des Baustoffs der Rohrlagen nicht beeinträchtigt. 5. Mit dem Verfahren nach Anspruch 2 hergestellter Voll- oder Hohlkörper, gekennzeichnet durch eine Füllschicht zwischen den einzelnen Rohrlagen aus einem Metall oder einer Legierung von geringer Zusanunendrückbarkeit itn festen Zustand und kleinem Schwindungskoeffizienten beim Erstarren. 6. Mit dem Verfahren nach Anspruch 2 hergestellter Voll- oder Hohlkörper, gekennzeichnet durch eine Füllschicht zwischen den einzelnen Rohrlagen aus einem Metalloder einer Legierung, z. B. Wismut, das sich beim Erstarren ausdehnt und so auf die einzelnen Rohrlagen einen Druck ausübt und darin Werkstoffspannungen erzeugt.
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