DE475887C - Unterlagen fuer typographische Druckformen und Lichtdruckschichten - Google Patents

Unterlagen fuer typographische Druckformen und Lichtdruckschichten

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DE475887C
DE475887C DEB133282D DEB0133282D DE475887C DE 475887 C DE475887 C DE 475887C DE B133282 D DEB133282 D DE B133282D DE B0133282 D DEB0133282 D DE B0133282D DE 475887 C DE475887 C DE 475887C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41NPRINTING PLATES OR FOILS; MATERIALS FOR SURFACES USED IN PRINTING MACHINES FOR PRINTING, INKING, DAMPING, OR THE LIKE; PREPARING SUCH SURFACES FOR USE AND CONSERVING THEM
    • B41N6/00Mounting boards; Sleeves Make-ready devices, e.g. underlays, overlays; Attaching by chemical means, e.g. vulcanising

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  • Finishing Walls (AREA)

Description

  • Unterlagen für typographische Druckformen und Lichtdruckschichten Typographische Druckformen müssen, mit Ausnahme von dick mit Stereotypmetall hintergossenen Galvanos oder ähnlichen massiven Metallplatten, für den Druck in der Buchdruckpresse in kostspieliger Weise erst auf Typenhöhe gebracht werden, zu welchem Zwack gewöhnlich Holz verwendet wird, aber auch faserstoffartige Körper pflanzlicher Natur in Verbindung m# Zement sowie Mischungen von Gips- und Zementpulver mit Harzmassen oder Gips in Verbindung mit Metall und Leim sind schon benutzt worden.
  • Es besitzen diese Stoffe aber insofern nicht die gewünschten Eigenschaften, als z. B. Holz oder faserstoffartige Körper pflanzlicher Natur bei Feuchtigkeits- oder Temperaturschwan. ku:ngen das Bestreben der Ausdehnung oder Zusammenziehung zeigen und .dadurch leicht eine - Krümmung der auf ihnen befindlichen Druckform herbeiführen. Gips- oder Harzmassen sind zu spröde und nicht genügend widerstandsfähig gegen mechanische Einrichtungen, wie Druck, Stoß usw.; Zement, obwohl hart und fest, eignet sich deshalb schlecht, weil er, in Typrenböhe, welche bekanntlich einer Plattenstärke von etwa 23 mm entspricht, angewendet, zu schwer ist und sich nach denn Erhärten nicht mehr bearbeiten läßt. Dünne Zementplatten bilden jedoch ebenfalls ein sprödes, leicht brechendes Material. Metallplatten von etwa Cicerostärke machen die Druckform schwer und kostspielig.
  • Es wurde neun gefunden, daß eine Unterlageplatte, welche die soeben angeführten Nachteile im weitgehendsten Maße vermeidet und welche das Aufbringen der mit dieser Unterlage versehenen Druckform auf einen Holzstock o. dgl. in Typenhöhe unnötig macht, dabei leicht, billig und widerstandsfähig ist, in einer Zementmasse besteht, die Asbest enthält, und die unter hohem Druck gehärtet wird.
  • ,Die Patentschrift 103 98.1. veröffentlicht eine Unterlagenasse für Galvanos, :velcher neben Harzen, Ölen, Kautschuk o. dgl. auch Portlandzement zugemischt wird. Herbei dient der Zement als Füllmaterial und nicht mit seinen wichtigen hydraulischen Eigenschaften. Nach der amerikanischen Patentschrift 575 321 wird zur Festigung einer Galvanofolie diese zunächst mit einer dünnen Zement-Metalloxyd-Mischung gefüllt und auf diese Füllung, ehe sie erhärtet, ein dickeres Faserstützmaterial, wie z. B. Papiermache, Holzmark o. dgl., aufgepreßt. Nach dem Erhärten des Zements ist dieser fest mit dem Faserstützmaterial verbunden. Das Ganze wird dann noch auf einen Block oder Holzstock auf Typenhöhe gebracht.
  • Ein aus pflanzlichen Faserstoffen bestehendes Stützmaterial zeigt jente schon erwähnten nachteiligen Eigenschaften der Ausdehnung und Zusammenziehung durch Feuchtigkets-und Temperatureinwirkungen, Na:eteile, welche sich in Verbindung mit einer dünnen Zementschicht noch mehr auswirken, da hierbei innere Spannungskräfte zweier verschiedenartiger Körper ständig einander entgegenwirken, die bald zum Zerfall dieses Systems führen müssen. Außerdem haftet der Zement, auch wenn ihm-@Metalloxyd beigemischt wird, nicht genügend am galvanischen Niederschlage.
  • Das die vorliegende Erfindung betreffende Plattenmaterial, die Asbest-Zeinent- oder Asbesf-rMörtel-Platten, werden biekanntlich hergestellt dadurch, daß man eine Mischung, bestehend aus Asbestfasern und auf dar Lang- oder Rundaiebmaschine zu "pappen formt und diese bgld nach der Abnahme von der Formatwalze einer hydraulischen Pressung von beiläufig 8oo ooo bis i ooo ooo kg für ein Format 5o X 5o cm unterwirft, sodann einige Wochen bei häufigerem Eintauchen in Wasser, zuletzt bis zum völligen Trocknen, hinstellt. Die Platten können dann mittels Carborundum- oder Metallsägen. in die gewünschten Formaroe zert(eiilt werden. Die große Zugfestigkeit erlangen sie durch den hohen Preßdruck, ihre Bveggungsfestigkeit durch eingemischte Asbestfasern. Solche Platten, sogenannter Kunstschiefer, lassen sich bis zu einer Stärke von ¢ bis 5 mm noch bearbeiten, z. B. sägen, bohren, feilen, und sind in hohem Grade gegen Feuchtigkeits- und Temperatureinwirkumgen beständig. Ein Werfen, Krümmen, Verbiegen, Brechen oder Verändern der Druckform ist daher bei Benutzung solcher Platten für die Zwecke dies Buchdrucks selbst noch bei einer Dicke von nur i bis 2 mm ausgeschlossen.
  • Als. Beispiel zum Unterlegen und Festigen einer galvanischen Metallhaut wird eine solche Asbestplatte zunächst in der entsprechenden Größe zugeschnitten, eine Seite derselben etwas aufgerauht und einige Zeit in Wasser gelegt, sodann plastischer Zement in Mischung mit feinstem Sande in dünner Schicht auf der rauhen Seite aufgetragen; alsbald legt man die Platte mit der Seite der frisch hereiteten Zementmasse auf die nur ganz schwach geölte Rückseite der Galvanohaut erstere unter zartem Druck und kreisförmiger Bewegunggenau an dieselbe anpressend. Hat -der Zement abgebunden, so liäßt sich die Metallhaut von den Kanten aus leicht abheben, wobei: deren rückseitige Vertiefungen oder Erhöhungen auf der Asbest-Zement-Platte abgeformt sind. Es ist nunmehr nötig, die beiden Körper, Metall. und Zement, fest miteinander zu verkitten, wobei z. B. das durch Anbrennen einer konzentrierten Harz-Alkoliol-Lösung"ewonnene oxydierte Harz, insbesondere Schellack, oder der durch den. Sauerstoff der Luft weitgehend oxydierte Kautschuk sowie beide Körper in Mischung verwendet werden können.. Ein Fasierstoff, z. B. Asbestgewebe, kann außerdem als Zwischenlage dienen. Nach denn Facettieren der fertigen Platte mittels seiner Feile kann sie unaufgeblockt zwischen. Buchdruucksatz auf Stege gelegt, mit Facettenbaltern gesichert, zum Dru& gegeben werden.
  • Metalldruckformen sowie Druckformen aus anderem Material lassen sich auch in bekannter Weise mittels Stifte oder Schrauben oder mit Bindemitteln, die :dem Stoffcharakter des Materials sich anpassen, auf der Asbest-Zement-Platte befestigen.
  • Lichtdruckscbichten haften ebenfalls vorzüglich ,auf Asbest-Zement- oder Asbiest-Mörtel-Platten, und da diese feinporös sind und von faseriger Struktur, benötigen sie keiner VorpräparatIon; auch die Gefahr des Zergpringens, wie bei Glasplatten, ist bei: ihnen weXen mangelnder Sprödigkeit nicht zu befürchten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Untarlafgen für typographische Druckformen und Lichtdruckachichten an Stelle von Metall, Holz, Faserstoffen pflanzlicher Natur, Harzmassien, Gips, Zement oder Glas, dadurch gekennzeichnet, daß die unter hohn Preßdruck gehärtete Asbest-Zement- oder Asbest-Mörtel-Platte benutzt wird.
DEB133282D 1927-08-26 1927-08-27 Unterlagen fuer typographische Druckformen und Lichtdruckschichten Expired DE475887C (de)

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