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Windsichere Aufhängung von Beleuchtungskörpern, insbesondere an Straßenkreuzungen.
Bei der Aufhängung von Beleuchtungskörpern an freien Plätzen, Straßenkreuzungen
ö. dgl. besteht unabhängig davon, ob es sich um Bogenlampen, hochkerzige Glühlampen
und ähnliche handelt, stets die Schwierigkeit, die Armatur und damit den Beleuchtungskörper
gegen Schwankungen infolge Winddruckes zu schützen. Die Versuche, die Pendelung
des Beleuchtungskörpers zu verhindern, waren bisher im wesentlichen beschränkt auf
solche Aufhängungen, die in größerer Nähe eines Tragmastes, Gebäudes o. dgl. erfolgen
konnten. Hierbei bietet sich die Möglichkeit, Schlittenführungen irgendwelcher Art
vorzunehmen, um die Armatur sowohl in ihrer Betriebsstellung als auch beim Hochziehen
oder Herablassen gegen Schwankungen zu schützen.
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Bei derartigen Aufhängungen ist es aber auch bereits bekannt geworden,
die Armatur in ihrer Betriebsstellung festzuklemmen, wobei die Festhaltung durch
Seilzug o. dgl. geöffnet oder geschlossen werden kann. Bei den Aufhängungen von
Beleuchtungskörpern an freien Plätzen, Straßenkreuzungen usw. mittels verspannter
Draht- oder Seilzüge unterließ man bisher eine pendelsichere Befestigung, weil hierbei
nicht, wie bei der Aufhängung in der Nähe von Masten oder Gebäuden, die Gefahr bestand,
daß infolge der Windschwankungen ein Zerschellen des Beleuchtungskörpers am Mast
o. dgl. eintritt.
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In neuerer Zeit macht sich aber auch das Betreben bemerkbar, die an
freien Plätzen oder Straßenkreuzungen hängenden Armaturen windsicher zu befestigen.
Schlittenführung o. dgl. sind hierbei unmöglich, weil zur Führung des Schlittens
keine Stützkörper vorhanden sind.
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Zur Lösung der Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, die Abspannpunkte
der die Armatur mittelbar oder unmittelbar stützenden Tragseile in der Druckmittelpunktsebene
der Armatur anzuordnen. Durch diese Druck-mittelpunktsebene wird die Armatur in
zwei gleich große Winddruckflächen geteilt. Bei der Anordnung der Abspannpunkte
in dieser Ebene wird das vom Winddruck erzeugte Kippmoment in zwei Drehmomente,
die oberhalb und unterhalb der Abspannebene liegen, geteilt, deren algebraische
Summe gleich Null ist. Schwankungen infolge des Winddruckes sind dann nicht mehr
möglich, ohne daß hierzu besondere Hilfsmittel, wie Schlittenführungen o. dgl.,
verwendet zu werden brauchen.
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Die Abspannpunkte können unmittelbar an der Armatur vorgesehen sein.
Es ist dies aber nur dann möglich, wenn die Armatur zwecks Auswechselns der Kohlestifte
oder der Glühlampe oder zwecks Reinigung nicht aus ihrer Betriebsstellung herabgelassen
zu werden braucht. -In anderem Falle empfiehlt es sich, die Armatur axial verschiebbar
in einem Hilfsgestell oder Gehäuse anzuordnen und die Abspannpunkte an diesem Hilfsgestell
vorzusehen. Der in dem Hilfsgestell hineingezogene Beleuchtungskörper muß naturgemäß
in
seiner Betriebsstellung gegenüber der windsicher aufgehängten Armatur unverschiebbar
gelagert sein. Um ein und dieselbe Armatur wechselnden Verhältnissen anpassen zu
können, werden die Anschlußpunkte der Tragseile an der Armatur oder dem Hilfsgestell
verstellbar angeordnet. Die Anschlußpunkte werden in diesem Falle z«-eckmäßig durch
einfache Schellen gebildet, welche Anschlußösen für die Tragseile aufweisen und
auf Streben o. dgl. des Hilfsgestelles verschoben werden können.
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Die Zeichnung läßt verschiedene Ausführungsmöglichkeiten des Erfindungsgedankens
in beispielsweiser Ausbildung erkennen. In Abb. i und a ist die einfachste Ausführungsform
dargestellt, bei welcher ein Herablassen der Armatur nicht in Frage kommt. Der Armaturenkörper
a wird in der Druckmittelpunktsebene durch drei Tragseile b gehalten. Der Winddruck
ist durch die eingezeichneten Pfeile c angedeutet. Die oberhalb der Druckmittelpunktsebene
einwirkenden Windkräfte üben auf die Armatur ein Drehmoment aus, welches jedoch
durch die auf die unterhalb der Abspannebene einwirkenden Kräfte wieder ausgeglichen
wird. Ohne besondere Hilfsmittel irgendwelcher Art ist auf diese Weise eine völlig
pendelsichere Aufhängung erzielt.
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Die Abb. 3 und .4 zeigen eine Ausführungsform, bei welcher durch Verwendung
eines Hilfsgestelles ein Herablassen der Armatur möglich ist. Die Armatur a hängt
vermittels Seilzugs d an einer im Hilfsgestell e befestigten Rolle f und kann durch
Nachlassen des Seiles d herabgelassen werden. Das Hilfsgestell e ist als dreiarmiger
Bock ausgebildet, welcher durch die Abspannteile b derart gehalten wird, daß die
Abspannebene mit der Druckmittelpunktsebene zusammenfällt. Die Tragseile greifen
je an einer Schelle g an, welche auf dem Tragarm des Hilfsgestelles verschoben und
festgeschraubt o. dgl. werden können. Am unteren Ende des Tragbockes e ist ein Führungsring
h. vorgesehen, an welchem sich die freien Enden von Stützfedern i anlegen. Diese
sind mit ihren anderen Enden an der Armatur tefestigt und sichern diese in der Betriebslage
gegen Schwankungen gegenüber dem Hilfsgestelle. Die Federn. können auch umgekehrt
an dem Ring h angebracht sein und sich mit ihren freien Enden an dem Hals der Armatur
anlegen. Die Wirkungsweise ist ohne weiters verständlich.
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Die Ausführung nach Abb. 5 und 6 unterscheidet sich von der vorbeschriebenen
lediglich durch eine anders geartete Ausbildung des Hilfsgestelles, welches hier
als den oberen Teil der Armatur umschließendes Zylindergehäuse j ausgebildet ist.
Im übrigen sind Aufbau und Wirkungsweise im wesentlichen die gleichen. Die Armatur
kann mittels des Seilzuges d aus ihrer Betriebsstellung herabgelassen werden. Die
dargestellte Ausführung zeigt noch eine weitere Sicherung gegen Windschwankungen,
indem die Tragseile b kurz vor ihrem Anschluß an den Zylinder j in je zwei Hilfsseile
b' aufgelöst sind, deren Anschlußpunkte h senkrecht übereinanderliegen. Diese Befestigung
kann selbstverständlich auch vorgesehen sein, wenn die Armatur aus ihrer Betrie'Nsstellung
nicht herabgelassen zu werden braucht. In allen diesen Fällen kann auch eine Verstellbarkeit
der Anschlußpunkte vorgesehen sein. Selbstverständlich ist es weiterhin möglich,
statt der bei dem Ausführungsbeispiel verwendeten drei Tragseile mehrere, beispielsweise
bei Straßenkreuzungen vier Tragseile zu verwenden.