DE47442C - Musikwerk, welches durch Einwerfen eines Geldstückes in Thätigkeit gesetzt wird - Google Patents

Musikwerk, welches durch Einwerfen eines Geldstückes in Thätigkeit gesetzt wird

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DE47442C
DE47442C DENDAT47442D DE47442DA DE47442C DE 47442 C DE47442 C DE 47442C DE NDAT47442 D DENDAT47442 D DE NDAT47442D DE 47442D A DE47442D A DE 47442DA DE 47442 C DE47442 C DE 47442C
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F. STOLL in Köslin
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    • G07F17/00Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Sl: Musikalische Instromente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Juli 1888 ab.
Die Erfindung betrifft ein Musikwerk, welches durch Einwerfen eines Geldstückes in Thätigkeit gesetzt wird, indem das Gewicht der Münze eine Arretirung auslöst, so dafs das unter dem Einfiufs einer starken Feder stehende Werk sich in Gang setzt, oder es ermöglicht wird, das Musikinstrument auch in anderer Weise, z.B. durch Drehen einer Kurbel, in Thätigkeit zu setzen. Nach Ingangsetzen des Musikwerkes wird irgend eine Achse in Drehung versetzt, von welcher aus vermittelst Curvenscheibe oder Curvennuth der von der Münze aus beeinflufste Auslösemechanismus bethätigt wird.
Auf beiliegender Zeichnung ist die vorliegende Erfindung dargestellt. Es ist in derselben:
Fig. ι eine obere Ansicht,
Fig. 2 ein Schnitt nach x*-x2,
Fig. 3 ein Schnitt nach J^'-J'2,
Fig. 4 ein Schnitt nach ^1-^2·
Fig. 5 bis 7 sind Schnitte im vergröfserten Mafsstabe nach y1-^-
In dem Gehäuse A ist die Stiftenwalze M, Fig. i, gelagert, welche in bekannter Weise von einer in dem Federgehäuse ν liegenden gespannten Spiralfeder bethätigt wird und dann auf den Stimmenkamm S wirkt.
Durch das Rädergetriebe r, Fig. 1, ist die Walze M mit dem Windfang n> verbunden. Auf der Achse m sitzt, mit dem Zahnrad aus einem Stück bestehend, eine Curvenscheibe, Fig. 2, 3, 5, 6 und 7,· deren Curvennuth η eine Erweiterung ηl nach innen und eine solche M2 nach aufsen hin zeigt. Die Nuth η nimmt den Gleitstift Z?1 des um h2 drehbaren Hebels h auf; letzterer hat eine Nase ha, welche sich im Zustande der Ruhe gegen einen Arm w1 des Windfangs iv legt, sowie eine schlitzartige Laufbahn Λ4 zur Aufnahme der Münze, Fig. 4; aufserdem ist h mit einem Gegengewicht hs versehen, welches das Gewicht der Münze zum Theil ausgleicht.
Wenn im Zustande der Ruhe,1 Fig. 5, durch den Einwurf e, Fig. 4, die betreffende Münze \ eingebracht wird, so fällt dieselbe in den Schlitz /?4 des Hebels h und drückt denselben nieder, wobei Stift h1, Fig. 5, aus der Erweiterung n1 der Curvennuth η gehoben und Nase ft8 vom Arm w1 des Windfangs w abgleitet. Da jetzt der Windfang frei ist und Stift h1 auch die Walze M nicht mehr hält, so kann die das Musikwerk treibende gespannte Spiralfeder zur Wirkung kommen und die Stiftenwalze M in Bewegung setzen.
Die Münze \ kann jedoch in diesem Augenblick noch nicht aus dem Schlitz /i4 niederrollen, Fig. 6, weil eine Justirvorrichtung i, gegen die sich die Münze % legt, dies nicht gestattet.
Erst wenn der Hebel h durch Einwirkung des Gewichtes der Münze \ dadurch weiter zum Sinken gebracht wird, dafs Stift h1 in die zweite obere Erweiterung n2 eintritt, giebt i die Münze ^ frei und diese fällt durch die Oeffnung t in den Behälter b. Das Musikstück ertönt so lange, wie die Walze M auf den Stimmenkamm S einwirkt.
Nach einer Umdrehung von M wird der Stift h1 durch das Gewicht hB in die Erweiterung n1 der Nuth η hineingedrückt, wodurch sich gleichzeitig hB vor wl legt, so dafs durch diese zweifach wirkende Arretirung die
Achse m und damit das Musikwerk zum Stillstand gebracht wird.
Das Musikwerk braucht nicht notwendigerweise von einer gespannten Feder bethätigt zu werden. Man kann das Werk auch auf andere Weise in Gang setzen, z. B. durch Drehen einer Kurbel (Leierkasten). Erfordernifs ist nur, dafs bei Bethätigung eines Musikwerkes beliebiger Gattung eine Achse in Drehung versetzt wird, von welcher aus man dann durch eine Curvenscheibe oder Curvennuth den Hebel h in der angegebenen Weise beeinflufst.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Musikwerk, welches durch Einwerfen eines Geldstückes in der Weise in Thätigkeit gesetzt wird, dafs das letztere einen mit Stift h1 und Nase h3 versehenen Hebel h bewegt, den Stift h1 aus einer Erweiterung n1 der Nuth η heraushebt und die Nase hz aus dem Bereich der Flügel n> bringt, bei welchem das Geldstück jedoch erst beim Eintritt des Stiftes h1 in die Erweiterung rc2 der Nuth η zwischen dem Hebel h und dem Ansatz i hindurch in den Behälter b gelangen kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT47442D Musikwerk, welches durch Einwerfen eines Geldstückes in Thätigkeit gesetzt wird Expired - Lifetime DE47442C (de)

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