DE466190C - Schachtofen zum Roesten von Erzen bzw. zum Brennen von Kalk oder Zement - Google Patents

Schachtofen zum Roesten von Erzen bzw. zum Brennen von Kalk oder Zement

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DE466190C
DE466190C DEM99498D DEM0099498D DE466190C DE 466190 C DE466190 C DE 466190C DE M99498 D DEM99498 D DE M99498D DE M0099498 D DEM0099498 D DE M0099498D DE 466190 C DE466190 C DE 466190C
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shaft
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preheating
sintering
shaft furnace
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B1/00Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
    • F27B1/005Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces wherein no smelting of the charge occurs, e.g. calcining or sintering furnaces

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Furnace Details (AREA)
  • Tunnel Furnaces (AREA)

Description

  • Schachtofen zum Rösten von Erzen bzw. zum Brennen von Kalk oder Zement Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Herstellung von Kalk, Gips, kalk- und tonerdelialtigen Zementen o. dgl. und zum Calcinieren von Erzen.
  • Die Erfindung bezweckt die Verbesserung einer aus einem Schachtofen bestehenden Anlage, der von oben finit pulverförmigen. entgegen einem aufsteigenden Heizgasstroin herabfallenden Rohstoffen beschickt wird.
  • Nach der Erfindung ist die mittlere Geschwindigkeit der Gase in der Brenn- oder Sinterzone mindestens vieranal so groß wie in der V orwärm- und Fntsäuerungszone. Die kleinen Rohstoffteile verlassen diese Zone datier nicht eher, als bis eine genügende Zahl von ihnen zusammengeschmolzen oder vereinigt ist, so dali sie die höhere Gescbwindigiceit der Gase in der Sinterzone überwinden. durch diese Zone fallen und in den darunter befindlichen Kühlschacht oder die Kühlkammer gelangen können.
  • Die erforderliche Geschwindigkeit der Heizgase wird zweckmäßig dadurch aufrechterhalten, daß der ()verschnitt der Entsäuerungszone mindestens viermal so groß ist wie derjenige der Sinterzone.
  • Beide "Zonen weisen eine langgestreckte elliptische ()uerschnittsforni auf, die huch schmal und annähernd rechteckig ausgebildet sein kann. U in ein gleichmäßiges Vorwärmen und Calcinieren der pulverförmigen Rohstoffe zu erreichen und den zugehörigen Teil des Schachtes kurz zii gestalten, werden die Gase in der oberen Zone gezwungen, einen gewundenen oder kreisförmigen Weg zurückzulegen. Dies wird dadurch erreicht, daß einerseits die Heizgase aus der Brennzone einseitig oder unsvnimetrisch in die obere Zone geleitet «-erden, so daß sie an einer der längeren Wände der Zone entlangstreichen müssen, und daß anderseits die kalten Rohstoffe durch eine oder mehrere öffnungen der gegenüberliegenden Wand eingeführt werden. Die Heizgase stoßen daher einseitig auf die langsamer strömenden kühleren Gase der Vorwärinzone, so daß die Heizgase an der kälteren Seite, in der die E'inlaßöffnungen für den Rohstoff angeordnet sind. herabsinken. Hierdurch werden die soeben eingefüllten Teilchen des Rohstoffes heruntergedrückt, und es wird verhindert, daß diese Teilchen durch die aufsteigenden Gase in dein Schacht nach oben getrieben und durch das Abzugsrohr lierausgefülirt «-erden.
  • Die Rohstoffe können in nassem Zustand sprühregenartig oder in trockener körniger oder staubartiger Form mittels eines Gebläses, einer Förderschnecke oder anderer bekannter Vorrichtungen eingeführt werden. Die Größe der Teilchen ist so bemessen, daß einerseits kein feiner Staub von den Heizgasen mitgerissen wird, andererseits der Rohstoff nicht sofort in die Sinterzone fällt.
  • Eine Ausführungsform einer Ofenanlage nach der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt.
  • Abb. r zeigt einen senkrechten Schnitt durch einerf in einem Steinbruch eingebauten Schachtofen. Abb. z ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie A-B der Abb. i, und Abb. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie C-D der Abb.2.
  • Der aus dem Erdboden ausgehöhlte Ofen besteht aus einem oberen Teil A, in dem die V orwärrnung und die Entsäuerung stattfindet, dem unteren, engeren Teil B, der die Brenn- oder Sinterzone darstellt, und dein Kühlschacht oder der Kühlkammer C, die mit der Erdsohle mittels eines Stollens D in Verbindung steht.
  • Die Brenner E, welche den Ofen finit Heizgasen versorgen, stehen durch seitliche öffnungen E' mit dein unteren Ende des Brennschachtes B in Verbindung. Den Brennern E wird in bekannter «Weise flüssiger, stauboller gasförmiger Brennstoff zugeführt. Bei der dargestellten Ausführungsform ist ein nur an der einen Seite schematisch dargestellter Fülltrichter F für staubförmigen Brennstoff vorgesehen.
  • Die Vorwärm- und Entsäuerungszone des Schachtes hat einen- mindestens viermal so großen Querschnitt wie der Sinterschacht. Bei der dargestellten Ausführungsform hat die Entsäuerungskammer A annähernd einen zehnmal so großen Querschnitt wie der Sinterschacht B. Sowohl der Schacht B äls auch die Entsäuerungskammer A haben einen im -wesentlichen rechteckigen und derart geformten Querschnitt, daß die langen, einander gegenüber angeordneten Wände so dicht wie möglich beieinanderliegen. Hierclurch wird erreicht, daß ein schmaler Band-oder streifenförmiger Heizgasstrom in die Vorwärmzone eindringt, dessen Strömungsenergie in dem breiteren Teil des Schachtes bald aufgezehrt wird. Infolgedessen können sich die Heizgase schnell beruhigen, so daß die Höhe des Ofens und damit auch die Herstellungskosten verringert sind. Der schmale, ungefähr rechteckige Querschnitt des oberen Teiles des Ofens erleichtert ferner die bei großen, im Querschnitt kreisförmigen Ofen mit Schwierigkeiten verbundene Überdachung.
  • Die Rohstoffe werden seitlich in das obere Ende des Vorwärmteiles des Schachtes A durch eine Anzahl Üttnungen G mittels eines Gebläses oder einer Förderschtircke eingeführt. In dein zuili Herausziehen der heißen Schlacke aus dem Kühlschacht C vorgesehenen Arbeitsstollen D ist ebenfalls eine Fördervorrichtung H angeordnet. Die Verbrennungsluft wird den Brennern durch das in dem Kühlschacht befindliche heiße Brenngut hindurch mittels eines oder mehrerer Leitungsrohre I zugeführt.
  • Die Entsäuerungs- und Vorwärmzone A des Schachtes ist unsymmetrisch zum Sinterschacht B angeordnet. Die seitlichen öffnungen G, durch die der pulverförmige Rohstoff in den Ofen geleitet wird, sind ferner in der Wand angeordnet, die der mit dem Sinterschacht in einer Flucht liegenden Wandung gegenüberliegt.
  • Infolgedessen stoßen die aus dem Schacht B strömenden Heizgase einseitig auf die lanb saurer strömenden kühleren Gase der Vorwärmzone, so daß die Gase an der gegenüberliegenden Seitenwand, in der die Einlaßöffnungen für den Rohstoff angeordnet sind. herabströmen. Hierdurch wird die Abwärtsbewegung der soeben eingeführten kleinen Teile des Rohstoffes begünstigt, und es wird verhindert, daß diese Teile durch das Abzugsrohr L hinausgeschleudert «-erden.
  • Die in dem oberen Teil A des Ofens befindlichen Gase müssen daher offensichtlich einen kreisförmigen Weg zurücklegen. Infolgedessen kann dieser Schachtteil verhältnismäßig kurz gehalten werden. Trotzdem ist das vollständige Entsäuern der verschiedenen pulverförmigen Stoffe gewährleistet. Sobald die Teilchen so stark zusammengeballt oder zusammengeschmolzen sind, daß sie das Bestreben der Heizgase, sich dem Herabfallen der Teilchen zu widersetzen, überwinden-können, fallen sie entgegen den schneller strömenden Heizgasen in den Sinterschacht hinab. Nachdem, die Teilchen auf diese Weise richtig gesintert sind, gelangen sie in den Kühlschacht C, aus dem sie nach Abgabe ihrer Hitze an die eintretende Verbrennungsluft mittels der Fördervorrichtung H entfernt werden.
  • Der in der Zeichnung ganz schematisch dargestellte Ofen ist nur ein Ausführungsbeispiel. Je nach den besonderen Verhältnissen können einzelne Teile der Anlage anders ausgebildet sein; so kann z. B. der Ofen an der Wand des Steinbruchs aufgebaut sein, auch können die benutzten Hilfsvorrichtungen für die Zuführung und AbfÜhrung des Gutes und des Brennstoffes andere als die dargestellten'sein: Entsprechend dem zu verarbeitenden Rohstoff und dem herzustellenden Gut können ferner die Länge der Vorwärm- und Entsäuerungszonen und die Größe der Kühlzone ebenfalls verschieden sein. Der Querschnitt der Sinterzone im Verhältnis zu dein der Anwärmzone ist jedoch in allen Fällen derart bemessen, daß die Geschwindigkeit der Gase in der Sinterzone mindestens viermal so groß ist wie in der oberen Zone.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i i. Schachtofen zum Rösten von Erzen ;-bzw. zum Brennen von Kalk oder Zement ' finit einer Vorwärm- und Entsäuerungs- 1 tone, in deren oberen Teil die Rohstoffe eingeführt werden, und einer darunter angeordneten Sinterzone, dadurch gekennzeichnet, daß die Sinterzone (B) er- I heblich kleineren Querschnitt als die dar- i überliegende Vorwärm- bzw. Entsäuerungszone (A) besitzt und in ihrer senkrechten Achse zur Achse der Vorwärm zone so versetzt ist, daß der ganze Schacht (B) auf einer Seite der Achse des Schachtes (A) liegt.
  2. 2. Schachtofen nach Anspruch" dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhrkanäle (G) für den pulverförmigen Rohstoff in denjenigen Teil der Vorwärmzone .(A) münden, welcher auf der anderen Seite der Achse des Schachtes (A), d. h. auf derjenigen Seite liegt, auf welcher der Schacht (B) nicht liegt.
  3. 3. Schachtofen nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den schmalen Seitenwänden des unteren Endes der Sinterzone (B) Mittel zur Einführung der Heizgase in diese Zone vorgesehen sind, und daß die unterhalb dieser Brenner (E) befindliche Verlängerung der Sinterzone einen Kühlschacht (C) bildet, in den die zur Aufrechterhaltung der Verbrennung dienende Luft eingeführt und vorgewärmt wird.
DEM99498D 1926-05-17 1927-05-06 Schachtofen zum Roesten von Erzen bzw. zum Brennen von Kalk oder Zement Expired DE466190C (de)

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DE (1) DE466190C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1087511B (de) * 1953-03-09 1960-08-18 Ewald Neveling Verfahren zur Herstellung von Moertel durch Brennen von feinkoernigem OElschiefer
DE1227824B (de) * 1963-03-19 1966-10-27 Vnii Nowych Str Materialow Verfahren und Vorrichtung zum Zerkleinern und Brennen anorganischer Stoffe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1087511B (de) * 1953-03-09 1960-08-18 Ewald Neveling Verfahren zur Herstellung von Moertel durch Brennen von feinkoernigem OElschiefer
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