DE467353C - Verfahren zum Betrieb von Acetylenentwicklern - Google Patents

Verfahren zum Betrieb von Acetylenentwicklern

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DE467353C
DE467353C DEM95116D DEM0095116D DE467353C DE 467353 C DE467353 C DE 467353C DE M95116 D DEM95116 D DE M95116D DE M0095116 D DEM0095116 D DE M0095116D DE 467353 C DE467353 C DE 467353C
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DEM95116D
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Messer and Co GmbH
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10HPRODUCTION OF ACETYLENE BY WET METHODS
    • C10H21/00Details of acetylene generators; Accessory equipment for, or features of, the wet production of acetylene

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vacuum Packaging (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

  • Verfahren zum Betrieb von Acetylenentwicklern Es ist bereits vorgeschlagen worden, das Ausspülen von Luft im Acetylenentwickler durch Einleiten von. Acetylen aus dem Gassammler zu bewirken. Das setzt voraus, daß im Gassammler bereits Acetv len aufgespeichert ist. Bei erstmaliger Inbetriebnahme eines Acetylenerzeugers ist aber im Gassammler noch kein Acetylen vorhanden.
  • Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gestellt, zunächst bei der erstmaligen Inbetriebnahme des Acetylenerzeugers die den Carbidaufsatz desselben füllende Luft auszutreiben, damit sich nicht bei der beginnenden Entwicklung von Gas ein explosibles Gemisch aus diesem und der darin vorhandenen Luft bildet. Da aber auch bei der Wiederinbetriebnahme des vorübergehend außer Tätigkeit gewesenen Entwicklers und vor allen Dingen beim Entschlammen desselben und dem dabei eintretenden Unterdruck Luft in den Carbidfüllaufsatz gelangt, so geht die Aufgabe gleichzeitig dahin, in diesen Fällen ebenfalls die Luft auszutreiben.
  • Hierzu wird der Acetylenentwickler derart betrieben, daß noch ein Acetylenhilfsent-«#ickler verwendet wird. Der Hilfsentwickler schickt Gas in den Carbidaufsatz und verdrängt dadurch die Luft aus demselben. Dieses Acetylen geht nicht etwa verloren, sondern gelangt auf dem üblichen Weg in den Gassammler und kann dann von diesem aus ebenfalls zum Ausspülen der Luft aus dein Carbidfüllaufsatz benutzt werden. Da der Hilfsentwickler nur verhältnismäßig geringe Abmessungen zu haben braucht, verteuert der durch ihn bedingte Carbidverbrauch die Anlage nur unwesentlich.. Jedenfalls stehen die Kosten in keinem Verhältnis zu denen, die durch Zerstörung einer Anlage bei Explosion auflaufen können.
  • Im einzelnen geht das Verfahren in der Weise vor sich, daß vor der Inbetriebnahme des Acetylenerzeugers in dem Hilfsentwickler Acetylen erzeugt und dieses in den abgeschlossenen, leeren Carbidbehälter des eigentlichen Entwicklers eingeleitet und über die übliche Wasservorlage zum Gassammler abgeführt wird, aus dem es zunächst ins Freie tritt und hierbei die Luft austreibt. Dann wird im Sammler das aus der Carbidbüchse weiterhin entwickelte Acetylen aufgefangen und solches aus dem Hilfsentwickler in den Carbidbehälter des Erzeugers übergeführt, aus dem es durch die jetzt freigelegte Öffnung des Carbidbehälters austritt. In den auf diese Weise mit Acetylen gefüllten Carbidbehälter kann nunmehr das Carbid eingetragen werden, was unter vorübergehendem Öffnen des Deckels geschieht. Nach erfolgter Carbidfüllung wird nochmals Gas aus dem Hilfsentwickler in den wiederverschlossenen Carbidbehälter eingeleitet. Soll die Anlage nach einer Arbeitspause wieder in Betrieb genommen werden, so wird wiederum zuerst Gas aus dem Hilfsentwickler zum _ Durchspülen des Carbidbehälters in diesen hineingeschickt. In der gleichen Weise wird beim Entschlammen des Entwicklers aus dem Hilfsentwickler in den Carbidbehälter Acetylengas eingeführt, um das Entstehen eines Unterdruckes im Entwickler beim Abfluß des Wassers aus diesem - und damit des Zutritts von Außenluft - zu verhindern.
  • An Hand einer in der Zeichnung schematisch dargestellten Acetylenerzeugungsanlage. soll das Wesen des neuen Verfahrens näher erläutert werden.
  • Zwischen dem eigentlichen Acetylenerzeuger A mit dem Carbidfüllaufsatz B und dein Sammler D bzw. der Wasservorlage F ist ein Hilfsentwickler E aufgestellt, der etwa den Inhalt einer Carbidbüchse zu vergasen gestattet. Aus dem Entwickler E führt eine vom Hahn i beherrschte Rohrleitung a, a' unten in den Füllaufsatz B des Erzeugers A, aus dessen oberem Teil das Gasableitungsrohr b abzweigt, das das Acetylen durch die Vorlage F hindurch nach dem Sammler D gelangen läßt. An die Leitung a, & ist eine Leitung d angeschlossen, deren anderes Ende in das zum Sammler führende Rohr f mündet. Diese Leitung b wird von einem Hahn :2 beherrscht.
  • Bevor die Anlage in Betrieb gesetzt und hierzu mit Carbid gefüllt wird, wird in dem Hilfsentwickler E eine Büchse Carbid vergast. Hierbei ist der Deckel G des Füllaufsatzes B und der Hahn 2 geschlossen, der Hahn i dagegen geöffnet. Das im Entwickler E erzeugte Gas strömt durch die Leitung a, a1 in den Füllaufsatz B" und geht durch die Leiturjg b über die Wasservorlage F in den Sammler, wobei in dem Füllaufsatz B befindliche Luft mitgerissen wird, mit der zusammen das Gas aus dem Sammler für kurze Zeit durch dessen Abgangsrohr ins Freie tritt, worauf das Abgangsrohr geschlossen wird.
  • Ist die Büchse Carbid im Entwickler E vergast, dann wird der Hahn i geschlossen und dafür der Hahn :2 geöffnet. Nunmehr strömt das Gas aus dem Sammler D durch die Leitung d und den Zweig al in den Füllaufsatz, aus dem es bei derzeit geöffnetem Deckel G ins Freie tritt. In den so ausgespülten Füllaufsatz kann jetzt das Carbid eingefüllt werden, da der etwa in diesen eindringenden Luft ständig Acetylen aus dem Sammler D entgegentritt. Nach erfolgter Carbidbeschickung wird der Deckel G geschlossen und nochmals Gas aus dem Hilfsentwickler in den Carbidbehälter eingeführt sowie der Hahn 2 geschlossen. Nunmehr ist die Anlage völlig mit Gas gefüllt und betriebsbereit.
  • Soll der Gaserzeuger A entschlammt werden, so wird der Hahn i in der Leitung a, a' geöffnet. Es strömt dann Gas aus dem Hilfsentwickler E in den Erzeuger, wodurch der durch den Abfluß des Wassers bedingte Unterdruck im Erzeuger ausgeglichen wird.
  • War der Betrieb der Anlage eine Zeitlang unterbrochen und soll er wieder fortgesetzt werden, so wird erst. wieder mit dem Hilfsentwickler E der Carbidbehälter B ausgespült.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH-: Verfahren zum Betrieb von Acetylenentwicklern, gekennzeichnet durch die Anwendung eines Hilfsentwicklers, aus dem der Carbidfüllaufsatz des Hauptentwicklers vor der erstmaligen oder erneuten Inbetriebnahme oder während des Entschlammens begast wird.
DEM95116D 1926-06-29 1926-06-29 Verfahren zum Betrieb von Acetylenentwicklern Expired DE467353C (de)

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