DE458041C - Schienenbremseinrichtung fuer Eisenbahnen u. dgl. - Google Patents
Schienenbremseinrichtung fuer Eisenbahnen u. dgl.Info
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- B61—RAILWAYS
- B61K—AUXILIARY EQUIPMENT SPECIALLY ADAPTED FOR RAILWAYS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B61K7/00—Railway stops fixed to permanent way; Track brakes or retarding apparatus fixed to permanent way; Sand tracks or the like
- B61K7/02—Track brakes or retarding apparatus
- B61K7/04—Track brakes or retarding apparatus with clamping action
- B61K7/08—Track brakes or retarding apparatus with clamping action operated pneumatically or hydraulically
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Description
Die
Eisenbahnen
Eisenbahnen
Erfindung bezieht
u.
dgl.
sich auf eine für bestimmte Schienenbremsvorrichtung, bei der Bremsteile am
Schienenstrange angeordnet sind, die mit den Laufrädern oder anderen Teilen des sich darüber
bewegenden Fahrzeuges in Eingriff treten. Durch die Erfindung wird bezweckt und erreicht, die Bremswirkung einer solchen
Einrichtung von irgendeiner gewünschten Stelle aus zu regeln.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt,
und zwar zeigt
Abb. ι eine teilweise schematisch gehaltene Gesamtdarstellung,
Abb. ι eine teilweise schematisch gehaltene Gesamtdarstellung,
Abb. 2 einen Querschnitt nach Linie II-II
der Abb. 1 und
Aibb. 3 eine etwas veränderte Ausführungsform der Regelungsvorrichtung.
i, ia sind die Fahrschienen, 2 die Schwellen,
die hier z. B. in Form von T-Trägern dargestellt sind. Zu beiden Seiten der Fahrschienen
sind, etwa mit ihnen parallel laufend, die Schienen 3, 4 und die Bremsbacken 3°) 4" angeordnet, die mit den gegenüberliegenden
Seitenflächen der Laufräder in Berührung treten sollen. Ein Laufrad W ist in
Abb. 2 angedeutet. Zwischen den Bremsteilen 3, 3a und 4, 4a sind Federn 5 eingeschaltet.
Die Vorrichtung zur Bewegung der Bremsteile 3, 3ß, 4, 4a besteht aus den Stangen 6, 7.
Die Stangen 6 sind mit den Teilen 3 und die Stangen 7 mit den Teilen 4 verbunden. Je
zwei gegenüberliegende Enden der Stangen 6, 7 haben eine zahnstangenartige Ausbildung
6a bzw. 7a, und für jedes Stangenpaar
ist ein Trieb oder Zahnsegment 8 vorgesehen, das um die senkrechte Achse 9 drehbar ist.
Es sind, wie Abb. 1 zeigt, beispielsweise vier Stangenpaare 6, 7 und vier Triebe vorgesehen.
Jeder Trieb 8 ist an einen Hebel 8a angeschlossen.
Die Rollen 10 bilden das Widerlager für die Zahnstangenenden 6", 7° und
sichern den richtigen Zahneingriff. Die Hebel 8a sind durch eine Stange 11 gelenkig
verbunden, so daß sie gleichzeitig bewegt werden. Wenn das obere Ende der Hebel 8a
nach links bewegt wird, so drehen sich sämtliche Triebe 8, die Stangen 6 werden abwärts,
die Stangen 7 dagegen aufwärts bewegt. Die Bremsbacken 3°, 4° werden also gegen die
Räder gepreßt. Wird dagegen die gemeinsame Lenkstange 11 nach rechts bewegt, so
findet ein Lösen der Bremsbacken statt.
Die Federn 5 zwischen den Bremsteilen 3, 3a und 4, 4a werden durch Schraubenbolzen
60 bis auf die gewünschte Spannung zusammengepreßt. Diese Schraubenbolzen (vgl. Abb. 2) vermitteln auch das Zurückziehen
der Bremsklötze 3ß und 4a, wenn die Lösebewegung
der Stangen 6, 7 auf die Teile 3, 4 einwirkt.
Der die Triebhebel 8ß verbindende Riegel 11 steht durch einen verlängerten Hebel 8°
mit einer durch Druckluft betätigten Vorrichtung, nämlich einem Zylinder A, in Verbindung,
dessen Kolben 14 durch die Kolbenstange 13 und das Gelenkstück 12 an den verlängerten
Hebel 8B angeschlossen ist.
Die Zuleitung des Druckmittels, vorzugsweise Druckluft, zum Zylinder A wird mittels
der Ventile 27, 30, 33 und 35 geregelt, deren Steuerung durch drei elektromagnetische
Ventile R, P, N erfolgt. Jedes dieser Überwachungsventile besteht aus einem Gehäuse
18 mit einem durch die Magnetwicklung 17 gesteuerten Ventilkörper 19. Der Ventilkörper
19 wird für gewöhnlich in seiner Höchststellung durch eine Feder 20 gehalten. In
dieser Stellung ist die Leitung 22 mit der Außenluft durch den Kanal 21 verbunden.
Wird der Magnet 17 erregt, so bewegt sich der Ventilkörper 19 gegen die Feder 20 nach
abwärts, und die Leitung 22 wird von der Verbindung mit der Außenluft abgeschnitten;
durch die Leitung 38 kann jetzt Druckluft von einer in der Zeichnung nicht dargestellten
Druckluftquelle in die Leitung 22 strömen.
Die Regelungsventile 27, 30, 33 und 35 sind in einem Ventilgehäuse 39 angeordnet,
das einen Zylinder mit Kolben 24 enthält, dessen oberer Teil mit der Leitung 22 in Verbindung
steht, also Druck aus dieser durch das Ventil R gesteuerten Leitung empfängt.
Der Kolben 24 trägt das Hauptregelungsventil 27, das in seiner Schließlage durch
eine Feder 28 gehalten wird. Wenn der zum Ventil R gehörige Elektromagnet nicht erregt
ist, so befinden sich der Kolben 24 und das Ventil 27 in ihrer Höchstlage; der Kanal
37 ist von seiner Verbindung mit dem Kanal 25 abgeschnitten, der zu dem rechtsseitigen
Teil des Zylinders A durch das Rohr 15 führt.
Wenn dagegen das Steuerventil R elektromagnetisch betätigt wird, so öffnet sich das
Ventil 27, so daß Druckluft durch dieses aus der Leitung 38 durch den Kanal 37, den Kanal
25 und die Leitung 15 zum Zylinder A strömtj wodurch der Kolben 14 nach, links bewegt
und dadurch das Bremsgestänge im Sinne des Anziehens der Bremsen bewegt wird.
Das Regelungsventilgehäuse 39 enthält ferner einen Kolben 29, der durch das Steuerventil P
überwacht wird. Der Kolben 29 steht mit dem Hauptventil 30 in Verbindung. Der Kanal 31 vermittelt bei normaler Stellung
dieses Ventils die Verbindung mit der Außenluft. Wenn das Steuerventil P nicht
elektromagnetisch beeinflußt und das Ventil 27 geschlossen ist, so stehen Kolben 29 und
Ventil 30 in ihrer tiefsten Lage unter dem Einfluß des Eigengewichtes. Wird das Steuerventil
P elektromagnetisch bewegt, so strömt Druckluft durch die Leitung 22 in den Zylinderraum
oberhalb des Kolbens 29. Da der Kolben 29 eine größere Fläche -hat als das
Ventil 30, so wird das letztgenannte nach abwärts bewegt, selbst wenn das Ventil 27
offen ist; die Verbindung zwischen dem Kanal 25 und dem ins Freie führenden Kanal
31 ist also unterbrochen.
In ähnlicher Weise überwacht das Steuerventil N den Druck im Zylinderraum oberhalb
des Kolbens 32, der die beiden Hauptsteuerventile 33 und 35 bewegt. Eine Feder 36 hält für gewöhnlich den Kolben 32 mit
den Ventilen 33 und 35 in ihren Höchststellungen. Die Leitung 16 führt zum linksseitigen
Teil des Zylinders A. Sie ist durch den Kanal 40 und den Raum unterhalb des Ventils
33 sowie die Bohrung 34 mit der Außenluft in Verbindung. Wenn das Steuerventil IV
auf elektromagnetischem Wege bewegt wird, so strömt Druckluft durch die Leitung 22 in
den Zylinder oberhalb des Kolbens 32. Der Kolben wird abwärts bewegt, das Ventil 33
geschlossen und das Ventil 35 geöffnet;" infolgedessen strömt die Druckluft in den linksseitigen
Teil des Zylinders A durch den Kanal 37, das Ventil 35, den Kanal 40 und die Leitung
16. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, ist der Durchmesser der Kolbenstange 13 des
Kolbens 14 verhältnismäßig groß, so daß die Kolbendruckfläche auf der Kolbenstangenseite
verhältnismäßig klein ist. Beim Zurückziehen des Bremsgestänges in die Lösestellung
kommt man also» mit verhältnismäßig wenig Druckluftverbrauch aus.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, liegen die Regelungs- bzw. Steuerventile in der
Nähe des Bremszylinders A, während die elektrische Steuervorrichtung (Stromschlußstücke,
Schalter) an einer weiter entlegenen beliebigen Stelle H angeordnet sein können.
Diese Schaltstelle enthält zwei Handschalthelbel 45 und 47. Im Bereich des Schalthebels
45 befindet sich das feste Stromschlußstück46; der Schalthebel 47 kann mit einem der festen
Stromschluß stücke 48 oder 49 in Verbindung gebracht werden. Ist der Stromkreis durch
Verbindung der Stromschlußstücke 45 und
46 geschlossen, so wird der Magnet 17 des Steuerventils P erregt; es kann irgendeine
geeignete Stromquelle, z. B. ein Sammler 50, verwendet werden. Ist der Stromkreis über
die Stromschlußstücke 47, 48 geschlossen, so wird der Magnet 17 und das Ventil R erregt,
und wenn der Stromkreis über die Stromschlußstücke 47-49 geschlossen ist, so findet
eine Erregung des Magneten 17 des Ventils N statt.
Damit der die Bremseinrichtung an der Schaltung H Bedienende stets über den wirksamen
Druck im Zylinder A unterrichtet ist, also weiß, welche Bremskraft ausgeübt wird,
ist eine Druckanzeigevorrichtung vorgesehen. Nach der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform
besteht diese Anzeigevorrichtung aus einem mit dem Zylinder A verbundenen
Druckmesser, der den Stromkreis einer
ίο an der Schaltstelle H befindlichen Anzeigevorrichtung
43 beeinflußt. Durch die elektrische Übertragung mittels der Leitung 42
kann in beliebiger Entfernung vom Zylinder A jederzeit der auf seiner rechten Seite
herrschende Druck überwacht werden.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Die in Abb. 1 und 2 dargestellte Lage der Teile ist die ausgeschaltete. Bewegt sich also ein Fahrzeug über den Schienenstrang, so findet eine Bremsung nicht statt. Die Stromschlußstücke 45-46, 47-48, 47-49 sind sämtlich außer Verbindung. Die Ventile R, P und N werden also nicht betätigt, und das Bremsgestänge ist in der ausgeschalteten Lage, da keine Druckluft zum Zylinder A strömt.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Die in Abb. 1 und 2 dargestellte Lage der Teile ist die ausgeschaltete. Bewegt sich also ein Fahrzeug über den Schienenstrang, so findet eine Bremsung nicht statt. Die Stromschlußstücke 45-46, 47-48, 47-49 sind sämtlich außer Verbindung. Die Ventile R, P und N werden also nicht betätigt, und das Bremsgestänge ist in der ausgeschalteten Lage, da keine Druckluft zum Zylinder A strömt.
Wenn der die Einrichtung Bedienende ein Anziehen der Bremsen veranlassen will, so
bringt er zunächst die Stromschlußstücke 45-46 in Verbindung und betätigt dadurch
das Steuerventil P, was eine Schließung des Ventils 30 zur Folge hat. Alsdann wird die
Stromschlußverbindung 47-48 hergestellt, dadurch das Ventil R geöffnet, zugleich auch
das Ventil 27, so daß Druckluft der rechten Seite des Zylinders A fortschreitend zugeführt
wird. Der Bremskolben 14 bewegt sich also nach links und bringt die Bremsbacken
3a, 4a zum Anliegen an die Fahrzeugräder.
Der im Zylinder A herrschende Druck wird in jedem Augenblick durch die Anzeigevorrichtung
43 dem die Einrichtung Bedienenden an der Schaltstelle angezeigt. Ist der gewünschte Druck erreicht, so unterbricht
der Steuermann die Stromschlußstelle 47-48. Wird eine Verminderung des Bremsdruckes
gewünscht, so wird die Verbindung der Stromschluß stücke 45-46 unterbrochen, so
daß die Betätigung des Steuerventils P aufhört und ein Teil der Druckluft aus dem Zylinder
A ins Freie durch das Ventil 30 entweichen kann, wobei diese Druckverminderung
jederzeit durch Wiederschließen des Stromes über die Stromschlußstücke 45-46
unterbrochen werden kann.
Wenn die Bremseinrichtung in die Lösestellung gebracht werden soll, so werden die
Stromschlußstücke 45-46 ausgeschaltet. Dann strömt die Druckluft aus dem rechtsseitigen
Teil des Zylinders A ins Freie; die Stromschlußstücke 47-49 werden in Verbindung gebracht.
Durch die hierbei erfolgende Betätigung des Steuerventils N wird das Ventil 35
geöffnet, und es strömt Druckluft nach dem linksseitigen Teil des Zylinders A, der KoI-ben
14 wird nach rechts bewegt, und die Bremsbacken werden gelöst. Wenn hierauf
die Stromschlußstücke 47-49 voneinander entfernt werden, so wird das Ventil N ausgeschaltet;
es öffnet sich das Ventil 33, während das Ventil 35 geschlossen wird; die linke Seite des Zylinders wird mit der Außenluft
verbunden, und die Vorrichtung kommt in ihre Normalstellung.
Bei der Ausführungsform nach Abb. 3 ist der Schalthebel 47 so angeordnet, daß er mit
einer Anzahl von festen Stromschlußstücken 48, 55. 56, 57>
58 und 59 wahlweise in Verbindung gebracht oder ganz ausgeschaltet
werden kann. Wird die Stromverbindung 47-48 hergestellt, so wird die Wicklung 17
(Abb. 1) des Ventils N durch den Strom aus der Stromquelle 50 erregt.
Mit dem rechtsseitigen Teil des Zylinders A ist eine Drucküberträgungsvorrichtung
5.3 verbunden, die eine Biegeplatte 52 enthält, deren eine Fläche unter dem im Zylinder
herrschenden Druck steht. Mit der Biegeplatte 52 steht ein schwingbarer Schalthebel
51 in Verbindung. Wenn im rechtsseiti- go gen Teil des Zylinders A atmosphärischer
Druck herrscht, so stellt der Schalthebel 51
die Stromverbindung mit einer Anzahl von gleichachsig gebogenen Stromschlußstücken
55a. 56°, 57a, 58° und 59a her. Diese Stromschlußstücke
stehen in leitender Verbindung mit den Stromschlußstücken 55 bzw. 56 bzw. 57 bzw. 58 bzw. 59. Die Verbindung wird
vermittelt durch die Stromleitungen 55s bzw.
$6b bzw. 57* bzw. 58^ bzw. 59&. Wenn sich
der Druck auf der rechten Seite des Zylinders A vermehrt, so wird der Schalthebel 51
durch Vermittlung der Biegeplatte 52 so weit nach rechts bewegt, daß er nacheinander
außer Stromschlußverbindung mit den zügehörigen Stromschlußstücken kommt, wobei
die Stromschlußverbindung 55α-5ΐ zuerst
unterbrochen wird. Jedem der Stromschlußstücke, deren Ein- oder Ausschaltung von
der Biegeplatte abhängig ist, entspricht also no ein bestimmter Höchstdruck im Bremszylinder
A. Wird diese Höchstdruekgrenze überschritten, so wird das entsprechende Stromschlußstück
ausgeschaltet. Es kann jede beliebige Anzahl von Stromschlußstücken statt der fünf in der Zeichnung dargestellten gewählt
werden. Der Schalthebel 51 ist mit dem einen Wicklungsende 17 des Steuerventils R
(Abb. 1) verbunden, und der eine Pol der Stromschlußquelle 50 steht mit dem Schalthebel
47, der andere Pol mit dem anderen Wicklungsende 17 des Ventils R in Verbindung.
' Befindet sich, das Bremsgestänge in der in
der Zeichnung dargestellten ausgeschalteten Lage und sind an der Schaltstelle H keine
Stromschlußstücke· miteinander in Verbindung, also die Elektromagnete der Steuerventile
R, P und N nicht erregt, so kann eine Bremsung nicht stattfinden, da auf beiden
Seiten des Zylinders A keine Druckluft wirksam ist.
ίο Soll nun von der Schaltstelle H aus ein geringes
Anziehen der Bremsen erfolgen, so werden zunächst die Stromschlußstücke 45-46 verbunden; dadurch wird das Ventil P betätigt
und das Ventil 30 geschlossen. Man bringt danach die Stromschlußstücke 47-55
in Verbindung; das Ventil R wird betätigt, und zwar durch einen Stromkreis, der die
Stromschlußstücke 51-55" einschließt, so daß
das Ventil 27 geöffnet und fortschreitend der rechten Seite des Zylinders A Drudduft zugeführt
wird. Der Kolben 14 bewegt sich alsonach links und bringt die Bremsbacken 3°
und 4a in die Arbeitslage, so daß sie mit den
Radkränzen der Fahrzeugräder in Berührung kommen. Der im Zylinder A herrschende
Druck wirkt auch auf die Biegeplatte 52 ein; erreicht der Druck eine bestimmte Höhe, so
wird ein Ausschalten der Stromschlußstücke 51-55° veranlaßt. Der auf das Ventil R einwirkende
Stromkreis wird dann unterbrochen, das Ventil 27 geschlossen und eine weitere Steigerung der Bremskraft verhindert.
Wird eine verstärkte Andrückung der Bremsbacken gewünscht, so kann dies dadurch
erreicht werden, daß man den Schalthebel 47 mit dem einen unteren Stromschlußstück,
z. B. 58, in Verbindung bringt; dadurch wird der Stromkreis für das Ventil R erneut
geschlossen, und zwar über die Stromschlußstücke 51-58«; das Ventil R wird betätigt und
das Ventil 27 geöffnet. Der Druck im Zylinder A steigert sich also, bis die Stromschlußstücke
51-58° ausgeschaltet sind, wonach dann
auch das Ventil R außer Tätigkeit gesetzt wird. Demzufolge kann man also den Druck
im Zylinder A in bestimmter Weise regeln, indem man nach Wahl eine der Stromschlußverbindungen
des Schalthebels 47 schließt. Durch Einstellung des Schalthebels 47 hat man es also in der Hand, die auf die Fahrzeuge
einwirkende Bremskraft nach Bedarf in Anpassung an Gewicht, Geschwindigkeit bzw.
lebendige Kraft dieser Fahrzeuge einzustellen.
Wird eine Verminderung des Bremsdruckes gewünscht, so stellt der die Einrichtung Bedienende
den Schalthebel 47 zunächst auf eine einem niedrigeren Druck entsprechende Stellung
ein und unterbricht dann die Verbindung der Stromschlußstücke 45-46, wodurch das VentiJ P ausgeschaltet und einem Teil der
Druckluft im Zylinder A Gelegenheit gegeben wird, durch das Ventil 30 ins Freie zu entweichen.
Diese Druckverminderung kann jederzeit durch Wiederschließen der Verbindung mit den Stromschlußstücken 45-46
unterbrochen werden.
Claims (12)
1. Schienenbremseinrichtung für Eisenbahnen u. dgl., bestehend aus am Schienenstrang
angeordneten, mit den Fahrzeugrädern oder anderen Teilen des Fahrzeuges in Berührung tretenden Bremskörpern,
deren Bewegung von irgendeiner Stelle aus zwecks Regelung der Bremswirkung veranlaßt werden kann, dadurch
gekennzeichnet, daß der die Bremskraft erzeugende Luftdruck auf mechanischem Wege einen oder mehrere Stromkreise beeinflußt,
so daß an beliebigen Stellen eine Überwachung und Regelung des Bremsdruckes ermöglicht wird.
2. Ausführungsform der Schienenbremseinrichtung nach Anspruch 1, bestehend
aus Bremsteilen, die mittels Druckluft durch elektromagnetisch gesteuerte Ventileinrichtungen betätigt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß das auf die Bremsteile (3, 4 bzw. 3a, 4°) einwirkende
Druckmittel zugleich ein Druckübertragungsmittel (Biegeplatte 41, Abb. 1,
oder 52, 53, Abb. 3) beeinflußt, welches mit elektrischen Leitungen in Verbindung
steht, so daß sowohl ein elektrisches Meßinstrument zur Ablesung der Bremskraft benutzt als auch eine selbsttätige Regelung
des einmal eingestellten Bremsdruckes erreicht werden kann.
3. Ausführungsform der Schienenbremseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Lösen der Bremskörper durch Druckluft bewirkt wird, welche der anderen Seite des Kolbens
(14), ebenfalls gesteuert durch ein elektromagnetisches Ventil, zugeführt
wird.
4. Ausführungsform der Schienenbremseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schalthebel (45) an der Hauptsteuerstelle (H) in eingeschalteter Lage einen Stromkreis
über die Erregerwindung eines Steuerventils (P) des Hauptsteuerventils (30)
schließt, wodurch die Verbindung zwisehen dem einen Teil des Arbeitszylinders
(A) und der Außenluft abgeschnitten wird, während mittels eines zweiten Schalthebels (47) der Steuerstromkreis
für das eine oder das andere der "Steuerventile (R, N) der Hauptsteuerventile (27,
35) geschlossen werden kann, um Druck-
luft der einen oder anderen Seite des Arbeitszylinders (A) zuführen zu können.
5. Ausführungsform der Schienenbremseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Druckluftverteilung auf den Arbeitszylinder (A) für das Anziehen und Lösen der Bremsen
in der Hauptsache durch zwei mit der Druckluftspeiseleitung (38) in Verbindung stehende Ventile (27, 35) bewirkt
wird, die durch Druckluft bewegt werden, deren Einlaß in bekannter Weise elektromagnetisch
gesteuert wird, und zwar mittels an der Hauptsteuerstelle (H) vorgesehener
Schalter.
6. Ausführungsform der Schienenbremseinrichtung nach Anspruch 4 und 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der über den Schalthebel (47, Abb. 3) gehende Stromkreis
für die Betätigung des Steuerventils (R) des Hauptregelungsventils (27) für
das Anziehen der Bremsen bei einem bestimmten Preßdruck selbsttätig unterbrochen
wird, und zwar in Abhängigkeit von der Einstellung des Schalthebels (47) in bezug auf die festen Stromschlußstücke
(55, 56, 57, 58, 59).
7. Ausführungsform der Schienenbremseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kolbenstangenseite des Kolbens als Druckseite zum Lösen der Bremsleisten dient, wobei
die Kolbenstange verhältnismäßig stark ausgebildet und dadurch die Druckfläche
bedeutend verkleinert ist.
8. Ausführungsform der Schienenbremseinrichtung nach Anspruch 1, bei
der die Bremswirkung durch zwei bewegliche Bremsleisten veranlaßt wird, welche die zu bremsenden Räder zwischen sich
aufnehmen, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Bremsleisten mittels Ausgleichgestänge
durch einen einzigen Kraftkolben entgegengesetzt bewegt werden.
9. Ausführungsform der Schienenbremseinrichtung nach den Ansprüchen 1
und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die doppelte Bremsleistenanordnung auf beiden
Fahrschienen erfolgt und ein einziger Kraftkolben (14) gleichzeitig sämtliche
vier Bremsleisten mittels Ausgleichvorrichtung anzieht.
10. Ausführungsform der Schienenbremseinrichtung nach den Ansprüchen 1
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugstangen (6,7) zum Bewegen der
Bremsleisten an einem Ende zahnstangenartig ausgebildet sind und je zwei von einem zwischengelagerten Ritzel oder
Zahnradsegment (8) entgegengesetzt bewegt werden.
11. Ausführungsform nach den Ansprüchen ι bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß sämtliche Zahnradkörper von einer Längsstange (11) erfaßt werden, an die
der Kraftkolben (14) angreift.
12. Ausführungsform der Schienenbremseinrichtung nach den Ansprüchen 1
bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremskraft von Druckleisten (3, 4) mittels
Druckfedern (5) auf die Bremsleisten (3°, 4a) übertragen wird, wobei die Druckfeder
unter Spannung durch entsprechende Schraubenbolzen (60) gehalten wird, welche gleichzeitig das Zurückziehen der
Bremsleisten vermitteln.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1444326A GB277093A (en) | 1926-06-08 | 1926-06-08 | Improvements relating to track braking apparatus |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE458041C true DE458041C (de) | 1928-04-02 |
Family
ID=10041278
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1925W0070403 Expired DE458041C (de) | 1926-06-08 | 1925-09-08 | Schienenbremseinrichtung fuer Eisenbahnen u. dgl. |
| DEW73557D Expired DE473738C (de) | 1926-06-08 | 1926-09-03 | Schienenbremseinrichtung |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW73557D Expired DE473738C (de) | 1926-06-08 | 1926-09-03 | Schienenbremseinrichtung |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE458041C (de) |
| FR (4) | FR615685A (de) |
| GB (1) | GB277093A (de) |
-
1925
- 1925-09-08 DE DE1925W0070403 patent/DE458041C/de not_active Expired
- 1925-10-19 FR FR615685D patent/FR615685A/fr not_active Expired
-
1926
- 1926-06-08 GB GB1444326A patent/GB277093A/en not_active Expired
- 1926-08-20 FR FR32861D patent/FR32861E/fr not_active Expired
- 1926-08-20 FR FR32142D patent/FR32142E/fr not_active Expired
- 1926-09-03 DE DEW73557D patent/DE473738C/de not_active Expired
-
1927
- 1927-05-13 FR FR33461D patent/FR33461E/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR33461E (fr) | 1928-09-28 |
| FR32142E (fr) | 1927-09-10 |
| DE473738C (de) | 1929-03-25 |
| FR32861E (fr) | 1928-03-06 |
| FR615685A (fr) | 1927-01-13 |
| GB277093A (en) | 1927-09-08 |
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