AT155259B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formkörpern, insbesondere Platten aus Faserstoffen und Hydraulischen Bindemitteln. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formkörpern, insbesondere Platten aus Faserstoffen und Hydraulischen Bindemitteln.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Formkörpern, insbesondere Platten aus Faser- stoffen und hydraulischen Bindemitteln. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren, nach welchem besonders dichte Formkörper aus Faserstoffen und hydraulischen Bindemitteln, insbesondere Platten von grossen Abmessungen unter Anwendung eines verhältnismässig geringen Druckes hergestellt werden können. Bisher konnte man besondere Dichte der Formlinge entweder nur durch ein Nachpressen derselben oder dadurch erzielen, dass der Formling in einem Arbeitsgang sofort in endgültiger Gestalt in mit Filtern versehene Formen gepresst wird, wobei jedoch hoher Druck notwendig ist. der aber bei gross- flächigen Formlingen grosse und kostspielige hydraulische Pressen erfordert. Der Vorgang bei Durchführung des Verfahrens gemäss der Erfindung ist in der Zeichnung an Hand einer schematischen Darstellung der gleichfalls einen Gegenstand der Erfindung bildenden Vorrichtung erläutert, wobei zwecks Verdeutlichung die Verformung der Masse unter dem aufgewendeten Druck übertrieben dargestellt ist. Die feuchte, Faserstoffe enthaltende Zementmasse wird, wie die schematische Zeichnung zeigt, in breiiger Form mittels einer Unterlagsplatte 1 (Sieb od. dgl. ) auf eine vollkommen ebene, jedoch mit Rillen für den Wasserablauf versehene Fläche 2 gebracht. Die Masse wird mit einer dünnen elastischen Auflage, z. B. einer Stahlblechplatte. 3, einem Sieb od. dgl. bedeckt, über welche sich ein von Hand oder maschinell geförderter Schlitten 4 bewegt. Der Schlitten hat eine oder mehrere Walzen ; J, die mittels Stellvorrichtungen 6 derart eingestellt werden können, dass die Masse genau auf die gewünschte Stärke zusammengedrückt wird. Gemäss der Erfindung wird der zur Herstellung besonders dichter grossflächiger Formlinge bisher angewendete Pressdruek durch einen Walzvorgang erzielt, bei dem die Masse aber praktisch nicht wandert und nur einem örtlichen, entsprechend der Bewegung der Walzen wandernden Druck ausgesetzt ist. Dies wird durch die elastische Stahlblechplatte. 3 erzielt, die sich unter dem Druck der Walze fortlaufend durchbiegt. Hiedurch wird im Verlaufe der langsamen Walzenbewegung jede Stelle der Masse einem Druck unterworfen, der von Null bis zu dem zur Erzielung der gewünschten Dichte erforderlichen Höchstdruck allmählich ansteigt, so dass der Masse Zeit gegeben ist, das Wasser ohne örtliche Verschiebung abzugeben und sich gleichmässig ungestört zu verdichten. Die Elastizität der Auflage wird so bemessen, dass der eben geschilderte Vorgang stattfinden kann, ohne durch unnütz grosse Verbreiterung der Druckfläche den spezifischen Druck auf die Masse zu verringern. Der von der Walze ausgeübte Druck verteilt sich auf einen Streifen von nur wenigen Zentimetern Breite, so dass die Masse einem (wandernden) Druck unterworfen wird, der sonst nur durch ganz schwere Pressen erzielt werden kann. Gegenüber der Entwässerung durch solche hydraulische Pressen unter Benutzung von Stahlblecheinlagen ergibt sich der besondere Vorteil, dass die Masse das Wasser unmittelbar in die darunter befindliehe Entwässerungsrille abgeben kann, während bei dem Pressen auf grosser Fläche zwischen Stahlblechen im mittleren Teil dieser Flächen mit Rücksicht auf die weiten Wege, die das Wasser bis zum Austritt zurückzulegen hätte, keine derart vollkommene Entwässerung wie nach dem Verfahren der Erfindung stattfinden kann. An Stelle eines über die Masse geführten Walzenschlittens kann die Masse auch unter feststehenden Walzen vorbeigeführt werden. Die Anordnung kann aber auch so getroffen sein, dass die Masse, zwischen zwei elastischen, gelochten Platten oder Sieben gefasst, zwischen einem oder mehreren Walzenpaaren hindurchgeführt wird. Selbstverständlich können mit Rücksicht auf die erzielbare grosse Festigkeit Füllstoffe zur Anwendung kommen, <Desc/Clms Page number 2> Die Erzeugung sowie das Vor-und Nachpressen sind durch den Walzvorgang in einen Arbeitsgang zusammengezogen. Mittels des beschriebenen Verfahrens können bis zu 20 m lange Platten hergestellt werden, was von besonderer Bedeutung ist, wenn der ausgewalzte Stoff zu dünnwandigen leichtgewichtigen Formstücken, wie Profilplatten, Rohren od. dgl., geformt werden soll. Solche lange Formstücke können insbesondere in sehr vorteilhafter Weise unter Verwendung von langfädiger Glaswolle u. dgl. als Faserstoff hergestellt werden. Neben den bereits erwähnten Vorteilen ist noch hervorzuheben, dass die Masse, besonders wenn sie in einer Schicht aufgetragen wird, weniger Lufteinschlüsse enthält als ein aus mehreren Schichten gepresstes Asbestzementgemisch und daher bedeutend hitzebeständiger ist. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Formkörpern, insbesondere Platten aus Faserstoffen und hydraulischen Bindemitteln, dadurch gekennzeichnet, dass die feuchte Masse in breiige Zustand auf einer den Durchtritt und freien Abfluss des in ihr enthaltenen Wassers gestattenden Unterlage einem wandernden Walzendruck unter Zwischenschaltung einer elastischen Auflage ausgesetzt wird.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei die feuchte Masse einschliessende Bahnen, von denen mindestens eine für den Durchtritt des in der Masse vorhandenen Wassers durchbrochen und mindestens eine elastisch ist, in relativer Beweglichkeit einem Walzensystem zugeordnet sind, dessen Walzen zwecks Regelung des Walzendruckes zur Herstellung von hinsichtlich ihrer Dicke genau bemessenen Formkörpern mit Bezug auf ein festes Widerlager einstellbar sind. EMI2.1
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| AT155259T | 1937-02-20 |
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1937
- 1937-02-20 AT AT155259D patent/AT155259B/de active
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