DE464082C - Kantvorrichtung fuer Walzwerke - Google Patents

Kantvorrichtung fuer Walzwerke

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DE464082C
DE464082C DEK103682D DEK0103682D DE464082C DE 464082 C DE464082 C DE 464082C DE K103682 D DEK103682 D DE K103682D DE K0103682 D DEK0103682 D DE K0103682D DE 464082 C DE464082 C DE 464082C
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Fried Krupp Grusonwerk AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B39/00Arrangements for moving, supporting, or positioning work, or controlling its movement, combined with or arranged in, or specially adapted for use in connection with, metal-rolling mills
    • B21B39/20Revolving, turning-over, or like manipulation of work, e.g. revolving in trio stands
    • B21B39/22Revolving, turning-over, or like manipulation of work, e.g. revolving in trio stands by tipping, e.g. by lifting one side by levers or wedges
    • B21B39/223Side-guard manipulators

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)

Description

  • Kantvorrichtung für Walzwerke Die Erfindung betrifft eine Kantvarrichtung für Walzwerke; bei der das Kanten des Walzgutes durch eine heb- und senkbare Kantvorrichtung erfolgt, die aus einem oder mehreren schwingbar aufgehängten und durch Lenker geführten Kantarmen besteht und die mit einem quer zum Rollgang verschiebbaren Widerlager zusammenarbeitet. Solche insbesondere bei Knüppelstraßen und bei Vorwalzen größerer Profilstraßen in Anwendung befindlichen Kantvorrichtungen eignen sich durchweg nur zum Kanten von Walzgut rechteckigen Querschnittes um einen Winkel von 9o°. Das Kanten von Walzgut von z. B. ovaler oder rautenförmiger Querschnittsform ist mit solchen Kanteinrichtungen bisher nicht möglich. Es ist nun der Zweck der Erfindung, Käntvorrichtungen der gekennzeichneten Art so zu verbessern, daß mittels solcher Vorrichtungen nicht allein. 'Walzgut rechteckigen Querschnittes, sondern vielmehr von Jedem vorkommenden Querschnitt und unter jedem gewünschten Winkel gekantet werden kann. Zu diesem Zweck ist gemäß der Erfindung der den Kantarm bzw. bei einer Kantaimgruppe jeden der Kantarme führende Lenker an einen Schwinghebel aasgelenkt, der zweckmäßig drehbar auf der die Hubkurbel für den Kantarm tragenden Welle gelabert ist. Ferner steht der Lenker bzw. der Kantarm selbst unter denn Eimfluß einer quer zur Förderrichtung des Walzgutes wirkenden nachgiebigen Druckkraft, durch die der Kantarm während des Kantens des Walzgutes in an sich bei Kantverrichtungen anderer Art bekannter Weisse ständig gegen das Walzgut gepreßt wird und so mit diesem während des ganzen Kantvorganges in Berührung bleibt. Die Verwendung einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Kantvorrichtung hat z. B. bei Knüppelstraßen den Vorteil, daß man schon von 25o bis zoo "- ab das Walzgut in Oval- oder Rautenkalibern auswalzen kann, wodurch bekanntlich eine' wesentlich bessere Streckung des Walzgutes und schnellere Querschnittsabnahme desselben erzielt wird, als wenn dies erst, wie bisher, von r oo _ ' ab möglich ist. Letzteres hatte bekanntlich seinen Grund darin, daß erst bei dieser Größe des Querschnittes der Knüppel von einem Mann hochgestellt, festgehalten und in das Kaliber eingeführt werden konnte. Da mit der Kantvorrichtung gemäß der Erfindung Walzgut von jeder beliebigen Querschnittsform gekantet und in der gekanteten Stellung festgehalten «-erden kann, so wird z. B. durch ihre Anwendung bei Knüppelstraßen die Leistung * dieser Straßen wesentlich gesteigert. Die Ausführung der Erfindung kann eine verschiedene sein. So kann z. B. der die Kantvorrichtung steuernde, nachgiebig gelagerte Lenker an einen. Schwinghebel aasgelenkt sein, der drehbar auf der Welle sitzt, die zugleich urdrehbar die Kurbei zum Heben und Senken der Kantvorrichtung trägt. Der mit dem Lenker verbundene Schwinghebel steht unter der Einwirkung einer Druckkraft, die ,dafür sorgt, daß die Kantvorrichtung während des Kantens des 1Valzgutes mit diesem ständig in Berührung bleibt. Infolge der nachgiebigen Anordnung des Lenkers kann die Kantvorrichtung jeder Änderung der Lage des Walzgutes während des Kantens folgen. Zweckmäßig wird die mit dem Walzgut wähnend des Kantens in Berührung kommende Arbeitsfläche der Kantv orrichtung so ausgebildet, daß ein Rutschen des zu kantenden Walzgutes verhindert und ein sicheres Kanten desselben gewährleistet wird.
  • Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen Abb. i -die Kantverrichtung in Seitenansicht, teilweise im Schnitt, in Ruhelage; Abb.2 bis 8 verschiedene Stellungen der Kantvorrichtung während des Kantens von @VaIzgut und Abb. g eine weitere Ausführungsform der Kantvorrichtung.
  • Die LinieA-B bezeichnet die Oberkante des Walzwerkrollganges. Zu beiden Seiten des Rollganges sind die parallel zu diesem verlaufenden Rahmen i und 2 angeordnet, die beide in an sich bekannter, nicht dargestellter Weise quer zum Rollgang verschiebbar sind. Der Rahmen i trägt einen Lagerbock 3, in dem die Kurbelwelle 4. ruht; auf dieser ist urdrehbar die Hubkurbel 5 gelagert: An der Hubkurbe15 hängt der Kantarm 6, der in seiner in Abb. i dargestellten Ruhelage sich in einer Ausnehmung 7 des Rahmens i befindet. Die Bewegung der Kurbelwelle 4 kann in beliebiger Weise erfolgen. Beim Ausführungsbeispiel erfolgt der Antri.:b mittels Kurbe18 und Kurbelstange g, die an -die auf der Triebwelle i o urdrehbar gelagerte Kurbeln angelenkt ist. Sodann ist auf der Kurbelwelle 4 drehbar der Schwinghebel 12 gelagert, mit denn ein Lenker 13 verbunden ist, der an dem Kantarm 6 angreift. Der Hebel 12 steht unter der Einwirkung des Gewichtes 14 und liegt in Ruhestellung der Kantiorrichtung gegen den Anschlag 1g, der den Anschlag des Hebels 12 so begrenzt, daß der Kantarm 6 in der Ruhelage nicht in die Förderbahn des Walzgutes hineinreicht. Der Kantarm 6 ist mit einer Nase 15 versehen, an die sich nach unten auf der dem Walzgut zugewendeten Seite des Kantarmes eine konkav gestaltete Arbeitsfläche 16 anschließt, die zweckmäßig geraubt, geriffelt oder gezahnt sein kann, um ein Rutschen des Walzgutes während des Kantens zu verhüten. Die Nase 15 ist so angeordnet, daß sie sich in der Ruhelage des Kantarmes unter der Oberkante des Rollganges befindet. Bei dem Ausführungsbeispiel bilden die Hubkukrbel 5, der Lenker i _I, der Schwinghebel iz und der obere Teil 17 des Kantarmes ein Gelenkviereck, wobei die Mittelachsen der Hublt'urbel5 und des Lenkers 13 nach dem hartarm hilf auseinanderlaufen. An Hand der Abb.2 bis 5 sei nun die Arbeitsweise der Kantvorrichtung beschrieben.
  • Noch während das Walzgut, z. B. ein'Valzstab, aus dem Walzkaliber ausläuft, wird der Rahmen 2 so weit in der angegebenen Pfeilrichtung y seitlich verschoben, daß er an dem auf den Rollgang auflaufenden Walzgut 1v anliegt (s. Abb. 2). Der Kantarm 6 wird durch Dreiren der Kurbelwelle 4 - durch die Hubkurbel 5 etwas angehoben und schwingt gleichzeitig unter der Einwirkung des Lenkers 13 um die Achse 18. Er nimmt hierdurch die 'in Abb. 2 dargestellte Lage ein und tritt zum Teil aus der Ausnehmung 7: des Rahmens i heraus. Sobald der auf den Rollgang auflaufende Stab das Kaliber verlassen hat, wird der Rahmen i in Richtung z (Abb. 3) so weit seitlich verschoben, daß auch der Kahtarm 6 das Walzgut berührt. Der Kantarm steht dann in der in Abb.3 punktiert gezeichneten Stellung. Er wird beim weiteren Verschieben des Rahmens i in Richtung z von dein Walzgut in die in Abb. 3 in ausgezogenen Linien dargestellte Lage, also in die Ausnehmung 7, zurückgedrückt unter gleichzeitigem Anheben des Gewichtes 14.. Das Walzgut tv ist nun zwischen der Nase 15 des Kantarmes 6 und dem als Widerlager dienenden Rahmen 2 eingeklemmt. Darauf wird der Kantarm 6 durch Drehen der Kurbelwelle 4 in der Pfeilrichtung x gehaben, wobei der Kantarm 6 durch den Lenker 13 unter Einwirkung des Gewichtes 14 ständig gegen das Walzgut gepreßt wird und das Walzgut um go° in f die Lage gemäß Abb. 4 kantet. Beim Kanten des Walzgutes kann der Kantarin der Lageränderung des Blockes entsprechend in die Ausnehmung 7 zurückweichen, bleibt aber dabei in ständiger Berührung mit dem Walzgut. Nach erfolgtem Kanten' wird einer der beiden Rahmen, z. B. der Rahmen i, in der Pfeilrichtungy um ein geringes Maß verschoben, so daß das Walzgut frei liegt (Abb.5) und wieder in ein Kaliber eingeführt werden kann. Ist eine Verschiebung des Walzgutes zu einem anderen Kaliber erforderlich, so wird das Walzgut, zweckmäßig bevor es gekantet wird, auf dem Rollgang quer zur Förderrichtung verschoben. Es ist nicht erforderlich, daß der Kantarm vor dem Beginn des Kantens bereits etwas angehoben wird. Das Kanten kann auch so bewirkt werden, daß der Rahmen i bis kurz vor das zu kantende '\Valz<@ut verschoben wird. wobei zunäe hst der Kantarm in Ruhestellung bleibt und erst nach Beendigung der Rahmenverschiebung gehoben wird.
  • Bti dem in den Abb. a bis 5 dargestellten Kantvorgang erfolgt das Kanten des Walzgutes itn Sinne einer Hubbewegun-, also im Sinne des Pfeiles .c (Abb.2 und .1). Das Kanten des Walzgutes kann natürlich auch in umgekehrter Z\'eise erfolgen. In dies2in Falle wird der Kantarin zunächst in seine höchste Stellung und erst dann mit dem zu kantenden Walzgut in Berührung bebracht. Beim Senken des Kantarmes findet unter Einwirkung des Lenkers ein Kanten des Walzgutes im Sinne der Abwärtsbewegung des Kantarmes statt.
  • In den Abb.6, 7, 8 ist das Kanten von-Walzgut verschiedener Querschnittsfermen dargestellt: So, zeigt Abb. 6 das Kanten bzw. Hochstellen von @Valzgut mit etwa ovalem Querschnitt, Abb: 7 das Hochstellen eines Breiteisens und Abb.8 das Hochstellen eines länglichen Vorsteckstückes. In allen Abbildungen zeigt Stellung I in ausgezogenen Linier, die Kantvorrichtung in Ruhelage. Stellung II (strichpunktiert) eine Zwischenlage der Kantvorrichtung und des Walzgutes während des Kantz-organges und Stellung III (punktiert) die Endstellung der Kantvorrichtung und des Walzgutes nach beendetem Kanten. Der Kantvorgang kann sich auch in umgekehrter Reihenfolge abspielen, je nach der Lage, die das Walzgut einnünmt. wenn es aus dem Kaliber kommt.
  • Bei der in Abb.9 schematisch dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist auf jeder Seite des Rollganges eine Kantvorrichtung gemäß der -Erfindung angeordnet, wobei das zu kantende Walzgut zwischen die Backen 22, 23 der beiden sich gegenüberliegenden, unter der Wirkung einer nachgiebig gelagerten, druckbelasteten- Lenkvorrichtung stehenden Kantarme 2o, 21 gebracht wird. Das Kanten des R'alzgutes geschieht dann durch gegenläufige Bewegung der beiden Kantvorrichtungen. Die eine der Kantvorrichtungen, z. B. der Kantarm 2 i, wird dabei vor dem Kanten in die höchste Stellung gebracht und dann während des Kantens gesenkt. Es kann aber auch einer der Kantanne, z. B. 21, nur als nachgiebiges )Viderlager benutzt werden, wie in Abb.9 angenommen ist; dieser Kantann wird dann erforderlichenfalls lediglich zur Korrektur der Kantlage des @Valzgutes gehoben oder gesenkt. Die -Stellungen I, II und 111 zeigen, ähnlich wie in den Abb. 6 bis 8, einzelne Lagen der Kantanne 20, 21 während des Kantvorganges.
  • Einstatt die Lenkvorrichtung unterhalb der Kurbelwelle .l ajiztiordiie.ii, kann diese auch oberhalb dieser M'clle aeLi""ert «-erden. wodurch sich eine niedrigere Bauart der 1-orrichttnig ergibt. Der hantarin wird dann als Doppelhebel ausgebildet, und der Lenker greift am oberen freien Ende des Dopp,2lliebels- än. Zweckmäßig wird auch die Arbeitsseite des als Widerlaer dienenden verschiebbaren Rahmens mit Riffelung oder Verzahnung versehen, um ein Abheben des Walzgutes vom Rollgang während des Kantens zu verhüten. Während des Kantvorgan-cs können die Rahmen i, 2 in beliebiger «-ei=_L Festgestellt werden. In die gebogene Arbz:itsfläche der Kantarme werden zweckmäßig am Umfang gerauhte, geriffelte oder gezahnte Führungsrollen für das Walzgut eingebaut, und zwar so, daß ihre Umfläche sich der Arbeitsfläche anpaßt. Diese Rollen erleichteni dann das Abrollen des gekanteten '\j älzg-tttes und Einführen desselben in das Kaliber.

Claims (3)

  1. P:1 T ENTANSPRÜCHE I. Kantvorrichtung für Walzwerke mit schwingbar aufgehängtem, durch einen Lenker geführtem, heb- und senkbarem Kantann bzw. eileer Gruppe solcher Kantarme, die mit einem quer zum Rollgang verschiebbaren Mderlager zusammenarbeitet, dadurch gekennzeichnet, daß der den Kantarm führende Lenker an einen zweckmäßig drehbar auf der die Hubkurbel für den Kantarm tragenden Welle gelagerten Schwinghebel angelenkt ist. und daß der Lenker bzw. der Kantarm unter dem Einfluß einer quer zur Förderrichtung des Walzgutes wirkenden :iachgieDigen Druckkraft steht.
  2. 2. Kantvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubkurbel (5), der Lenker (13), der Schwinghebel (12) und der obere Teil (i,') des Kantannes ein Gelenkviereck bilden, wobei die 'Mittelachse der Hubkurbel (5) und des Lenkers (13) zweckmäßig eine nicht parallele Lage zueinander einnehmen.
  3. 3. Kantvorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausschlag des Schwinghebels (i 2) in an sich bekannter Weise durch einen Anschlag (i9) begrenzt wird. Kantvorrichtung'nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kantarm (6) unterhalb der Nase (i5) auf der dem Walzgut zugewendeten Seite mit einer konkav gestalteten Arbeitsfläche versehen ist, die zweckmäßig geraubt. geriffelt oder gezahnt sein kann. 5. Kantvorrichtung nach Anspruch i b125 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der gebogenen Arb:eitsfl,äche (16) des Rantarmes (6) zweckmäßig geriffelte oder gerauhte Führungsnullen so angeordnet sind, daß ihre Umfläche sich der Ar- beitsfläche anpaßt.
    6. I-Zantvorrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daB das mit dem Kantarm zusammenarbeitende ZViderlager ebenfalls als Kantarm mit dein Kernn- zeichen des Anspruches i ausgebildet ist.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE900443C (de) * 1944-05-20 1953-12-28 Siemag Vertriebsgesellschaft M Kant- und Verschiebevorrichtung fuer Walzwerke
DE1285971B (de) * 1964-10-10 1969-01-02 Kloeckner Humboldt Deutz Ag Kant- und Verschiebevorrichtung fuer Bloecke, Brammen od. dgl.

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE900443C (de) * 1944-05-20 1953-12-28 Siemag Vertriebsgesellschaft M Kant- und Verschiebevorrichtung fuer Walzwerke
DE1285971B (de) * 1964-10-10 1969-01-02 Kloeckner Humboldt Deutz Ag Kant- und Verschiebevorrichtung fuer Bloecke, Brammen od. dgl.

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