DE47188C - Mischapparat ohne Rührflügel - Google Patents
Mischapparat ohne RührflügelInfo
- Publication number
- DE47188C DE47188C DENDAT47188D DE47188DA DE47188C DE 47188 C DE47188 C DE 47188C DE NDAT47188 D DENDAT47188 D DE NDAT47188D DE 47188D A DE47188D A DE 47188DA DE 47188 C DE47188 C DE 47188C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- vat
- tub
- conical
- liquid
- mixer
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 13
- 238000005192 partition Methods 0.000 description 7
- 239000000463 material Substances 0.000 description 5
- 230000033001 locomotion Effects 0.000 description 4
- 239000010802 sludge Substances 0.000 description 4
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 3
- 235000008733 Citrus aurantifolia Nutrition 0.000 description 1
- 235000011941 Tilia x europaea Nutrition 0.000 description 1
- 238000013019 agitation Methods 0.000 description 1
- 238000010009 beating Methods 0.000 description 1
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 description 1
- 235000011116 calcium hydroxide Nutrition 0.000 description 1
- 239000000920 calcium hydroxide Substances 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 239000012530 fluid Substances 0.000 description 1
- 230000005484 gravity Effects 0.000 description 1
- 239000004571 lime Substances 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 1
- 239000013049 sediment Substances 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 238000003756 stirring Methods 0.000 description 1
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01F—MIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
- B01F29/00—Mixers with rotating receptacles
- B01F29/20—Mixers with rotating receptacles with receptacles rotating about an axis at an angle to their longitudinal axis
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Mixers Of The Rotary Stirring Type (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Mischapparat ohne Rührflügel.
Der nachstehend beschriebene. Mischapparat bezweckt, eine rasche, gleichmäfsige und billige
Mischung von schlammigen oder pulverförmigen Stoffen mit Flüssigkeiten . zu erhalten, oder
auch eine Lösung oder chemische Einwirkung zweier Stoffe auf einander zu begünstigen, indem
stets . neue Flächen derselben mit einander in Berührung kommen. Bei den bisher in
Verwendung gekommenen und bekannt gewordenen Apparaten bewegt sich zumeist ein Rührer in einem feststehenden Gefäfs. Da nun
die Rührarme die Wandungen des Gefäfses nicht berühren dürfen, bleibt ein gewisser, von den
Rührarmen nicht beherrschter Raum im Gefäfs, in welchem sich der Schlamm absetzt. Im
weiteren geben die sich drehenden Rührarme der zu rührenden Masse in kürzester Zeit eine
kreisende Bewegung, so dafs die Rührflügel und die zu rührende Masse bald die gleiche oder
nahezu gleiche Geschwindigkeit besitzen und ein eigentliches Schlagen der Rührflügel gegen
die Masse nicht mehr stattfindet. Auch nimmt beim - Einschütten des festen Bestandteiles in
den Trog der Widerstand gegen die Flügel plötzlich so zu, dafs leicht die Rührflügel abbrechen
können; um letzteres zu vermeiden, ist man beispielsweise bei der Bereitung der Kalkmilch in Zuckerfabriken gezwungen, die
Flügel in Richtung ihrer Rotationsachse verschiebbar zu machen, damit sie nicht zu tief
in den zu steifen Schlamm eintauchen.
Diese Uebelstände werden durch den neuen Apparat umgangen. Derselbe hat folgende
Wirkungsweise:
Der Rührbottich A, aus eichenen Dauben hergestellt und gut eingebunden oder aus beliebigem
anderen Material hergestellt, ruht mit seinem unteren konischen Boden B auf einer
horizontalen, ebenen, glatten und widerstandsfähigen Platte C. Der konische Boden B besitzt
unten centrisch einen konischen Zapfen D, der an den Innenflächen einer cylindrischen
Büchse α d im Centrum der Platte C läuft. Auf solche Weise ist die Führung des Bottichs A
auf der Platte C eine zwangläufige. Statt der ebenen Platte C C kann auch eine solche mit
konischer Lauffläche in Anwendung kommen; in Wirklichkeit soll die in der Figur dargestellte
ebene Platte nur den Specialfall einer konischen Platte darstellen, bei welcher der
Spitzenwinkel i8o° beträgt.
Der Bottich A ist mit einem Deckel, aus dem Material des Bottichs hergestellt, versehen,
welcher durch Klammerschraüben, die unter einen Winkelflantsch am Bottich greifen, gehalten
wird. Soll beispielsweise bei der Construction des Bottichs nur Holz, ohne irgend
welche metallische Theile, angewendet werden, so kann diese Bedingung leicht erfüllt werden.
Seine Bewegung erhält der Bottich unter Vermittelung eines Kugelzapfens, der entweder
oberhalb des Bottichs an dem Bügel LL1 oder,
an dem verlängerten konischen Zapfen D unterhalb des Bottichs sitzt, durch eine Kreisbewegung
G G1 bezw. HH1. Die Neigung des
kegelförmigen Bottichs wählt man passend immer derart, dafs die Erzeugende des Kegels
E F vertical steht, Die Neigung des. Bottichbodens gegen die Horizontale wählt man nach
den Eigenschaften des zu mischenden Materials. Der Bottich besitzt an seiner unteren Wandung
eine oder mehrere Oeffnungen, welche durch
Stöpsel oder Hähne aus demjenigen Material, aus welchem der Bottich besteht, verschlossen
werden können. Ebenso enthält auch der Deckel Oeffnungen zum Einführen der Materialien,
welche mit einem angemessenen Verschlufsmittel versehen sind.
In dem Boden des Bottichs ist eine senkrechte diametrale Scheidewand K eingesetzt,
welche dazu dient, die kreisende Bewegung der Masse bezw. Flüssigkeit im Innern des Bottichs'
aufzuheben. Die Querschnittsform, Höhe und Breite dieser Scheidewand ist eine beliebige;
wichtig ist nur, dafs sie auf der einen Seite bei ef höher sei als bei g.
Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende: Angenommen, die Scheidewand K sei nicht
vorhanden, der Apparat mit Flüssigkeit angefüllt und durch Rotirenlassen des Kugelzapfens
G oder H der Apparat in Drehung versetzt, so ist zum Drehen des Bottichs, gleichviel
wie grofs das Gewicht desselben und der Flüssigkeit Γη ihm ist, keine gröfsere Arbeit
erforderlich, als die Ueberwindung der rollenden Reibung und die Ueberwindung der Reibung
der "Flüssigkeit an den Wandungen und dem Boden des Bottichs. Ist dagegen die
Scheidewand K im Bottich vorhanden, so circulirt die Flüssigkeit nicht mehr frei, sondern
schlägt gegen diese Scheidewand; in dem Augenblicke, wo die in der Figur dargestellte Lage
erreicht ist, entsteht eine Welle und ein Theil der Flüssigkeit stürzt über die Scheidewand
herüber. Da aber die Rotation des Bottichs fortdauert, so geht der Theil ef in die Höhe,
der Bottichboden nimmt die zur dargestellten symmetrische Lage ein, so dafs derjenige Theil
der Flüssigkeit oder des Schlammes, der nicht über die Scheidewand herübergegangen ist, auf
dem Boden von f nach g rutscht und in g gegen die Flüssigkeit stöfst, welche vor einer
halben Umdrehung über die Scheidewand stürzte. Die einfache Horizontaldrehung, Welche
der Bottich ausführt, übt somit auf die flüssige Masse ein energisches Rühren in allen Theilen
derselben aus; der noch nicht gemischte Schlamm rutscht den Bottichboden entlang
und gegen die Scheidewand und stöfst heftig gegen den sich ihm entgegen bewegenden
Flüssigkeitsstrom.
Es kann deshalb beispielsweise mit einem solchen Rührapparat Kalkschlamm, der so
compact ist, dafs er mit der Schaufel abgestochen werden mufs, nach einigen nur
wenigen Umdrehungen in homogene Kalkmilch umgewandelt werden. Hierbei ist besonders
wichtig, dafs der Apparat die ihm zuertheilte mechanische Arbeit vollkommen ausnutzt.
Ebenso wird beim Rollen des Bottichs die Form der Flüssigkeit in keiner Weise verändert,
wenn die Geschwindigkeit, welche derselben ertheilt wird, zu gering ist, um eine merkliche
Centrifugalkraft ausüben zu können. So ist auch bei der geringen Geschwindigkeit der
Flüssigkeit ihr Niveau stets dasselbe, und es wird keine Arbeit-zum Heben derselben nach
dem Rande hin aufgewendet, nur der Bodensatz bezw. Schlamm wird, so lange er nicht
verdünnt ist, abwechselnd bei jeder Umdrehung gehoben und gesenkt.
Die im Innern des Apparates auftretenden Stöfse sind zweierlei Art; es treten:
ι. solche zwischen den zwei gegen einander stofsenden flüssigen Massen auf, von diesen
überträgt sich nur ein Theil auf die Kugelzapfen ;
2. weiter treten Stöfse gegen die Scheidewand auf, und diese consumiren einen Theil
der zum Betrieb des Apparates nöthigen Arbeit. Alle diese Stöfse wirken aber in der Nähe des
Drehpunktes des Bottichs, und der Apparat mit seinem Inhalt stellt eine grofse Masse dar,
deren Schwerpunkt ungefähr da liegt, wo die Stöfse auftreten. Die Transmission, welche
den beschriebenen Mischapparat in Thätigkeit setzt, wird daher nicht übermäfsig in Anspruch
genommen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Mischapparat ohne Rührflügel oder andere bewegliche innere Theile, bestehend aus einem geschlossenen Bottich A, bei welchem der konische Boden B des letzteren auf einer konischen oder ebenen Platte C rotirt und der am Boden angesetzte konische Zapfenv£> in einer cylindrischen Büchse a d sitzt, welche die zwangläufige Führung des Bottichs veranlafst.Hierzu l Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE47188C true DE47188C (de) |
Family
ID=322244
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT47188D Expired - Lifetime DE47188C (de) | Mischapparat ohne Rührflügel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE47188C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US10081046B2 (en) | 2015-07-06 | 2018-09-25 | Feintool International Holding Ag | Precision blanking press |
-
0
- DE DENDAT47188D patent/DE47188C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US10081046B2 (en) | 2015-07-06 | 2018-09-25 | Feintool International Holding Ag | Precision blanking press |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3026492C2 (de) | ||
| DE102004017100A1 (de) | Rührwerk | |
| EP2011563B1 (de) | Mischtrockner und/oder Reaktor | |
| DE3604333A1 (de) | Einwellen-zwangsmischer | |
| DE47188C (de) | Mischapparat ohne Rührflügel | |
| DE6901705U (de) | Vorrichtung zum aufbereiten, z.b. mischen und/oder homogenisieren von stoffen | |
| DE2012788A1 (en) | Stirred vessel for melting bituminous or similar materials | |
| EP1854533B1 (de) | Schüttelvorrichtung | |
| DE575198C (de) | Vorrichtung zum Herstellen von Emulsionen | |
| DE1941831A1 (de) | Mischmaschine | |
| DE2043608C2 (de) | Tellermischer | |
| DE635528C (de) | Misch- und Ruehrwerk fuer Fluessigkeiten, insbesondere Zuckermassen | |
| DE2553098A1 (de) | Vorrichtung zum abwiegen eines fliessfaehigen materials | |
| DE479160C (de) | Vorrichtung zur Herstellung von Suspensionen oder Mischungen von Fluessigkeiten mit festen oder halbfesten Stoffen oder anderen Fluessigkeiten | |
| DE86248C (de) | ||
| DE102007004925B3 (de) | Mischbehälter und Mischvorrichtung | |
| DE296210C (de) | ||
| DE169964C (de) | ||
| DE61691C (de) | Schleuderverfahren | |
| DE42641C (de) | Papierstoffbütte | |
| DE899398C (de) | Ruehr- und Abgabevorrichtung fuer geschmolzenes Glas | |
| DE266348C (de) | ||
| WO2022223349A1 (de) | Aufbereitungs-einheit für viskoses material | |
| AT79774B (de) | Mischmaschine, insbesondere für Terazzomaterial. Mischmaschine, insbesondere für Terazzomaterial. | |
| DE82104C (de) |