DE525908C - Verfahren zur Herstellung von Titanoxyd aus Titan und Eisen fuehrenden Materialien - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Titanoxyd aus Titan und Eisen fuehrenden Materialien

Info

Publication number
DE525908C
DE525908C DEV23297D DEV0023297D DE525908C DE 525908 C DE525908 C DE 525908C DE V23297 D DEV23297 D DE V23297D DE V0023297 D DEV0023297 D DE V0023297D DE 525908 C DE525908 C DE 525908C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iron
titanium
reducing roasting
acid
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEV23297D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Hans Ginsberg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
VER ALUMINIUMWERKE AKT GES
Original Assignee
VER ALUMINIUMWERKE AKT GES
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by VER ALUMINIUMWERKE AKT GES filed Critical VER ALUMINIUMWERKE AKT GES
Priority to DEV23297D priority Critical patent/DE525908C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE525908C publication Critical patent/DE525908C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B34/00Obtaining refractory metals
    • C22B34/10Obtaining titanium, zirconium or hafnium
    • C22B34/12Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08
    • C22B34/1204Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08 preliminary treatment of ores or scrap to eliminate non- titanium constituents, e.g. iron, without attacking the titanium constituent
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B34/00Obtaining refractory metals
    • C22B34/10Obtaining titanium, zirconium or hafnium
    • C22B34/12Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08
    • C22B34/1236Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08 obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by wet processes, e.g. by leaching
    • C22B34/124Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08 obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by wet processes, e.g. by leaching using acidic solutions or liquors
    • C22B34/125Obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by metallurgical processing; preparation of titanium compounds from other titanium compounds see C01G23/00 - C01G23/08 obtaining titanium or titanium compounds from ores or scrap by wet processes, e.g. by leaching using acidic solutions or liquors containing a sulfur ion as active agent

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Titanoxyd aus Titan und Eisen führenden Materialien Will man titanhaltige Eisenoxydhydraterden oder Eisenschlämme usw., wie sie in der Industrie anfallen, auf Titanoxyd verarbeiten, so stößt man auf beträchtliche Schwierigkeiten; denn die meisten Verfahren der fitangewinnung aus Titanerzen lassen sich auf ein derartiges Ausgangsprodukt, das neben viel Eisen meist nur 5 bis i o % Titanoxyd enthält, nicht anwenden.
  • Bei dem hohen Eisengehalt der genannten Produkte erreicht man bestenfalls eine unvollkommene Trennung zwischen Eisen und Titan. Der Umweg über ein eisenhaltiges Titanoxyd als Zwischenprodukt - ein Verfahren also, das gewissermaßen ein Anreicherungsverfahren an Titan darstellt - macht diese an sich schon umständlichen Verfahren noch unwirtschaftlicher; außerdem ist es bei der Verarbeitung dieser titanarmen Ausgangsmaterialien aus wirtschaftlichen Gründen erforderlich, daß nicht nur das Titanoxyd gewonnen wird, sondern daß sich auch die anfallenden Nebenprodukte vorteilhaft verwerten lassen.
  • Eisenoxydhyd'raterden bzw. -schlämme lassen sich wohl leicht und weitgehend mit Säuren aufschließen. Man wird aber stets finden, daß vorwiegend Eisen, Kalk und Tonerde in Lösung gehen, während die Titanverbindungen zu einem Teil in der Lösung, zum anderen Teil unaufgeschlossen im Rückstand vorliegen. Bei dem geringen Titangehalt bedeutet das große Verluste; außerdem lassen sich die sauren, eisenreichen Aufschlußlaugen nur umständlich verarbeiten. Calciniert man das Ausgangsprodukt und reduziert thermisch die Eisenverbindungen zu metallischem Eisen, so läßt sich letzteres mit Säuren in Lösung bringen, ohne daß sich Titan in größeren Mengen auflöst. Das Titan im Rückstand liegt dann aber in schwer aufschließbarer Form vor. Schließt man energisch auf, so geht auch ein Teil des unreduzierten Eisens, das sich unter diesen Bedingungen stets im Rückstand befindet, mit in Lösung und verunreinigt die später durch Hydrolyse ausfallende Titansäure.
  • Alle diese Schwierigkeiten lassen sich gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch umgehen, daß das an sich für Titaneisenerze bekannte Verfahren der reduzierenden Röstung unter Luftabschluß bei Temperaturen bis zu goo° C, Auslaugen des Erzeugnisses mittels verdünnter Säuren zwecks Entfernung des in ihm enthaltenen Eisens, Aufschluß der im Rückstand befindlichen Titansäure mittels Schwefelsäure, gegebenenfalls in Gegenwart von Bisulfat, und anschließender Hydrolyse der so erhaltenen Titansulfatlösung zur Verarbeitung industrieller Abfallprodukte von verhältnismäßig hohem Eisen-und geringem Titangehalt, z. B. Eisenschlämmen, Verwendung findet. Ein Zerkleinern des Reduktionsgutes und Aufwand von Energie in Form von Wärme ist nicht. erforderlich. Das Überraschende aber ist, daß alles Eisen restlos in Lösung geht, während Titan in dieser Lösung kaum, evtl. nur in Spuren nachweisbar ist. Das gesamte Titan bleibt im Rückstand und befindet sich infolge der niedrigen Reduktionstemperatur in leicht aufschließbarer Form vor. Das als reine, weiße Titansäure gefällte Titanprodukt ist für Anstrichfarbenherstellung direkt verwendbar. Die schwefelsaure Titanlösung enthält nur ganz geringe Mengen Eisen (weniger als o,o5 g im Liter), die auf die Titanfällung keinen Einfluß mehr haben. Die Trennung zwischen Eisen und Titanverbindungen läßt sich also nach diesem Verfahren auf einfachem Wege praktisch quantitativ durchführen.
  • Die salzsaure Eisenlösung wird auf Eisenchlorid oder auch. auf reines Eisenoxyd unter Wiedergewinnung von Salzsäure, die in den Betrieb zurückgeht, verarbeitet; nach dem schwefelsauren T itanaufschluß verbleibt als Rückstand nur noch Kieselsäure mit ein wenig Kalk und Tonerde.
  • Es hat sich gezeigt, daß man das Eisen dem Reduktionsgut auch mit verdünnter Schwefelsäure entziehen kann. Will man also die Eisenlauge nicht über Eisenchlorid und Eisensulfat auf Eisenoxyd unter Gewinnung von Salzsäure verarbeiten, so läßt sich nach der Schwefelsäurebehandlung auch direkt Ferrosulfat gewinnen, das bekanntlich in der -Industrie vielfach Verwendung findet.
  • Die Konzentration der anzuwendenden Säuren hängt von dem Verlauf des Reduktionsprozesses ab. Sehr gute Ausbeuten wurden unter Einhaltung der angegebenen Bedingungen bei Anwendung von Salzsäure mit dem spez. Gewicht 1,o65 oder Schwefelsäure mit dem spez. Gewicht 2,25o bis 1,320 erzielt. Hierbei wurde Eisen bis unter 0,30 °/o in Lösung gebracht und eine Ausbeute von über 9o °/o Titanoxyd erreicht.
  • Ausführungsbeispiel Ein Eisenschlamm, bei ioo° C getrocknet, setzt sich wie folgt zusammen: 4.5 bis 50 90 Fe 2 0s, 7 % Ti 02, 13 °/o Ca0, 10 °/o Al 2 Og, 5 °/o SiOv 15 % Glühverlust. Das gut lufttrockene Material wird mit Kohle im entsprechenden Verhältnis innig gemischt und die Mischung im Vakuum oder Kohlensäurestrom langsam ansteigend auf 85o° C erhitzt und etwa eine Stunde auf Dunkelrotglut gehalten. Die Oberfläche des Materials schützt man im Ofen am besten durch eine Schicht Kohlenstaub.
  • Das grauschwarz gefärbte Reaktionsgut wird mit Salzsäure vom spez. Gewicht 1,o65 versetzt und die Eisenverbindungen unter Erwärmen vollständig in Lösung gebracht. Der abfiltrierte, gut ausgewaschene Rückstand enthält unter 0,3 °/o des gesamten Eisens. Der Rückstand wird darauf mit Schwefelsäure getränkt und zwei bis drei Stunden auf 15o bis 2oo° C gehalten, zum Schluß noch kurz bis zum Entweichen von Schwefelsäuredämpfen erhitzt. Beim Erkalten wird der entstandene Kuchen mit Wasser behandelt. Er zerfällt dabei, und die löslichen Bestandteile lassen sich infolgedessen gut auslaugen. Das Filtrat enthält Titansulfat und ist praktisch eisenfrei. Beim Erwärmen der verdünnten Titanlauge tritt bei 6o bis 70° C Hydrolyse ein, und es fällt reine Titansäure aus. Man kann sie als solche gewinnen oder auch direkt auf Bariumsulfat fällen und auf Titanweiß verarbeiten. Aus dem Eisensulfat werden die Eisenverbindungen gewonnen.
  • Dieses Verfahren bietet demnach die Vorteile, daß 1. jede Vorbehandlung des grob gemahler_en, lufttrockenen Ausgangsmaterials fortfällt, 2. das Reduktionsgut bei der Reduktion nicht sintert oder ganz zusammenschmilzt, wie das beispielsweise bei der Durchführung der Reduktion bei höheren Temperaturen der Fall ist. Das Material behält seine ursprüngliche Struktur bei und läßt sich ohne weiteres mit Säuren leicht auslaugen, 3. bei der Behandlung des Reduktionsgutes mit verdünnter Säure praktisch das gesamte Eisen in Lösung geht, die übrigen Bestandteile ungelöst zurückbleiben, q.. die Tintanverbindungen sich. vollständig im Rückstand befinden und in leicht aufschließbarer Form vorliegen, so daß der Aufschluß mit Bisulfat unter Zugabe von Schwefelsäure oder auch mit Schwefelsäure allein bei niedrigerer Temperatur durchführbar ist, 5. sich auch die Eisensalzlösung unter Gewinnung wertvoller Nebenprodukte restlos aufarbeiten läßt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Titandioxyd aus Titan und Eisen führenden Materialien durch reduzierende Röstung unter Luftabschluß bei Temperaturen bis zu goo° C, Auslaugen des Erzeugnisses mittels verdünnter Säuren zwecks Entfernung des in ihm enthaltenen Eisens, Aufschluß der im Rückstand befindlichen Titansäure mittels Schwefelsäure, gegebenenfalls in Gegenwart von Bisulfat und anschließender Hydrolyse der so erhaltenen Titansulfatlösung, dadurch gekennzeichnet, daß industrielle Abfallproduktevonverhältnistnäßig hohem Eisen- und geringem Titangehalt, z. B. Eisenschlämme, Verwendung finden. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die reduzierende Röstung in an sich bekannter Weise unter Luftabschluß vorgenommen wird. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die reduzierende Röstung im Vakuum vorgenommen wird. 4. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die reduzierende Röstung in einem indifferenten Gasstrom, z. B. Kohlensäure, vorgenommen wird.
DEV23297D 1927-12-15 1927-12-15 Verfahren zur Herstellung von Titanoxyd aus Titan und Eisen fuehrenden Materialien Expired DE525908C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEV23297D DE525908C (de) 1927-12-15 1927-12-15 Verfahren zur Herstellung von Titanoxyd aus Titan und Eisen fuehrenden Materialien

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEV23297D DE525908C (de) 1927-12-15 1927-12-15 Verfahren zur Herstellung von Titanoxyd aus Titan und Eisen fuehrenden Materialien

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE525908C true DE525908C (de) 1931-05-30

Family

ID=7580434

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEV23297D Expired DE525908C (de) 1927-12-15 1927-12-15 Verfahren zur Herstellung von Titanoxyd aus Titan und Eisen fuehrenden Materialien

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE525908C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0428194B1 (de) Verfahren zur Aufarbeitung von Jarosit-haltigen Rückständen
DE2501284A1 (de) Verfahren zur aufarbeitung von manganknollen und gewinnung der in ihnen enthaltenen wertstoffe
DE2743812B1 (de) Verfahren zur Aufarbeitung von Buntmetallhydroxidschlamm-Abfaellen
US3218131A (en) Process for recovery of titania values
CN106745219B (zh) 一种硫酸亚铁提纯除杂废弃物的综合利用方法
CN101367549B (zh) 一种提高高炉渣中二氧化钛品位的方法
US1911396A (en) Process of treating titaniferous ores
DE2902914C2 (de)
DE2817749A1 (de) Verfahren zur gewinnung von titanverbindungen aus einem titanhaltigen material
DE648557C (de) Verfahren zur Gewinnung eines reinen Zinksulfidpigments aus Zinkblende
US1843006A (en) Removal of silica from metal-bearing solutions
DE525908C (de) Verfahren zur Herstellung von Titanoxyd aus Titan und Eisen fuehrenden Materialien
DE2329167A1 (de) Verfahren zum erschmelzen von ilmenit unter bildung von roheisen und titandioxidhaltiger schlacke
DE2630363A1 (de) Verfahren zur behandlung waessriger schwefelsaeure
US1733700A (en) Recovery of vanadium
US2416550A (en) Method of producing chromate
DE2405271A1 (de) Verfahren zur gewinnung von titandioxyd aus erzen
DE2708543B2 (de) Hydrometallurgisches Verfahren zur Aufarbeitung von Kupferxementat-' schlämmen
JPS58113331A (ja) 銅及び砒素の浸出方法
CN108085489B (zh) 一种湿法炼锌溶液结晶析出硫酸亚铁的方法
DE1144248B (de) Verfahren zur Herstellung von hochwertigem Eisenoxyd aus Eisensulfat
DE2004878B2 (de) Verfahren zur Anreicherung des Titanoxidgehaltes in Titanerzen
DE357900C (de) Verfahren zur Gewinnung fast eisenfreier Aluminiumverbindungen aus eisenhaltigen Tonerdeloesungen
DE467212C (de) Anreicherung von Chromerzen
DE510750C (de) Verarbeitung arsenhaltiger Materialien, insbesondere solcher, die Arsen und Kadmium enthalten