DE464309C - Verfahren zur Herstellung von gewoelbten Membranen aus Leichtmetall fuer Sprechapparate - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von gewoelbten Membranen aus Leichtmetall fuer SprechapparateInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von sehr dünnen, konischen
oder sonst irgendwie versteiften Membranen, insbesondere für elektrische Laut-Sprecher
aus Leichtmetall.
Bei der Herstellung von dünnen Membranen, insbesondere für Lautsprecher, sind gewisse
Schwierigkeiten zu überwinden.
Die Masse dar Membran gefährdet die klangtreue Umwandlung der SchaHschwingungen.
Man erkennt dies, wenn man bedenkt, daß der Massenwiderstand proportional mit dem Quadrat der Schwingungszahl anwächst.
Ist z. B. der Massenwiderstand bei der Periodenzahl 500 gleich 1, so steigt er bei 2 000
Schwingungen auf 16. Man sucht daher die Membran so· leicht wie möglich zu bauen.
Ebene, dünne und leichte, ζ. Β. aus dünnem Aluminiumblech hergestellte Membranen sind
aber allzu elastisch, so daß sie in vielen Fällen versagen. Man muß der Membran eine gewisse Steifigkeit verleihen, dadurch,
daß man ihr eine gewölbte konische oder konusartige Form gibt. Der letztere Weg ist
unter anderen von Brown beschritten worden. Brown schlägt vor, die konische Form
nach dem »Drückverfahren« herzusteilen. Dieses
Verfahren ist dadurch, gekennzeichnet, daß man ein Futter von geeigneter Form auf einer
Drehbank einspannt, eine Scheibe Bfecb. dagegenlegt,
derart, daß es bei der Drehung mitgenommen wird, und nun so lange gegen die Blechscheibe mit einem stumpfen Werkzeug
drückt, bis sie die Form des Futters angenommen hat.
Dieses Verfahren ist gut brauchbar für Aluminiumblech bis etwa 0,05 mm Dicke und
von einem Durchmesser von etwa . 50 mm. Steigert man den Membrandurchmesser oder
geht man zu noch dünneren Blechen, z. B. von 0,03 mm, über, so ergeben sich die größten
Schwierigkeiten. Das Blech bildet Falten und reißt ein.
Gemäß der Erfindung werden diese Übelstände dadurch beseitigt, daß, ähnlich wie
dies bei der Herstellung von Blechwaren bekannt ist, ein Ziehverfahren angewendet wird,
bei dem der das Recken des Leichtmetalls bewirkende Stempel bildsam ist, so daß er
jede beliebige: Foiiun annehmen kann. Die nacii. diesem Vorfahren hergestellten Membranen
aus Leichtmetall besitzen gegenüber den bekannten Membranen aus dem gleichen Material eine erhöhte Lautstärke und eine
wesentlich verbesserte Klangfarbe. In Abb. 1 der Zeichnung ist eine Vorrichtung dargestellt,
mittels der das neue Verfahren ausgeführt werden kann.
S bedeutet einen festen Unters temp el, M das Blech, das in konische Form gezogen
werden soll, D einen Deckel, welcher irgendwie, z. B. mit vier Schrauben, mit dem Unterstempel
fest verbunden ist, und O eine Öffnung, durch welche in den Hohlraum// Luft
oder Wasser eingepumpt wird. Mit zunehmendem Druck schmiegt sich das Blech den Umrissen des Unterstenipels mehr und mehr
an.
Der große Vorteil dieses Ziehvorganges besteht darin, daß die Beanspruchung des
Bleches ganz gleichmäßig erfolgt. Man kann auf diese Weise z. B. Membranen, aus Aluminiumfolie
von 150 mm Durchmesser und nur 0,03 mm Dicke in komische Form, bringen,
wobei die Höhe dies Konus 18 mm beträgt. Drücke von. 1 bis 2 Atm., welche mit
einer AutomobiHuftpumpe leicht erzielt werdenkönnen, genügen zur Formgebung. Zweckmäßig
ist es indessien, darüber hinauszu-
xo gehen, und zwar bis etwa 5 Atm., einerseits
um das vorher weiche Blech zu härten, anderseits um alle Komturen gut auszupressein,.
Wenn das Aluminiumblech kleine Löcher hat, was trotz sorgfältiger Walzung vorkommen
kann, so würde die Luft dadurch entweichen. Um dies zu verhindern, kann man über das Aluminium eine Scheibe aus Paragummi
von 1 mm Dicke legien. Wegen der
großen Nachgiebigkeit des Gummis treten irgendwelche Störungen heim Zjehproaeß
nicht auf.
Dem Unterstemple! ist hierbei e£n kleines
Loch L zu geben, damit die Luft aus dem Raum/? entweichen kann. Am basten wird
hierfür die Mitte gewählt. .Nach erfolgter Pressung zeigt die Membran dort eine kleine
nabelartige Ausbeulung, welche bei der weiteren Verarbeitung der Membran als Zentriermarke
verwendet werden kann.
Abb. 2 veranschaulicht eine Abänderung des Herstellungsverfahrens, bei dem der Unterstempel
fortgelassen ist. Die !Membran ist zwischen dem Deckel D und einem Ring R
eingespannt. Wird nun die obere Fläche unter Druck gesetzt, so beult sich die Membran
aus, wobei sie die Form einer Kugelkalotte annimmt. Die ge&tiichelte linie der Abb. 2
soll die Gestalt der Membran nach Beendigung des Ziehpnozieisses darsteBen.
Derart gezogene Membranen sind frei von allen inneren Spannungen, was für große
Membranen und lautsprechende Telephone von größter Bedeutung ist.
Es könnte noch bemerkt werden, daß das fragliche Verfahren für Membranen bereits
in Vorschlag gebracht worden ist, indessen nicht für solche Membranen, die durch konische
Form oder durch eine andere Art versteift sind und eine besonders große Fläche besitzen.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von gewölbten Membranen aus Leichtmetall für Sprechapparate, dadurch gekennzeichnet, daß die an ihrem Rand eingespannten Membranen mittels eines bildsamen Stempels (Wasser oder Luft) gezogen werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES61841D DE464309C (de) | 1923-01-10 | 1923-01-10 | Verfahren zur Herstellung von gewoelbten Membranen aus Leichtmetall fuer Sprechapparate |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES61841D DE464309C (de) | 1923-01-10 | 1923-01-10 | Verfahren zur Herstellung von gewoelbten Membranen aus Leichtmetall fuer Sprechapparate |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE464309C true DE464309C (de) | 1928-08-16 |
Family
ID=7495160
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES61841D Expired DE464309C (de) | 1923-01-10 | 1923-01-10 | Verfahren zur Herstellung von gewoelbten Membranen aus Leichtmetall fuer Sprechapparate |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE464309C (de) |
-
1923
- 1923-01-10 DE DES61841D patent/DE464309C/de not_active Expired
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