DE467248C - Drehwaage fuer gravimetrische Untersuchungen - Google Patents

Drehwaage fuer gravimetrische Untersuchungen

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DE467248C DEK104641D DEK0104641D DE467248C DE 467248 C DE467248 C DE 467248C DE K104641 D DEK104641 D DE K104641D DE K0104641 D DEK0104641 D DE K0104641D DE 467248 C DE467248 C DE 467248C
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    • G01VGEOPHYSICS; GRAVITATIONAL MEASUREMENTS; DETECTING MASSES OR OBJECTS; TAGS
    • G01V7/00Measuring gravitational fields or waves; Gravimetric prospecting or detecting
    • G01V7/08Measuring gravitational fields or waves; Gravimetric prospecting or detecting using balances
    • G01V7/10Measuring gravitational fields or waves; Gravimetric prospecting or detecting using balances using torsion balances, e.g. Eötvös balance

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Description

  • Drehwaage für gravimetrische Untersuchungen Die Coulombsche Dreh- oder Torsionswaage mit zwei Gewichtsmassen, die durch Roland von E ö t v ö s vervollkommnet wurde, findet eine immer mehr verbreitetere Anwendung zur Ermittelung von Erzlagern und macht häufig die kostspieligen Versuchsbohrungen überflüssig.
  • Zur Bestimmung der geologischen Struktur der tief liegenden Schichten mittels der Torsionswaage zeichnet man die Isogramme auf, d. h. die Kurven, welche die Punkte gleicher Intensität der senkrechten Komponente der Schwere verbinden. Diese senkrechte Komponente wird nacheinander mittels eines Netzes von feststehenden Punkten, sogenannten Stationspunkten, berechnet, indem man für jeden derselben die Zunahme entsprechend der waagerechten Verstellung um je einen Zentimeter festlegt. Diese Zunahme wird auf Grund der Anzeigen der Waage im Laufe der Beobachtungen der Stationspunkte bestimmt.
  • Es genügt, an jedem Stationspunkt zwei Werte und zu kennen, in denen U (x, y, z) die potentielle Funktion der Schwere ist und x, y, z die nach Norden, nach Westen und senkrecht nach unten (Abb. s) von einem gemeinschaftlichen Ausgangspunkt aus gemessenen Koordinaten sind. Die bisher gebräuchlichen Waagen bestehen aus zwei geraden Waagebalken, die nebeneinander liegen und mittels zusammengedrehter, starrer Platin-Iridium-Drähte an ein und demselben Punkt aufgehängt sind. An dem einen Ende jedes Waagebalkens ist ein Gewicht befestigt und an dem anderen ein Draht, an welchem ein gleiches Gewicht in bestimmter Höhe (Abb. a) aufgehängt ist.
  • Leider geben die Waagen nur die beiden Werte und gleichzeitig mit den anderen abgeleiteten Funktionswerten und an. Um die Werte und zu erhalten, ist man gezwungen, eine Reihe von linearen Gleichungen erster Ordnung mit vier'Unbekannten aufzulösen, und diese Unbekannten sind die vier abgeleiteten Funktionen nachstehender Formel: Nach der wohlbekannten Theorie der Torsionswaagen findet das Gleichgewicht jedes Waagebalkens, nach dem Azimuth A eingestellt, in nachstehender Gleichung seinen Ausdruck: T bedeutet die Winkelabweichung des Waagebalkens, m die an den Enden jedes Waagebalkens aufgehängte Gewichtsmasse, h die Höhendifferenz jeder der beiden Massen injedes Waagebalkens, l die Länge des Waagebalkens und t den Drehungskoeffizienten des Platindrahtes. K bezeichnet das Trägheitsmoment des Systems in bezug auf die senkrechte Achse, die mit dem Platindraht zusammenfällt. Die Null der Skala ist infolge der Schwankungen im molekularen Zustand des Drahtes veränderlich; man hat somit fünf Unbekannte, nämlich die Null und die vier abgeleiteten Funktionen. Man müßte deshalb mit einer Waage mit einem Balken an jedem Punkt mindestens fünf Beobachtungen unter fünf verschiedenen Azimuthen vornehmen.
  • Mittels Waagen mit zwei Balken würden die Beobachtungen sechs Gleichungen geben zur Ermittelung der sechs Unbekannten: Uxz, U" U"Y, UD und die beiden Nullen entsprechend den beiden Waagebalken. Tatsächlich ist man gezwungen, mindestens vier Beobachtungen vorzunehmen, um die Kontrollgleichungen zu erhalten.
  • Das Auftreten der beiden Unbekannten Uxy und UD zwingt zur Vornahme einer größeren Anzahl Beobachtungen an jedem Stationspunkt und verringert infolgedessen die Genauigkeit der Messungen. Diese Übelstände liegen in der Natur der Torsionswaage mit Waagebalken mit zwei Gewichtsmassen, wie sie bis heute üblich ist, da sie von der Anzahl der Massen abhängen, die bei allen bekannten Ausführungsformen der Waage dieselbe ist.
  • Diese Übelstände kommen in Wegfall bei Verwendung von Waagebalken mit yz gleichen Massen, die an den Enden von zz (n --- 2) Armen gleicher Länge aufgehängt sind, wobei die n Arme zusammen den Waagebalken bilden und symmetrisch um einen gemeinschaftlichen Mittelpunkt angeordnet sind. Die 7a Massen werden .in verschiedenen Höhen hl, hl ... h" an den Enden der Arme befestigt bzw. aufgehängt.
  • Die Gleichgewichtsgleichung eines derartigen Waagearmes enthält nur die Unbekannten U.,Z und Uyz. Somit ist der einfachste Fall der in Abb. 3 dargestellte, wo lz - 3 ist.
  • In dieser Waage besteht jeder Balken aus drei geraden Stangen 0A, 0I3, 0C gleicher Länge 1, die symmetrisch zur Mitte des Balkens angeordnet sind. Drei unter sich gleiche Massen in sind an den Ecken a, B, c des gleichschenkligen Dreiecks aufgehängt, welches durch die freien Enden der drei Stangen gebildet wird. Die eine, B, sitzt unmittelbar am Balken, die zweite, A, in einem Abstande aA - h und die dritte, C, in einem doppelten Abstand cC = 2h vom Ende c.
  • Der Balken selbst hängt an einem starren Draht, dessen Torsionskoeffizient t ist.
  • Es ist leicht festzustellen, daß die Projektionen auf die Achsen 0x und 0y der Schwerkräfte, die an den MassenA, Bund C (Abb. z) angreifen, folgende sind: für A ml # cos A Ux2 + ml # sin A Uxy -f- mh # Uz und ' nzl # cos A Uxy + ml # sin A Uy2 -I- mit # Uy-#; für B ml cos (A -E- i--o°) U,2 -f- ml sin (A -E-- igo°)Uxy und ml . cos (A + i2o°) Uxy -i- ml # sin (A -E- i?,o°) Uy2; endlich für C: ml . cos (A + i20°) U,2 + ml # sin (A - i20°) Uxy + 2mh U, und ml # cos (A - i2o°) Uxy- -r ml sin (A -- i2o°) Uy.2 -f- 2mh Uyz, U,2 und Uy 2 bezeichnen und Man erhält somit als Werte ihrer entsprechenden Momente zur senkrechten Achse o-x, für A .
  • m12 cos 2 A U,y. + 1 m12 sin 2 A UD + mhl (U., cos A - U"-- sin A) ; für B ' m12 cos (2 A -E- 24o°) Uxr + z m12 sin (2 A + 24o°)_UD; für C ml' cos (2 A-240°) Uxy + ml2sin(2A-24o°) UD2nahl [Uy-z cos(A-x2o°)-U"sin (A-120°)]. Summiert und vereinfacht erhält man als Gesamtmoment: und die Gleichgewichtsgleichung für den nach dem Azimut A gerichteten Waagebalken lautet: wobei T die Abweichung des Waagebalkens und t den Torsionskoeffizienten des Aufhängedrahtes bezeichnet.
  • Ein einzelner Balken mit drei Massen gibt die Unbekannte: C'xZ, UYz und die entsprechende Null der Skala. Somit sind vier Beobachtungen, einschließlich einer Kontrollbeabachtung, erforderlich.
  • Vermehrt man die Anzahl der Balken, so vermindern sich die an jedem Punkt vorzunehmenden Beobachtungen.
  • Die in Abb. 4. dargestellte Waage hat drei gleiche Balken, deren jeder drei Arme und drei Massen besitzt und die parallel nebeneinander so angeordnet sind, daß die drei unter sich gleichen Massen m der Enden der drei nebeneinanderliegenden Arme der drei verschiedenen Balken in verschiedenen Höhen stehen (Abb. 3). Die drei Massen liegen in bekannter Weise innerhalb von Glasröhren zum Schutze gegen äußere Einflüsse.
  • Zwei mittels einer derartigen Waage nach zwei Richtungen ausgeführte Beobachtungen genügen zur Feststellung der Werte und Waage vier Messungen vornehmen muB; denn während man mittels einer Eötvöses sind fünf Unbekannte (U"., U" und die drei entsprechenden Nullen der drei Balken) erforderlich. Jede Beobachtung liefert drei Gleichungen, so daß man mit zwei Beobachtungen deren sechs erhält, was zur Ermittelung der Unbekannten genügt; eine der Gleichungen dient außerdem zur Kontrolle.
  • Die Ausführung der Waage nach der Erfindung entspricht in ihrem Bau der bekannten Eötvös-Waage mit zwei Gewichtsmassen, nur daß es vorteilhaft ist, an Stelle des gewöhnlichen selbsttätigen Registrierverfahrens mit einer feststehenden photographischen Platte eine sich sehr langsam kontinuierlich umdrehende Platte zu verwenden, wodurch man in der Lage ist, nicht die feststehende Lage des Lichtpunktes, die dem Gleichgewicht des Balkens entspricht, zu photographieren, sondern die kontinuierliche Kurve (Sinuskurve) entsprechend den Ausschwingungen des Balkens und die Gleichgewichtslage des Balkens durch den Mittelwert einer gewissen Anzahl von Maximallängenstellungen zu bestimmen.

Claims (3)

  1. PATLNTANSL'1tÜCiiL: i. Drehwaage für gravimetrische Untersuchungen, gekennzeichnet durch mehr als. zwei von gemeinsamer Aufhängung getragene, an ihrem freien Ende gewichtsbelastete Arme.
  2. 2. Drehwaage nach Anspruch i, gekennzeichnet durch drei in gleichem Winkelabstand zueinander angeordnete Arme.
  3. 3. Drehwaage nach Anspruch i, gekennzeichnet durch drei Gehänge mit je drei gewichtsbelasteten Armen.
DEK104641D 1926-06-14 1927-06-11 Drehwaage fuer gravimetrische Untersuchungen Expired DE467248C (de)

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FR467248X 1926-06-14

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DEK104641D Expired DE467248C (de) 1926-06-14 1927-06-11 Drehwaage fuer gravimetrische Untersuchungen

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DE (1) DE467248C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE924482C (de) * 1949-06-08 1955-03-03 Francois Batistin Bellon In einem Feld angeordnete drehbare Einrichtung mit empfindlichen Organen, die eine Kraft liefern, welche eine periodische Funktion des Ortes oder der Zeit ist

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE924482C (de) * 1949-06-08 1955-03-03 Francois Batistin Bellon In einem Feld angeordnete drehbare Einrichtung mit empfindlichen Organen, die eine Kraft liefern, welche eine periodische Funktion des Ortes oder der Zeit ist

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