DE474348C - Geraet zur Anzeige bzw. UEberwachung der Wirtschaftlichkeit von Feuerungen - Google Patents

Geraet zur Anzeige bzw. UEberwachung der Wirtschaftlichkeit von Feuerungen

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DE474348C
DE474348C DER65836D DER0065836D DE474348C DE 474348 C DE474348 C DE 474348C DE R65836 D DER65836 D DE R65836D DE R0065836 D DER0065836 D DE R0065836D DE 474348 C DE474348 C DE 474348C
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  • Waste-Gas Treatment And Other Accessory Devices For Furnaces (AREA)

Description

  • Gerät zur Anzeige bzw. Überwachung der Wirtschaftlichkeit von Feuerungen Das Fawerungsüberwachungsgerät dient dazu, den Zustand einer Feuerung dauernd auf einem möglichst hohen Wirkungsgrad zu halten, entweder automatisch, oder durch eine geeignete Anzeigevorrichtung, aus der das Bedienungspersoinal sofort die von ihm zu ergreifenden Maßnahmen ersehen kann. Dieses überwachungsgerät wird gebraucht nur in Verbindung mit Meßinstrumenten, die sich auf Feuerungen beziiehen, also nicht auf Kessel (bei- Dampfkesseln), Zylinder (bei Gasmaschinen) usw. und deren Zustände. KombinatIonen mit Kesseldruck, Kesselwasserstand, Dampfüberhitzung o: dgl. sind für die Verwendung des Erfindungsgegenstandes von voniherein ausgeschlossen, dagegen kann ei Anwendung finden bei, allen Arten industrieller Feuerungen.
  • Es ist bekannt, daß der Wirkungsgrad der Feuerung eine Funktion ist von: Brennstoffmenge, Dampferzeugung, Rauchgasmenge, Zug (Diffeaenzzug), Temperatur der Rauchgase (Tempemturdiffexenz), Luftüberschuß, Kohlensäuregehalt, Verluste bei der Feuerung (freie Wärme nun Schornstein, gebundene Wärme durch unverbrannte Gase CO, CH4, H2 usw., Herdrückstände, Strahlung, Leitung, Ruß usw.), ferner Feuerungszustand und Brennstoffsorte. Die hier genannten Größen stehen in einem bestimmten Zusammenhange, so daß, wenn die Brennstoffsorte und der Feuerungsznstand bekannt sind, durch Messen zweier beliebiger anderer Größen auch die übrigen bestimmt sind. Zur Inbetriebnahme dieses Apparates sind die genannten Ab- hängigkeiten durch wenige markante Versuche festzustellen.
  • Man kann den Apparat durch Anwendung der mathematischen und praktischen Grundgesetze auf vielerlei Arten konstruieren. Der Grundgedanke ist, irgendeine unmittelbar nicht meßbare Größe des Feuerungszustandes, wie Wirkungsgrad, Heizerprämien usw., dm Beziehung zu zwei der ab@engenannten voneinander unabhängigen Größen darzustellen, z. B. zum Brennstoffverbrauch und Kohlensäuregehalt, zweckmäßig jedoch zu solchen Größen, die mit billigen, auch in rauhen Betrieben verwendbaren Instrumenten genau gemessen werden können, wie Zug- und Temperatur. Nach Auftragen dieser drei Größen, die auf irgendeine Art und Weise (nomographisch, in rechtwinkligen, schiefwinkligen bzw. polaren Koordinaten, auf Walzen usw.) geschehen kann, ist man imstande, wenn zwei Größen auf das Gerät einwirken, die dritte unmittelbar zu erkennen. Das Feld, das der Anzeigestift bestreicht, kann man, wenn man z. B. Koardkiaten wählt, in Kurven oder in einzelneStreifen zusammenfassen. Die Stellung des Zeigers in bezug auf diese Kurvenschar ermöglicht dann unmittelbar die Ablesung des jeweiligen Wirkungsgrades der Feuerung, der Heizerprämie usw., je nachdem, welche Funktion das betreffende Kurvenfeld darstellt.
  • Eine beispielsweise Ausführung des Feuerungsüberwachungsgeräres ist in der beiliegenden Zeichnung dargestellt. Der mechanische Geber ist ausgerüstet mit Rollen, Führungen, Fäden usw. Die beiden das Gerät steuernden Meßinstrumente sind ein Differenzzugmesser und ein Thermometer. Die Kurvenschar stellt Heizerprämien dar, anwendbar auf eine Dampfkesselfeuerung. Abb. i zeigt ein Vorderansicht des mechanischen Grundteiles -oder Gebers; Abb. 2 zeigt die hinter dem Zeiger liegende Kurvenschar mit den elektrischen Verbindungen, bei Ausführung des Gerätes als Heizerpräxnienuhr für Handbedienung der Feuerung. Abb. 3 zeigt .eine Anordnung, bei der durch den Apparat unmittelbar der Zugschieber der Feuerung beeinflußt wird.
  • Vor einer Tafel i ist an einem Halter 2 ein Zeiger 3 angebracht, der den jeweiligen Wert des Wirkungsgrades bzw. der Heizerprämie anzei;gg-t. Der Halter 2 läuft mit zwei Rollen q. auf einer Querschiene 5 und trägt zwei Stifte 6, die in einem Schlitz 7 einer Stange 8 gleiten. Die Stange 8 ist oben befestigt an einem Rahmen für die zwei Rollen 9, die auf einer festem Schiene 1o laufen; an dem Rahmen sind die Schnüre m und 12 befestigt, die über die fest .gelagerten RvUen 13 -und i ¢ laufen und je ein Gegengewicht. 15 und 16 tragen. Auf dien Welle der Rolle i q. sitzt eine kleinere Rolle 17, an der bei 18 entweder unmittelbar oder unter Einschaltung einer geeigneten Übersetzung bzw. eines Relais -oder Servomotors ein Zugmesser angrztift. Den Ausschlägen dieses Meßapparates folgt die Stange 8 und verschiebt durch die Stifte 6 den Zeiger 3, dessen jeweilige Abscisse auf diese Weise eingestellt wird.
  • Die Schiene 5 hängt an den Schnüwen 19 und 20, ,die über die Rollten 21 -und 22 laufen. Beide Schnüre i9 und 20 tragen an ihren freien Enden das Gegengewicht 23. Auf der Welle der Rolle 21 sitzt noch eine kleine Rolle 2q. mit eier Schnur 25, an die .ein Meßinstrument für die Temperatur angreift. Auch hier kann gegebenenfalls eine übersetzung oder ein Relais- oder ein Servomotar Maingeschaltet werden. Das Temperatur-Meßinstrument stellt die Höhenlage der Schieine 5 ein und damit die Ordinate des Zeigers 3, wobei die Stifte 6 im dem Schlitz 7 der Stange 8 gleiten.
  • Somit werden. durch den Zugmesser und den-Tempera.tuxmesser die beiden Koo rdinaten des Zeigers 3 eingestellt, und man kann an einer auf der Tafel i aufgetragenen Kurvenschar, die z. B. den einzelnen Heizerprämien entsprechen, jeweils die Höhe der dein Heizer zustehenden Prämle bzw. Strafe ablesen. Die Anzeigen des Zeigers 3 auf der Kurvenscbar 26 können 'auch auf elektrischem Wege auf eine Uhr übertragen werden, die zweckmäßig in der Kesselstirnwand angebracht wird, nicht weit von dem Gestänge für die Bedienung des Rauchgasschiebers, so daß der Zug durch Handbedienung nach den Angaben der Uhr stets auf der richtigen Höhe gehalten werden kann. Die auf der Tafel i anzubringende Kurvenschar wird zu dieseln Zweck aus eü1zelnien elektrisch leitenden Schienen, z. B. aus Kupferblech, ausgeführt, die im Abb. 2 der Zekhnung mit 26 bezeichnet sind. Jede einzelne dieser Schienen steht- durch eine Leitung 27 mit einem Widerstand 28 in Verbindung, der in einem Stromkreis 29 eingeschaltet ist, der ein .oder mehrere Amperemeber 30 ,enthält. In diesem Stromkreis liegt auch durch die L4c!tung 31 der Zeiger 3, der als Kontakt ausgeführt ist. Durch eine Schleifschiene 32 (Abt. i) und ,eine Kontaktfeder 33 an der Schiene 5 wird dem Zeiger der Strom zugeführt. Je nach der Stellung des Zeigers 3 über einer der Schienen 26 werden auf diese Weise mehr oder weniger Widerstände 28 in diesem Stromkreis eingeschaltet, so da.ß dementsprechend die Amper.e-Meber anzeigen. Nach dieser Uhr kann sich den- Heizer bei der ,Feu-ennngsregelung richten, z. B. beim Einstellen des Zugschiebers. Zweckmäßig wird die mittlere der S.cMenlen 26 als Kurve der höchsten Prämie, d. h. des besten Wirkungsgrades der Feuerungslage, ausgeführt, -und dieser Wert wird in die Mitte der Skala. der Uhr gelegt. So bleibt im Falle eirier ungünstigen Feuerbedienung erkennbar, @ob Luftmangel. oder Luftüberschuß die Ursache ist, je nachdem ob der Zeiger der Uhr nach links oder nach rechts ausschlägt.
  • Wie bei: 34 angedeutet, kann. die als Schienen ausgefühite Kurvenschar auf der Tafel i nach, unten leicht h@erauommen werden, was notwendig wird bei Verwendung eines anderen Bxenastoffes, bei einem anderen Zustand der Feuerungsanlage,oder wenn zwei andere der obergenannten Größen statt Zug und Teinpemtur gewählt werden sollen, wie z. B. der C02-G,eha@t der Abgase und Brennstoffverbrauch, oder Zug und Brennstoffverbrauch usw. Deshalb sind auch die Leitungen 27 nicht unmittelbar mit den einzelnen Widerständen 28 verbunden, sondern es sind Steckbuchsen 3 5 vorgesehen, die durch entsprech:ende Bananenstecker -mit den Widerständen verbunden werden.
  • An Stelle ioder neben den Amperemetern 3o bzw. der anzeigenden Uhr können. selbsttätige Regis@pparateoder eine Schaltung mit Voltmeter verwendet werden. Die Amperemeter 30 können auch. mit anderen akustscher oder optischen Signaleinrichtungen, z. B. für Alarmzwecke, verbunden werden.
  • Bei, der Ausführungsform nach Abb. 3 ist der Kurvenstreifen der höchsten Prämie fortgelassen, und dtiie übrigen Kurven sind zu je einem Feld 36 bzw. 37 zusammengezogen, welche Felder als leibende Schirenen ausgeführt sind und durch die Leitungen 38 bzw. 39 mit den S.troanquellen 4o bzw. 41 Vexbund,en sind. Eigne Zweigleitung 42- führt evtl. unter Einschaltung eines elektrischen oder mechanischen Relais zu einem Elektromotor 43 und dann über 44 zudem Zeiger 3. Die Welle des Motors 43 ist unter Einschaltung eines entsprechenden übersetzungsgetriebes mit einer Rolle 45 verbunden, an der der Zugschieber 46 der Feuerung hängt. Befindet sich der Zeiger 3 über dein Zwischenraum 47 zwischen den beiden Feldern 36 und 37, der dem Wirkungsgrad-Optimum bzw. der höchsten Prämie entspricht, so geht kein Strom durch die Leihrag, und der Motor 43 steht still, so diaß der Zugschieber nicht verstellt wird. Steht jedoch der Zeiger 3 auf einem der Felder 3 6 und 37, was einem schlechteren Wirkungsgrad der Feuerung entsprechen würdie, so, wird jeweils der Strom der einen oder der anderen Sitroinquelle 40 bzw. 41 durch den Motor 43 geschickt, und damit der Motor in der einen oder anderen Richtung in Umdrehung gesetzt. Der Zugschieber 46 wird dementsprechend gehoben bzw. gesenkt und damit der Zug beeinlußt, sa lange bis der Zeiger wieder zwischen den beiden Feldern 36 und 37 steht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Gerät zur Anzöge bzw. flberwachung der Wirtschaftlichkeit vom Feuerungen, dadurch gekennmichnet, daß der durch zwei. voneinander unabhängige Feuerungsme:ßinstrumente, z. B. einerseits durch einen Messer für die Brennstoffmenge, anderseits durch einen Messer für den Kohlensäuregehalt, oder auch einfacher durch einen Messer für den Zug und durch einen Messer für die Temperatur re-$ultierend beeinflußte Zeiger (3) als Kontakt über einer Kurvenschar (26), z. B. der verschiedenen- Wirkungsgrade, Heizerprämien o. dgl. bewegbar -ist, um einen dritten sonst nicht meßbaren Wert, z. B. den Wirkungsgrad o. dgl., anz»?igen. 2. Ausführungsform des Gerätes nach Ansprach i, dadurch .gekennzeichnet, daß der Zeiger (3) an .einer Stange (8) längs- verschiebbar ist und in der Höhenlage durch den Zugmesser eingestellt wird, wähnend die Sitange (8) selbst auf eher wei z eiten Stange (5) durch den, Temperatur- inesser eingestellt wird, oder umgekehrt. 3. Ausführungsform dies Gerätes nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeiahnet, da,ß die Kuwvemsdhar (26) als leitende Schienen ausgeführt ist, die durch Wider- stände (28) mit einem elektrischen. Meß- inst;rumcat bzw. Regin->r#,erinstrument (30) verbunden sind, während der Zeiger (3) selbst als Schleilkontakt über der Kurven- schar(26) sich bewegt, und durch ihn und die Kurven sowie die Widerstände ein das elektrische Anzeägieinstrument beein- flussender Sitrom geführt wird. 4. Ausfiühxungsform des Gerätes nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die als Schienen aus- geführte, Kurvenschar (26) abnehmbar ist und g%en :eine andiene bei Änderung der Feuerung bzw. des Brennstoffes oder der den Zeiger (3) steuernden Messer ausge- wechselt werden kann. 5. Ausführungsform des Gerätes nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Zeiger (3) der Zugschieber (46) der Feuerung oder ,ein anders Feuerbedmenungsgestäxrge be- ,einRuußt wird. 6. Ausführungsform des Gerätes nach dien vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenschienen über wind unter der Zone des besten Wirkungsgrades zu je reinem Kontaktfeld (36, 37) zusammengezogen sind, welche Kontaktfelder (36, 37) mit einem auf das betreffende Feuerbedienungsgestänge un- mittelbar ,oder unter Einschalturig eimies übersetzungsgetnebes bzw. Relais oder SeirvomotaTs einwirkenden Motors (43) ver- bunden sind, der, je nachdem durch -den Uger (3) das eine oider das andere der b enden Felder (3 6 oder 37) unter Strom gesetzt wird, das Gestänge in der :einen oder anderen Richtung verstellt.
DER65836D 1925-11-01 1925-11-01 Geraet zur Anzeige bzw. UEberwachung der Wirtschaftlichkeit von Feuerungen Expired DE474348C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1067961B (de) * 1959-10-29 Elfriede Adler, geb. Wilhelm, Dierk Adler, Tens Adler, Rolf Adler und Uwe Adler, Köln-Bickendorf Kontrollverfahren zur Ermittlung, Darstellung und Registrierung im Betrieb auftretender Wirkungsgradabweichungen direkt beheizter Wärmeaustauscher, die in der Sorgfalt der Bedienung und Wartung begründet sind

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1067961B (de) * 1959-10-29 Elfriede Adler, geb. Wilhelm, Dierk Adler, Tens Adler, Rolf Adler und Uwe Adler, Köln-Bickendorf Kontrollverfahren zur Ermittlung, Darstellung und Registrierung im Betrieb auftretender Wirkungsgradabweichungen direkt beheizter Wärmeaustauscher, die in der Sorgfalt der Bedienung und Wartung begründet sind

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