DE46691C - Gesteinbohrmaschine - Google Patents
GesteinbohrmaschineInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B1/00—Percussion drilling
- E21B1/12—Percussion drilling with a reciprocating impulse member
- E21B1/24—Percussion drilling with a reciprocating impulse member the impulse member being a piston driven directly by fluid pressure
- E21B1/30—Percussion drilling with a reciprocating impulse member the impulse member being a piston driven directly by fluid pressure by air, steam or gas pressure
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 5: Bergbau.
Gesteinbohrmaschine.
Die Vertheilungsventile an Gesteinbohrmaschinen sind bisher in manchen Fällen mit
Hülfe eines Mitnehmers betrieben worden, dessen Bethätigung durch die Hin- und Herbewegung
des Kolbens oder der Kolbenstange erfolgt. Bei dieser Anordnung bedurfte man indessen
einer Feder, um das Ventil in seiner Stellung am Ende des Hubes zu halten, während es
nicht von der Kolbenstange beeinflufst wurde. Doch waren hierbei Betriebsstörungen infolge
verringerter Spannkraft der Feder oder infolge von starker Reibung bei zu scharfer Anspannung
der Feder unvermeidlich. In anderen Fällen wurden die Ventile durch Luftdruck bethätigt; da dieselben sich jedoch infolge Eintretens
von Sand oder Stäub zwischen die arbeitenden Flächen sehr leicht klemmen, so vermag
der Luftdruck einen solchen Widerstand nicht mehr 'zu überwinden. Die Federn dagegen
behindern die Bewegung des Kolbens und verursachen eine beträchtliche Abnutzung der Arbeitstheile, so dafs, wenn letztere nur
ein wenig abgenutzt sind, der Apparat nicht mehr ordentlich wirken kann (das Ventil erhält
dann nicht mehr die richtige Lage), bis die Federn erneuert oder neu eingestellt sind.
Bei ventillosen Maschinen genannter Art ist die treibende Flüssigkeit in steter Verbindung mit
dem Kolben; auf diese Weise werden jedoch aufser bedeutendem Flüssigkeitsverlust grofse
Widerstände betreffs der Kolbenbewegung hervorgerufen.
Nach vorliegender Erfindung sollen nun diese Uebelstände dadurch vermieden werden,
dafs man das Vertheilungsventil durch einen Mitnehmer oder eine ähnliche Vorrichtung in
Verbindung mit Flüssigkeitsdruck bethätigt.
Auf beiliegenden Zeichnungen wird eine mit der vorliegenden Neuerung ausgerüstete Gesteinbohrmaschine
durch die Fig. 1 bis 7 in Ansicht, im Grundrifs, im Längenschnitt 7 im
Querschnitt nach x-x, χ L-xl, y-y, y^-y1-,
Fig. 3, veranschaulicht, während die Fig. 8, 9 und ι ο, 11 zwei Abänderungen darstellen, wobei
Fig. 9 einen Schnitt nach \-\, Fig. 8, und
Fig. 11 einen Schnitt nach ζ1-ζ1, Fig. 10,
zeigt.
In diesen Figuren ist mit A der Cylinder bezeichnet, mit B bezw. B1 je ein Cylinderdeckel,
mit C bezw. C1 je ein Kolben, mit D die Kolbenstange, mit E der Absperrhahn,
mit F das Speiserohr, mit G die Büchse für den Bohrer H, mit / der Cylinderträger, mit
/ die Handhabe zum Vorb'ewegen oder Zurückziehen des Bohrers. Bei bλ ist an dem Cylinder
A ein Mitnehmer b eingelenkt, welcher dazu dient, ein Ventil α zu bethätigen und
durch einen auf der Kolbenstange D vorgesehenen Ansatz c in Bewegung gesetzt wird.
Die durch das Rohr F und den Hahn E zugeführte Luft oder sonstige Flüssigkeit wird
mit Hülfe des Ventils a veranlafst, abwechselnd durch Kanäle αl nach den Enden des Cylinders
A zu treten und hier zu expandiren. In dem Cylinder A sind Oeffnungen d vorgesehen,
durch welche die Luft etc. abziehen kann. Sobald dieses geschehen, dringt atmosphärische
Luft in den Cylinder und wird an jedem Ende des Hubes zusammengeprefst. Diese zusammengeprefste
Luft bildet ein Kissen zwischen den
Kolben C bezw. C1 und den Deckeln B
'bezw. B ' und verhindert so die Beschädigung dieser Theile. Sobald dann die Kolben in der
entgegengesetzten Richtung bewegt werden sollen, unterstützt die nun expandirende Luft
die auf dieselben wirkende Anfangskraft. Bei der Vorwärtsbewegung der Kolben, d. h. beim
Einschneiden des Bohrers in das Gestein schadet jedoch der durch das Luftkissen hervorgerufene
Widerstand der Kraft des Bohrers nur, wenn die Kolben zu schnell arbeiten, wie z. B. wenn der Bohrer auf weiches Gestein
trifft, oder wenn die Maschine nicht in der richtigen Arbeitslage erhalten worden. Der
Eintritt der atmosphärischen Luft in die Kanäle αl wird durch auf Sitzen' f ruhende
Ventile e verhindert, welche durch Federn g geschlossen gehalten werden. Beim Zusammenpressen
der atmosphärischen Luft in oben angegebener Weise an einem Ende des Cylinders preist der Luftdruck das Ventil e fester
auf seinen Sitz f; das Ventil e des anderen Cylinderendes
dagegen wird durch die von dem Ventile α zugeführte Luft oder sonstige Flüssigkeit,
welche genügende Stärke zum Ueberwinden der Kraft der Feder g besitzt, geöffnet.
Dieses Spiel wiederholt sich abwechselnd an jedem Ende des Cylinders.
Ein wichtiger Theil der vorliegenden Erfindung besteht in der Anordnung des Vertheilungsventils
in der Weise, dafs dasselbe bei seiner Bewegung am Ende seines Hubes einen der genannten
Kanäle schliefst und den anderen öffnet und hierbei von dem Drucke der Betriebsluft
oder -Flüssigkeit in seiner Stellung gehalten wird, wenn auch der Ansatz c des Kolbens D aufser
' Berührung mit dem Mitnehmer b tritt. Zu dem Zwecke wird das Vertheilungsventil α,
wie in den Fig. 3 und 5 angegeben, in einem Gehäuse α 2 gleitbar untergebracht, welches mit
einer Schmier-Oeffnung as versehen ist. Das
Vertheilungsventil selbst hat Aussparungen α4
erhalten, in welchen der Arm b- des Mitnehmers b arbeitet, und wird . durch letzteren an
jedem Ende seiner Bewegung gegen Stahlscheiben <25, welche zwischen sich Kautschukscheiben
aß einschliefsen, geprefst. Nach
Wunsch kann das Vertheilungsventil gewendet und der Arm b2 in die andere Aussparung α4
.desselben gelegt werden. Wenn nun an irgend einer Endbewegung das Vertheilungsventil
den einen Kanal, durch welchen die Betriebsluft auf dasselbe einwirken kann, schliefst,
so vermag letztere nur Druck auf die übrigen Flächen des Ventils auszuüben und drückt
dieses daher gegen die Scheiben a5 a6.
Um dem Bohrer H in dem Augenblick, in welchem er seine Schneide in das Gestein
setzt, eine drehende Bewegung zu ertheilen, ist an dem Cylinderdeckel Bl eine Spindel h
(Fig. 3 und 6) angebracht. Letztere ist mit spiralförmigen Aussparungen h* versehen,
welche in entsprechende Vorsprünge eines in dem Kolben C' untergebrachten Ringes i
greifen, während die Kolbenstange D eine Höhlung/ besitzt, um die Spindel h aufzunehmen.
Das hintere Ende der Spindel h trägt ein Sperrrad k, Fig. 7, mit Sperrklinken k \ welche
von Federn /r2 während der rückwärtigen Bewegung
der Kolben bethätigt werden und so eine Drehung des Bohrers mittelst der mit
spiralförmigen Aussparungen versehenen Spindel /2 herbeiführen. ' Bei der Bewegung der
Kolben nach vorn stehen die Klinken A:1
nicht in Eingriff mit dem Sperrrade k, welches demnach sich frei mit der Spindel h drehen
kann.
Der Cylinder A ist mit Λ-förmigen Ansätzen versehen, welche in entsprechenden Aussparungen
Z1 des Trägers I gleiten (Fig. 6). Um
den Cylinder und somit den Bohrer nach seiner Arbeitsstelle zu bewegen oder von dieser
zu entfernen, dient eine Schraubenspindel τη, welche in einem Lager des Trägers / und
einem Lager m2 einer Verlängerung m3 des
Trägers / ruht. Diese Schraubenspindel m steht in Eingriff mit dem Gewinde von an
dem Cylinder angebrachten entsprechenden Muttern η und wird gedreht durch die bereits
oben erwähnte Handhabe J. Um Abnutzung in den Schraubengewinden der Spindel m oder
der Muttern η auszugleichen, tragen letztere an ihrer Aufsenseite ein Rechts- und Linksgewinde
η1, in welches das Rechts- und Linksgewinde einer Mutter 0 greift, so dafs
man diese nur zu drehen braucht, um jeden Schlag, welchem Maschinen solcher Art bei
geringer Abnutzung leicht ausgesetzt sind, aufzuheben. Um Abnutzung in den Lagern ot2
auszugleichen, dienen Muttern p.
Um die Kolbenstange D und die Spindel h ist eine Packung q angebracht; ferner sind an
dem Ventil α Schraubenstopfen rrl vorgesehen,
um das Ventil herausnehmen zu können; ebenso befindet sich ein Schraubenstopfen s
über dem Sperrrade k, um dieses zu schmieren oder nachzusehen.
Die Fig. 8 und 9 veranschaulichen eine Abänderung; bei dieser ruht der Cylinder A
in einem Träger /, welcher an der einen Seite eine Λ-förmige Aussparung Z1 erhalten hat, in
welcher der entsprechende Ansatz Z des Cylinders A gleitbar untergebracht ist, während der
Λ-förmige Ansatz auf der anderen Seite des Cylinders von einer mit einem Keil t1 ausgestatteten
Aussparung t aufgenommen wird. Der Keil t1 kann mittelst Stellschrauben u angezogen
werden. ,
Bei der durch die Fig. ι ο und 11 dargestellten
Abänderung ist der Träger / mit einem entfernbaren Theile ν versehen, welcher an dem
Träger mittelst Schrauben yv befestigt wird.
Diese Anordnung gestattet ein schnelles Abnehmen des Cylinders A von dem Träger I.
Claims (2)
- Patent-Anspruch:Eine Gesteinbohrmaschine, gekennzeichnet durch folgende gleichzeitig angebrachte Ein-. richtungen:ι. die Anordnung eines Ventiles (α), welches durch einen Mitnehmer (b) und einen auf der Kolbenstange vorgesehenen Ansatz (c) bethätigt wird und eine solche Construction erhalten hat, dafs es am Ende seines Hubes den Zuführungskanal an diesem Ende schliefst, so dafs der Flüssigkeitsdruck nicht länger auf das entsprechende Ende des Ventiles wirken kann und dieses in seiner Stellung durch den Druck der Flüssigkeit auf die übrigen Flächen gehalten wird;
- 2. die Abzugsöffnungen d, welche in demCylinder A derartig angebracht sind, dafs die Bildung eines Polsters für die Kolben an jedem Ende ihrer Bewegung vor sich geht;die Vorrichtung, um die Abnutzung der Zuführungsschraubenspindel m aufzuheben, bestehend in Muttern n, welche mit einem äufseren Rechts- und Linksgewinde n1 und einer Mutter 0, welche mit .einem inneren Rechts- und Linksgewinde versehen und in Engriff mit dem Rechts- und Linksgewinde η l gebracht ist;
die Vorrichtung, um die Abnutzung des Cylinders A und Trägers / aufzuheben, bestehend in einem y\-förmigen Ansatz /, einer Aussparung Z1, einer Aussparung t, einem Keile f1 und Stellschrauben u oder einem entfernbaren Theile ν mit Schrauben oder Bolzen w.Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE46691C true DE46691C (de) |
Family
ID=321781
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT46691D Expired - Lifetime DE46691C (de) | Gesteinbohrmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE46691C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US9700398B2 (en) | 1998-08-12 | 2017-07-11 | Maquet Cardiovascular Llc | Vessel harvester |
-
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- DE DENDAT46691D patent/DE46691C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US9700398B2 (en) | 1998-08-12 | 2017-07-11 | Maquet Cardiovascular Llc | Vessel harvester |
| US9730782B2 (en) | 1998-08-12 | 2017-08-15 | Maquet Cardiovascular Llc | Vessel harvester |
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