DE464896C - Filterstoff fuer heisse oder saure oder alkalische Gase und Fluessigkeiten - Google Patents

Filterstoff fuer heisse oder saure oder alkalische Gase und Fluessigkeiten

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DE464896C
DE464896C DEL63582D DEL0063582D DE464896C DE 464896 C DE464896 C DE 464896C DE L63582 D DEL63582 D DE L63582D DE L0063582 D DEL0063582 D DE L0063582D DE 464896 C DE464896 C DE 464896C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D46/00Filters or filtering processes specially modified for separating dispersed particles from gases or vapours

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Filtering Materials (AREA)

Description

  • Filterstoff für heiße oder saure oder alkalische Gase und Flüssigkeiten Als Ausgangsmaterial zu Filterstoffen für Gase und Flüssigkeiten wird im allgemeinen Wolle benutzt. Dieses Material ist jedoch z. B. für alkalische Gase oder Flüssigkeiten nicht gut zu gebrauchen, da Wolle von Alkalien sehr stark angegriffen wird. Für solche Medien benutzt man daher mit Vorliebe Baumwolle, die z. B. zur Filtration von Hochofengasen, deren Staub stark alkalisch ist, heute in weitgehendem Maße angewandt wird.
  • Hierbei haben sich jedoch nach zwei Richtungen hin schon ernste Schwierigkeiten ergeben, nämlich: I. in Anbetracht der hohen Temperatur der Rohgase.
  • Die Gase verlassen den Hochofen mit Temperaturen, die im allgemeinen mehr oder weniger weit über I00° C liegen, während Baumwolle schon bei rund IIoO C in trockene Destillation übergeht, die bewirkt, daß die Faser schon nach ganz kurzer Zeit mürbe und brüchig, der Stoff also unbrauchbar wird.
  • Man muß daher die Gase erst auf etwa go" C abkühlen, was Kühl apparate und Kühlwasser verlangt und außerdem die fühlbare Wärme des Gases vernichtet. In gewissen Fällen muß man sogar das Gas bis in die Nähe des Taupunktes oder selbst unter diesen abkühlen und nachher wieder erwärmen, was neben dem Kühlapparat auch noch einen Vorwärmer und -Aufwand an Wärme bedingt.
  • 2. in Anbetracht des Gehaltes der Gase an Säuren.
  • Gase aus Kupferhochöfen enthalten fast immer, solche aus Eisenhochöfen gelegentlich gewisse Mengen freier Säuren, die sowohl Wolle wie Baumwollgewebe stark angreifen und bald unbrauchbar machen. Deshalb ist das Filterverfahren für Gase aus Kupferhochöfen bis jetzt überhaupt noch nicht brauchbar gewesen, und auch bei Eisenhochöfen haben sich gelegentlich ernste Schwierigkeiten ergeben.
  • Diese Mißstände und die zu ihrer Beseitigung erforderlichen Verfahren und Vorrichtungen lassen sich nicht nur bei den als Beispiele genannten Hochofengasen, sondern bei allen heißen, sauren oder stark alkalischen Gasen und : Flüssigkeiten in vielen Fällen ganz oder teilweise umgehen, wenn als Ausgangsmaterial für die Herstellung des Filterstoffes Wildseide, z.B. dieAnapheseide, benutztwird.
  • Bei ihr beginnt die Zerstörung durch trockene Destillation erst bei rund I800, sie kann also bis rund I50 oder 1 6o0 anstandslos benutzt werden. Außerdem besitzt sie gegen Säuren in mäßiger Konzentration eine bedeutende Widerstandsfähigkeit. Die Säure übt sogar einen günstigen Einfluß auf die Faser aus, indem sie deren Elastizität und Festigkeit erhöht. Diese Eigenschaft macht sie also gerade für Hochofengase besonders geeignet.
  • Die Widerstandsfähigkeit gegen Alkalien ist im Gegensatz zu der iiblichen, sogenannten realen Seide so groß wie diejenige der Baumwolle.
  • Die geschilderte Widerstandsfähigkeit der Wildseide einerseits gegen hohe Temperaturen, andererseits gegen alkalische sowohl als saure Gase und Flüssigkeiten fehlt, wie gesagt, der üblichen, sogenannten realen Seide vollkommen. Diese zeigt nämlich beispielsweise gegenüber alkalischen Flüssigkeiten und Gasen die gleichen Eigenschaften, wie sie eingangs über die Wolle geschildert wurden, während bei Verwendung von Wildseide als Ausgangsmaterial für Filterstoff dieser sowohl sauren als auch alkalischen Flüssigkeiten und Gasen gleichzeitig in dem Maße Widerstand leistet, daß nacheinander diese sauren oder alkalischen Stoffe durch das Filter geschickt werden können.
  • Die sich hieraus ergebende wirtschaftliche Ersparnis, die größere Lebensdauer des Filterstoffes gegenüber bisher bekannten Stoffen sowohl als die vielseitige Verlvendbarkeit, lergibt einen gewerblichen Fortschritt, welcher weder bei Verwendung von Wolle, Baumwolle, realer Seide usw. für sich zu erzielen ist noch bei ebenfalls bekannten Verbindungen dieser Ausgangsstoffe mit Asbest oder Metall.
  • Die Feststellung dieser gewerblich verwertbaren Eigenschaften der afrikanischen Wildseide konnte erst nach deren Bekanntwerden als verspinnbares Material erfolgen.
  • Den Anstoß zum Verspinnen der afrikanischen Wildseidennester im Gegensatz zur Nutzbarmachung der Kokonfäden der realen, meist asiatischen Seide erfolgte erst auf Grund der Broschüren »Wilde Seiden Afrikas« von Paul M ü 11 e r und »Die afrikanische Seide« von Prof. Max L e h m a n n, herausgegeben I9I3/I4 im Auftrage der The Mrican Sill: Corporation Ltd., Berlin, Brüssel und London.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Filterstoff für heiße oder saure oder alkalische Gase und Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, daß als Ausgangsmaterial Wildseide, z. B. Anapheseide, benutzt ist.
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