KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 44: Kurzwaaren.
u. dergl.
An Stelle der durch den Anspruch 2. des Patentes No. 44228 geschützten Einrichtung
zum Festhalten der Klappfüfse in ihrer offenen Stellung wendet Erfinder eine auf dem Steg
verschiebbare Hülse an, welche sich mit jeder anderen das selbsttätige Schliefsen ein^ oder
doppelseitiger Klappenfüfse bezweckenden Federmechanik in Verbindung bringen läfst.
Die Zeichnung zeigt als Beispiel einige Anwendungsarten dieser Hülse, und zwar bei
einer Klappmechanik, bei welcher die Feder im Steg liegt, Fig. 1 bis 4, und einer solchen,
bei welcher eine um die Drehachse gewundene Torsionsfeder den selbstthätigen Verschlufs der
Klappfüfse bewirkt, Fig. 5 bis 7.
Die beiderseitigen Stegplatten b, Fig. 4, sind so ausgeschnitten, dafs sie unmittelbar die beiden
Unterstützungsachsen η η bilden, in welche sich die entsprechend geformten Klappfüfse eel
•einhängen. Das von der Feder c beeinflufste Gleitstück d ist gelenkartig in der gemeinschaftlichen
Achse i der beiden Klappfüfse verbunden und hat das Bestreben,' die letzteren
stets in die geschlossene Stellung zu bringen.
Die über den Steg b geschobene Hülse h
wird durch eine Feder f beständig von der Knopfplatte abgedrängt und legt sich bei geöffneten
Klappfüfsen gegen die erhabenen Flächen ν derselben, welche so geformt sind,
dafs die Hülse h in dieser Stellung senkrecht auf dieselben drückt und so die Füfse in zusammengeklappter
Stellung festhält.
Beim Einführen der Verschlufsvorrichtung in das Knopfloch wird die Platte hl der Hülse h
gegen den Stoff angedrückt und so weit gegen die Knopfplatte geschoben, dafs die Klappfüfse
nunmehr unter dem alleinigen Einflufs der Feder c aus einander gehen.
Bei den sich unter dem Einflufs der Torsionsfeder c stetig öffnenden Klappfüfsen,
Fig. 5 bis 7, schiebt sich die Hülse h theilweise über die geöffneten Klappfüfse e e1
hinüber, um dieselben in dieser Stellung festzuhalten. Die Torsionsfeder c mufs aber
stärker sein als die Schieberfeder f, um den Druck derselben in geschlossener Stellung zu
überwinden. Um bei dieser Anordnung die Feder f ganz fortlassen zu können, empfiehlt
es sich, wie in Fig. 7 dargestellt, den Schieber h mit einem Wulst χ zu versehen, welcher, am
Stoff des Knopfloches Widerstand findend, beim Ausziehen der Verschlufsvorrichtung aus
dem Knopfloch den Schieber bis zu dem Anschlag \ mitnimmt und dann die Klappfüfse in
der offenen Stellung festhält.
Paτent-Anspruch:
Bei sich selbstthätig schliefsenden Klappfüfsen
für Manschettenknöpfe u. dergl. die Anordnung einer auf dem Steg (b) verschiebbaren
Hülse (h), welche die Klappfüfse in geöffneter Stellung festhält und beim Druck gegen die
Fufsplatte (h l) freigiebt.