DE457740C - Kommutierende Maschine fuer hohe Lamellenspannung - Google Patents

Kommutierende Maschine fuer hohe Lamellenspannung

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DE457740C
DE457740C DESCH71928D DESC071928D DE457740C DE 457740 C DE457740 C DE 457740C DE SCH71928 D DESCH71928 D DE SCH71928D DE SC071928 D DESC071928 D DE SC071928D DE 457740 C DE457740 C DE 457740C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K13/00Structural associations of current collectors with motors or generators, e.g. brush mounting plates or connections to windings; Disposition of current collectors in motors or generators; Arrangements for improving commutation
    • H02K13/14Circuit arrangements for improvement of commutation, e.g. by use of unidirectionally conductive elements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Connection Of Motors, Electrical Generators, Mechanical Devices, And The Like (AREA)

Description

  • Kommutierende Maschine für hohe Lamellenspannung. Die Kollektorinaschine vermag eine Reihe von Aufgaben zu lösen, die die kollektorlosen Maschinen also die asynchronen oder Synchronmaschinen, nicht zu lösen vermögen. 2 it der Kollektormaschine ist es möglich, Gleichstrom zu erzeugen und in mechanische oder Wechselstromenergie umzusetzen und stetig regelbare Motoren für Gleich- und Wechselstrom zu bauen, endlich Wechselstrom -einer Periodenzahl in solchen anderer Periodenzahl umzuformen.
  • Der Kollektor hat aber zwei sehr wesentliche Nachteile, die seiner Verwendung eine verhältnismäßig enge Grenze setzen. Das ist erstens die verhältnismäßig geringe Gesamtspannung, die mit Kollektormaschinen bewältigt werden kann, zweitens der geringe Betrag der-unkompensierten Restspannung, der an den Bürsten in der Kommutationsperiode ausgehalten werden kann. Unter Restspannung ist derjenige Betrag der in der Kommutierungszone auftretenden Spannung zwischen zwei Stegen zu verstehen, der durch die üblichen Mittel (Hilfspol u. dgl.) nicht mehr kompensiert werden kann. Sobald diese unkoinpensierte Restspannung, die den verschiedensten Ursachen ihre Entstehung verdanken kann, über etwa 2 Volt wächst, kann ein dauernd einwandfreier Betrieb nicht aufrechterhalten werden. Diese Beschränkungen bedeuten Begrenztheit in der Spannung und Leistung. Die Spannungs- und Leistungsgrenzen werden bei Wechselstromkollektormaschinen herabgedrückt, je höher die Periodenzahl ist. Bei Gleichstrom liegen die Spannungs- und Leistungsgrenzen, insbesondere bei niedertourigen Maschinen, am höchsten; immerhin liegen die durch Gleichstrommaschinen erzeugbaren Spannungen ganz wesentlich unter den durch Wechselstromtransformatoren erzeugbaren. Schon die Erzeugung von Spannungen von 3ooo bis ,#ooo Volt in einer Kollektormaschine ist nur unter ganz besonderen Voraussetzungen möglich.
  • eben den obenerwähnt;en prinzipiellen ',Nachteilen hat die Kollektormaschine noch zwei Nachteile mehr konstruktiver Natur. Zum Unterschied von synchronen und asynchronen Maschinen muß jene mit einem umlaufenden Kollektor ausgeführt «-erden, (la Kollektormaschinen mit ruhendem Kollektor :ich nicht bewährt haben. Aus demselben Grunde muß die Wicklung, in der die Energie umgesetzt wird, die Ankerwicklung, kreisen. Das erstere bedingt eine Vergrößerung des zwischen zwei Lagern umlaufenden Teiles, d.li. eine Herabsetzung der maximal ausführbaren Leistung in der Maschineneinheit, insbesondere bei schnellaufenden Maschinen. Das zweite bildet einen andern Grund, weshalb die Spannung nicht ebenso hoch wie in den ruhenden Transformatoren getrieben werden kann.
  • Die Erfindung hat den Zweck, die angeführten Nachteile der Kollektormaschine zu vermeiden und dadurch Anordnungen zu schaffen, die die oben angegebenen Grenzen der Kollektortnaschinen fast beliebig hinausschieben ttnd sowohl gestatten, Gleichstrom sehr hoher Spannung zu erzeugen und umzuwandeln, als auch Wechselstron:inaschinen mit den Eigenschaften der Wechselstromkollektormaschinen und Periodenumformer zu schaffen, welche mit Bezug auf Spannung, Periodenzahl und Tourenzahl die bisherigen Grenzen weit überschreiten.
  • Es ist bereits bekannt, den Kommutierungsvorgang, der bei dem normalen Kollektor in diesem allein ausgeführt wird, in zwei getrennte Organe zu unterteilen. Davon hat das eine Organ nur die Aufgabe, zwischen Netz und die einzelnen Ankerwicklungen periodisch große Isolationsstrecken einzuschalten, um zu erreichen, daß entsprechend den periodisch wachsenden und abnehmenden Spannungen immer Isolationswege zwischengeschaltet sind, die genügen, um einen Überschlag zu verhindern; es hat dagegen nicht die Aufgabe der Kommutierung, d. h. der Kontaktschluß geschieht an diesem Organ spannungslos, und die Kontaktöffnung erfolgt stromlos. Das zweite Organ ist ein elektrisches Rückschlagventil, physikalisch also dasselbe wie ein Gleichrichter.
  • Nun hat schon diese Kombination eine Reihe von Vorteilen gegenüber den normalen Kollektoren, dagegen hat sie noch zwei Nachteile, die ihre Verwendbarkeit bedeutend einschränken. Diese Nachteile hängen beide mit der Verwendung von elektrischen Rückschlagventilen zusammen. Da diese nur in einer ganz bestimmten Richtung wirken, so ist eine derartige Maschine erstens lediglich auf Gleichstrom beschränkt, aber außerdem hat sie auch für Gleichstrom nur ein beschränktes Anwendungsgebiet. Es kann nämlich eine Maschine nicht ohne besondere Umschaltungen sowohl motorisch als auch generatorisch arbeiten. Es würde beispielsweise in einem Gleichstromgenerator sofort ein verheerender Kurzschluß entstehen, wenn die Energiezufuhr seiner Antriebsmaschine aus irgendeinem Grunde plötzlich aussetzt oder die Netzspannung durch parallel arbeitende Generatoren etwas höher würde, so daß der Generator, wenn auch nur für den Bruchteil einer Sekunde, zum Motor würde. Dasselbe würde eintreten bei einem Umformer. Es würde also nicht möglich sein, einen Umformer so zu verwenden, daß er gelegentlich nach dieser oder nach jener Seite Energie zu liefern imstande wäre.
  • Die Erfindung besteht nun darin, daß in der Kombination aus einem Schaltorgan, welches periodisch verschiedene Übergangsabstände zwischen Netzklemmen und jedem einzelnen Teil 'der Ankerwicklung erzeugt, selbst aber nie während des Bestehens von Spannungsdifferenzen oder während des Stromschlusses schaltet, und elektrischen Ventilen an Stelle der bisher bekannten Rückschlagventile (Ouecksilberdampfgleichrichter) gesteuerte Ventile verwendet werden und darin, daß diese beiden Schaltorgane in genauer zeitlicher Abhängigkeit voneinander arbeiten, d. h. daß das gesteuerte Ventil im Takt mit dem ersten Schaltorgan geschaltet wird. Unter gesteuertem Ventil ist dabei ein Schaltorgan (am besten Gasstrecke) zu verstehen, bei dem die Einschaltung oder Ausschaltung oder Ein- und Ausschaltung von außen durch besondere Mittel bewirkt werden im Gegensatz zu einem Rückschlagventil, dessen Einschaltung und dessen Ausschaltung lediglich in Eigenschaften des Ventils begründet sind, das also eine unabhängig von der Stromart und dem Stromverlauf zeitlich bestimmbare Schaltung nicht zuläßt.
  • Dieses gesteuerte Ventil muß, um in der angegebenen Kombination verwendbar zu sein, folgende Eigenschaften haben: i. Die Stromschlüsse und Stromunterbrechungen müssen mit großer Geschwindigkeit und außergewöhnlicher Genauigkeit in Abhängigkeit von anderen periodischen Vorgängen vorgenommen werden.
  • 2. Die ab- und zuschaltbare Leistung muß groß sein; vor allem muß die abschaltbare Spannung zum mindesten größer als 2 Volt sein, denn 2 Volt schalten auch die normalen Kollektoren mit Hartli-ohlebürsten.
  • 3. Muß das Ventil außergewöhnlich häufige Schaltungen - (einige hundert pro Sekunde) betriebssicher längere Zeit hindurch ununterbrochen vornehmen können.
  • Die Erfindung ist in den anliegenden Abbildungen dargestellt.
  • Abb. i stellt das Ausführungsbeispiel eines gesteuerten Ventils dar.
  • Abb. 2 zeigt eine nach der Erfindung geschaltete Maschine mit ruhender Ackerwicklung.
  • Abb. 3, Abb. 3a und Abb. 3g- veranschaulichen eine Ausführungsform der Schaltorgane. Abb.3 ist die Vorderansicht, Abb. 3a ein zugehöriges Lager in Seitenansicht, Abb.3b die Seitenansicht des Schaltorgans.
  • Abb. 4, Abb. 4a und Abb. q.b stellen eine Maschine für besonders hohe Gesamtspannung dar. Abb. q. ist das Gesamtschaltbild, Abb. q.a und Abb. qb sind Seitenansichten von Schaltorganen.
  • Da die Vorbedingung für die Ausführbarkeit der Erfindung in der Möglichkeit des Baues eines derartigen Ventils besteht, so sei zunächst an Hand der Abb. i ein Ausführungsbeispiel eines derartigen Ventils beschrieben. In Abb. i stellen i bis 4. beispielsweise aus Kohle bestehende Elektroden dar. Die beiden Elektroden i und 3 sind durch den Steg 5 leitend miteinander verbunden. Sie selbst sind durch den Schaft 6 von Erde isoliert. Auch die beiden Elektroden 2 und -. sind ebenfalls auf Isolatoren 7 und 8 angeordnet. Der zu unterbrechende und zu schließende Strom wird an den Klemmen 9 und io zugeführt. An die Brücke 5, welche die beiden Elektroden i und 3 leitend verbindet, ist der Mittelleiter i i der S:ekundärwicklung eines Transformators 12 angelegt. Die Außenleiter dieser Wicklung 13 und 14. sind je an die Klemmen 9 und io angeschlossen. Die von -den Transformatorwicklungen 15 und 16 erzeugten Spannungen sind gleichphasig und gleichgerichtet, so daß beim Aufdrücken einer Spannung auf -die Primärwicklung 17 des Transformators 12 zwischen den Elektroden i und 2 einerseits und den Elektroden 3 und :4 anderseits zwar Spannungen entstehen, daß dagegen zwischen den Elektroden 2 und 4 keine -Spannungsdifferenzen auftreten. Die Spannung zwischen i und 2 oder 3 und 4 wird so hoch bemessen, daß die Luftwege zwischen i und s oder 3 und 4 durchschlagen werden, so daß dann zwei Lichtbogen zum Brennen kommen, so daß zwischen Klemme 9 und io ein Strom fließt, der die beiden Lichtbogen durchfließt. Durch diese Anordnung werden also die Zündspannungen nicht auf die Hauptleitungen übertragen, da zwischen den Klemmen 9 undio die Summe dieser Zündspannungen Null ist. Um bei brennenden Lichtbogen die Rückwirkung der zwischen den Elektroden 2 und ¢ auftretenden Spannung auf die Sekundärwicklungen 15 und 16 des Transformators 12 zu begrenzen, können in die Leitungen 13 und 14 noch bezüglich die Widerständ:e i 8 und i g eingeschaltet sein, die Ohmsche, induktive oder kapazitiv e Widerstände sein können. Soll die Gleichheit der Spannungen zwischen i und 2 oder 3 und 4. mit Rücksicht auf die Abfälle in den Widerständen 18 und i9 noch genauer gemacht !, werden, so können die Leitungen 13 und 14 zu je einer Wicklung 2o oder 2i eines Transformators 22 geführt werden, derart, daß sich ihre Magnetisierungen gegenseitig aufheben, so daß dieser Transformator bei Stromgleichheit die Tendenz hat, diese Ungleichheiten auszugleichen. Die Widerstände 18 und 19 haben den Zweck, nach erfolgter Lichtbogenbildung einen Kurzschluß auf dem Transformator 12 zu verhindern. Demselben Zweck dient der in die Zuleitung zur Primärwicklung 17 eingeschaltete Widerstand 23. Die in dem Transformator erzeugte Zündspannung wird zweckmäßig mit einer so hohen Frequenz betrieben, daß diese das Mehrfache der Frequenz der Zündungen des Lichtbogens beträgt, damit die Zündung mit genügender Genauigkeit erfolgt. Die Auslöschung des LRchtbogens erfolgt, nachdem vorher die Zündspannung zu Null gemacht worden ist, durch einen ionenfreien Gasstrom, der bekanntlich den Widerstand eines Lichtbogens ungeheuer erhöht. Gegebenenfalls kann zu den Klemmen 9 und i o auch noch. ein Kondensator parallel gelegt sein oder zeitweise parallel gelegt werden. Das Gas wird durch die Rohre 24 und 25 den Lichtbogen zugeführt und mittels der Düsen 26 und 27 in dieselben hineingeblasen. Das Druckgas wird in dem vom Motor 28 angetriebenen Gebläse 29 erzeugt, dem Luftbehälter 30 zugeführt und gelangt von diesem über den Rohrstutzen 31 in den Rohrstutzen- 32. Zwischen den Rohrstutzen 31 und 32 befindet sich eine am Umfang bei 33 und 34 mit Löchern versehene Scheibe 35, welche ebenfalls von dem Motor 28 angetrieben wird und mit der Dynamo 36 durch die vierdrehbare Kupplung 37 verbunden ist. Jedesmal nun, wenn ein Loch der Scheibe 35 zwischen den Stutzen 31 und 32 vorbeikreist, tritt ein kurzer Luftstrom zwischen die Lichtbogen, so daß sie verlöschen. Da die Umfangsgesch-Nvindigkeit der Scheibe 35 und der Luftdruck im Luftbehälter 30 hoch gemacht werden können, so können Löschgeschwindigkeit und Löschhäufigkeit ungeheuer hoch werden, und es kann die Löschung selbst sehr genau sein. Durch .die Kupplung 37 der Dynamo 36, welche die Zündspannung erzeugt, mit der Scheibe 35, welche die Löschung steuert, können Ein- und Ausschaltmoment in genaue Abhängigkeit gebracht werden, wobei dafür gesorgt werden muß, daß der Zündfunken und der Löschluftstrom nicht gleichzeitig auftreten. Die den Transformator 12 speisende Dynamo 36 ist keine Dynamo, die normale hochfrequente Wechselströme erzeugt; sie erzeugt oder steuert vielmehr intermittierende Wechselstromstöße jedesmal dann, wenn gezündet werden soll, was durch ganz schmale Erregermagnetpole leicht zu erreichen ist. Durch Verdrehung der beiden Hälften der Kupplung 37 gegeneinander kann auch die Länge des erzeugten Stromdurchganges zwischen den Klemmen 9 und 1o geregelt werden. Die Drehzahl des Antriebsmotors 28 muß natürlich auch in Beziehung gebracht werden mit den zwischen 9 und io erzeugten Stromphasen, wenn ein bestimmter Zweck, beispielsweise Gleichrichtung o. dgl., erreicht werden soll.
  • Um einen übermäßig großen Abbrand der Elektroden i bis 4 zu verhindern, können verschiedene Mittel angewendet werden; beispielsweise kann der Gasstrom so geleitet ,werden, daß er die Elektroden selbst nicht trifft, sondern lediglich zwischen ihnen, aber in einem bestimmten Abstande von ihnen, verläuft, so daß er eine ionenfreie Zone zwischen sie legt; oder der Strom kann aus einem Gas wie Wasserstoff, Stickstoff oder Kohlensäure bestehen, das eine Verbrennung nicht unterhält. Um ein solches Gas nicht ständig erneuern zu müssen, kann es in Gefäßen 39 aufgefangen und dem Kompressor 29 durch das Rohr 38 wieder zugeführt werden. Das Ausblasen des Lichtbogens kann auch durch einen Luftstrom erfolgen, der durch im Takt mit den Kommutierungsvorgängen, etwa elektrisch gesteuerte Explosionen stoßweise erzeugt wird. Da sich ein gewisser Abbrand nicht vermeiden lassen wird, so kann eine Vorrichtung vorgesehen sein, die die Elektroden i und 3 den Elektroden 2 und 4 bei Abb.rand nähert. Hierzu dient die Anordnung 40. Der Magnet 41 erhält Spannung von einer AnzapfleitUng 41a des Transformators i2. Wird die kurz vor dem Durchschlag der Lichtbogenstrecken entstehende Zündspannung wegen zu großen Abstandes der Elektroden voneinander zu hoch, so wird der Anker .42 gegen die Feder 43 angezogen. Der Nocken 44 läßt die Stange 6 los, und die Elektroden i und 3 fallen um eine Zahnteilung herunter.
  • Das in Abh. i angegebene Ventil hat alle die oben als notwendig angegebenen Eigenschaften: Hohe Spannung vor der Zündung (i ooo Volt und mehr), hohe Stromstärke (fast unbegrenzt), hohe Zündgeschwindigkeit und Schaltgenauigkeit.
  • Abb.2 zeigt eine Kollektormaschine, die als Gleichstromgenerator oder -motor beliebiger Schaltung oder als Wechselstromkollektormaschine oder auch als Umformer arbeiten kann.
  • Der Übersichtlichkeit halber sei die Maschine zunächst als Gleichstrommotor beschrieben. Die Ankerwicklung 45- liegt im Ständer einer Maschine und kann wie eine normale Ring- oder Trommelwicklung angeordnet sein. Sie ist in zehn Ankerspulen unterteilt. Der Läufer 46 ist ein normales Magnetrad, dessen Erregerwicklung nicht gezeichnet ist, und das vom Hauptgleichstrom, von einem Nebenschlußstrom oder von einem Fremderregerstrom erregt sein kann, wodurch die Maschine den Charakter eines Hauptstrommotors, eines Nebenschlußmotors oder eines fremderregten Gleichstrommotors erhält. Die Ankerwicklungen sind mit ihren Anzapfungen 47 bezüglich an je fünf Bürsten 48 und 49 gelegt. Die Bürsten 48 schleifen auf einem kreisenden Schaltring 50, während die Bürsten 4.9 auf einem gleichen Schaltring 51 schleifen. Es ist im Verfolge der Ankerwicklung 45 immer abwechselnd eine Anzapfung an eine zum Schaltring 5o und die folgende an eine zum Schaltring 51 gehörige Bürste angeschlossen. Die Schaltringe 5o und 51 laufen synchron mit dem Magnetrad 46 und sind mit ihm durch eine verstellbare Kupplung 52 verbunden. Die Schaltringe tragen je zwei Schleifringe 53 bis 56, die über Bürsten 61 bis 64 bezüglich mit den gesteuerten Ventilen 57- bis 6o verbunden sind. Über die Ventile 57 und 58 gelangen die Schleifringe 56 und -53 bezüglich in Kontakt mit dem negativen Pol 65 der Leitung und über die Ventile 59 und 6o die Schleifringe 54 und 55 bezüglich in Kontakt mit dem positiven Pol 66 der Leitung. Die Schleifringe 53 bis 56 sind bezüglich verbunden. mit den Schleifsegmenten 67 bis 7o, die einen Teil der Schaltringe 5o und 5i bilden. Der übrige Teil der Schaltringe ist von den Teilen 67 bis 70 isoliert. Er wird am besten aus dünnen, voneinander isolierten Stegen aus demselben Material wie die Segmente 67 bis 70 unter Zwischenlage von Glimmer kollektorartig aufgebaut. Die beiden Schaltringe 50 und 51 wirken mit der Ankerwicklung und den Bürsten 48 und 49 ganz ähnlich wie ein normaler Kollektoranker, indem sie gegenüberliegende Ankerwicklungen in zyklischer Vertauschung an den positiven und negativen Pol der Stromquelle anlegen, nur haben die Bürsten und die Kollektorstege ihre Rollen vertauscht. Diese Anordnung hat aber, insbesondere für Maschinen hoher Spannung, den wichtigen Vorteil, daß der Anker in den Ständer der Maschine verlegt werden kann, wo eine Isolierung gegen hohe Spannungen wesentlich leichter ist als im Läufer. Da die Spannung höher ist, als sie bei normalen Maschinen gemacht werden kann, so wird bei gleicher Leistung die Stromstärke gleichzeitig geringer. Die Bürstenauflagefläche und i damit die Bürstenreibungsverluste werden daher unter Umständen trotz der größeren Anzahl von Bürstensätzen pro Polpaar nicht größer, unter Umständen sogar kleiner als bei Maschinen für normale Spannung. Die Schaltringe 5o und 51 bilden die Schaltorgane, welche lediglich den Zweck haben, zwischen die Netzpole, an welche die Segmente 67 bis 7o angelegt sind, und die einzelnen Anzapfleitungen der Ankerwicklung 47 periodisch die notwendigen Isolationsabstände zwischenzuschalten, welche bei den zu bewältigenden hohen Spannungen einen Überschlag verhindern. Durch den Umlauf der Segmente 67 bis 70 werden die isolierenden Abstände zwischen ihnen und den Bürsten periodisch -geändert. Die Schaltringe 50 und 5t eignen sich wesentlich besser für die Herstellung großer Isolationsabstände als normale Kollektoren, da die isolierten Teile ; i b.74 der Schaltringe ganz oder zum überwiegenden Teil aus Isoliermaterial leergestellt «-erden können und daher besser isolieren als ein normaler Kollektor, dessen isolierende Zwischenlagen nur den. geringsten Teil des ganzen Umfangs ausmachen. Dieser Zweck wird uni. so vollkommener erreicht, je schmaler die Bürsten 4.8 und .I9 sind. In der Abbildung bedecken die Bürsten daher auch nur einen Bruchteil des Gesamtumfanges des Schaltringes. Der wichtigere Grund für die ?Möglichkeit der Erzeugung hoher Spannungen bestellt nun aber- darin, daß zwischen den Segmenten 67 bis 70 einerseits und den Bürsten .18 und .l9 anderseits keinerlei Zuschaltung beim Bestellen von Potentialdifferenzen und keinerlei Abschaltungen beim Fließen von Strömen vorgenommen werden. Hierdurch wird die Funkenbildung an den Schaltringen bei guter mechanischer Ausführung vollkommen vermieden, ebenso wie bei gut ausgeführten Schleifringen. Durch die V erineidung voll Funkenbildung all den Schaltringen wird nicht nur die Gefahr des Rundfeuers herabgesetzt, es wird auch vermieden, daß die Bürsten und Schleifsegmente irgendwie durch Funkenbildung allgegriffen werden. Überdies kann ein Bürstenmaterial verwendet «-erden, welches, cla auf die Vernichtung voll Restkommtitierungsspannungen keine Rücksicht genommen zu werden braucht, sehr gut leitet und daher nnit hoher Aniperezahl pro Ouadratzentinieter belastet «-erden kann, wodurch die Erwärmung und damit die Größe des Schaltringes vermindert wird.
  • Dein Zweck, den Strornschluli oder die Stromunterbrechung vom Schaltring wegzunehmen, dienen null die gesteuerten Ventile 57 bis 6o, welche nach Art des in Abb. i beschriebenen Ventils aufgebaut sein können. Die beschriebenen Ventile haben die Eigenschaft, in genauem Takt mit anderen periodischen Vorgängen starke Ströme und verhältnismäßig hohe Spannungen ab- und zuschalten zu können. Die Steuerung der Ventile gescliieht im Takt mit dem Umlauf des 'Maglietrades 46 etwa dadurch, daß die Welle 75 (Abb. i) mit jenem unmittelbar oder durch irgendwelche andere Organe (Zahnräder, Kurbelstangen) gekuppelt ist. Der Einfachlieit halber ist dieser Antrieb in Abb. 2 nicht gezeichnet. Die Steuerung der Ventile erfolgt derart, daß das. Ventil vor dein Auflaufen einer Bürste auf eines der Segmente den Lichtbogen gelöscht und dadurch den Strom .roterbrochen hat. Ist die Bürste aber erst itifgelaufen, so wird der -Lichtbogen gezün-(lut und fließt dann. wie bei einem Schleifring. Vor dein Ablauf der Bürste dagegen wird der Lichtbogen wieder gelöscht und dadurch der Strom unterbrochen. Damit der aus dem Netz kommende und über den Anker fließende Hauptstrom nicht vollkommen unterbrochen wird, müssen, und zwar an den beiden Polen je zwei Ventile vorhanden sein, damit bei der Unterbrechung des einen immer im andern Strom fließt; um dies zu erreichen sin-t vier Ventile vorgesehen, von denen 57 und 58 am negativen und 59 und 6o am positii en Pol des Netzes arbeiten, und voll denen einerseits 57 und 58 und anderseits 59 und 6o wechselseitig den Strom führen oder unterbrochen sind. Bei der Überleitung des Stromes voll Ventil 57 auf -Ventil 58 und umgekehrt treteil dabei immer Zeitpunkte ein, in denen in beiden Ventilen gleichzeitig Strom fließt. Das ist die eigentliche Kommutierungsperiode, in der also der Strom von dem einen auf (las andere Ventil und damit von einer Bürste 4.8 auf eine Bürste .l9 übergeführt wird; Die Unterteilung des Schaltorgans in zwei getrennte Schaltringe 5o und 51 hat dabei den Zweck, zu vermeiden, daß es je vorkommen kann, daß eines der Segmente 67 bis 7o zwei Bürsten 48 oder 49 kurzschließt, so daß durch diesen Kurzschluß übermäßige Stroinbelastungen und damit Funkenbildung eintreten könnten. Der Kurzschluß zweierBürsten und damit einer Ankerspule könnte nur über die beiden Ventile 57 und 58 oder 59 und 6o auftreten, und dort wird er durch die Steuerung der Ventile verhindert. Der große Vorteil der Anordnung besteht auch darin, daß die Bürsten ebenso wie bei einem Schleifring auf der ganzen Auflagefläche gleichmäßig belastet sind, was bei normalen Kollektoren i wegen der Kurzschlußerscheinungei1 in der hommutationszone nicht der Fall ist.
  • Zur schnellen Oberleitung des Stromes von einer Bürste des Schaltorgans 5o auf eine Bürste des Schaltorgans 51 oder -von dem Ventil 57 auf das Ventil 58 oder von Ventil 59 auf Ventil 6o können die allgemein bekannten Kommutationsinittel angewendet «-erden, als da sind: i. Die Verschiebung der zu kommutierenden Spule unter den Magnetpol. Uin dies ermöglichen zu können, ist die am besten während des Laufens verstellbare Kupplung 52 angeordnet.
  • 2. Die Verwendung von Hilfspolen und Kompensationswicklung. Diese müßten bei einer Maschine nach Abb. 2 auf dem umlaufenden Teil ..16 angebracht und die Hilfspol-oder Kompensationsströme ebenso wie die Erregerströme durch Schleifringe zugeführt werden.
  • 3. Handelt es sich um Maschinen, welche mit Wechselströmen betrieben werden, so können, ebenso wie bei den Wechselstromkollektormaschinen, noch Hilfsmittel, etwa Hilfspole, angeordnet sein, welche .die sogenannte Transformator-E.M.K. kompenszeren.
  • q.. Endlich ist es bei der angegebenen Maschine möglich, alle diese Kompensationsmittel vollkommen außerhalb der Maschine anzubringen, wodurch sie selbst vereinfacht wird, indem je zwischen den zu einem Pol gehörigen Ventilen 57, 58 oder 59, 6o besondere Wicklungen 75, 76, 77, 78 angebracht werden, in denen die erforderlichen Kommutations- oder auch Kompensationsspannungen (letztere bei Wechselstrommaschinen) erzeugt «-erden. Zu diesem Zweck können diese Wicklungen 75 bis 78 auf Transformatorjochen liegen, denen durch Primärwicklungen 79 und 8o die geeigneten Felder zur Er zeugung der geeigneten Spannungen z. B. durch eine besondere Maschine 8.1 aufgedrückt werden. Die in der Maschine 8z erzeugten Ströme können reine Sinusströme mit Kommutationsperiodenzahl sein. Zur genauen Dosierung werden sie zweckmäßig nach Größe und Phase regelbar gemacht. Zur Phasenregelung kann zwischen der Welle des Magnetfeldes 46 und der :Maschine 81 eine verstellbare Kupplung 82 eingeschaltet sein. Die Phase kann aber auch rein elektrisch durch Anordnung einer mehrphasigen Gleichstromerregerwicklung in bekannter Weise verändert werden.
  • Alle diese Mittel brauchen aber nur dann angewendet werden, wenn besonders schwierige Bedingungen vorliegen, wie sie bei sehr hohen Spannungen, hohen Periodenzahlen (Hochfrequenz) oder sehr hohen Leistungen eintreten können. Bei minder schwierigen Bedingungen kann man unter Umständen ohne irgendwelche besondere Kommutationsmittel auskommen, da die Ventile imstande sind, starke Ströme bei Spannungen wesentlich größerer Höhe ohne Schaden für das kommutatorähnliche Schaltorgan abzuschalten, als dies bei den normalen Kollektoren der Fall ist.
  • Umgekehrt kann auch die Verwendung der bekannten Kommutierungsmittel unter Umständen die Verwendung eines intermittierenden Luftstromes beim Ausblasen der Ventile ersparen, und man kann an Stelle' eines intermittierenden Luftstromes einen kontinuierlichen mäßiger Geschwindigkeit verwenden, der nur stark genug ist, um die Wiederzündung des Lichtbogens zu verhindern, nachdem die Kommutierungsspannungen den Strom auf Null gebracht haben.
  • Aus den vorstehenden Überlegungen folgt auch, daß es nicht notwendig ist, bei Maschinen nach der Erfindung zur Vermeidung hoher Kon iniutationsspannungen stark unterteilte Ankerwicklungen mit vielen Ankerspulen pro Polpaar anzuwenden, daß man vielmehr mit verhältnismäßig geringer Anzahl von Ankerspulen auskommt und entsprechend verhältnismäßig wenig Bürsten 48 und 49 benötigt. Die @in der Abb. 2 angegebene Anzahl von zehn Ankerspulen kann z. B. schon für gewisse Verwendungszwecke genügen. Erst diese Tatsache macht die in der Abb. 2 angegebenen Schaltorgane 50 und 51 in Kombination mit gesteuerten Ventilen besonders vorteilhaft, denn die Anordnung wird um so günstiger, je kleiner die Anzahl der Ankeranzapfungen. ist, da für jede Anzapfung eine Bürste vorgesehen werden muß. Die Anordnung nach Abb. 2 ist für mittlere Spannungen bestimmt, sollen aber Höchstspannungen, etwa Gleichstromhöchstspannungen, erzeugt oder in andere Stromart oder Energieform umgewandelt werden, so reicht hierzu die Anordnung nach Abb.2 nicht aus. Unter Höchstspannungen sind dabei Spannungen bis zu Zoo ooo Volt und mehr verstanden.
  • Das in Abb. r - beschriebene Ventil reicht auch noch für sehr hohe Maschinenspannungen aus, da die auf die Ventile kommende Teilspannung verhältnismäßig gering ist, und da außerdem die abschaltbare Spannung durch Verlängerung der Luftstrecke oder durch Vermehrung der hintereinandergeschalteten Luftstrecken beliebig vergrößert werden kann. Dagegen ist die Spannung, welche mit den Schaltringen 5o, 5 1 beherrscht werden kann, auf mittlere Spannungen beschränkt. Dies ergibt sich aus folgender Überlegung: Ist aus irgendeinem Grunde die Drehzahl Größe der gegeben, so ist damit Volpaarzahl auch die Zeit gegeben, in der ein Segment einmal alle zu einem Polpaar gehörigen Ankerwicklun.gsanzapfungen oder die zugehörigen Bürsten überstreicht. Da nun die Umfangsgeschwindigkeit aus mechanischen Rücksichten nicht beliebig vergrößert werden kann, so ist die in dieser Zeit durchlaufene Strecke begrenzt. Diese räumliche Strecke ist aber gerade der Überschlagsweg. In Abb. 3 ist nun eine Anordnung angegeben, welche gestattet, wesentlich größere Überschlagswege in der zur Verfügung stehenden Zeit periodisch herzustellen. In der Abb. 4 ist dann weiter unten gezeigt, wie die Schaltorgane nach Abb. 3 zur Erreichung der gemäß der Erfindung angestrebten Wirkung in einer Gesamtanlage angeordnet werden.
  • In Abb. 3 bedeuten 83 und 84 umlaufende Wellen, welche in den Lagern 85 bis 88 gelagert sind; diese Lager sind auf Isolatoren 11 89 befestigt und können daher hohen Potentialen gegen Erde ausgesetzt werden. In Abb.3a ist eilte Seitenansicht eines solchen Lagers dargestellt. Abb. 3b stellt eine Seitenansicht des Schaltorgans dar, bei der die Lager mit den Isolatoren weggelassen sind. Die Wellen 83 und 84 tragen bezüglich weit ausladende Arme go und gi; sie werden durch die mit ihnen gekuppelten Zahnräder 92 und 93, die beide den gleichen Durchmesser haben, in genauem Synchronlauf gehalten. Die Zahnräder 92 und 93 sind gemäß eitler besonderen, unten näher zu beschreibenden Konstruktion derart aufgebaut, daß sie zwischen den Wellen 83 und 84 Isolatoren großer Widerstandsfähigkeit gegen sehr hohe Spannurlgen bilden. Die beiden Zahnräder 1Lä.minen nun derart, daß sich die Enden 94 und 95 der Arme go und gi in der in Abb. 3b dargestellten Stellung gerade treffen. Die Pole, zwischen denen periodisch eine große Isolationsstrecke zwischengeschaltet werden soll, werden an die Wellen 83 und 84 angelegt. Wird etwa die Welle 83 angetrieben, so läuft die Welle 8.f mit gleicher Drehzahl um und macht bei jeder Umdrehung einmal Kontakt durch die beiden Enden 9d. und 95 und stellt in der Zwischenzeit zwischen zwei Kontaktschlüssen zunächst zunehmend und dann wieder abnehmend einen großen Isolationsabstand zwischen den beiden Wellen her. Die Kontaktarme go und gi sind durch die Gegengewichte 96 und 97 ausbalanciert. Die kontaktmachenden Enden sind derart ausgebildet, daß z. B. das Ende 95 zwischen den beiden federnden Kontaktstücken 98 und 99 wie ein Messerschalter Kontakt macht.
  • Die Anordnung nach Abb. 3 hat eine Reihe sehr wesentlicher Vorteile zur Erreichung des erfindungsgemäß verlangten Endzweckes der Herstellung großer Isolationsstrecken in sehr kurzer Zeit. Da die Kontaktarme go und 9i vollkommen frei in der Luft verlaufen, so ist die gesamte durchlaufene Luftstrecke gleichzeitig Isolationsstrecke. Außerdem aber können die Kontakte 95 oder 98 und 99 mit sehr großer Geschwindigkeit bewegt werden, ohne daß die Relativgeschwindigkeit der Kontakte 95 einerseits und- der Kontaktfedern 98 und 99 anderseits groß wird, da die beiden Kontaktarme mit der gleichen Umfangsgeschwindigkeit laufen. Die geringe Relativgeschwindigkeit ist aber wichtig, weil sonst die Kontakte leicht mechanisch zerschlagen und dadurch bald betriebsunsicher werden könnten. Die Anordnung nach Abb. 3 ist ein Schleif- und gleichzeitig ein Messerkontakt, der einen sehr innigen Stromschluß herstellt und für fast beliebig hohe Stromstärken ausgeführt werden kann. In der Abb.3b sind die Schaltmesser mit verhältnismäßig geringer Ausdehnung in Richtung des Umfangs angegeben. Man kann die Schaltmesser auch mit größerer Ausdehnung in Richtung des Umfanges ausführen, wie durch die gestrichelten Ansätze angedeutet ist. Macht man dann.gleichzeitig die Summe der Radien r1 und r2 der Schaltmesser nur wenig größer als #die Achsenentfernung A-B, so kann man für eine gegebene Schaltzeit die Relativbewegung der beiden Kontakte beim Berühren fast beliebig klein machen. Das ist wichtig, falls mit Rücksicht auf sehr große Spannungen und daher großeAchsenabständedieUmfangsgeschwindi,gkeiten groß werden. Für ganz besonders hohe Spannungen kann es zweckmäßig sein, auf jeder Welle zwei um igo° versetzte Arme anzubringen und dann die Wellen mit der halben Drehzahl laufen zu lassen, da in diesem Fall bei gleicher Umfangsgeschwindigkeit die Arme doppelt so lang gemacht "werden können. Man kann auch drei oder mehr Arme auf beiden Wellen anordnen. Die Umlaufzahl muß dann entsprechend kleiner gemacht werden, um die gleiche Anzahl von Stromschlüssen pro Sekunde zu erhalten. Vier Arme ergeben die größte Maximalentfernung bei gegebener Umfangsgeschwindigkeit und Periodenzahl. Zur Herstellung größerer Isolationsfähigkeit der beiden Arme und Wellen gegeneinander können dieselben mehr oder weniger vollkommen mit Isolationsmaterial umgeben sein, ebenso die Gegengewichte 96 und 97. Demselben Zweck dienen Isolationsplatten ioo, welche zwischen den umlaufenden Armen feststehen. Auch können die Schaltorgane in besondere Kammern eingeschlossen werden, in denen sich besonders gereinigte und getrocknete Luft oder auch Druckluft oder ein anderes Gas befinden. Die kreisenden Arme müssen völlig synchron laufen, erstens gegeneinander und zweitens mit dein Maschinenanker und der Ventilsteuerung. Dies ist nun durch Zahnräder oder ähnliche kraftschlüssige Vorrichtungen zu erreichen. Gleichzeitig tilüssen die Zahnräder die hohen Potentialdifferenzen aushalten; zu diesem Zweck können dieselben nach Abb. 3 und 3b aufgebaut sein. Die Zahnkränze ioi können aus Metallringen bestehen. Diese sind auf konzentrische Ringe io2 aufgezogen, welche abwechselnd aus Stahl und Isolierstoff bestehen. Am besten werden die Stahlringe vollkommen in Isolierstoff (Pertinax, Hartpapier o. dgl.) eingeschlossen. Dieser Aufbau ergibt sowohl elektrisch als auch mechanisch die zweckentsprechenden Verhältnisse. Es ist vorteilhaft, jeden Ring einzeln auf den vorigen aufzupressen.
  • Die Schaltorgane nach Abb.3 können für die höchsten bisher betriebsmäßig mit Wech- i selstrom erzeugten Spannungen und darüber hinaus hergestellt werden. Prinzipiell ist aber die Grenze fast beliebig dadurch zu erweitern, daß mehrere dieser Schalter hintereinandergeschaltet werden.
  • Durch Verbindung dieses Schaltorgans mit dem beschriebenen Ventil ist im Prinzip die Möglichkeit gegeben, alle Spannungen zu- beherrschen. Um sehr hohe Spannungen zu erzeugen, ist es zweckmäßig, die einzelnen Ankerspulen in ruhende Transformatoren, gegebenenfalls Öltransformatoren, zu verlegen. Die Erregerfelder können in diesem Fall durch Wechselströme erzeugt werden, ähnlich dem Drehfeld in einem asynchronen Motor. Die Transformation muß in diesem Falle nur mit ebenso vielen Phasen erfolgen, als Ankerspulen vorhanden sein müssen. Eine derartige Anordnung ist naturgemäß nur bei Stromumformungen, nicht aber bei Umformung von elektrischer in mechanische Energie oder umgekehrt möglich.
  • In Abb. 4 ist eine Anordnung beschrieben, die zur Erzeugung oder Umformung von Strömen sehr hoher Spannung geeignet ist. Der Übersichtlichkeit halber ist eine umlaufende Maschine dargestellt. Das Erregerfeld 103 kreist in dem ruhenden Anker, der durch die Ankerwicklungen 104 dargestellt ist. Der Anker hat acht Ankerspulen. Jede der acht mit I bis VIII bezeichneten Anzapfungen ist an eines der Schaltorgane i05 angeschlossen, welches in der in Abb. 3 dargestellten Weise aufgebaut ist. Von den in der Abb. 3 dargestellten Schalthebeln sind auf den Wellen 107 und io8 je vier, und zwar voneinander isoliert, aufgebracht. Die einzelnen Ankeranzapfungen sind durch Schleifringe mit den einzelnen Schalthebeln verbunden. Die elektrisch miteinander verbundenen Schleifringe, Schalthebel und Anker anzapfungen tragen die gleichen römischen Zahlen I bis VIII. Die Abb. 4b ist eine Seitenansicht der Schalthebel 113, io8 und 114, die Abb. 4a eine Seitenansicht der Schalthebel i i2, 1 07 und i i i. Auch in den Seitenansichten sind die bezüglichen Schalthebel mit den Zahlen I bis VIII bezeichnet. Man erkennt, daß die Schalthebel auf der Welle achsial und außerdem im Winkel gegeneinander versetzt angeordnet sind. Die Wellen der Schalthebel laufen mit derselben Drehzahl wie das Magnetrad 103 und sind mit diesem unmittelbar gekuppelt oder durch die Zahnräder io6 gleichlaufend angetrieben. Die Schalthebel auf der Welle io7 kämmen mit je vier Schalthebeln auf den Wellen 112 und i i i, die Schalthebel der Welle io8 mit Schalthebeln auf den Wellen 113 und 114-Die Schalthebel der Welle i i2 sowohl als auch die der Welle i 13 sind alle vier leitend verbunden und über die gesteuerten Ventile 115 und i 16 nach Abb. i an den negativen Pol i i9, die Schalthebel i i i und 114 bezüglich über die Ventile i 17 und z 18 an den po-sitiven Pol i2o der Leitung angeschlossen. Die einzelnen Schaltarme auf den Wellen io7, io8 und i i i bis 114 sind gegeneinander versetzt angeordnet. In Abb.4a sind die Wellen 1i2, 107 und i i i mit ihren Armen, in Abb. 4b die Wellen 113, io8 und 114 mit ihren Armen in Seitenansicht dargestellt. Die Stellungen dieser Arme zueinander sind aus diesen Abbildungen zu ersehen. Dreht sich nun der Erregermagnet 103 finit den Wellen und ihren Armen, so machen die einzelnen Schaltarme genau die gleichen Kontakte wie die Bürsten eines Ankers auf den Kollektorstegen. Dadurch, daß mit jeder der Wellen io7 und io8 j e zwei Schaltwellen mit deren Armen kämmen, werden. die Ankeranzapfungen in zyklischer Vertauschung einerseits an den positiven, anderseits an den negativen Pol der Leitung angeschlossen. Durch die Ventile werden die Leitungspole immer abwechselnd an die in der Zeichnung rechts oder links vom Erregerrad liegenden Schalthebelsysteme angeschlossen ebenso wie bei den Schaltringen 5o und 5, in Abb. 2. Hierdurch wird die Kommutation erzielt, d. h. es wird erreicht, daß die Schalthebel nur strom- lind spannungslos schalten.
  • Wie schon oben erwähnt, kann sowohl die in Abb. 2 wie die in Abb. 4 dargestellte Maschine auch als Umformer, beispielsweise als Gleichstrom-Drehstromumformer, verwendet werden. Für diesen Verwendungszweck haben die gemäß den Abb. 2 und 4 aufgebauten Maschinen noch einen ganz besonderen Vorteil, der so wichtig ist, daß es durch ihn überhaupt erst möglich_ gemacht wird, derartige Umformer mit uhenden Ankerwicklungen, die die Vorbedingung für hohe Spannungen bilden, auszuführen. Es läßt sich bekanntlich nicht erreichen, daß zwischen einem durch elektrischen Mehrphasenstrom erzeugten Drehfeld und dem mechanisch durch dieses Drehfeld angetriebenen Synchronmotor völliger Synchronismus besteht, da die mechanische Trägheit sowohl ein Nachhinken bei Frequenzänderungen als auch Pendelungen im Gefolge hat. Durch eine Reihe an sich bekannter Mittel kann man diese zeitweissen und periodischen Phasenunterschiede klein machen; sie vollkommen zu vermeiden, ist unmöglich. Diese Tatsache bildet den Hauptgrund, daß es bisher niemals gelungen ist, Umformer mit kreisenden Bürsten, also ruhender Ankerwicklung, in dauernd einwandfreiem Arbeiten zu erhalten. Bei den Maschinen gemäß der Erfindung ist dieser Übelstand dadurch beseitigt, daß alle Vorgänge, welche mit der Kommutierung im Zusammeniange stehen, völlig synchron erfolgen können, lein die Zündung und Ausblasung des Licht- Bogens, die Erregung der Kommutierungswicklung (Abb. 2: 75, 76, 79, 77, 78 und go), die Drehung der Schaltorgane (Abb. 2: 5o und 51) sind von Strömen oder mechanischen Umdrehungen abhängig, welche'durch eine gemeinsame Welle (s. Abb. 2) vollkominen starr aneinander- gebunden sind. Unterschiede in der Phase können also nur mehr auftreten zwischen dem Hauptfeld und den Kommutierungsvorgängen. Man hat es aber in der Hand, die Kommutierungsspannungen so groß zu machen, daß sie von den Schwankungen des Hauptfeldes nicht bee:influßt werden.
  • Ein wichtiger Vorteil der beschriebenen Kombination ist noch der, daß im Gegensatz zu der bekannten Kollektormaschine bei den neuen Anordnungen die Polzahlen oder die Drehzahlen der Schaltorgane und der eigentlichen Maschine (Magnetrad, Anker) nicht die gleichen sein brauchen': Es könnten z. B. Magnetrad und Anker zwölfpolig sein und das Magnetrad mit 5oo Touren pro Minute umlaufen, so daß die Periodenzahl der Ankerströme c- 500-12 - 5o wäre, während die 2-60 Schaltringe (Abb.2) oder die Schalthebelwellen (Abb. 3 und 4.) mit 3ooo Touren pro Minuten umliefen. In diesem Falle müßten nur die Wicklungen der sechs Polpaare in Reihen- oder Parallelschaltung gemeinsam an die Schalthebel usw. geführt sein. Zwischen dein Magnetrad und den Schaltorganen müssen in diesem Fall mir Getriebe (Zahnräderübersetzungen) eingeschaltet sein, welche die Tourenübersetzung von z : & bewirken, dabei aber einen völligen Synchronismus aufrechterhalten. Das Verhältnis der Drehzahl zwischen Maschine und Schaltorgan muß derart sein, daß die Schaltorgane genau bei jeder Periode einmal jede Ankeranzapfung an jeden Netzpol anschließen. Diese vergrößerte Freiheit in der Wahl der Drehzahlen für Maschine einerseits und Schaltorgane anderseits kann unter gegebenen Verhältnissen von größter Wichtigkeit für den Entwurf vor, Anlagen nach der Erfindung sein. wie V den was Unabhängigkeit in Drehzahl Ein zweiter wesentlicher Vorteil liegt darin, daß der stromerzeugende Teil der Maschine von der Schaltvorrichtung (Kollektor), abgesehen von einer Zuleitung durch fest verlegte Leitungen und von mechanischer Verbindung zum Zwecke der Erreichung des Synchronlaufes, getrennt werden kann; vor allem, daß -der stromerzeugende Teil (Magnetfeld und Anker)- nicht mit dem Schaltorganismus zwischen zwei Lagern auf derselben Welle untergebracht sein muß. Dieser Vorteil sich in verschiedener Weise -In erster Linie lassen sich Generatoren und Motoren in ebenso großen Einheiten bauen -Wechselstromsynchron- oder -Asynchronmaschinen. Dies bedeutet erstens eine ergrößerung der maximal herstellbaren Leistung pro Maschineneinheit auf das Vielfache, insbesondere bei Turbomaschinen; zweitens können beispielsweise Bahnmotoren wesentlich größerer Leistungen zwischen Laufrädern untergebracht werden, die Möglichkeit im Bau von Triebwagen und Lokomotiven ganz wesentlich vergrößert und diese verbessert, verbilligt und leichter zu bauen gestattet. In beiden Fällen spielt auch die größere der von Maschine und Schaltorgan eine wesentliche Rolle.
  • PATENT E

Claims (7)

  1. ANSI'ItÜCII : Generator Motor w , Größe verbunden völlig das z. Als und so ie bei gleichzeitiger Anordnung von geuerato-Tisch und motorisch wirksamen Ankerstromkreisen auch als Umformer für Gleich- und Wechselstrom verwendbare elektrische Maschine mit einer aus zwei Schaltvorrichtungen bestehenden Komtnutierungsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daB im Takt mit der einen Schaltvorrichtung, die in an sich bekannter Weise nur strom- und spannungslose Umschaltungen ausführt und periodisch Isolationswiderstände wechselnder in die von den einzelnen Stellen der ruhenden geschlossenen Ankerwicklung zu den beiden Hauptleitungen führenden Abzweigungen schaltet, die andere, wie ein Ventil wirkende Schaltvorrichtung, welche die zur Stromwendung notwendigen Stromschlüsse und Stromunterbrechungen bewerkstelligt, von außen gesteuert wird.
  2. 2. Ausführungsform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche bewegliche Einrichtungen, die auf die- Kommutierung Einfluß haben, entweder auf einer gemeinsamen Welle sitzen oder durch mechanische Mittel so miteinander sind, daß sie synchron laufen.
  3. 3. Ausführungsform nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß gesteuerte Ventil aus einem Lichtbogen besteht, der rechtzeitig durch einen hochgespannten Ström gezündet und durch einen unterbrochenen Gasstrom wieder gelöscht wird.
  4. Ausführungsform nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der hochgespannte Steuerstrom einem Besonderen, mit der ersten umlaufenden Schaltvorrichtung mechanisch oder elektrisch gekuppelten Steuergenerator unmittelbar oder mittelbar entnommen wird.
  5. 5. Ausführungsform nach Anspruch 3 und q., dadurch gekennzeichnet, daß der Steuergasstrom durch eine mit der ersten Schaltvorrichtung mechanisch oder elektrisch gekuppelte, mit Löchern oder Schlitzen versehene, kreisende Scheibe abwechselnd periodisch zum Strömen gebracht bzw. unterbrochen wird.
  6. 6. Ausführungsform nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Löschgasstrom durch Explosionen hervorgerufen wird,' welche im Takt mit den Kommutierungsvorgängen, gegebenenfalls durch Zündströme, erzeugt werden.
  7. 7. Ausführungsform nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die von den einzelnen Punkten einer geschlossenen Ankerwicklung ausgehenden Ableitungen in Bürsten endigen, und daß immer nacheinander je zwei mit diametralen Anzapfstellen der Ankerwicklung verbundene Bürsten über eine im Takt mit dem Feldmagneten sich drehende, ringförmige Schaltvorrichtung, die mit dem größten Teil des Umfanges des Ringes gehörig isolierte, an Schleifringe angeschlossene, stromleitende Ringsegmente aufweist sowie über je ein elektrisches Ventil mit den Hauptleitungen verbunden werden. B. Ausführungsform nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß nacheinander diametrale Stellen der Ankerwicklung mit den elektrischen Ventilen und den beiden Hauptleitern über Schalthebel verbunden werden, die um isoliert gelagerte Wellen mit gleicher Drehzahl kreisen, so daß die freien Hebelenden im Augenblick ihres gegenseitigen Kontaktes nur eine geringe Relativbewegung haben. g. Ausführungsform nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalthebel durch Zahnräder im Gleichlauf gehalten werden, welche aus Lagen von gegeneinander isolierten Metallringen bestehen. io. Ausführungsform nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb oder außerhalb des Ankers noch besondere, mit den Schaltvorrichtungen im Takt arbeitende Kommutationseinrichtungen üblicher Art angebracht sind. i i. Ausführungsform nach Anspruch i bis g, dadurch gekennzeichnet, daß zwei getrennte Schaltvorrichtungen vorgesehen sind, von welchen. jede über ein Ventil zu j e einem Hauptleiter geführt ist, und daß die Ventile den Hauptstrom immer ab= wechselnd der einen und dann der andern Schaltvorrichtung zuführen.
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