DE44840C - Selbstthätige Umsteuerung für Färb- und Walkmaschinen - Google Patents
Selbstthätige Umsteuerung für Färb- und WalkmaschinenInfo
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- DE44840C DE44840C DENDAT44840D DE44840DA DE44840C DE 44840 C DE44840 C DE 44840C DE NDAT44840 D DENDAT44840 D DE NDAT44840D DE 44840D A DE44840D A DE 44840DA DE 44840 C DE44840 C DE 44840C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06B—TREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
- D06B3/00—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
- D06B3/32—Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of open-width materials backwards and forwards between beaming rollers during treatment; Jiggers
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Januar 1888 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine selbstthätige Umsteuerung für Färb- und Walkmaschinen.
Die Einrichtung wird durch die Fig. 1 bis 5 der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht
und ist für solche Maschinen bestimmt, bei welchen das zu behandelnde Gewebe von einer
Walze abläuft, welche an dem einen Ende des Troges gelagert ist und von dieser über geeignet
angeordnete Leitwalzen hinweg durch das Bad hindurchgeführt und auf eine am anderen Ende des Troges gelagerte Walze aufgewickelt
wird.
In dem Troge A, Fig. 1 , ist ein Druckwalzenpaar
jB C angeordnet; die Walze B ist derart gelagert, dafs sie gehoben und gesenkt
werden kann. Der eine Drehzapfen der unteren Walze C trägt eine Bremsscheibe, um welche
herum ein Bremsband D gelegt ist, das an zwei einander gegenüberliegenden Punkten mit
verticalen Stangen α bezw. b verbunden ist. Diese Stangen werden an den oberen Enden
in Gabeln c bezw. c1 geführt, welche an umlegbaren
Platten E bezw. F befestigt sind. Die Stangen α und b tragen oberhalb und
unterhalb der Gabeln c bezw. c1 verstellbare
Anschläge al a2· bezw. b1 b2. An den umlegbaren
Platten E und F sind je paarweise Reibungsrollen d bezw. d1 angebracht, und an
dem Bremsband D sind ferner zwei aufrecht stehende Stege e befestigt, zwischen welchen
der eine Zapfen der Walze B gelagert ist. Auf der Hauptantriebswelle G sitzen lose zwei
Kegelräder H und /, welche mit Kegelrädern J bezw. K in Eingriff stehen, die auf den Zapfen
der Auf- und Abwickelwalzen L bezw. M befestigt sind.
Zwischen den beiden Kegelrädern H und I ist auf der Hauptwelle eine auf derselben verschiebbare,
jedoch stets mitrotirende doppelte Kuppelungsmuffe N angeordnet, welche je nach
Bedarf mit den entsprechend ausgebildeten Naben der Kegelräder H bezw. / gekuppelt
werden kann.
Auf der Kuppelungsmuffe sind zwei entgegengesetzt wirkende schraubenförmige Schubnuthen
R und S vorgesehen, deren Zweck weiter unten erläutert wird.
An den Enden der zu behandelnden Waare wird je eine geeignete Länge Leinewand oder
sonst geeigneter Stoff befestigt und auf jeder derselben je eine Leiste f von dreieckigem
Querschnitt angebracht. Die Befestigungsstellen für diese Leisten sind so gewählt, dafs das
Ende der bezüglichen Verlängerung noch auf der zugehörigen Walze L bezw. M fest aufgewickelt
ist, wenn die betreffende Leiste f bis zwischen die Walzen B und C gelangt ist.
Bei Benutzung der beschriebenen Maschine verfährt man wie folgt:
Die an dem einen Ende der zu behandelnden Waare befestigte Verlängerung wird über
die Walze L hinweg-, unter der Führungsrolle O zwischen den Druckwalzen B C und
unter der Führungsrolle P hindurchgefUhrt und schliefslich so weit auf die Walze M aufgewickelt,
dafs die auf dieser Verlängerung an-
gebrachte Leiste f sich zwischen P und M befindet.
Alsdann verschiebt man die Kuppelungsmuffe N, so dafs dieselbe mit der Nabe des
Kegelrades I gekuppelt, die Walze M somit in Drehung versetzt und hierdurch der zu
führende Stoff nach Durchgang durch das Bad auf die Walze M aufgewickelt wird.
Sobald nun die an der zweiten Verlängerung befestigte Leiste f zwischen die Walzen B
und C tritt, wird die Walze -B hierdurch derart angehoben, dafs der eine Zapfen bis über
die Stege e gehoben wird, Fig. 5. Während dieser Zapfen bisher mittelst der Stege e das
Bremsband in seiner Lage festgehalten hatte, wird dieses nunmehr durch die sich weiterdrehende
Walze C mitgenommen und hierdurch die Stange b gesenkt (Fig. 5, punktirte
Lage), so dafs der obere Anschlag δ1 derselben
auf die Gabel c1 drückt, somit die Platte F
umlegt und das Rollenpaar d1 derselben in die Schubcurve R eintritt, wodurch die Kuppelungsmuffe
N nach der entgegengesetzten Seite verschoben, die Kuppelung zwischen N und /
gelöst und gleichzeitig das Kegelrad H mit JV gekuppelt wird, so dafs nunmehr die Walze L
in entgegengesetzter Richtung in Drehung versetzt und somit der Stoff von der Walze M
wieder ab- und nach Passiren der Färbflüssigkeit auf die Walze L aufgewickelt wird.
Die Bremsscheibe, Fig. 5, wird sich alsdann wieder im Sinne des Zeigers der Uhr drehen,
wobei das Bremsrad D allerdings zunächst in der punktirten Lage verharrt, bis die von links
kommende Leiste f die Walze B wieder anhebt, das Bremsband D eine kleine Drehung
nach rechts ausführt und der Zapfen der Walze B zwischen die beiden Stege e gelangt.
Sobald dann die zweite Leiste f von der entgegengesetzten Seite zwischen die Walze B
und C tritt und die Walze B wieder aus den Stegen e ausgehoben wird, nimmt die Walze C
das Bremsband D nach der entgegengesetzten Richtung mit, so dafs nunmehr die Stange a
gesenkt, die Platte E umgelegt und hierdurch die Kuppelungsmuffe N durch Zusammenwirken
des Rollenpaares d und der Schubcurve S wieder zurückgeschoben und mit der Nabe
des Kegelrades / gekuppelt wird, Fig. 4.
Es leuchtet ein, dafs beim Senken der einen der beiden Stangen α und b die zweite Stange
gehoben und hiermit durch den unter der betreffenden Gabel c bezw. c1 befindlichen Anschlag
a1 bezw. b2 die bezügliche Platte wieder
aufgerichtet wird, so dafs dieselbe der Rückverschiebung der Kuppelungsmuffe kein Hindernifs
bietet.
Diese Verschiebung sowie die Sicherung der Kuppelung wird durch ein auf die Kuppelungsmuffe
wirkendes Gewicht T in geeigneter Weise unterstützt.
Bei Anwendung des vorbeschriebenen Umsteuerungsmechanismus kann die Maschine —
nach Einspannung der zu behandelnden Waare— vollständig sich selbst überlassen werden, und
es folgt hieraus, dafs in der Praxis zur Wartung einer ganzen Reihe derartiger Maschinen
nur eine Person erforderlich ist, während bei den von Hand umzusteuernden Maschinen fast
jede einzelne derselben einen besonderen Wärter erfordert. Aufserdem wird durch den Umstand,
dafs der zu behandelnde Stoff bei jedem Hin- bezw. Hergang zweimal in das Bad taucht
und dazwischen durch die Walzen B und C bearbeitet wird, der Färb- bezw. Walkprocefs
wesentlich begünstigt, d. h. die Dauer desselben abgekürzt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine selbstthätige Umsteuerung für Fä'rb- und Walkmaschinen, bei welcher die Bewe^- gungsrichtung der zu behandelnden Waare unter Vermittelung eines Druckwalzenpaares (B C) dadurch selbstthätig geändert wird, dafs die eine Walze (B) desselben durch eine auf der Waare befestigte Leiste (f) oder dergleichen von ihrer Gegenwalze (C) abgehoben wird und hierdurch ein um die letztere gelegtes Bremsband (D) freigiebt, welches dann bei der Weiterdrehung der Gegenwalze (C) mitgenommen wird und eine Umsteuerung des Antriebsmechanismus bewirkt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE44840C true DE44840C (de) |
Family
ID=320046
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT44840D Expired - Lifetime DE44840C (de) | Selbstthätige Umsteuerung für Färb- und Walkmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE44840C (de) |
-
0
- DE DENDAT44840D patent/DE44840C/de not_active Expired - Lifetime
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