DE466253C - Selbstspinner - Google Patents

Selbstspinner

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DE466253C
DE466253C DES66108D DES0066108D DE466253C DE 466253 C DE466253 C DE 466253C DE S66108 D DES66108 D DE S66108D DE S0066108 D DES0066108 D DE S0066108D DE 466253 C DE466253 C DE 466253C
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DE
Germany
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self
parts
friction
spinner
acceleration
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Expired
Application number
DES66108D
Other languages
English (en)
Inventor
Hugo Busch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Filing date
Publication date
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Application granted granted Critical
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H3/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up intermittently, e.g. mules
    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H2700/00Spinning or twisting machines; Drafting devices
    • D01H2700/20Spinning mules; Transmissions

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

  • Selbstspinner Bei den Selbstspinnern sind verschiedene Teile während des Arbeitsvorganges dauernd großen Geschwindigkeitsänderungen unterworfen; diese sind durch das regelmäßige Arbeitsspiel bedingt. Beim Beginn der Ausfahrt müssen große Massen beschleunigt werden, so z. B. die Festscheiben auf der Hauptwelle, die Schnurtrommeln und die Spindeln, ebenso auch die Zuirnscheibe und die Wagenscheibe. Die Beschleunigungsarbeit ist bei den Selbstspinnern der bisherigen Bauart außerordentlich groß, und der Kraftverbrauch weist zu Beginn der Ausfahrt eine sehr hohe Spitze auf. Nach Beendigung der Ausfahrt und der Drahtgebung müssen die vorher beschleunigten Massen in möglichst kurzer Zeit verzögert werden; die vorher aufgenommene Energie wird also wieder vernichtet. Beim Abschlagen und bei der Einfahrt liegen die Verhältnisse ähnlich, der Kraftverbrauch ist jedoch bei den geringen Drehzahlen bedeutend kleiner.
  • Aus genauen Messungen geht hervor, daß die Beschleunigungsarbeit einen wesentlichen Teil der gesamten Arbeitsleistung darstellt. Die zur Beschleunigung aufgewandte Energie ist aber für die Erzeugung verloren, da sie nach Beendigung des betreffenden Arbeitsabschnittes durch Abbremsen «-leder vernichtet wird. Die bekannten Selbstspinner arbeiten also krafttechnisch sehr unwirtschaftlich. Hinzu kommt, daß die Zeiten für die Beschleunigung und für die Verzögerung verhältnismäßig sehr groß und für die eigentliche Erzeugung verloren sind. Ferner werden die Riemen sehr stark abgenutzt. Die zu beschleunigenden und wieder zu bremsenden Massen wirken außerdem sehr störend auf den Betrieb, besonders dann, wenn mehrere Selbstspinner von einer gemeinsamen Transmission angetrieben werden, über die sie sich gegenseitig beeinflussen.
  • Zur Verminderung der erwähnten Mängel ist bereits vorgeschlagen worden, den Wagen besonders leicht zu bauen. Hierdurch wird aber nur wenig Kraft erspart, da der Wagen allein infolge seiner geringen Geschwindigkeit trotz seiner großen Masse nur versch«rindend wenig Beschleunigungsleistung braucht.
  • Dagegen haben die umlaufenden Teile, wie insbesondere die Festscheiben, Trommeln, Zwirn- und Wagenscheiben, infolge ihrer großen Geschwindigkeiten einen sehr großen Anteil an der Beschleunigungsleistung. Man hat daher bereits versucht, die Schwungmomente solcher periodisch beschleunigten und verzögerten Teile, die durch ihre Massen störend wirken, herabzusetzen. So ist z. B. vorgeschlagen worden, bei Trommelböden ;den Trägheitsradius möglichst klein zu machen. Ferner hat man versucht, die Zwirnscheiben dadurch leichter zu machen, daß man sie aus -dünnwandigem Stahl nach besonderen Verfahren herstellte. Dabei ist auch der Vorschlag aufgetaucht, für diese Scheiben leichtere Metalle, wie Magnalium oder ähnliche Legierungen, zu verwenden.
  • Alle diese Vorschläge konnten jedoch keine nennenswerten Verbesserungen bringen, zum Teil weil die Schwungmomente durch die angegebenen Maßnahmen nicht wesentlich vermindert werden konnten und weil die Herstellungsverfahren sehr teuer sind. Die Leichtmetallegierung Magnalium ist für den vorliegenden Zweck völlig ungeeignet, da sie nur eine geringe Festigkeit besitzt, sich sehr schnell abnutzt und vor allem gleich dem Reinaluminium die unangenehme Eigenschaft zeigt, im Betrieb sehr schnell eine spiegelblanke Oberfläche anzunehmen, so daß der Reibungskoeffizient auf -ein sehr ;geringes Maß sinkt. Eine sichere Kraftübertragung wird dadurch ausgeschlossen, und was auf der einen Seite durch leichtere Ausführung an Beschleunigungszeit erspart werden könnte, geht auf der anderen Seite durch die Vergrößerung des Schlupfes vollkommen verloren. Würde man z. B. die Festscheiben aus Magnalium herstellen, so würde schon nach kurzer Betriebszeit der Riemen trotz stärkster Anspannung kaum in der Lage sein, die notwendige Leistung zu übertragen; -er würde vielmehr auf der glatten Scheibe dauernd gleiten und sehr schnell -zerstört werden.
  • Die Erfindung wurzelt in der Erkenntnis, daß eine Verbesserung der Selbstspinner in krafttechnischer Beziehung nur durch die gleichzeitige Anwendung-- zweier Maßnahmen möglich ist, nämlich dadurch, daß für die umlaufenden, periodisch beschleunigten und verzögerten Teile weitgehend Leichtmetall verwendet wird, wobei dafür gesorgt werden muß, daß die der Kraftübertragung durch Reibung dienenden Oberflächen einen möglichst hohen Reibungskoeffizienten erhalten müssen. Diese_ Forderung kann nach der Erfindung dadurh erfüllt werden, daß die Ober-'fiäcllen der in an sich bekannter Weis ganz oder zum Teil aus Leichtmetall hergestellten Teile nach an sich bekannten Verfahren veredelt sind. Män kann z. B. bei einer Festscheibe, die aus Aluminium oder einem anderen Leichtmetall besteht, den äußeren Umfang mit einem härteren Metall oder einer Legierung bespritzen, z. B. nach dem Schoopschen Verfahren, oder ihn auch z. B. aus Stahl herstellen. Auf diese Weise wird der Reibungskoeffizient heraufgesetzt und gleichzeitig die Abnutzung bedeutend verringert.
  • Bei :einem nach der Erfindung,ausgeführfien Selbstspimier läßt sich das Schwung-' moment der regehn,äßig zu beschleunigenden und wieder abzubremsenden Teile ganz wesentlich herabsetzen. Hierdurch werden zahlreiche wichtige Vorteils erreicht. Zunächst wird bedeutend an Antriebskraft gespart; bei elektrischem Einzelantrieb kommt man also mit kleineren Motortypen aus. Da vor allem die Beschleunigungsspitzen wesentlich geringer werden, so werden nunmehr auch gewöhnliche Motoren zum Antrieb von Selbstspinnern brauchbar, während man früher mit Rücksicht auf die hohen Anfahrleistungen Motoren, mit besonders hohem Kippmoment, also Sondermotoren, verwenden mußte. Ein weiterer Vorteil ist der, daß die Kräfte für das Abbremsen ebenfalls geringer gewählt werden. können. Durch Verringerung der Beschleunigungs- und Verzögerungszeiten lassen sich die Spiele wesentlich verkürzen; hierdurch wird es möglich; ;eine erhebliche Mehrerzeugung zu erreichen. Endlich fällt auch noch besonders ins Gewicht, daß infolge der Kraftverminderung die Abnutzung ,der einzelnen Teile bedeutend geringer wird, vor allem bei den Riemen, die bei den alten Selbstspinnern schon nach kurzer Zeit verschlissen waren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Selbstspinner, bei dem die Schwungmomente der umlaufenden, periodisch beschleunigten und verzögerten Teile, die durch ihre Massen störend wirken, also insbesondere Festscheiben, Trommeln, Zwirn- und Wagenscheiben, herabgesetzt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die der Kraftübertragung durch Reibung dienenden Oberflächen der in an sich bekannter Weise ganz oder zum Teil aus Leichtmetall hergestellten Teile zwecks Erhöhung des Reibungskoeffizienten nach an sich bekannten Verfahren veredelt sind.
DES66108D 1924-05-25 1924-05-25 Selbstspinner Expired DE466253C (de)

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