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Verfahren und Vorrichtung zum Ausscheiden der in Flaschenspülflüssigkeiten
enthaltenen Etikette und sonstigen Papierreste mittels eines Siebs Die Erfindung
bezieht sich auf Flaschenspülmaschinen und betrifft insbesondere ein neues Verfahren
sowie die zur Ausführung desselben benötigte Vorrichtung zum Ausscheiden der in
Flaschenspülflüssigkeiten enthaltenen Fremdkörper, wie Etikette und sonstigen Papierreste.
Das Ausscheiden geschieht wie gewöhnlich mittels eines Siebs, und zwar zweckmäßig
mittels einer Siebtrommel. Bisher war es allgemein üblich, die Flaschenspülflüssigkeit
von oben her über das Sieb zu schicken, was jedoch den großen Nachteil hat, daß
die Etikette und sonstigen in der Flüssigkeit enthaltenen Papierreste usw. sich
leicht auf der Sieboberseite festsetzen, gleich ob das Sieb ortsfest oder beweglich
angeordnet ist. Mit der Zeit werden die Sieblöcher verstopft, so daß das Wasser
überhaupt nicht mehr hindurchsickern kann und einfach über das Sieb fortläuft. Um
das zu vermeiden, soll die Flüssigkeit gemäß Erfindung von unten her mit dem Sieb
in Berührung gebracht werden. Die Erfahrung hat bereits gelehrt, daß die obenerwähnten
Mängel. der bisher gebräuchlichen Maschinen dadurch vollständig in Fortfall kommen.
Die Etikette und sonstigen in der Spülflüssigkeit mitgeführten Rückstände, deren
spezifisches Gewicht größer als das spezifische Gewicht des Wassers ist, werden
unter keinen Umständen mehr am Siebe- hängenbleiben und dasselbe für die Dauer fest
verstopfen können. Vorteilhaft wird das Sieb in Form einer Trommel angeordnet und
in einen halbzylindrischen Trog derart eingebaut, daß -die Spülflüssigkeit in einen
zwischen Trog und Siebtrommel vorhandenen Ringraum eintreten muß. Die Flüssigkeit
wird dann von unten her in die Siebtrommel eindringen und von Papierresten usw.
befreit an den Stirnseiten der Trommel wieder austreten. Alle Fremdstoffe, Etikette
usw. haben das Bestreben, sich auf dem Boden des Troges abzusetzen und werden regelrecht
mit einer schräg auf dem Trommelumfange befestigten Schaufel entfernt.
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Eine Ausführungsform der Erfindung wird auf der Zeichnung beispielsweise
dargestellt. Abb. i zeigt die Vorrichtung von oben gesehen, Abb. 2 von der Seite
gesehen,-Abb. 3 im Querschnitt und Abb..l im Längsschnitt.
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An einem Behälter i ist seitlich eile größerer Behälter 2 angesetzt.
Eine Leitung 3 führt die zu reinigende Flüssigkeit zum Behälter i, in welchem ein
weiterer verhältnismäßig kleiner Behälter 18 angeordnet ist. Dieser Behälter 18
ist zur Aufnahme der aus der
Flüssigkeit abgeschiedenen Teilchen,
Etikette usw., bestimmt.
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Quer im Behälter i ist in besonderen Lagern 16 .eine mit i-. bezeichnete
Welle gelagert, auf welcher zwei mit Speichen 12 versehene Räder 8 mit ihren Naben
13 befestigt sind. Zur Festlegung der Räder dienen Klemmschrauben 15, welche- durch
die Naben gezogen werden. Auf den Rädern 8 wird ein durchlochter, an den Enden offener
Zylinder i o gelagert. Die Befestigung des Zylinders auf den Rädern geschieht mit
irgendwelchen geeigneten Mitteln. Mit i i sind die im Zylinder vorgesehenen Öffnungen,
bezeichnet. Die Welle 14 trägt eine Scheibe 17, welche den Antrieb durch irgendeine
Antriebsmaschine .o. dgl. ermöglicht.
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In den Behälter i ist eine Art Trog 5 eingehängt, und zwar soll der
Trog konzentrisch zum Zylinder so angeordnet sein, daß zwischen beiden noch ein
gewisser Raum frei bleibt. Die Enden des Troges sind offen und nehmen j e einen
Ring 6 auf, welcher übler das zur gleichen Seite liegende Rad hinweggreift. Die
Ringe 6 werden am Trog mit Schrauben 7 befestigt. Zwischen Trog und Zylinder wird
also ein Ringraum 6' verbleiben. Um ganz sicher zu verhindern, daß die aus der Flüssigkeit
auszuscheidenden Teile an den Verbindungen der Ringe 6 und Räder 8 austreten, werden
die Räder 8 mit seiner ringsum laufenden Rippe g versehen, welche auf der Innenseite
der Ringe 6 einen genügend dichten Abschluß gewährleistet (Abb. 4).
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Auf dem Zylinder i o ist eine Klinge, .ein Besen o. dgl. 22 angeordnet,
und zwar in radialer Lage und in solcher Größe, @daß die Klinge oder der Biesen
22 längs des Zylinders von einem Ringe 6 bis zum anderen Ringe 6 reicht. Der Besen
22 wird bei Drehung des Zylinders den schon einmal erwähnten Ringraum 6' durchlaufen.
Die von der Spülflüssigkeit in Leitung 3 mitgeführten. Fremdstoffe werden auf den
durchlochten Zylinder io treffen und infolge der Drehung des mit einem Besen 22
o. dgl. versehenen Zylinders in den Ringraum 6' gelangen. Auf der anderen Seite
des Zylinders ist eine Platte 23 mit Scharnieren so befestigt, daß sie sich für
gewöhnlich auf den Zylinder legt, sich vom Zylinder aber abhebt, sobald sie mit
dem Besen bzw. mit den vor dem Besen hergeschobenen Fremdstoffen in Berührung kommt.
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Quer über dem Behälter i ist ein Rohr 24 angeordnet, das auf der Unterseite
eine ganze Reihe von Löchern 25 aufweist und durch diese Löcher reines Wasser auf
den Zylinder spritzt, um die vor dem Besen 22 hergeschobenen Fremdstoffe hier an
dieser Stelle fortzuspülen. Die vom Zylinder abgespülten Fremdstoffe fallen auf
der Außenseite der Platte 23 herunter und gelangen schließlich in das kleine, mit
18 bezeichnete Gefäß.
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Da der Zylinder io durchlocht ist, kann die über Leitung 3 zugeführte
Flüssigkeit ungehindert eintreten und an den offenen Enden wieder ablaufen, d. h.
dem Behälter 2 zutreten.
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Um zu vermeiden, daß sich die Platte 23 zu weit vom Zylinder abhebt,
ist ein die Bewegung begrenzender Anschlag 23' vorgesehen.
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Ist die Vorrichtung in Betrieb, so wird sich die Platte 23 normalerweise
unter ihrem eigenen Gewichte auf den Zylinder i o legen. Bei Drehung des Zylinders
wird der Besen 22 die Platte bei seinem Vorhe;igang an derselben zurückdrücken,
und die Fremdstoffe, welche dann seitens des Besens keimerlei Druck mehr unterliegen,
werden auch keinerlei Bestrebung haben, sich gegen den Zylinder zu drücken. An der
Stelle, an der die Fremdkörper den Raum 6' verlassen, wird die über das Rohr 24
auf den Zylinder gespritzte Flüssigkeit alle Fremdstoffe abspülen und in den kleinen
Behälter 18 hineinbefördern. Nach dem Vorbeigang des Besens 22 wird sich die Platte
23 wieder gegen den Zylinder legen.
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Der kleine Behälter 18 wird mit ringsum laufenden Flanschen 19 auf
einer im Behälter i an dessen Sbitenwandung befestigten Platte 20 getragen. Der
eine Rand des Troges 5 wird @ebenfalls auf der Platte 2o getragen, und zwar vermittels
seiner unter der Platte angeordneten Befestigung 21. Der andere Rand des Troges
wird mit einer Befestigung 4 gehalten, die quer durch den Behälter 1 hindurchgezogen.
ist (Abb. 2).
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Über jedem Ringe 6 sind an den Enden des Zylinders io Deckel 26 angeordnet
und mit Schrauben 27 auf dem Gestell befestigt.
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Sobald das Gefäß 18 voll ist, wird es herausgenommen, entleert und
wieder eingesetzt.