DE46726C - Neuerung an dem durch Patent Nr. 34392 geschützten Abdampfthurm mit beweglichen, beliebig verstellbaren Rieselflächen - Google Patents

Neuerung an dem durch Patent Nr. 34392 geschützten Abdampfthurm mit beweglichen, beliebig verstellbaren Rieselflächen

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DE46726C
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Application number
DENDAT46726D
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Original Assignee
R. SCHNEIDER in Dresden-A., Hohe Strafse 4
Publication of DE46726C publication Critical patent/DE46726C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D1/00Evaporating
    • B01D1/22Evaporating by bringing a thin layer of the liquid into contact with a heated surface

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 76: Soda, Potasche und Alkalien.
RICHARD SCHNEIDER in DRESDEN.
beliebig verstellbaren Rieselflächen.
Zusatz zum Patent No. 34392 vom 17. April 1885.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. August 1888 ab. Längste Dauer: 16. April 1900.
Der im Patent No. 34392 beschriebene Ofen hat sich in seinen einzelnen Theilen sowohl in Bezug auf deren Construction, als wie auch in Bezug auf deren Lage zu einander bestens bewährt, und bleiben daher alle Theile dieses Ofens, wie Heifsluftapparat, Calcinirraum, Eindickraum und bezw. Ausglühraum dieselben und den im genannten Patent angegebenen Bedingungen für einen vortheilhaften Betrieb unterworfen, dagegen kann der Abdampfthurm in Bezug auf Anordnung der Rieselflächen Aenderungen erfahren und bilden diese den Gegenstand dieses Zusatz-Patents.
Schon im Haupt-Patente war besonders hervorgehoben worden, dafs der Abdampfthurm seinem Zweck erst dann vollkommen entsprechen wird, wenn die schräg gestellten Rieselflächen so gestaltet sind, dafs ein langsames Ablaufen der einzudampfenden Flüssigkeit bezw. der zu trocknenden Gegenstände bei gröfstmöglicher Oberfläche stattfindet, und waren auch schon Mittel und Wege angegeben, um diese Bedingungen voll und ganz zu erfüllen. Aber noch auf andere als dort angegebene Weise kann diesen Forderungen genügt werden. Derselbe Zweck, welcher dem Haupt-Patente nach durch Herstellung der Rieselflächen aus nicht ebenen, sondern flach gewellten, geriffelten etc. Platten erreicht werden soll, kann aber auch durch besondere Anordnungen der Flächen selbst erzielt werden. Diese Anordnungen können aber wieder sehr verschiedene sein und sollen in nachstehender Beschreibung und durch Zeichnungen zwei Arten derselben näher erläutert werden.
In Fig. ι bis 8 sind in je vier Schnitten die beiden Arten dargestellt, welche sich im allgemeinen von der im Haupt-Patente angeführten Art durch ein wesentlich dichteres Uebereinanderlagern und die dadurch bedingte besondere Führung der wärmeabgebenden Verbrennungsproducte zwischen diesen Platten unterscheiden.
Fig. ι bis 4 zeigen in den Verticalschnitten A-B und C-D und in den Horizontalschnitten E-F und G-H die Rieselflächen, wie im Haupt-Patente, in einer Anordnung, bei welcher die gesammte zu verdampfende Flüssigkeit jede der einzelnen Rieselflächen nach einander passirt. Zur völligen Ausnutzung des Innenraumes des Thurmes sind aber hier die' Rieselflächen so dicht als möglich unter einander eingelagert; und zwar derartig, dafs ungefähr die dreifache Anzahl der Rieselflächen im Thurm Platz finden kann, als dies nach der Anordnung im Haupt-Patente möglich ist. Der für die Abführung der heifsen Gase nicht mehr genügende Zwischenraum zwischen zwei Rieselflächen wird dadurch in vortheilhafter Weise auf das gewünschte Mafs vergröfsert, dafs die heifsen Gase zwischen mehreren zu einer Gruppe vereinigten Rieselflächen rechtwinklig zur Rieh-
tung der abfliefsenden Flüssigkeit durchgeführt werden. Zur Ueberführung der die Verdampfung bewirkenden Verbrennungsproducte von einer Gruppe der Rieselflächen nach der anderen sind verticale, zwischen der Mauer und den Rieselflächen selbst angeordnete Kanäle nöthig, die abwechselnd in bestimmten Höhen durch eiserne Platten horizontal abgeschlossen sind, um die aufsteigenden Gase den ihnen vorgeschriebenen Weg zu leiten, wie aus Schnitt C-D ersichtlich ist.
Hierdurch sind die vom Eindickraum kommenden Verbrennungsproducte gezwungen, in den Kanälen an der einen Langseite des Thurmes herauf und durch eine Gruppe der Rieselflächen hindurch nach der anderen Längsseite zu ziehen, dort aufzusteigen, um alsdann wieder, die Rieselflächen einer Gruppe umspülend, nach der gegenüberliegenden Seite zurück zu gelangen und so den Thurm, im Zickzack durchströmend, schliefslich oben durch einen nach aufsen führenden Kanal zu verlassen. Der Kanal verbindet entweder den Thurm mit einem Schornsteine direct, sobald sich letzterer in nächster Nähe befindet, oder er leitet die Gase vorerst nach unten und läfst sie in einen horizontalen Kanal einfallen, welcher mit dem Schornsteine in Verbindung steht. Der Thurm ist oben passend abgedeckt oder trägt einen Behälter, von welchem aus der obersten Rieselfläche durch ein Vertheilungsrohr die betreffende Flüssigkeit oder dergleichen in regulirbaren Mengen zugeführt wird.
Die Ausführung der Rieselflächen selbst ist ganz dieselbe, wie die im Haupt-Patente angegebene, nämlich eine der Art der zu verdampfenden Flüssigkeit entsprechende, aus geeignetem widerstandsfähigen Material. Die Seitenwände des Thurminneren werden ebenfalls, je nach Beschaffenheit der aufzuarbeitenden Flüssigkeit, in besonderer Weise hergestellt bezw. mit besonderer Auskleidung versehen. An geeigneten Stellen erhalten die Stirnwände des Thurmes mit dicht schliefsenden Thüren versehene Oeffhungen, um die eingelegten, die Rieselflächen bildenden Platten reinigen und erforderlichenfalls auswechseln zu können.
Die in Fig. 5 bis 8 dargestellte andere Art der Anordnung der Rieselfiächen ähnelt derjenigen des Haupt-Patents mehr als die soeben beschriebene. Bei dieser sind nämlich die Rieselflächen zwar ebenfalls gruppenweise angeordnet, aber terrassenförmig dicht über einander gelagert, und zwar sind die einer Gruppe angehörenden Rieselflächen nach ein und derselben Richtung geneigt. Dadurch ist es auch unmöglich geworden, dafs die gesammte Flüssigkeit die Rieselflächen eine nach der anderen passiren mufs, um in den Eindickraum zu gelangen, sondern die Flüssigkeit läuft von einer Fläche der einen Gruppe auf eine andere bestimmte Fläche der nächsten Gruppe. Die so auf die Rieselflächen einer Gruppe vertheilte Flüssigkeit fliefst daher langsamer, die Flächen sind weniger geneigt und gestattet deshalb diese Anordnung das Einbauen einer vier- bis fünffachen Anzahl von Rieselflächen gegenüber der des Haupt-Patents. Die aus dem Eindickraum aufsteigenden Gase durchströmen die Zwischenräume zwischen den Rieselflächen ebenfalls gruppenweise, der abfliefsenden Flüssigkeit entgegen.
Durch das Quantum der abziehenden Gase und der für die- Ausführung nöthigen Dimensionen der Zwischenräume wird die Anzahl der zu einer Gruppe vereinigten Rieselflächen bestimmt, deren Material sich, wie im Haupt-Patent angegeben, nach der zu bearbeitenden Flüssigkeit richtet. Die Abführung der Gase aus dem Thurme nach dem Schornsteine gleicht derjenigen, wie sie für die erste Anordnung angegeben wurde.
Durch Combination dieser beiden soeben beschriebenen Arten der Anordnung und auch durch Anwendung anderer Neigung der Flächen u. s. w. ist die Möglichkeit gegeben, für jeden einzelnen Fall die passendste Construction zu bilden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei dem unter No. 34392 patentirten Abdampfthurm eine gruppenweise Anordnung der Rieselflächen und Führung der Dämpfe und Gase zwischen den Flächen der Gruppen nach dem Schornsteine.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT46726D Neuerung an dem durch Patent Nr. 34392 geschützten Abdampfthurm mit beweglichen, beliebig verstellbaren Rieselflächen Expired - Lifetime DE46726C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748514C (de) * 1939-03-15 1944-11-06 Walther Kunze Dr Ing Verfahren zum Eindicken von Sulfitablauge unter Benutzung planmaessig bewegter kalter oder wenig warmer gasfoermiger Mittel wie Luft

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748514C (de) * 1939-03-15 1944-11-06 Walther Kunze Dr Ing Verfahren zum Eindicken von Sulfitablauge unter Benutzung planmaessig bewegter kalter oder wenig warmer gasfoermiger Mittel wie Luft

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