DE452886C - Bremseinrichtung fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents
Bremseinrichtung fuer KraftfahrzeugeInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T1/00—Arrangements of braking elements, i.e. of those parts where braking effect occurs specially for vehicles
- B60T1/02—Arrangements of braking elements, i.e. of those parts where braking effect occurs specially for vehicles acting by retarding wheels
- B60T1/06—Arrangements of braking elements, i.e. of those parts where braking effect occurs specially for vehicles acting by retarding wheels acting otherwise than on tread, e.g. employing rim, drum, disc, or transmission or on double wheels
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Description
- Bremseinrichtung für Kraftfahrzeuge. Die Erfindung betrifft eine Bremse für Kraftfahrzeuge, bei der zum Anziehen der Bremse die Kraft irgendeines umlaufenden Teiles des Wagens nutzbar gemacht wird. Zu diesem Zweck hat man sich bereits einer Reibungskupplung bedient, deren Kuppelband um eine umlaufende Scheibe gelegt ist und einerseits mit dem Bremsgestänge und anderseits mit einem Hand- oder Fußhebel in Verbindung steht. Die Erfindung betrifft eine Anordnung, die bei beiden Drehrichtungen der Scheibe und damit bei Vorwärts- und Rückwärtsgang des Wagens wirksam ist. Zu diesem Zweck ist das Kuppelband, das im allgemeinen lose auf der umlaufenden Scheibe liegt, mit beiden Enden an ein gemeinsames, mit dem Bremsgestänge verbundenes Glied angeschlossen und zusammen mit diesem in der Umlaufrichtung der Scheibe beweglich angeordnet. Wird daher das Kuppelband an die Festscheibe angepreßt, so nimmt es das Verbindungsglied bei jeder Drehrichtung der Scheibe mit. Das Kuppelband kann in verschiedener Weise auf der Scheibe angezogen werden. Man kann sich zu diesem Zwecke neben der umlaufenden Scheibe einer Losscheibe bedienen, deren Achse gegenüber derjenigen der umlaufenden Scheibe verschiebbar ist, so daß durch Vergrößerung des Achsenabstandes die Bremse angezogen wird. Mit Rücksicht auf den beschränkten Raum empfiehlt es sich, die beiden Scheiben gleichachsig nebeneinanderzulegen, derart, daß beide von einem entsprechend breiten Kuppelband überdeckt werden.
- Die Losscheibe wird hierbei zweckmäßig auf einem mit dem Hand- oder Fußhebel verbundenen schwingbaren Arm angeordnet. Nun werden auf Kraftwagen der größeren Sicherheit wegen zwei Bremsen angeordnet. Eine einfache Bauart der zweiten Bremse erhält man dann, wenn man diese an dem die Losscheibe tragenden Schwinghebel derart anschließt, daß sie im allgemeinen nicht angezogen wird, sondern nur dann, wenn etwa das Kuppelband reißt. Die zweite Bremse wird zu diesem Zwecke mittels eines Zugbandes angeschlossen, welches erst dann gespannt wird, wenn der Schwinghebel einen bestimmten, zum vollen Anziehen des Kuppelbandes ausreichenden Ausschlag überschritten hat.
- Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel. Abb. i ist eine Ansicht der Wagenbremse, Abb. z eine Ansicht der zum Anziehen der Wagenbremse dienenden Reibungskupplung und A,bb.3 ein Schnitt von Abb. a.
- Die zum Anziehen der Wagenbremse dienende Kraft wird von der in Abb. z und 3 im einzelnen dargestellten Reibungskupplung abgeleitet. Diese besteht aus einer Scheibe b, die auf einer umlaufenden Welle c des Wagens aufgekeilt ist. Beispielsweise wird die Welle c durch Schraubenradgetriebe d von der Antriebswelle aus in Umdrehung versetzt. Neben der Festscheibe b liegt eine Losscheibe e, deren Nabe mit einem bogenförmigen Langloch f versehen ist, welches die Welle c umschließt. Die Losscheibe e kann daher quer zur Achse c gegenüber der Scheibe b verschoben werden. Hierzu dient ein Schwinghebel g, der auf einem im Gehäuse befestigten Zapfen k drehbar gelagert ist und ein Lager! für die Nabe j der Losscheibee trägt. Der Schwinghebelg ist an der Stelle k mit einem Hebel zum Anziehen der Bremse verbunden.
- Die beiden Scheiben b und e können gleichen Durchmesser haben. Sie besitzen lediglich an ihren Außenseiten einen Flansch. Über sie ist ein beiden Scheiben gemeinschaftliches Kuppelband m gelegt, das mit beiden Enden an einen Block n angeschlossen ist. An diesen Block greift eine Zugstange o o. dgl., die zum Brems- und Ausgleichgestänge u führt und zum gleichzeitigen Anziehen aller Bremsen der Räder des Fahrzeuges dient.
- An dem Schwinghebel g ist ein Zugglied, Seil oder eine Stangep angeschlossen, das entweder zum Brems- und Ausgleichgestängeu führt oder zum Antrieb von Hilfsbremser dient. Im allgemeinen bleibt dies Zugglied p unwirksam, da das Kuppelband m vollkommen angezogen ist; ehe das Zugglied p die mit ihr verbundenen Bremsen anzieht. Um dies zeichnerisch anzudeuten;, ist das Zugglied p als locker liegendes Seil dargestellt. Indessen kann auch irgendeine andere Einrichtung Verwendung finden, beispielsweise eine Stange, die einen gewissen leeren Hub ausführt, ehe sie mit den Bremsen gekuppelt wird.
- Die Welle c läuft beständig je nach der Fahrtrichtung des Wagens nach der einen oder anderen Richtung um. Zweckmäßig ist sie derart mit einem umlaufenden Teil des Wagens gekuppelt, daß sie auch dann umläuft, wenn der Wagenantrieb ausgeschaltet ist. An der drehenden Bewegung der Wellec nimmt die Festscheibe b teil. Das Kuppelband liegt im allgemeinen lose auf dieser Scheibe. Damit es aber nicht auf dieser schleift, empfiehlt es sich, der Losscheibee einen etwas größeren: Durchmesser zu geben als der Fensterscheibe und die Mittelstellung der Losscheibe gleichachsig mit derjenigen der Festscheibe zu wählen. In diesem Falle wird schon bei geringem Unterschied der Durchmesser das Kuppelband auf der Losscheibe liegen. Soll die Bremse angezogen werden, so wird der Schwinghebel g in bzw. entgegen der Richtung des Uhrzeigers geschwenkt. Dadurch verschiebt sich die Losscheibe gegenüber der Festscheibe in einer Ebene senkrecht zur Achse c, so daß das Kuppelband auf den beiden Scheiben gespannt und vdn der Festscheibe je nach der Drehrichtung derselben mitgenommen wird. Infolgedessen verschiebt sich der Blockft auf dem Umfang der Scheibe nach der einen oder anderen Richtung. In jedem Falle aber wird das Zugrglied o mitgenommen, und dadurch wird die Bremse angezogen. Es ergibt sich also,. daß .die. Bremse bei jeder Bewegungsrichtung des Wagens durch die Festscheibe angezogen werden kann.
- Die Anordnung der Bremse auf dem Wagen ist in einem Ausführungsbeispiel in Abb. i dargestellt. Es ist angenommen, daß die vier Räder des Wagens gebremst werden sollen. Demgemäß sind auf der umlaufenden Welle c zwei Scheibenpaare b, e angeordnet, die durch Vermittlung eines Ausgleichgestängesr von einem Fußhebels aus bedient werden. Die an die Zapfen k angeschlossenen Stangen oder Seilet führen zu Ausgleichgestängen u, von denen aus je zwei Bremsen angezogen werden.
- Sollte das Kuppelband beim Bremsen reißen, so wird der Fahrer unwillkürlich seinen Bremshebels weiterbewegen5 so daß das Zugglied p in Wirksamkeit tritt und die mit ihm verbundene Bremse anzieht.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Bremseinrichtung für Kraftfahrzeuge, bei der das Bremsgestänge der einzelnen Räder durch eine Reibungskupplung mit einer umlaufenden Welle des Fahrzeuges gekuppelt und angezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß um eine auf der umlaufenden Welle (c) angeordnete Festscheibe (b) ein mit dieser zu kuppelndes Band (m) gelegt ist, dessen beide Enden an ein gemeinsames, mit dem Bremsgestänge verbundenes Giied (o) angeschlossen sind, und daß das Kuppelband (m) und das Verbindungsglied (o) in der Umlaufrichtung der Scheibe beweglich angeordnet sind, derart, daß die Bremsen bei jeder Drehrichtung der Scheibe angezogen werden können. z. Bremseinrichtung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß das Kuppelband über eine Losscheibe (e) gelegt ist, die auf einem Schwinghebel (g) drehbar gelagert ist, mittels dessen der Abstand ihrer Achse von der der Festscheibe geändert werden kann. 3. Bremseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Losscheibe in der Achsenrichtung neben der Festscheibe liegt. q.. Bremseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Losscheibe etwas größer ist als derjenige der Festscheibe, und daß beide Scheiben in der Ruhestellung gleichachsig zueinander liegen. 5. Bremseinrichtung nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daB an dem Schwinghebel (g) der Losscheibe ein Zugglied (p) angeschlossen ist, das mit der von dem Kuppelband (m) bedienten Bremse oder einer Hilfsbremse verbunden ist und diese erst dann anzieht, wenn der zum Bedienen der Kupplung dienende. Ausschlag überschritten ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER68050D DE452886C (de) | 1926-07-04 | 1926-07-04 | Bremseinrichtung fuer Kraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER68050D DE452886C (de) | 1926-07-04 | 1926-07-04 | Bremseinrichtung fuer Kraftfahrzeuge |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE452886C true DE452886C (de) | 1927-11-22 |
Family
ID=7413287
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER68050D Expired DE452886C (de) | 1926-07-04 | 1926-07-04 | Bremseinrichtung fuer Kraftfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE452886C (de) |
-
1926
- 1926-07-04 DE DER68050D patent/DE452886C/de not_active Expired
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