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Verpackungsmaschine für aus Innen- und Außenhülle bestehende Beutel.
Die Erfindung bezieht sich auf solche zum Herstellen, Füllen und Schließen von aus
Innen- und Außenhülle bestehenden Packungen dienende Maschinen, welche mit einer
von der Rolle arbeitenden Vorrichtung zum Ritzen und Schneiden der Blätter für die
Innenhülle, einem die Innenblätter von dieser Vorrichtung und die Blätter für die
äußere Umhüllung vom Stapel entnehmenden wagerechten Falzdornrad zur Bildung des
Beutels, einer von dem Dornrad arbeitenden Füllvorrichtung mit wagerechtem Förderrad
und einer Vorrichtung zum Schließen der gefüllten Packungen versehen sind. Gegenüber
den bekannten Verpackungsmaschinen dieser Art besteht das Neue der Erfindung darin,
daß die Schließvorrichtung in an sich bekannter Weise mit einem von dem Füllrad
unabhängigen Förderrad arbeitet und die Innenblattschneid- und -ritzvorrichtung,
das Falzdornrad, das Förderrad der Füllvorrichtung und das Förderrad der Schließvorrichtung
im wesentlichen rechtwinklig zueinander angeordnet- sind, und zwar die Schneid-
und Ritzvorrichtung diametral zum Füllrad und das Falzdornrad diametral zum Schließrad,
wobei ferner die Vorrichtung zum Ableiten der fertig geschlossenen Packungen aus
der Schließvorrichtung zweckmäßig seitlich vom Schließraide zwischen diesem und
der Schneid- und Ritzvorrichtung angeordnet ist. Während die derart ausgebildete
und angeordnete Verpackungsmaschine infolge der an sich bekannten Trennung von Füllrad
und Schließrad, also des Füllvorganges von dem Schließvorgang, eine Verstaubung
der Schließvorrichtungen durch das Einfüllen nach Möglichkeit vermeidet, die Ausbildung
des genannten Füllrades als Schüttelvorrichtung ermöglicht und ferner genügend Platz
und Zeit im Füllrad geschaffen wird, die Füllung aus einer Doppel- oder Mehrfachfüllvorrichtung
gleichzeitig in zwei oder mehr Packungen des Füllrades erfolgen zu lassen, wird
trotz der Verwendung eines besonderen Füllrades und eines besonderen Schließrades
infolge der geschilderten neuen Gesamtanordnung von InnenblatIschneid- und -ritzvorrichtung,
Falz-,lornrad, Förderrad der Füllvorrichtung und Förderrad der Schließvorrichtung
die hohe Leistung und Arbeitsgeschwindigkeit bei übersichtlicher Bauart und einfacher
Bedienung auf einem möglichst kleinen Raum erzielt, wobei diese Raumersparnis durch
All-
ordnung der zum Ableiten der fertig gescblos-:;enen Packungen dienenden
Vorrichtung zwischen Schließrad und Innenblattritz- und -schneidvorrichtung noch
erhöht wird. Es kommen ferner bei der vorliegenden Gesamtanordnung der Verpackungsmaschine
die Innenblattritz- und -schneidvorrichtung und der Verlauf für die fertigen Packungen
auf dieselbe, und zwar der Füllvorrichtung gegenüberliegende Seite der Maschine
zu liegen, was den weiteren Vorteil bietet, d.aß bei reihenweiser -Aufstellung dieser
Maschinen in Großanlagen durch dieselbe Förderbahn die fertigen Packungen von dem
Auslauf nach
der Versandhalle befördert sowie die erforderlichen
Papierrollen für die Innenblattritz-und -schneidvorrichtung und das Umschlagpapier
den Maschinen zugeführt werden können.
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Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht:
Abb. i zeigt im Grundriß eine gemäß der Erfindung angeordnete und ausgebildete Maschinenanlage
für aus einer Innenhülle aus Karton und einer Außenhülle aus Papier bestehende Packungen;
Abb.2 ist eine Seitenansicht der Kartonschneid- und -stanzvorrichtung und der Beutelherstellungsmaschine
von Linie A-B der Abb. i gesehen; Abb 3. ist eine Seitenansicht der Beutelherstellungs-
und der Füllmaschine von Linie C'-D der Abb. i gesehen; Abb. 3a ist in größerem
Maßstabe eine Seitenansicht der Vorrichtung, welche zum Abheben und Weiterbefördern
der äußeren Umschlagblätter dient; Abb. 4 ist eine Stirnansicht der Füll- und Schließmaschine
von rechts auf Abb. i gesehen; Abb. 5 ist in vergrößertem Maßstabe eine Stirnansicht
auf eine Einzelvorrichtung; Abb. 6 ist ein Schnitt nach Linie E-F und Abb.7 ein
Schnitt nach Linie G-H der Abb. 5 ; Abb. 8 ist eine schematische Seitenansicht einer
abgeänderten Ausführungsform der Vorrichtung nach Abb. 5 bis 7; Abb. 9 ist eine
Aufsicht und Abb. io eine Stirnansicht dieser Vorrichtung; Abb. i i ist eine Ansicht
auf einen Teil der Kartonbahn, und Abb. 12 ist die Ansicht des Blattes einer äußeren
Umhüllung.
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Der Antrieb der Maschine erfolgt durch die Riemenscheibe 16o auf eine
Vorlegewelle 131 (Abb. 1, 3 und 4), deren Drehung vermittels der Stirnräder 161
und 162 auf die Hauptwelle i o9 übertragen wird. Diese ist in Lagern 163 (Abb. 4)
des Maschinenge-. steiles drehbar und treibt vermittels des Kegelräderpaares 16q.,
165 (Abb. i) die ebenfalls in Lagern des Gestelles -drehbare Welle 43 an, -welche
ihre Drehung vermittels des Kegelräderpaares 166, 167 auf die am Maschinengestell
drehbar gelagerte Welle 9 überträgt. Außerdem dreht die Hauptwelle io9 vermittels
des Kegelräderpaares 168 und 169 (Abb. i und .4) auch die in Lagern des Maschinengestelles
drehbare Welle 118. Der Antrieb der Welle 203 des weiter unten erwähnten
Dornrades 3oo erfolgt vermittels eines auf dieser Welle befestigten Malteserkreuzes
170 (Abb. i), in dessen Schlitze 171 die Rolle 172- eines Kurbelzapfens 173-eingreifen
kann, welcher auf einer Welle 174 befestigt ist. Diese Welle wird durch das Kegelräderpaar
175, 176 von,der Hauptwelle rog ständig gedreht. Das jeweilige Feststellen
des Malteserkreuzes 17o bei Austritt der Rolle 1722 aus dem betreffenden Schlitz
erfolgt durch vorübergehenden Eintritt der Leitrolle 177 eines Armes 178 in einen
der Schlitze 171. Dieser Arm 178 ist auf einem dem Zapfen 179' entsprechenden Zapfen
drehbar gelagert und wird durch den Arm i8o und die Leitrolle 181 von einem l#'xzenter
der Welle 174 angetrieben. Für die Welle 135 des Füllrades 139 (Abb. i und 4) erfolgt
der Antrieb in völlig entsprechender Weise durch das auf dem unteren Ende dieser
Welle befestigte Malteserkreuz i-o', die Antriebskurbel 173', Welle 17.4' und Kegelräderpaar
175' und 176' von der Hauptwelle i o9, unter Zusammenwirken mit der Feststellkurbel
178' mit Leitrolle 177', welche auf dem Bolzen 179' drehbar gelagert ist und entsprechend
der Kurbel 178 von einem Exzenter der Welle 174' angetrieben wird.
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Die zur Herstellung der inneren Kartonhülle dienende Pappebahn k gelangt
von der Rolle l (Abb. 2) in eine Vorrichtung an sich bekannter Art, die zum Leimen,
Schneiden, Stanzen und Rillen der einzelnen Kartonblätter k' aus der Bahn k (Abb.
i i) dient. Durch die Walze 2a wird Klebstoff auf die für jedes auszuschneidende
Kartonblatt erforderlichen und in Abb. i i schraffiert bezeichneten Stellen der
Bahn k aufgetragen, zu welchem Zweck die an der im Klebstoabehälter 2c in bekannter
Weise umlaufende Leimwalze 2b anliegende Leimauftraa,-walze2a mit entsprechenden,
rippenartigen Erhöhungen ausgestattet ist. Die Walze 3 ist mit sektorartigen Messern
und Walze 2 mit entsprechenden Einschnitten für diese Messer versehen, um bei der
Drehung der Walzen 2 und 3 die aus Abb. i i ersichtlichen Schlitze a in die Pappebahn
einzuschneiden, also gleichzeitig in die Bodenlappen und Kopfschließlappen von zwei
arteinandergrenzenden Kartonblättern k', die später bei b durchgeschnitten
werden. Die Rolle 4 dient als Gegenwalze für die drehbar gelagerten Schneidmesser
5, welche den Zweck haben, die Längsrillen c in der Pappebahn anzubringen. Von dem
letzten Walzenpaar .ist die Walze? glatt und die Walze 6 #nit Quermessern zur Herstellung
der Querritzungen d in der Pappebahn k versehen. Der Antrieb der Walzen erfolgt
von der Antriebswelle 9 durch die Kette 8 über ein auf der Achse der Walze 4 befestigtes
Kettenrad io dauernd. Die durch Stirnradeingriff gekuppelten Walzen 2, 2a
und
3 werden von einem Stirnrad der Walze _1. mittels Stirnrad i i angetrieben und die
ebenfalls durch Stirnradeingriff gekuppelten Walzen 6 und 7 mittels Stirnrad 1:2.
Der Antrieb aller Walzen erfolgt somit zwangsmäßig von der Welle 9, lediglich die
Schneidmesser 5 sind lose drehbar gelagert. Die unteren Walzen sind einstellbar,
die oberen abhebbar mittels exzentrischer Lagerung.
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Auf dem Tisch 13 wird die Bahn 1? durch eine schnell laufende
Walze 14 fortgezogen, mit welcher eine lose drehbar gelagerte Walze 15 in Reibungseingriff
sich befindet, während die Walze 14 vermittels eines Stirnräderpaares durch das
Kettenrad 16 und den Kettentrieb 17 ebenfalls von der Welle g ständig angetrieben
wird.
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Der Umfang der Walzen 2(, 2, 3, 4, 6 und 7 entspricht der gewünschten
Blattlänge k' (Abb. ii), so daß die Walze 1.4 jedesmal eine richtige Blattlänge
von dem Tisch 13 auf den Falzkasten 18 bekannter Art schiebt. Sobald dies geschehen
ist, gehen die Drücker ig nach unten und unterbrechen den weiteren Vorschub der
Bahn k auf dem Tisch 13, so daß die durch die Walzen 2 bis 7 ständig vorgeschobene
Bahn k in einer Schleife (Abb.2) durchhängt. Die Drücker ig (Abb. i und 2) wenden
durch Gummileisten an Armen i9' gebildet, die auf einer im Maschinengestell drehbar
gelagerten Welle Zoo befestigt sind, welche mittels einer auf dieser Welle befestigten
Kurbel 2o, des Lenkers 21, des auf der Welle toi befestigten Winkelhebels 22 und.
der Leitrolle 23 von einem Exzenter der Antriebswelle g entgegen der Wirkung einer
nicht dargestellten Feder so gesteuert wird, daß die Drücker ig im gegebenen Zeitpunkt
auf und ab geschwungen werden.
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Sobald sich die Driicker i9 auf die Bahn gelegt haben, erfolgt das
Ausstanzen der Ecken bei e (Abb. i i) durch ein Messer, welches an einer Gleitschiene
25 befestigt ist. Die Auf- und Abbewegung der Schiene 25 in der Führung 26 des Maschinengestelles
erfolgt durch die Schubstange 27 von einem Exzenter der Antriebswelle g aus. Gleichzeitig
mit dem Stanzschnitt e wird auch das auf dem Falzkasten 18, Station I, vorgeschobene
Ende der Bahn k bei b von dieser abgeschnitten, und zwar durch ein Messer 28, welches
durch einen nicht dargestellten Antrieb bekannter Art durch ein Exzenter der Welle
g von unten nach oben bewegt wird und im Scherenschnitt mit einem feststehenden
Messer 29 zusammenwirkt.
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Über den Falzkasten 18 werden nacheinander die Dorne 30 (im vorliegendem
Falle acht Stück) des bereits erwähnten Dornrades 3oo bewegt, welches auf der senkrechten
Welle 2o3 befestigt ist, die in der beschriebenen Weise von der Antriebswelle zog
durch ein Malteserkreuz schrittweise gedreht wird, derart, daß das Dornrad
300 jedesmal um einen Achtelkreis weitergeschaltet wird. Durch Aufwärtsbewegung
des die Gestalt einer U-förmigen Rinne besitzenden Falzkastens 18 vermittels der
Stange 301, des Querhauptes 302, Lenkers 303, des bei Sod.
gelagerten Winkelhebels 305, der Leitrolle 3o6 und eines Exzenters von der
Hauptwelle iog erfolgt in allgemein bekannter Weise das Umlegen der Seiten f und
g (Abb. i i) des Kartonblattes um die Flanken des darüber stehenden Dornes 30, worauf
in ebenfalls bekannter Weise durch seitliche Falzschieber zunächst die beiden über
den Dorn vorstehenden Ränder lt und i des U-förmig gefalzten Werkstückes
auf den Dorn umgefalzt werden, und zwar zunächst der nicht mit Klebstoff versehene
(h) und alsdann .der gelehnte (i). Während dieses Vorganges ist der Andrückstempe131
bekannter Art angehoben, und zwar vermittels des um 33 drehbaien Hebels 32, 34,
der durch den Doppelhebel 35 nach oben gedreht worden ist. Die Steuerung des Hebels
35 erfolgt durch eine auf der Hohlwelle 204 auf und ab verschiebbare Hülse 36 mittels
des bei 3o8 drehbar gelagerten Winkelhebels 37 und der Leitrolle 38 von einem Exzenter
der Antriebswelle iog.
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Nach der geschilderten Bildung der schlauchförmigen Hülse senkt sich
der Andrücker 31 wieder auf die obere Leimnaht der Hülse und geht der Falzkasten
18 in die aus Abb.2 ersichtliche Stellung zurück, worauf der betreffende Dorn des
Dornkreuzes um eine Achteldrehung auf Station II weitergeschaltet wird., wo in bekannter
Weise der Boden der inneren Kartonhülle gebildet wird, indem zunächst die beiden
oberen und unteren schmalen Lappen 1 und m (Abb. i i ) durch schwingbare Falzer
und dann der in der Drehrichtung hinten gelegene, seitliche Schlußlappen o durch
den Falzer 205 (Abb. i) tungelegt wird. Das Umlegen des letzten Schlußlappens p
erfolgt bei deni nächsten Vorschub des Dornraides von der Station II auf die Station
III durch ein feststehendes Falzblech 2o6.
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Wenn der Dorn 3o auf Station III gelangt ist, erfolgt das Umlegen
des äußeren Papierumschlages. Die zur Bildung des äußeren Papierumschlages dienenden
Blätter zt (Abb. 12) sind in einem durch Winkel 234 gebildeten und mit allmählich
nach oben vorrükkendem Boden 2o8 versehenen Behälter aufgestapelt. Die Entnahme
des jeweils obersten Papierblattes erfolgt zunächst durch Abheben der vorderen Blattkante
vermittels einer schwingbar gelagerten Saugvorrichtung.
Diese besteht
aus dem Saugrohr 235 (Abb. 3, 3a), welches an die Luftpumpe 2o9 angeschlossen und
mit seinen nach unten gekröpften Enden auf der Welle 236 befestigt ist. Die Schwingung
der Welle 236 erfolgt mittels der Kurbel 2fo, des Lenkers 237 und Armes 238 auf
dem drehbaren Zapfen 238a, der mittels eines zweiten auf diesem Zapfen befestigten
und mit einer Leitrolle 238b versehenen Armes 238c von einem Exzenter der Welle
41 entgegen einer bei 238d angedeuteten Zugfeder des auf Welle 236 befestigten Armes
2o8e gesteuert wird. Der Antrieb der Welle 41 erfolgt ständig durch Kettentrieb
42 von der Antriebwelle 43.
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Das schwingbare Saugrohr 235 trägt eine geeignete Zahl von Saugstutzen
44, z. B. vier, die eine gemeinsame Falzleiste 45 tragen, welche beim Niederschwingen
der Saugstutzen 44 die vordere Blattkante des Stapels nach oben vorknickt. Bei der
Aufwärtsschwingung der Saugstutzen wird die vordere Kante des Blattes an eine Walze
46 gebracht, die ständig gedreht wird und mit welcher eine Walze 47 zusammenwirkt,
die mittels beiderseits angeordneter Arme 48 um einen Bolzen 49 schwingbar ist,
indem die Arme 48 mit Leitrollen 5o versehen sind, die mit Exzentern der Welle 51
zusammenwirken. Die Drehung der Welle 51 erfolgt durch das Stirnrad 52 und Zwischenrad
58 von einem auf der Kettenwelle 41 befestigten Stirnrad 211. Die Walze 46 besitzt
Umfangsnuten 46a, in welche die Saugköpfe 44 bei ihrer Aufwärtsschwingung eintreten
können.
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Wenn der vordere, nach oben geknickte Blattrand von den Saugköpfen
an die ständig umlaufende Walze 46 gebracht worden ist, wird die Walze 47 gegen
die Walze 46 geschwungen und durch diese Zusammenwirkung der Walzen 46 und 47 das
Papierblatt von dem Stapel zwischen einem Blech 55 und Drähten 56 hindurch zwischen
eine durch die Achse 51 gedrehte Leimwalze 57 und eine schwingbare Gegenwalze 61
befördert, worauf die Walze 47 wieder in die unwirksame Stellung zurückschwingt.
In Abb. 3 und 3a decken sich Stirnrad 52 und Leimwalze 57. Die Walze 57 ist mit
Leisten zum Auftragen von Klebstoff auf die in Abb. 12 schraffiert bezeichneten
Stellen des Papierblattes u versehen. Das Auftragen des Klebstoffes auf die Walze
57 erfolgt in bekannter Weise durch Zwischenwalzen 70a und 70 von der Leim-walze
71 aus. Letztere wird in dem Klebstoftbehälter lob von der Welle 51 aus mittels
des Stirnrades 52 und der Zwischenräder 72 und 73 gedreht.
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Durch einen Schlitz des Bleches 55 und die Drähte 56 kann der Taster
6o nach, oben-hindurchtreten. Dieser ist ebenso, wie eine Falle 62 auf einem drehbar
gelagerten Bolzen 59 befestigt. Die schwerere Falle 62 ist infolge ihres größeren
Gewichtes bestrebt, den Taster 6o nach oben zu schwingen. Die Gegenwalze 61 ist
durch Arme 61a mit der drehbaren Achse 66 verbunden, auf welcher ferner ein Winkelhebel
64 mit einer. Nase 63 befestigt ist. Der Hebelarm 64a wird durch eine bei 64b angreifende
Feder mit seiner Leitrolle 68 gegen ein Exzenter der Welle 41 gedrückt. Wenn ein
Papierblatt zwischen den Führungen 55, 56 vorhanden ist, so wird der Taster 6o durch
dieses nach unten in der aus Abb. 3 und 3a ersichtlichen Stellung gehalten, in welcher
die Falle 62 den Ansatz 63 von Arm 64 freiläßt, so daß die Gegenwalze 61 durch die
Achse 66, den Winkelhebel 64 und die nicht dargestellte Fader gegen die Leimwalze
57 gedrückt werden kann, wenn es das Exzenter der Welle 41 zuläßt. Wenn hingegen
kein Papierblatt vorhanden ist, so kann sich die Falle 62 senkrecht einstellen,
so daß der Arm 64 durch Anschlagen der Nase 63 gegen die Falle 62 gesperrt und ein
Andrücken der Walze 61 gegen die Walze 57, also ein Verschmutzen der Gegenwalze
61 verhindert wird.
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Von der Leimwalze gelangt der Umschlag u weiter zwischen Förderwalzen
74 und 75, von welchen letztere auf der Walze 74 aufruht und diese durch das Zwischenrad
7411 vom Stirnrad 58 angetrieben wird. Ein Hochreißen des Umschlages durch die Leimwalze
wird (durch Abstreifbleche 55a verhindert.
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Der Umschlag ,,wird auf Station III auf den in bekannter Weise U-förmig
gestalteten Falzkasten 78 befördert, und zwar nach Bern Verlassen der Förderwalzen
74, 75 durch je einen zu beiden Seiten angeordneten Finger 79 bis zu festen, aber
einstellbaren Anschlägen 8o, so daß er stets in der genau richtigen Lage auf dem
Falzkasten 78 aufliegt. Die Finger 79 sitzen auf einem Arm 81, der bei 82 drehbar
ist und durch den Lenker 8,3 von dem auf der Achse 66 drehbar gelagerten Arm 84
bewegt wird, der mittels der Leitrolle 8411 durch ein Exzenter der Welle 41 entgegen
einer bei 84b angreifenden Feder bewegt wird. Auf der Arbeitsstelle III erfolgt
in entsprechender Weise, wie für die Station I beschrieben, das schlauchförmige
Herumlegen »des äußeren Umschlages um die auf dem Dorn 3o befindliche innere Kartonhülle.
Der Falzkasten 78 wird: gleichzeitig mit dem Falzkasten 18 der Station I durch die
Stange 301' vom Querhaupt 3o2 bewegt, ebenso der Längsnahtandrücker 31 in
gleicher Weise und durch denselben Antrieb wie auf Station I, was idurch entsprechende
Bezeichnung der Teile angedeutet ist.
Bei der Weiterschaltung des
Dornrades 30 erfolgt auf Station IV und zwischen den Stationen IV und V die Bildung
des Bodenverschlusses in der gleichen Art, wie für die innere Kartonhülle beschrieben
und dargestellt. Auf Station V wird noch der Boden durch einen Stempel 87 (Abb.
i und 2) in ebenfalls bekannter Weise angedrückt. Nachdem auf Station VI gegebenenfalls
ein nochmaliges Anpressen des Bodens stattgefunden hat, gelangt das Paket nach der
Station VII, wo das Ausstoßen des aus einem inneren und äußeren Umschlag bestehenden
und am Boden geschlosenen Paketes erfolgt, und zwar vermittels der Haken 88 (Abb.
3), die an Armen 89 befestigt sind und durch seitliche Längsschlitze der Dornflanken
in das Innere des Dornes fassen können.
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Die Arme 89 sind um Bolzen go gegen die Seiten des Dornes kippbar
an einem Schlitten g i angeordnet, der auf einem Bolzen 9 verschiebbar ist, und
zwar greift am Schlitten gi vermittels eines Kulissensteins des Bolzens 9.4 ein
Hebel 93 an, der bei 96 drehbar ist und durch einen Lenker 95 von einem Exzenter
der Welle 43 angetrieben wird. Die Haken 88 stehen unter Wirkung einer Feder 97,
die bestrebt ist sie nach innen in die Ausschnitte des Dornes 30 zu bewegen.
Wenn der betreffende Dorn auf der Station VII anlangt, so befinden sich die Haken
88 in ihrer Außenstellung und werden dann in die seitlichen Ausschnitte der Dornseiten
durch die Feder 97 gedreht, so daß sie hinter dem Paketrand einhaken und, wenn nunmehr
der Schlitten gi nach außen verschoben wird, das Paket vom Dorn abziehen und in
eine Vorrichtung befördern, in welcher das Paket aus der Hochkantlage, in welcher
es von dem Dorn 3o abgezogen wird, in die Breitlage gedreht wird, in welcher es
in die Füllmaschine befördert werden soll.
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Diese Wendevorrichtung besteht bei der Ausführungsform nach Abb. i,
3 und 5 bis 7 aus einem Rad ioo, welches in einem Gehäuse 99 drehbar gelagert und
mit zwei in einem Winkel von go° sich schneidenden, dem Ouerschnitt des Paketes
entsprechenden Durchtrittskanälen 98a und 98b versehen ist sowie außen einen Zahnkranz
trägt. In diesen greift ein Stirnrad ioi, welches mittels der Welle io2 drehbar
gelagert ist und mittels eines Malteserkreuzes 103 durch die Kurbel 104einer
Welle io5 schrittweise um go° gedreht wird, und zwar durch das Kettenrad io6 und
die Kette 107 von einem Kettenrad io8 der Antriebs-,velle iog. Der Antrieb erfolgt
so, daß die Wendevorrichtung nach jedesmaliger Aufnahme eines Paketes um 9o° gedreht
wird und sowohl den Halt des Paketes bei seinem Austritt aus der Paketlzerstellungsmaschine
wie die Drehung des Paketes in seine Breitlage und seine richtige Lage beim Übergang
auf die zur Einführung des Paketes in die Füllmaschine .dienende Vorrichtung führt.
Ein weiterer Vorteil dieser Wendevorrichtung besteht darin, daß das in der - Wendevorrichtung
ioo um go° gedrehte, also im wagerechten Schlitz liegende Paket ohne eine besondere
Ausschubvorrichtung, lediglich infolge des Einschubes -des nächsten Paketes in den
jeweils senkrecht stehenden Schlitz der Wendevorrichtung durch dieses eingeschobene
Paket aus der Wendevorrichtung heraus und weiter auf die Überführungsvorrichtung
zur Füllmaschine befördert wird. Als CCTTberführungsvorrichtung dient im vorliegenden
Fall ein Löffel iio, der mit einem Arm ¢oo auf einer bei i i i drehbar gelagerten
Hülse 113 befestigt ist und durch eine ebenfalls auf der Hülse 113 befestigte Kurbel
i 12, den Lenker 114, den bei i 16 drehbaren Hebel i 15 und die Leitrolle
117 entgegen der Wirkung der Feder 401 von einem Exzenter der Welle i 18 angetrieben
wird. Ist das Paket aus der Wendevorrichtung auf den Löffel i i o gelangt, so wird
dieser in die aufrechte Stellung gedreht und hierdurch das Paket auf der Kurve i--o
zwischen Leitblechen 332 und 333 in die der Wendevorrichtung gegenüberstehende Tasche
136 des Füllrades 139 befördert.
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Bei der Ausführungsform der Wendevorrichtung nach Abb.8 bis io erfolgt
die Beförderung des Paketes aus der Wendevorrichtung auf den Löffel iio gleichfalls
durch den Ausschub des nachfolgenden Paketes, das Wenden um go ° aus der Hoch- in
die Breitlage geht jedoch nich zwangläufig vor sich. Vielmehr ist zwischen der Station
VII und dem Löffel iio bei dieser Ausführungsform lediglich eine Kippvorrichtung
in Gestalt eines geneigt angeordneten Kanales 33o angeordnet, der mit einem Winkelfuß
331 auf der -Maschinenplatte befestigt ist. Der Kanal 330 ist gegenüber dem
Dorn 3o der Station VII in solcher Höhe angeordnet und um einen derartigen Winkel
verdreht, daß das von dem Dorn 3o abgeschobene Paket in dem Kanal 330 von
selbst die in Abb. io strichpunktiert eingezeichnete Schräglage annimmt, indem die
Wand 33o' ein Umkippen des Paketes nach der falschen Seite verhindert und das Paket
auf der gegenüberliegenden Wand 330" in die Schräglage nach unten gleitet. Infolge
des gegenseitigen Höhenunterschiedes von Rinne 330 und Dorn 3o ragt das gekippte
Paket mit seinem oberen Teil noch in die Bahn des Dornes 30, so daß beim Abziehen
des nächsten Paketes von dem Dorn 3o dessen Stirnfläche gegen den oberen Teil der
ihm zugekehrten Stirnfläche des in der Rinne 33o
gekippt liegenden
Paketes trifft und durch den Ausschub des neuen Paketes das in der Rinne 33o bereits
befindliche Paket aus dieser auf den Löffel iio zwischen die feststehenden Wände
33a und 333 ausgestoßen wird, wodurch das Paket die für das Füllrad erforderliche
Breitlage angenommen hat. Die Weiterbeförderung des Paketes in die gegenüberliegende
Tasche 136 -des Füllrades erfolgt dann in gleicher Weise, wie bereits beschrieben.
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Das Füllrad 139 ist auf der Welle 135 befestigt und) wird durch den
beschriebenen Malteserkreuzantrieb im gleichen Rhythmus wie das Dornrad
300 absatzweise um je einen Achtelkreis über die Station Ia... VIIIa geschaltet.
Die acht Taschen oder Halter 136 für die Pakete sind mittels Flanschansatz 138 an
dem Speichenkranz des Rades 139 befestigt und jeder Halter besitzt einen festen
Aufsatztrichter 137.
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Die Pakete stehen im Füllrad auf einem Ring i21 auf, welcher ständig
schnell. aufeinanderfolgenden kurzen Erschütterungen oder Schwingungen ausgesetzt
wird. Infolgedessen werden die Pakete während und nach dem Füllvorgang bis zum Verlassen
des Füllrades vermittels des Ringes 121 einer immerwährenden energischen Rüttelung
unterworfen, so d'aß der eingefüllte Paketinhalt von dem Einfüllen bis zum Austritt
des Paketes aus dem Füllrad intensiv eingerüttelt wird. Im vorliegenden Fall ruht
der Rüttelring 121 auf vier Stellen mittels der Stützen 122 auf schnell umlaufenden
parallelen Wellen 123 und 124 auf, und zwar mittels der Exzenterlager 416 von geringer
Exzentrizität (etwa i mm). Die bei 5oo konzentrisch gelagerten Wellen 123 und 124
tragen in einem Gehäuse 125 je ein Kettenrad, über welches eine Kette 415 gelegt
ist, und die Welle 124 wird durch die Riemenscheibe 126 von der Riemenscheibe 127
gedreht, welche ihrerseits durch die Riemenscheibe 129. von der Riemenscheibe 13o
der Vorgelege- oder Antriebswelle 131 gedreht wird. Auf der Station Ia wird das
von der Hülsenherstellungsmaschine kommende Paket durch den Löffel iio in die auf
dieser Station befindliche Tasche 136 eingesetzt, und es erfolgt dann auf den Stationen
Ha und IIIa gleichzeitig das Füllen von zwei Paketen durch eine über diesen Stationen
feststehend angeordnete Doppelfüllvorrichtung bekannter Art.
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Der Ausstoß der gefüllten und gerüttelten Pakete in das Schließrad
147 erfolgt auf der Station VIIa durch einen Stempel 140' an einer Stange 14o, die
durch Lenker 141 und 142 parallel geführt ist. Lenker 141 ist auf dein Bolzen 143
und Lenker 142 auf dem Bolzen 144 drehbar gelagert. Der Lenker 142 greift mit einer
Leitrolle i45 in ein Walzenexzenter 46, welches auf der Welle 118 befestigt ist.
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Das Schließrad 147 ist mit zwölf Taschen oder Kästen 148 zur Aufnahme
der gefüllten Pakete versehen und wird von der Welle 135
des Füllrades 139
vermittels eines auf dieser befestigten Zahnrades 23o eines Zwischenrades 231 und
eines auf der Welle 232 des Schließrades 147 befestigten Zahnrades 233 im übersetzungsverhältnis
2: 3 gedreht, so daß die Taschen. 148 des Schließrades nach und nach zwölf Stationen
I6 ..... XIIb durchlaufen. Ein Herausfallen der Pakete wird beim Schließrad
147 durch Reifen 418 und beim Füllrad 139 durch Reifen q.19 verhindert.
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Das Schließen des inneren Kartons und der äußeren Hülle erfolgt während
des Arbeitskreislaufes des Schließrades 147 durch bekannte Einrichtungen, die infolgedessen
nicht im einzelnen dargestellt und beschrieben sind. Durch diese Vorrichtungen werden
auf der Station IIb die seitlichen breiten Lappen des inneren Kartons nach innen
auf die Füllung umgelegt. Auf Statoin Mb erfolgt gemeinsain das Umlegen der hinteren
schmalen Lappen von Karton und Umhüllung nach innen. Zwischen Station IIIb und IVb
werden die vorderen. schmalen Stirnlappen von Karton und Umhüllung gemeinsam durch
ein Kurvenblech nach innen umgelegt, welches gleichzeitig die beiden seitlichen
nach oben vorstehenden Ohren der äußeren Umhüllung wagerecht nach außen umlegt,
so daß auf Station IVb durch eine Leimvorrichtung bekannter Art Klebstoff auf diese
beiden Ohren aufgetragen werden kann. Auf dem Wege von Station IVb nach VIb werden
dann die geleimten Ohren durch seitlich angeordnete feste Kurvenfalzer allmählich
nach innen umgelegt und geschlossen. Auf dem Wege von Station VIb bis XIb bleibt
der Verschluß unter Pressung einer oberen Andtückschiene bekannter Art.
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Auf Station XIb geht der Ausschub.,des fertig geschlossenen gefüllten
Paketes in eine Fördervorrichtung vor sich, welche seitlich vom Schließrade zwischen
diesen und der Kartonschneid- und -ritzvorrichtung angeordnet ist. Die Fördervorrichtung
besteht in ebenfalls bekannter Weise aus einem oberen Doppelgurt 149 und einem in
Höhe der Pakete darunter angeordneten unteren Doppelgurt: Das Ausstoßen erfolgt
durch den Arm i 5o, der fest mit dem Arm 152 verbunden ist. Letzterer ist auf einem
drehbar gelagerten Bolzen 153 befestigt, welcher durch die Kurbel 154 und den Lenker
155 von dem bei 6oo drehbar gelagerten Hebel 156 mit d'er Leitrolle 157 von einem
Walzenexzenter 158 der Welle 9 gesteuert wird.. Die oberen und unteren
Fördergurte
sind um Rollen gelegt, welche von der Welle 9 aus vermittels Kettenräder so angetrieben
-,verden, daß sich das untere beschwerte Trumm des oberen Doppelgurtes und der obere
auf einer Leitschiene laufende Trumm des unteren Doppelgurtes mit gleicher Geschwindigkeit
in Richtung des Pfeiles der Abb. i bewegen und die Pakete in aufrechter Lage auf
einen Tisch 159 befördern.